Allgemeiner Politik Thread

Zitat von Bremervörde;3222426:
Straffällige Asylbewerber festnehmen und sofort ausweisen.

Ixh würde schon erwarten, dass bis zu einer tatsächlichen Verurteilung gewartet wird. Auch wenn aus der CSU ja gerade ähnliches gefordert wird; wann sind die Indizien denn "eindeutig"? Wir sollten schon den Rechtsstaat erhalten und abwarten, bis ein Strafgericht ein Urteil gesprochen hat.

Zitat von Bremervörde;3222426:
Aber bei einer Polizei, die aus Political Correctness nicht mal den ethnischen Hintergrund von Straftätern nennen oder vermerken DARF;

Dann würde ich aber auch wollen, dass andere Merkmale erfast werden. Soziale Herkunft, Bildungsabschluss etc. Dann würde auch erfassbarer, ob denn "die Türkenkinder" krimineller sind als "Bio-Deutsche", oder ob Türkenkinder ohne Berufsausbildung ebenso häufig klauen wie Deutsche ohne Berufsausbildung
 
Es geht darum das Pauchal gesagt wird es sind dort Flüchtlinge in der Nähe und man deswegen den Karnevalskram nicht durchführen kann. Und die Flüchtlinge sind auch noch Nordafrikaner! Nordafrika ist übrigens kein Land. Es werden damit prinzipiell alle Flüchtlinge und alle nordafrikaner unter gemeralverdach gestellt was völliger blödsinn ist. Meiner Meinung nach müsste man die Entscheidungsträger direkt ihres Amtes entheben.

Unter Generalverdacht stellt diese Menschen doch niemand. Man weiß sehr wohl, dass die meisten nicht gewaltbereite Menschen sind.

Ich würde aber meine Kinder auch nicht in einem Hundezwinger spielen lassen, wenn die Heimleitung mir vorher erzählt, dass es sehr gut sein kann, dass auch einige wenige bissige Hunde darunter sind, weil die Herrchen früher nicht gut mit ihnen umgegangen sind.

Ich würde das Risiko nicht eingehen wollen, erst recht nicht mit dem Wissen, dass ein anderes Kind dort erst vor 14 Tagen blutig gebissen wurde.
 
Dann würde ich aber auch wollen, dass andere Merkmale erfast werden. Soziale Herkunft, Bildungsabschluss etc. Dann würde auch erfassbarer, ob denn "die Türkenkinder" krimineller sind als "Bio-Deutsche", oder ob Türkenkinder ohne Berufsausbildung ebenso häufig klauen wie Deutsche ohne Berufsausbildung

Solche Dinge kannst du doch dann aus vorhandenen Daten ableiten, ohne sie explizit bei Straftaten zu erfassen.


Es gibt aber immer noch genug Fläche für Neubauten, genug Integrationsbereitschaft von Seiten der Einheimischen und genug Kapazitäten in Schulen und Verwaltung.

Genau das, also die Integrationsbereitschaft und Akzeptanz der ansässigen Bürger, sollte bei der Unterbringung der Flüchtlinge mMn im Vordergrund stehen. In ländlichen Regionen dürfte doch aber mit das größte Problem sein, dass man ohne Auto häufig ziemlich abgeschnitten ist und welcher Flüchtling hat schon ein Auto?
 
Solche Dinge kannst du doch dann aus vorhandenen Daten ableiten, ohne sie explizit bei Straftaten zu erfassen.

Und wieso soll es dann notwendig (oder vielmehr einen Erkenntniswert bringend) sein, den konkreten Migrationshintergrund zu erfassen?
(Und ich wüsste nicht, wie den Schulabschluss etc. bislang bei Straftaten abgeleitet werden können.)

In ländlichen Regionen dürfte doch aber mit das größte Problem sein, dass man ohne Auto häufig ziemlich abgeschnitten ist und welcher Flüchtling hat schon ein Auto?

Das dürfte in der Tat zum Problem werden. Wie kommen die Flüchtlinge dann zu den Behörden, zu den Sprachkursen, zur Arbeit, die Kinder in die weiterführenden Schulen etc.

Generell kann ich schon nachvollziehen, warum Menschen lieber in der Stadt leben wollen (eine Entscheidung, die ich ja auch so getroffen habe.) Ich finde es schon toll, dass ich an der Haltestelle zahlenmäßig mehr Busse sehe als Sonnenuntergänge.
 
Unter Generalverdacht stellt diese Menschen doch niemand. Man weiß sehr wohl, dass die meisten nicht gewaltbereite Menschen sind.

Ich würde aber meine Kinder auch nicht in einem Hundezwinger spielen lassen, wenn die Heimleitung mir vorher erzählt, dass es sehr gut sein kann, dass auch einige wenige bissige Hunde darunter sind, weil die Herrchen früher nicht gut mit ihnen umgegangen sind.

Ich würde das Risiko nicht eingehen wollen, erst recht nicht mit dem Wissen, dass ein anderes Kind dort erst vor 14 Tagen blutig gebissen wurde.

Es gibt doch jedes Jahr aufm Oktoberfest oder beim Karneval Großgruppen von Männern die wild umherziehen und so ein Schrott fabrizieren. Es ist nichts Neues - das Ausmaß ist nur neu.
 
In ländlichen Regionen dürfte doch aber mit das größte Problem sein, dass man ohne Auto häufig ziemlich abgeschnitten ist und welcher Flüchtling hat schon ein Auto?

Naja, also dafür könnte man ja sorgen, dass die ein Auto bekommen. Das macht bei den Kosten nun auch nichts mehr aus. Besser als alles auf 3 Großstädte zu verteilen.

Viele Flüchtlinge bringen auch ne Menge Geld mit. Da muss man dann eben flexibel verteilen.
 
Es gibt doch jedes Jahr aufm Oktoberfest oder beim Karneval Großgruppen von Männern die wild umherziehen und so ein Schrott fabrizieren. Es ist nichts Neues - das Ausmaß ist nur neu.

Das stimmt, da ist ne Menge Gewalt dabei, meist aber weil zwei besoffene ein Problem miteinander haben. Da trifft es sehr oft die Richtigen. Es ist dort auch eine Menge Polizei vor Ort. Es gibt aber nicht genügend Polizisten, um jeden Umzug zu schützen.
 
Ich würde das Risiko nicht eingehen wollen, erst recht nicht mit dem Wissen, dass ein anderes Kind dort erst vor 14 Tagen blutig gebissen wurde.

Aber um dein Beispiel mal etwas abzuwandeln: jeder weiss, dass es schon Hundeattacken gegegen hat. Lässt du dein Kind dennoch in die Nähe von Hunden - oder schränkst du das Risiko dadurch ein, dass du auf dieses Erlebnis verzichtest? Oder forderst, dass in jedem Park, wo Hunde frei laufen dürfen, hauptberufliche Hundefänger notfalls eingreifen?
Es gibt jede Menge Alltagsrisiken, die wir alle täglich in Kauf nehmen. Zum Beispiel Autofahren, obwohl in diesem Moment vermutlich ebenso viele Besoffene und notorische Raser unterwegs sind als Kriminelle in der Silvesternacht vor der Domplatte standen.
 
Und wieso soll es dann notwendig (oder vielmehr einen Erkenntniswert bringend) sein, den konkreten Migrationshintergrund zu erfassen?

Warum wird erfasst, ob eine Tat politisch motiviert von links oder rechts ist usw? Ich schätze mal man erfasst die Daten, um schwarz auf weiß zu sehen, wo in der Gesellschaft die größten Probleme liegen und wo man ansetzen muss.

(Und ich wüsste nicht, wie den Schulabschluss etc. bislang bei Straftaten abgeleitet werden können.)
Überhaupt nicht direkt, aber es ging dir doch um den Vergleich zwischen Personen mit Migrationshintergrund und Biodeutschen ähnlichen Bildungsniveaus bzw. ähnlicher sozialer Schicht, da sollten die vorhandenen Daten, relative und absolute Zahlen doch genügen, um sich ein ganz gutes Bild zu machen.
 
Genau das, also die Integrationsbereitschaft und Akzeptanz der ansässigen Bürger, sollte bei der Unterbringung der Flüchtlinge mMn im Vordergrund stehen. In ländlichen Regionen dürfte doch aber mit das größte Problem sein, dass man ohne Auto häufig ziemlich abgeschnitten ist und welcher Flüchtling hat schon ein Auto?
Wenn man die Integrationsbereitschaft und Akzeptanz der ansässigen Bevölkerung in den Vordergrund stellt, findet sich wahrscheinlich in jedem Dorf irgendein Depp, der für Flüchtlinge vorgesehene Unterkünfte in Brand setzt und somit dokumentieren will, dass die ansässige Bevölkerung eben nicht integrationsbereit ist.

Wirklich abgeschnitten ist man heute kaum noch irgendwo in Deutschland ohne Auto. In vielen Fällen wären aber sicherlich Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr nötig, die auch ohne Flüchtlinge schon sowohl volkswirtschaftlich als auch umweltpolitisch nützlich wären. Die Gegebenheiten sind natürlich regional unterschiedlich, ich wäre aber dafür, relativ feste Quoten pro Gemeinde einzuführen. Ich denke, dass jede Gemeinde einen Zustrom von 2 Prozent pro Jahr problemlos verkraften könnte. Das wären immerhin schon rund 1,6 Millionen.
 
Überhaupt nicht direkt, aber es ging dir doch um den Vergleich zwischen Personen mit Migrationshintergrund und Biodeutschen ähnlichen Bildungsniveaus bzw. ähnlicher sozialer Schicht, da sollten die vorhandenen Daten, relative und absolute Zahlen doch genügen, um sich ein ganz gutes Bild zu machen.

Wenn es stimmt, dass gewisse Daten nicht erfasst werden dürfen (eben der konkrete Migrationshintergrund), dann können doch gar keine Zahlen über dieses Item und seine Ausprägung vorliegen.
 
Das dürfte in der Tat zum Problem werden. Wie kommen die Flüchtlinge dann zu den Behörden, zu den Sprachkursen, zur Arbeit, die Kinder in die weiterführenden Schulen etc.
Wie kommen denn jetzt die "deutschen" Kinder in die weiterführenden Schulen? Mit Schulbussen, die von den Gemeinden in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen übrigens angeboten werden müssen.
 
Wie kommen denn jetzt die "deutschen" Kinder in die weiterführenden Schulen? Mit Schulbussen, die von den Gemeinden in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen übrigens angeboten werden müssen.

Klar sind da Lösungen möglich - Shuttlebusse zu den Behörden etwa, um die anderen Probleme zu minimieren. Aber das erfodert eben Geld und (intelligente) Planung. Mir scheint, dass beides nicht eben eine große Ressource ist. Und das wird eines der größten Probleme von "wir schaffen das".
 
Klar sind da Lösungen möglich - Shuttlebusse zu den Behörden etwa, um die anderen Probleme zu minimieren. Aber das erfodert eben Geld und (intelligente) Planung. Mir scheint, dass beides nicht eben eine große Ressource ist. Und das wird eines der größten Probleme von "wir schaffen das".
Ich denke, dass die dafür nötigen Investitionen für Deutschland langfristig wesentlich billiger sind, als einer weiteren Ghettobildung in den Großstädten tatenlos zuzusehen.

Zumal die Integration in den allermeisten Fällen klappt, wenn ein gewisser Anpassungsdruck da ist. In gewissen Stadtteilen einiger Großstädte kommt man ja inzwischen seit Jahrzehnten prima zurecht, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Das halte ich für wenig wünschenswert.

In Bezug auf eine intelligente Planung sehe ich aber auch schwarz.
 
Bis dato existieren ja auch nur Schätzungen oder? :confused:

Vielleicht reden wir irgendwie aneinander vorbei.

Ich hätte wie gesagt nicht einmal soooo riesige Probleme damit, Daten über den Migrationshintergrund zu erfassen und weiterzugeben, nur damit, wenn nur dieses eine Merkmal beobachtet werden würde. Weil es meiner Meinung nach leicht zu falschen Schlüssen führen könnte.

Ich bin mir zum Beispiel recht sicher, dass Kinder mit zahlreichen Geschwistern krimineller sind als Einzelkinder.
Wenn ich nur das betrachte und dementsprechend mit solchen Kindern umgehe...dann kommt da was falsches raus. Sehe ich hingegen, dass Anzahl der Geschwister und Bildungsabschluss des Elternhauses in einem gewissen Zusammenhang stehen, und damit auch Kaufkraft etc., dann werden meine Schlussfolgerungen eventuell andere sein als Vorbehalte gegen jedes Kind, das zwei Geschwister hat.

Aber für solche Auswertungen muss dann eben auch jeder Einzelfall mit möglichst allen Merkmalen erfasst werden.
 
Ich denke, dass die dafür nötigen Investitionen für Deutschland langfristig wesentlich billiger sind, als einer weiteren Ghettobildung in den Großstädten tatenlos zuzusehen.

Da sind wir vollkommen einer Meinung. Nur sind das Investitionen, deren Erfolge man nicht binnen einer Legilaturperiode sieht. Da ist aus Politikersicht vieles attraktiver, und man gibt lieber Geld für einen neue Wasserflächen in der Innenstadt aus, weil das so schön aussieht o.ä.
 
In gewissen Stadtteilen einiger Großstädte kommt man ja inzwischen seit Jahrzehnten prima zurecht, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Das halte ich für wenig wünschenswert.

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Keine Panik, deine 2% jährlich leicht zu verkraftenden Neubürger werden sich zwangsläufig ganz von allein verteilen, es sei denn man baut in den bevorzugten Großstädten nur noch Wolkenkratzer. Bei 2% jährlich ist die Deutsche Sprache nach zwei Generationen sowieso Geschichte.
 
Die Betreuung läuft gerade in ländlichen Gegenden wesentlich problemloser, da es noch genügend Freiwillige gibt und die behördlichen Strukturen noch nicht überlastet sind. In unserem Dorf gibt es zum Beispiel drei Familien, die minderjährige Flüchtlinge als Pflegekinder aufgenommen haben.

Das Dorf, in dem jeder Zugezogene immer ein Fremder bleibt, gibt es zwar noch vereinzelt, aber immer seltener.

Unsere Dörfer hier im Landkreis sind zum Beispiel eher als Vororte von Oldenburg zu betrachten denn als klassische Dorfgemeinschaften. Die Bevölkerung meines Wohnortes ist in den letzten 50 Jahren zum Beispiel um ca. 900 Prozent gestiegen. Es sieht hier auch nicht mehr aus wie in einem Dorf, sondern wie in Bremen-Borgfeld (das auch mal ein Dorf war).

Es gibt aber immer noch genug Fläche für Neubauten, genug Integrationsbereitschaft von Seiten der Einheimischen und genug Kapazitäten in Schulen und Verwaltung.

:tnx::tnx::tnx: Ich glaube Ammerland hat da den richtigen Blickwinkel.
Auch glaube ich, wenn man behutsam "verteilt" haben diese Flüchtlinge
eine viel bessere Chance auf Integration. Bildung, Kultur und Religion könnte besser, transparenter gelebt werden. Die Anonymität der Großstadt
und auch die "Laster":)/Verführungen sind eigentlich eher kontraproduktiv.
:daumen: nochmals treffende Worte Ammerland
 
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