Ich habe selten eine Aussage gelesen, die so von Vorurteilen behaftet war. Was erwartest du denn von den Jugendlichen (hierzu zähle ich mich jetzt einfach auch mal, weil ich noch zur Schule gehe)? (1)Die meisten Politiker haben kaum Programme, die Jugendliche ansprechen und selbst wenn sie diese hätten erreichen sie die Jugend meist nicht. Die meisten Politiker verfehlen es, Plattformen wie das Internet zu nutzen. (2)Wieso sollen überhaupt die Jugendlichen auf die Politiker zugehen, immerhin wollen ja die Politiker gewählt werden. Außerdem kommt hinzu, dass Wahlkampfreden viel zu "altbacken" sind. Schüler lernen in der Schule, wie man als Redner sein Publikum mit Bildern und/oder Statistiken überzeugt, Politiker nutzen sowas nicht, (3)obwohl es oftmals helfen würde schwierige Themen zu veranschaulichen oder deren Bedeutung klarzumachen, bei denen Jugendliche abschalten, weil es sie nicht interessiert. Ich denke, dass die Politik es einfach verfehlt, die Jugend für Politik zu interessieren und hieran sollte man arbeiten.
Ein sehr gutes Beispiel für die von mir genannten 3 Begriffe. Findet man sie hier doch recht deutlich wieder:
(1) Desinteresse + Bequemlichkeit
(2) Bequemlichkeit
(3) Dummheit + Bequemlichkeit
Generell kann man versuchen Politik auf Jugendlichen zugänglicher zu machen, keine Frage. Den schwarzen Peter aber nur lediglich der Politik selbst zuzuschieben, da sie nicht ansprechend, verständlich und interessant genug sei, ist schwachsinnig.
Den schwarzen Peter der schlechten Bildung durch Schule und Elternhaus zuzuschieben, wirkt schon sinniger; eine indirekte Beteiligung der Politik ist dort natürlich nicht abzustreiten.
Dennoch: Jeder hat die Möglichkeit sich politisch zu interessieren und engagieren. Selbst wenn man die olle Angela, den blassen Frank-Walter, die dicke Claudia, den schwulen Guido oder den heuchlerischen Oskar zum Kotzen findet und inhaltlich nicht versteht.
@werder-w: Du gehörst ja, wenn überhaupt noch, gerade mal zum Anfang dieser von mir als "Nachfolgegeneration" titulierten Gruppe. Es betrifft doch eher Jüngere als Dich.
Betrachtet man Statistiken der Wähler bzw. Nichtwähler über einen längeren Zeitraum, so fällt auf, dass bei gewissen Altersgruppen politisches Interesse bzw. zumindest das Interesse zu wählen, nachlässt.
Und nun mal Butter bei die Fische:
Wie sieht Dein Erklärungsansatz denn nun für das Phänomen des Nichtwählens aus?
Und wie interpretierst du speziell das Verhalten der Jugend?
Mir ging es bei der Kritik an deinem Post, dizzy, übrigens hauptsächlich um die Pauschalisierung, ja fast Diffamierung, der jungen Generation.
