Allgemeiner Politik Thread

Richtig gemacht kann das "Pumpen von Zigmilliarden in die Finanzierung der Flüchtlingspolitik" sehr sinnvoll sein, denn ich unterstelle, dass die meisten der Flüchtlinge die mit dem Ziel zu bleiben kommen, auch hier arbeiten wollen (Sozialschmarotzer gibt es unter Flüchtlingen genauso wie unter denjenigen, die jetzt schon in diesem Land leben, die lasse ich mal außen vor). Wenn also ein Teil des Geldes darin investiert wird, dass diese Flüchtlinge Deutsch lernen, um hier eine Arbeit annehmen zu können, tragen sie mit ihren Beiträgen zu den Sozialkassen dazu bei, dass die demographische Entwicklung nicht ganz so negativ ausfällt wie es aktuell aussieht. Das wiederum kommt uns allen zu Gute. Flüchtlinge sind jetzt schon hier und werden kommen, daran können aus meiner Sicht keine Grenzen, Mauern oder was auch immer einigen hier vielleicht vorschwebt, etwas ändern. Und ich finde es auch richtig, dass Menschen, die aus einem Kriegsgebiet wie beispielsweise Syrien fliehen oder die wegen ihrer Religion in ihrer Heimat verfolgt werden, hier Asyl beantragen können. Die Aufgabe der Politik ist es, diesen Menschen den Weg auf den Arbeitsmarkt zu ebnen - und da habe ich leider das Gefühl, dass keine Partei ein Konzept hat und nur Flickschusterei betrieben wird.

Ich bin da weit weniger optimistisch, was die Integration der Flüchtlinge aus dem nahen Osten angeht. Die meisten haben eine völlig andere Weltanschauung und werden kaum willens sein, sich die der westlichen anzupassen.

Und was den Arbeitsmarkt betrifft: Da sehe ich besonders schwarz für die diese Flüchtlinge mit der Folge, das sie dann eben der Staat "durchfüttern" muß.

Wir müssen aber in der Tat in einigen Dingen gegensteuern. Z.B. in den Pflegeberufen. Warum holt man sich hier nicht arbeitswillige junge Menschen aus osteuropäischen Ländern wie z.B. Polen, Rumänien etc.? Warum akzeptiert man nicht die dortigen Abschlüsse? Das sind ganz sicher keine schlechteren Arbeitskräfte als die deutschen. Und damit würde man auch was gegen die demograhische Entwicklung tun...
 
Dass es gemacht wird, weiß ich. Es ändert aber nichts daran, dass es sachlich falsch ist.

Stichwort politische Klasse - daran mangelt es derzeit aus meiner Sicht allen Parteien. Und genau davon profitiert die AfD am meisten.
 
Dass es gemacht wird, weiß ich. Es ändert aber nichts daran, dass es sachlich falsch ist.

Stichwort politische Klasse - daran mangelt es derzeit aus meiner Sicht allen Parteien. Und genau davon profitiert die AfD am meisten.

Das glaube ich eher weniger. Ich denke eher das die AFD so relativ groß werden konnte, weil sowohl die etablierten Parteien als auch ein nicht kleiner Teil der Bevölkerung diejenigen diskreditierten, die eben die Flüchtlingspolitik und die Willkommenskultur kritisierten. Diese Menschen wurden nicht ernst genommen. Schlimmer noch. Diese Menschen wurden nur all zu schnell in die Islamophobe oder rechtsradikale Ecke gedrängt. Die AFD hat sich derer angenommen. Dabei war es den Leuten egal das die AFD eigentlich überhaupt keine politischen Kompetenzen besitzt. Zuhören und ernst nehmen statt zu diffamieren wäre hier angebracht gewesen statt irgendwelchen Ideologien zu folgen.
 
Und ich dachte immer wer Arbeitet bekommt auch dementsprechend Rente? Wenn man sein Leben lang nicht entsprechend gearbeitet hat kann man doch nicht erwarten das man eine Rente bekommt mit der man in Saus und Braus leben kann?

Und "die Flüchtlinge" die mit "Geld zugeschissen werden" bekommen übrigens etwas die Hälfte vom Existenzminimum. Erst nach 15 Monaten im Land bekommen sie Leistungen auf Sozialhilfe-Niveau.
Falsch gedacht corox! was heißt denn für Dich, entsprechend gearbeitet haben? Aus den Medien kann entnommen werden, dass das Rentenniveau seit 1990 gesunken ist, von 55 % auf 47,5 % in 2015 und bis 2030 weiter sinkt auf 42 %. Die nähere Erläuterung dazu bitte ich den einschlägigen Seiten zu entnehmen. Viele Rentner haben ihr Leben lang gearbeitet, 45 Jahre und länger, und bekommen dennoch so wenig Rente, dass diese vom Sozialamt aufgestockt werden muss. Bei uns gegenüber wohnt in einer 2 Zimmer-Wohnung eine Frau, >70 Jahre alt, die hilft immer noch zeitweise als Verkäuferin beim Bäcker aus, um ihre Rente aufzubessern. Ihr gegenüber wohnen in einem Reihenendhaus Migranten, von der Stadt als Mieterin des Hauses dort einquartiert, mietfrei, voll alimentiert. Genau so etwas befeuert den Unwillen der Bevölkerung.
 
@ Corox: Fakten sind an dieser Stelle irrelevant, wenn es um das Kloppen von Stammtischparolen geht. Dass die Renten auf einem Niveau sind, auf dem sie niemals zuvor waren (und die diesjährige Erhöhung die höchste seit 23 Jahren war) ist dabei natürlich genauso irrelevant wie die von Dir genannten Punkte.

Immer wieder verstörend finde ich, wie leicht Hass, Angst, Missgunst und Neid zu säen sind... auch ein Aspekt meiner bescheidenen Ansicht nach, der zeigt, dass auch die westliche Welt weit davon entfernt ist so zivilisiert zu sein wie sie gerne wäre.

Hier überraschst Du mich, da ich deine Post`s gerne lese, da sie oft von viel Sachlichkeit und Wissen geprägt sind.

Stammtischniveau ist es mMn zu sagen, die Renten sind auf einem Niveau, wie niemals zuvor. Ich nehme an Du meintest so hoch wie nie zuvor.

Der entscheidende Faktor ist das Netto-Rentenniveau, nämlich das was beim Bürger bleibt und da kommt Deine These doch wacklige Füsse.

http://www.sozialpolitik-aktuell.de...Rente/Datensammlung/PDF-Dateien/abbVIII37.pdf

Das Du auch nicht die Inflationsrate mit einbeziehst, kommt noch obendrauf.
 
Das glaube ich eher weniger. Ich denke eher das die AFD so relativ groß werden konnte, weil sowohl die etablierten Parteien als auch ein nicht kleiner Teil der Bevölkerung diejenigen diskreditierten, die eben die Flüchtlingspolitik und die Willkommenskultur kritisierten. Diese Menschen wurden nicht ernst genommen. Schlimmer noch. Diese Menschen wurden nur all zu schnell in die Islamophobe oder rechtsradikale Ecke gedrängt. Die AFD hat sich derer angenommen. Dabei war es den Leuten egal das die AFD eigentlich überhaupt keine politischen Kompetenzen besitzt. Zuhören und ernst nehmen statt zu diffamieren wäre hier angebracht gewesen statt irgendwelchen Ideologien zu folgen.
Das ist definitiv auch ein Aspekt. Allerdings glaube ich, dass Protest gegen die etablierten Parteien ein wesentlicher Faktor ist, so nach dem Motto "ich fühle mich nicht mehr repräsentiert, also nehm ich mal die AfD aus Protest."
 
Falsch gedacht corox! was heißt denn für Dich, entsprechend gearbeitet haben? Aus den Medien kann entnommen werden, dass das Rentenniveau seit 1990 gesunken ist, von 55 % auf 47,5 % in 2015 und bis 2030 weiter sinkt auf 42 %. Die nähere Erläuterung dazu bitte ich den einschlägigen Seiten zu entnehmen. Viele Rentner haben ihr Leben lang gearbeitet, 45 Jahre und länger, und bekommen dennoch so wenig Rente, dass diese vom Sozialamt aufgestockt werden muss. Bei uns gegenüber wohnt in einer 2 Zimmer-Wohnung eine Frau, >70 Jahre alt, die hilft immer noch zeitweise als Verkäuferin beim Bäcker aus, um ihre Rente aufzubessern. Ihr gegenüber wohnen in einem Reihenendhaus Migranten, von der Stadt als Mieterin des Hauses dort einquartiert, mietfrei, voll alimentiert. Genau so etwas befeuert den Unwillen der Bevölkerung.

Genau das meinte ich. Solche Beispiele gibt es zuhauf, auch in meiner Nachbarschaft. Und das fördert den Unmut!

@opala: Natürlich bekämen diese Rentner keinen Cent mehr auch wenn es keine Flüchtlinge gäbe. Dann würde das Geld anderweitig verschleudert werden. Aber diese Ungerechtigkeit in der Behandlung ist es doch, welche die Menschen zu Recht maßlos verärgert. Und in die Arme von Parteien wie es die AfD ist treibt...
 
Wo findest du denn hier Populismus?? Ich nehme mal an das dein Beitrag ironisch gemeint war. Ich entnehme aus Opalos Aussage das es keine Rolle spielt ob Flüchtlinge kommen oder nicht. Das ist für mich eine indirekte Kritik an die Politik, das sie sich zu wenig um die weniger gut betuchten Menschen in diesem Land kümmert.

Ganz einfach. Weil es Opalo nicht weiß, ob es den so wäre, hätte man nicht diese grenzenlose Migration erlaubt. Ein Teil des Geldes, was jetzt verwendet werden muss, um Integration so gut wie möglich zu schaffen, wäre durchaus eine Option, aus oben genannten Beispiel, diese Rente zu erhöhen.

Ich komme gern ein Stück entgegen, indem ich Euch Recht gebe, das die Wahrscheinlichkeit unter der GroKo sehr hoch ist, das eben dieses Geld dann nicht zur Aufbesserung der kleinen Renten gedient hätte. Aber es kann eben keiner wissen und deswegen ist es mMn Populismus.
 
@Klunz. Keine Lust? Wirklich? Nicht vielleicht eher keine Argumente? ;):p

Wo findest du denn hier Populismus?? Ich nehme mal an das dein Beitrag ironisch gemeint war. Ich entnehme aus Opalos Aussage das es keine Rolle spielt ob Flüchtlinge kommen oder nicht. Das ist für mich eine indirekte Kritik an die Politik, das sie sich zu wenig um die weniger gut betuchten Menschen in diesem Land kümmert.
Genau das ist der springende Punkt, danke.

Wenn hohe Kosten für Flüchtlinge, die hierher kommen, aus welchen Gründen auch immer eine Rentenkürzung veursachen würden, gäbe es eine Verbindung zwischen Flüchtlingen und Rentnern. Dann würde den Rentnern durch die Flüchtlinge tatsächlich etwas weggenommen, das sie ohne die Flüchtlinge gehabt hätten. Das ist aber nicht der Fall.

Wie oben von mir schon beschrieben und von Klunz ja auch angedeutet, ist kaum zu erwarten, dass durch weniger Flüchtlinge eingespartes Geld in die Rentenkassen fließt und kurzfristig Rentnern zu Gute kommt. Das könnte nämlich keine Partei - und zwar nicht nur CDU oder SPD - denjenigen erklären, die jetzt noch 20, 30 Jahre arbeiten müssen und danach deutlich weniger Rente haben werden als Rentner heute.Es wäre natürlich eine Option, aber meiner Meinung nach eine sehr theoretische.

Wenn jemand sagt, dass Flüchtlinge - oder auch Hartz IV-Empfänger oder sonstige Empfänger von staatlichen Leistungen - seiner Meinung nach zu viel Unterstützung im Vergleich zu anderen - beispielsweise Rentner, die lange im Niedriglohnbereich gearbeitet haben oder auch Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich - erhalten, ist das sein gutes Recht, und es steht ihm frei, genau die Partei zu wählen, die seinen Standpunkt in diesem Punkt am ehesten entspricht. Das ist nichts anderes als z. B. meine ganz klare Ablehnung einer Erhöhung der Hartz-IV-Sätze, die es für mich (unter anderem) unmöglich macht, die Linkspartei zu wählen, obwohl ich ihren Beitrag zur Einführung des Mindestlohnes durchaus anerkenne.

Wenn aber im Falle von Gruppen, die aus völlig verschiedenen Töpfen ihr Geld bekommen - in diesem Fall Flüchtlinge und Rentner - suggeriert wird, dass die eine Gruppe der anderen etwas wegnimmt, indem beide immer wieder in einem Atemzug genannt werden, obwohl kein Zusammenhang besteht, ist genau DAS für mich Populismus. Denn es befeuert eine Neiddebatte, die - in diesem Fall - zu Hass gegenüber oder gar Ablehnung von Flüchtlingen führt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Back
Top