Ich kann Dir nicht zustimmen. Man verlaengert wohlgemerkt seinen Vertrag so, dass sein Gehalt 100% von Vasco uebernommen wird. Dadurch, dass er die letzten Jahre jetzt auch nicht so toll geglaenzt hat, und sich ausserdem mit seinem Geweine selbst in eine sehr schlechte Verhandlungsposition gebracht hat, wuerde sein Gehalt bei uns (angenommen er kaeme tatsaechlich zurueck) auch nicht so hoch ausfallen, dass wir jaehrlich einen riesen Posten bei uns freihalten muessten. Ausserdem kann man es auch vertraglich so regeln, dass man plannungssicherheit hat, indem er naemlich fruehzeitig eine Rueckkehr ankuendigen muesste.
Aber bei einer Vertragsverlaengerung wuerde es auch primaer nicht um seine Rueckkehr gehen.
Wir wuerden den Vertrag verlaengern, um bei einer Wertsteigerung (die ja nicht sehr ueberraschend waere) abkassieren zu koennen.
Jedem sollte eigentlich klar sein, dass CA kicken kann. Zudem ist er noch jung. Vielleicht ist er auf Grund seines Kindes in einem Jahr reifer, und andere Vereine haben interesse. Dann koennen wir die Hand aufhalten.
Eine Vertragsverlaengerung mit fuer uns kuenstigen Konditionen, wuerde ich alle mal einem Verkauf fuer einen Appel und Ei vorziehen.
Man stelle sich vor, wir verkaufen hin jetzt, weil wir die Schnauze voll haben, er faengt an so zu kicken wie er kicken kann, und ein reiferer CA wechselt in einem Jahr fuer 5M nach Europa. Dann wuerden wir alle ziemlich bloed gucken.
Ich wuesste ehrlich gesagt nicht, was gegen eine Verlaengerung der Leihe sprechen sollte.
So weit liegen wir in unserer Einschätzung dann ja gar nicht auseinander, ohne eine saftige Beteiligung am Weiterverkauf sollten wir ihn auf keinen Fall abgeben, denn wenn er nur wollte, hätte er die Ablösesumme, die wir für ihn gezahlt haben, hier rechtfertigen können. Da würde sich sicherlich auch in Brasilien ein Verein finden, der das mitmachen würde.
Wenn wir sein Gehalt nicht weiterzahlen müssten UND er hier keine großen Kosten durch ein hohes Grundgehalt blockieren würde, von dem lange unklar ist, ob es gezahlt werden muss, wäre deine Lösung natürlich die ideale - aber ich glaube nicht, dass CA das ohne vorheriges ausgiebiges Affentheater mitmachen würde, wenn überhaupt. Der ist Werder schon so lange auf der Nase herumgetanzt, dass er vermutlich davon ausgeht, das endlos so weiterführen zu können ohne selbst Kompromisse (wie einen Gehaltsverzicht bei einer möglichen Rückkehr nach Bremen) eingehen zu müssen und alle Drohungen von Werder für heiße Luft hält. Bei seiner Einstellung zu Vertragstreue wäre auch eine schriftlich fixierte Frist, zu der er seine jeweilige Zukunft entscheiden müsste, alles andere als beruhigend.
Von daher favorisiere ich das Modell ihn für eine in Brasilien realistische Ablöse abzugeben (Sechsstellig, wenns hochkommt im niedrigen siebenstelligen Bereich) und sich beispielsweise mit 30-40% an einem Möglichen Weiterverkauf beteiligen zu lassen. Dann kann sich ein anderer Verein mit ihrer Majestät herumschlagen und wir kassieren trotzdem noch mit, sollte CA spontan vom veranlagten Freizeitkicker zum Fußballprofi mutieren.
Edit: Auch wenns zynisch ist, die einzige Entwicklung, die ich mir von CA Vaterschaft erwarte, ist, dass er in Zukunft seinen Egotrip mit der Begründung durchzieht, dass er auch an seine Familie denken müsse - sprich: Mehr Kohle für die junge Familie verlangen, der böse Deutsche Verein darf ihn nicht von seinem Kind trennen, für die Familie ist es das beste, wenn Papa da spielt wo ers gerade lustig findet, damit er ein ausgeglichener Elternteil sein kann. Fußballprofis sind was das angeht ja ohnehin recht abgebrüht, CA trau ich da nicht zu, die rühmliche Ausnahme zu sein.