Allgemeiner Politik Thread

Das ist mir alles schon klar. Wäre halt die Frage, wie man solche Regelungen ausarbeiten würde, dass es die Richtigen trifft. Ich halte jedenfalls nichts davon, wenn sich bei der Gesetzgebung an der Unvernunft mancher, vielleicht bildungsferner, Eltern orientiert wird.

Die wohl hoffentlich bald bestehende Lage wird doch ausreichen: wer will, kann seine Kinder (für einen gewissen Zeitraum) kostenlos von Profis betruen lassen, ganz nebenbei erwerben sie dann auch eine Menge anderer wichtiger Kompetenzen.
Wer sich das selbst zutraut, kann es weiterhin tun.
Niemand bekommt einen finanziellen Anreiz, sich evtl. selbst zu überschätzen. Denn es ist ja gerade (vermeintlich) vernünftig, 150 € im Monat zu kassieren, wenn man kaum genug Geld hat, drei Mahlzeiten pro Tag auf den Tisch zu bringen.
 
Die wohl hoffentlich bald bestehende Lage wird doch ausreichen: wer will, kann seine Kinder (für einen gewissen Zeitraum) kostenlos von Profis betruen lassen, ganz nebenbei erwerben sie dann auch eine Menge anderer wichtiger Kompetenzen.
Wer sich das selbst zutraut, kann es weiterhin tun.
Niemand bekommt einen finanziellen Anreiz, sich evtl. selbst zu überschätzen.
Mir wird bei der Diskussion zu oft außer Acht gelassen, dass es hier nur um Kinder zwischen 1 und 3 Jahren geht. Ein Alter, in dem viele Eltern ihr Kind aus durchaus verständlichen Gründen noch nicht in die Betreuung geben wollen. Aber wie dem auch sei, ich finde jede Unterstützung für Familien positiv, da es diese in Deutschland generell viel zu wenig gibt, das spiegelt sich ja nicht zuletzt in der Geburtenrate wieder. Wenn Eltern dann die Wahl zwischen Kindergrippe und kleiner finanzieller Unterstützung haben, sehe ich daran auch nichts negatives.
 
Das ist dann also die Umsetzung der Idee, Flüchtlingsströme gleich in deren Entstehung zu hindern? Oh Mann...

Man stelle sich vor die BRD hätte der DDR die Mauer finanziert.

Die BRD hat die DDR-Mauer finanziert - wenn auch nur indirekt. Das ist also nicht nur Diktion des Alfred Tezlav.

Ohne westdeutsche Kredite (eingehandelt gegen Transiterlaubnis und andere deutsch-deutsche Annehmlichkeiten sowie die Zusage, die Landminen aus dem Grenzstreifen zu räumen) und andere Zuwendungen wie etwa den Freikauf politischer Häftlinge aus der DDR gegen harte D-Mark hätte Honie seine Mauer nie in dem Maß erweitern oder auch nur halten können. Die DDR wäre in der zweiten Hälfte der 70er ganz einfach pleite gewesen.

Die Methoden, mit denen die DDR versucht hat, an harte Devisen zu kommen, hatte schon mitunter unfreiwillig komische Seiten.

Was hätte Ekel Alfred wohl gesagt, als 1983 ausgerechnet Anti-Kommunismus-Hardliner Franz-Josef Strauß der DDR einen fetten Kredit brachte?
 
Er hätte das irgendwie Willy untergejubelt.....

Die "DDR Methoden" an harte Devisen zu kommen, könnten eine der blaupausen für die aktuelle Griechenland-Regierung sein/gewesen sein (und ich bitte das in der gebotenen Vorsicht unter totalem Ironiegebot als Satire zu verstehen)
 
Er hätte das irgendwie Willy untergejubelt.....

Stimmt :)

Die "DDR Methoden" an harte Devisen zu kommen, könnten eine der blaupausen für die aktuelle Griechenland-Regierung sein/gewesen sein (und ich bitte das in der gebotenen Vorsicht unter totalem Ironiegebot als Satire zu verstehen)

Andersrum gesagt könnten die Griechen sich heute noch eine Scheibe von den Devisenbeschaffungsmaßnahmen der DDR abschneiden. Sie haben aber den Nachteil, dass sie keine reiche BRD haben...

Zwangsumtausch für Besucher aus dem Westen, völlig willkürlich aufgestellte Radarfallen hinter völlig unwillkürlich aufgestellten unmöglichen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Transitautobahnen, Intershops für D-Mark-Besitzer oder die Präsentkataloge der "GENEX", die es Wessis ermöglichen sollte, ihre lieben Ostverwandten mit allen nur denkbaren Geschenken (von der Kerze bis zum VW Passat) zu unmöglichen Preisen bedenken konnten - diese Liste von Beispielen kann man verlängern, bis sie von Rostock bis nach Dresden reicht.

Das mutet heute schon alles etwas pervers an...
 
ich hätte mir gewünscht, dass Wolfgang Bosbach eine echte Chance erhält, Bundeskanzler zu werden. Heute wird er sich wohl verabschieden. Chapeau, Sie waren für mich der einzige glaubwürdige Politiker der letzten Jahre.

Selbst wenn er sich nicht verabschiedet hätte, wären seine dahingehenden Chancen gen Null tendiert. Denn parteinübergreifend haben Querdenker wie er, denen das eigene Gewissen näher ist als die Parteiraison - was bei jedem Parlamentarier eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte - kaum eine Chance auf höchste Ämter.
 

In der gleichen Sendung hat Physiker und Moderator Rangar Yogeshwar die Sammellager für Flüchtlinge als wörtlich "Konzentrationslager" bezeichnet!


Beides geht überhaupt nicht. Über Yogeshwar aber berichtet komischerweise kaum jemand!

http://www.welt.de/vermischtes/arti...r-nennt-Roberto-Blanco-wunderbaren-Neger.html
 
Wenn man das mal versachlicht, heißt "Neger" nichts anderes als schwarz.
Es gibt im portugisischen z.B. den Rio Negro in Brasilien. Heißt einfach nur schwarzer Fluß. Müssen wir den jetzt auch umbenennen ?
Aber Ironie beiseite. In den USA wird das Wort "Nigger" als rassistisches Schimpfwort benutzt.
Wenn wir das Wort "farbige" nehmen, sind wir als Weiße auch farbig. Eben nur weiß. Müssen wir uns jetzt auch farbige nennen ?
Ich weiß auch nicht, wer das Wort "Neger" in der Nachkriegszeit als rassistisch eingestuft hat !
Übrigens heißt schwarz im französischen nègre, im spanischen negro und im lateinischen niger.
 
Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) heißt im Französischen cul, kühl ist im Deutschen keine Beleidigung, also dürfte ich dich sicher als Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) bezeichnen?
Oder andersherum: Was haben ähnlich klingende Worte (oder solche mit gleichem Wortstamm) in anderen Sprachen mit der Bedeutung in der deutschen zu tun?
 
@ SRKKGURU

Korrekt, die Etymologie des Wortes "Neger" hat seinen Ursprung in den von Dir genannten romanischen Sprachen, in denen das lateinische Adjektiv "niger" entsprechend eingeflossen ist. Aus rein sprachlichem Aspekt ist die Definition "Neger" daher legentlich eine Beschreibung der dunklen Hautfarbe, so daß Deine Einschätzung bis hier hin korrekt ist; aber: mit dem Beginn von Kolonialismus und Sklaverei im 16./17. Jahrhundert erhielt diese Beschreibung der Hautfarbe eine negative Nebenbedeutung (Konnotation), weil "Neger" mit kulturlos, sexuell abnorm, Sklave etc. gleichgesetzt und so in den deutschen Sprachgebrauch übernommen. Daher wurde "Neger" nicht erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts als rassistisch eingestuft, sondern diese Konnotation war es von Beginn an, so daß sie vor wenigen Jahrzehnten revidiert wurde.
 
@ SRKKGURU

Korrekt, die Etymologie des Wortes "Neger" hat seinen Ursprung in den von Dir genannten romanischen Sprachen, in denen das lateinische Adjektiv "niger" entsprechend eingeflossen ist. Aus rein sprachlichem Aspekt ist die Definition "Neger" daher legentlich eine Beschreibung der dunklen Hautfarbe, so daß Deine Einschätzung bis hier hin korrekt ist; aber: mit dem Beginn von Kolonialismus und Sklaverei im 16./17. Jahrhundert erhielt diese Beschreibung der Hautfarbe eine negative Nebenbedeutung (Konnotation), weil "Neger" mit kulturlos, sexuell abnorm, Sklave etc. gleichgesetzt, die in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts revidiert wurde.

:tnx:

Einen Menschen mit dunkler Hautfarbe als "Neger" zu bezeichnen deutet bestenfalls noch auf Geschichtsvergessenheit und/oder mangelnde Bildung hin.
Diesen Schuh darf sich auch Herr Herrmann von der CSU gern anziehen.
 
In der gleichen Sendung hat Physiker und Moderator Rangar Yogeshwar die Sammellager für Flüchtlinge als wörtlich "Konzentrationslager" bezeichnet!

Beides geht überhaupt nicht. Über Yogeshwar aber berichtet komischerweise kaum jemand!

Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich Herr Yogeshwar sofort nach dem Ausspruch diese Wortes [in der Sendung Hart-aber-fair/ARD] verbessert hat und darauf hinwies, dass er keineswegs auf die geschichtliche Bedeutung eines solchen Lagers hinaus wollte. Er fügte in der Sendung umgehend an, er nehme dieses Wort zurück, da es zu Missverständnissen führe.
 
Wenn man das mal versachlicht, heißt "Neger" nichts anderes als schwarz.
Es gibt im portugisischen z.B. den Rio Negro in Brasilien. Heißt einfach nur schwarzer Fluß. Müssen wir den jetzt auch umbenennen ?
Aber Ironie beiseite. In den USA wird das Wort "Nigger" als rassistisches Schimpfwort benutzt.
Wenn wir das Wort "farbige" nehmen, sind wir als Weiße auch farbig. Eben nur weiß. Müssen wir uns jetzt auch farbige nennen ?
Ich weiß auch nicht, wer das Wort "Neger" in der Nachkriegszeit als rassistisch eingestuft hat !
Übrigens heißt schwarz im französischen nègre, im spanischen negro und im lateinischen niger.

Was ist so schwer daran, schwarz und weiß zu sagen? Oder besser dunkel und hell. Weil da kann man auch abstufen.
Oder gar nix? Ich erwähne ja auch nicht ständig Haar- und Augenfarben, Nasen-, Mund- und Ohrenformen von den Leuten um mich herum.
 
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