Allgemeiner Politik Thread

@Silbo

Bevor Du hier mit dem Argument, Neiddebatte, die nirgendswo von irgendwem benannt wurde, kommst und auch irgendwelche Ansätze wieso, so ein hoher "Beamtenstand" ist, solltest Du doch mal rechechieren und das nicht Andere für Dich machen lassen.

GR hat über eine Mio "Beamte", 200.000 arbeiten in stattlichen Betrieben
http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/a-785953.html also ein Fünftel. Das bedeutet, das es immer noch eine Quote von etwas über 20% im nichtbetrieblichen Sektor arbeitet.

Mehr sage ich dazu nicht, den es nicht wert, darauf weiter einzugehen, da Du mit keiner Silbe auch nur mal Stellung bezogen hast, auf die Hinweise der griechischenen Moral und Mentalität, die ich aufgezeigt habe.

Stattdessen kommen Verweise, daß es Koruption auch woanders gibt. Ja und? Macht es das jetzt besser?

Noch eine kleine Anekdote. 13,5% der Griechen haben sogar in einer öffentliche Umfrage zugegeben, das sie Bestechungsgelder zahlen. Die Höhe beträgt jährlich 1340,- €. Also keine Peanuts.

Und das die EU ihre Fördergelder in anderen Ländern nicht optimal einsetzt, hat jetzt wieviel mit der Krise in GR zu tun?

Mein Statement sollte mal aufzeigen, daß GR gerne auch mal vor der eigenen Haustür kehren darf, bevor hier Kreditgeber und dessen Politik angeprangert wird.
 
GR hat über eine Mio "Beamte", 200.000 arbeiten in stattlichen Betrieben
http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/a-785953.html also ein Fünftel. Das bedeutet, das es immer noch eine Quote von etwas über 20% im nichtbetrieblichen Sektor arbeitet.

Wie gesagt, sah hier vor Privatisierung Post, Privatisierung Bahn und der deutschen Wiedervereinigung ganz anders aus.

Ungefähr die Hälfte des Personalabbaus im öffentlichen Dienst um knapp 1,6 Millionen Beschäftigte seit 1991 ist auf die Privatisierung von Bundesbahn und Bundespost zurückzuführen.
[...]
Auch wenn die öffentliche Hand an privatrechtlichen Unternehmen Mehrheitseigentümer bleibt, zählen die dort Beschäftigten nicht mehr zum Personal des öffentlichen Dienstes, sondern werden bei den rechtlich selbstständigen Einrichtungen in privater Rechtsform mit überwiegend öffentlicher Beteiligung nachgewiesen. Nicht zuletzt ist aber auch ein allgemeiner Beschäftigungsabbau von Bedeutung, der vor dem Hintergrund technischer Rationalisierungsprozesse einerseits und wirtschaftlicher Sparzwänge andererseits zu sehen ist.
Quelle : Deutscher Beamtenbund.

Sprich Mitarbeiter von Betrieben nicht mehr ganz in staatlicher Hand mit Defiziten die die öffentliche Hand ausgleicht werden hier nicht mehr als Personal des öffentlichen Dienstes angerechnet. Bezahlen tut dies aber in der Regel trotzdem die öffentliche Hand, da die meisten Betriebe defizitär sind.
EInerseits zu wenige Lehrer beklagen (in D) andererseits den massiven Abbau staatlicher Stellen woanders zu fordern mit dem Argument dass D so eine niedrige Quote hat ist reinste Polemik.

Lehrer mit 700€ statt mit 1500€ nach Hause zu schicken ist für mich falsche Politik. Europa sollte zu gleicheren Lebensbedingungen streben nicht umgekehrt.

Mehr sage ich dazu nicht, den es nicht wert, darauf weiter einzugehen, da Du mit keiner Silbe auch nur mal Stellung bezogen hast, auf die Hinweise der griechischenen Moral und Mentalität, die ich aufgezeigt habe.

Weil es Vorurteile und Stammtisch-Parolen sind. Wenn du auf diesem Niveau diskutieren willst, dann bist du bei mir falsch. Ich diskutiere ja auch nicht über die Deutschen, die Farbigen, Flüchtlinge, Ausländer.

Mein Statement sollte mal aufzeigen, daß GR gerne auch mal vor der eigenen Haustür kehren darf, bevor hier Kreditgeber und dessen Politik angeprangert wird.

Das tun alle Länder, incl. Island, Irland,um mal ein Vorurteil wegzuräumen dass es was mit "südländischer Mentalität" zu tun hat. Die Folgen der Sparpolitik sind überall die gleichen. Hohe Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit gerader junger Menschen, wachsende Armut incl. auseinandergehender Schere.
 
@silbo
Welche Vorurteile und welche Stammtischparolen, daß sind nachweisbare Fakten, die von seriösen Zeitung benannt werden.

Lass in Zukunft Deine Unterstellungen in Bezug auf Vorurteile. (Neiddebatte, Südländische Mentalität)

Für mich ist die Diskussion mit Dir beendet. Schönen Tag noch.
 
Noch eine kleine Anekdote. 13,5% der Griechen haben sogar in einer öffentliche Umfrage zugegeben, das sie Bestechungsgelder zahlen. Die Höhe beträgt jährlich 1340,- €. Also keine Peanuts.

Ist nicht an dich gerichtet (da du ja nicht mehr mit mir diskutierst) aber ich habe auch eine Anekdote. Bis 2001 waren Bestechungsgelder deutscher Firmen im Ausland steuerlich absetzbar. Als 2001 das Gesetz geändert wurde, haben Firmen und Verbände dagegen protestiert.

http://www.handelsblatt.com/archiv/...hmen-exportwirtschaft-ins-visier/2203170.html

Die Skandale danach mit Siemens, MAN, Daimler zeigt aber dass sich am Verhalten trotz Gesetz nicht viel geändert hat.
Und wenn Griechenland mal wirklich aufräumt, dann kommen bestimmt noch weitere deutsche Firmen dran, die gezahlt haben um auf Kosten der Griechen Profit zu machen.

Im Dezember hatte eine Rheinmetall-Tochter ein Bußgeld von 37 Millionen Euro in Deutschland im Zusammenhang mit Schmiergeldzahlungen in Griechenland bezahlt. Griechenland hatte im vergangenen Jahrzehnt gemessen an seiner Wirtschaftsleistung die höchsten Rüstungsausgaben in der Europäischen Union. Dies war einer der Gründe für die heute enorme Verschuldung des Landes. Mehrere Rüstungskonzerne gerieten wegen mutmaßlicher Schmiergeldzahlungen unter Druck geraten.

Quelle : Handelsblatt

Dagegen sind wahrscheinlich die Schmiergelder von den griechischen Bürgern Peanuts, die es trotzdem zu bekämpfen gilt.
Da wo korrupte Politiker, Beamte etc. sind, muss es auch Leute/Firmen geben, die das ausnutzen. Und nicht wenige sitzen in D.
Und wenn Siemens 1,3 Milliarden an Bestechungsgelder (insgesamt geschätzt) gezahlt hat, dann dürfte der Gewinn ein Vielfaches höher sein. Damit auch der Schaden durch unnötige oder überteuerte Käufe durch den Staat beispielsweise.

Der Corruption Index von TI steigt in Griechenland übrigens.
36 (2012),40(2013),43(2014), sprich es gibt Fortschritte und die neueren Zahlen nach Syriza-Wahl gibt es noch nicht.
 
Da wo korrupte Politiker, Beamte etc. sind, muss es auch Leute/Firmen geben, die das ausnutzen. Und nicht wenige sitzen in D.
Und wenn Siemens 1,3 Milliarden an Bestechungsgelder (insgesamt geschätzt) gezahlt hat, dann dürfte der Gewinn ein Vielfaches höher sein. Damit auch der Schaden durch unnötige oder überteuerte Käufe durch den Staat beispielsweise.

So ist es halt, man passt sich halt den örtlichen Gegebenheiten an :roll:

Der Corruption Index von TI steigt in Griechenland übrigens.
36 (2012),40(2013),43(2014), sprich es gibt Fortschritte und die neueren Zahlen nach Syriza-Wahl gibt es noch nicht.

Hätte das irgendwer wirklich ernsthaft erwartet?

Unabhängig von der Frage, was für ein Betrag an deutschen Steuergeldern da jetzt wieder in die Tonne fliegt, bin ich immer noch ein unverbesserlicher Bewunderer der EU und überhaupt des europäischen Gedanken. Man zeige mir die letzte Phase mit 70 Jahren Frieden in Mitteleuropa, in der die Menschen einfach mal in Ruhe und Frieden leben konnten!
 
Unabhängig von der Frage, was für ein Betrag an deutschen Steuergeldern da jetzt wieder in die Tonne fliegt, bin ich immer noch ein unverbesserlicher Bewunderer der EU und überhaupt des europäischen Gedanken. Man zeige mir die letzte Phase mit 70 Jahren Frieden in Mitteleuropa, in der die Menschen einfach mal in Ruhe und Frieden leben konnten!

:tnx:

Absolut richtig, Chodo!

Für eine gemeinsame Währung aber hätten weitere Vorkehrungen getroffen werden müssen. Der "Euro" "kränkelt"!
 
So ist es halt, man passt sich halt den örtlichen Gegebenheiten an :roll:

Als ob hier alles im Reinen wäre.... einfach mal LobbyControl anschauen (aktuell) oder CDU Spendenaffäre (historisch).

Unabhängig von der Frage, was für ein Betrag an deutschen Steuergeldern da jetzt wieder in die Tonne fliegt, bin ich immer noch ein unverbesserlicher Bewunderer der EU und überhaupt des europäischen Gedanken. Man zeige mir die letzte Phase mit 70 Jahren Frieden in Mitteleuropa, in der die Menschen einfach mal in Ruhe und Frieden leben konnten!

Ja, im Prinzip bin ich auch ein Fan von Europa, europäischer Einigung. Aber gerade mit den letzten Jahren bin ich unzufrieden. Viele nationalistischen Tendenzen gepaart mit Krieg in Ukraine.... neue Konfrontationen mit Russland. Unabhängig von der Schuldfrage, eine Entwicklung die mir nicht schmeckt.
 
Viele nationalistischen Tendenzen gepaart mit Krieg in Ukraine.... neue Konfrontationen mit Russland. Unabhängig von der Schuldfrage, eine Entwicklung die mir nicht schmeckt.

Mir auch nicht, absolut!

Dass in den letzten Jahren in vielen Ländern Europas irgendwelche Elemente mit rechts populistischem Gedankengut auf dem Vormarsch sind, stößt mir ganz übel auf. Die reiten auf den niedrigsten Ängsten herum und sammeln mit ihren Sch***hausparolen (Verzeihung!) die einfachen Gemüter ein - schrecklich!

Und die Vorgänge in der Ukraine (bei denen sich die EU, nebenbei bemerkt, ganz sicher nicht mit Ruhm bekleckert hat) sind jedenfalls eine einzige Katastrophe.

Das sind, neben den bedenklichen Wacklern des Euro, der ja nun auf einem ziemlich klapprigen Fundament steht, die Faktoren, um die man sich in näherer Zukunft wirklich sorgen muss.
 
Sicher habt Ihr von dem Thema "Merkel tröstet weinendes Flüchtlingsmädchen" gehört. Hier ist mal der gesamte Dialog zwischen Frau Merkel und Reem zu sehen.
Ich bekomme angesichts der Kälte der Kanzlerin in dieser Situation eine Gänsehaut und fühle mich als deutscher Bürger nicht repräsentiert. Alle ihre Äußerungen laufen darauf hinaus, dass es falsch war, dem Mädchen vier Jahre lang Hoffung zu machen und dass in Zukunft solche Fälle schneller
Zitat von Bundeskanzlerin Merkel:
einer Entscheidung zugeführt werden müssen.
Verräterisch, symptomatisch (und natürlich vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen...!) Merkels letzter vollständiger Satz, bevor sie bemerkt, dass Reem weint:
...weil das nicht geht: wir haben so viele Familien, wo die Kinder dann in die Schule gehen, und das müssen wir verändern.
 
Ist nicht an dich gerichtet (da du ja nicht mehr mit mir diskutierst) aber ich habe auch eine Anekdote. Bis 2001 waren Bestechungsgelder deutscher Firmen im Ausland steuerlich absetzbar. Als 2001 das Gesetz geändert wurde, haben Firmen und Verbände dagegen protestiert.

http://www.handelsblatt.com/archiv/...hmen-exportwirtschaft-ins-visier/2203170.html

Die Skandale danach mit Siemens, MAN, Daimler zeigt aber dass sich am Verhalten trotz Gesetz nicht viel geändert hat.
Und wenn Griechenland mal wirklich aufräumt, dann kommen bestimmt noch weitere deutsche Firmen dran, die gezahlt haben um auf Kosten der Griechen Profit zu machen.



Quelle : Handelsblatt

Dagegen sind wahrscheinlich die Schmiergelder von den griechischen Bürgern Peanuts, die es trotzdem zu bekämpfen gilt.
Da wo korrupte Politiker, Beamte etc. sind, muss es auch Leute/Firmen geben, die das ausnutzen. Und nicht wenige sitzen in D.
Und wenn Siemens 1,3 Milliarden an Bestechungsgelder (insgesamt geschätzt) gezahlt hat, dann dürfte der Gewinn ein Vielfaches höher sein. Damit auch der Schaden durch unnötige oder überteuerte Käufe durch den Staat beispielsweise.

Der Corruption Index von TI steigt in Griechenland übrigens.
36 (2012),40(2013),43(2014), sprich es gibt Fortschritte und die neueren Zahlen nach Syriza-Wahl gibt es noch nicht.

:roll: Dann wird Griechenland also von einer unfähigen, verlogenen und korrupten Regierung geführt! Na und? Warum sollte es denen besser gehen als uns?:cool:
 
So ist es halt, man passt sich halt den örtlichen Gegebenheiten an :roll:



Hätte das irgendwer wirklich ernsthaft erwartet?

Unabhängig von der Frage, was für ein Betrag an deutschen Steuergeldern da jetzt wieder in die Tonne fliegt, bin ich immer noch ein unverbesserlicher Bewunderer der EU und überhaupt des europäischen Gedanken. Man zeige mir die letzte Phase mit 70 Jahren Frieden in Mitteleuropa, in der die Menschen einfach mal in Ruhe und Frieden leben konnten!

:zzz::zzz: wie oft noch??!?!

bisher hat der deutsche Steuerzahler 0,00€ für Griechenland gezahlt.
 
:roll: Dann wird Griechenland also von einer unfähigen, verlogenen und korrupten Regierung geführt! Na und? Warum sollte es denen besser gehen als uns?:cool:

Das war aber nicht die Quintessenz meines Beitrages, sondern dass es besser wird. Langsam aber stetig. Mit Syriza vielleicht schneller, kann man vielleicht erst nächstes Jahr bewerten.
Aber ja, auch die Bundesregierung ist was das betrifft nicht unbedingt besser. Ich erinnere mich noch an die Millionen Spende der BMW - Eigentümer kurz vor oder kurz nach dem Einsatz der Bundesregierung gegen neue CO2 Richtlinien. Hat ja auch "etwas" Geschmäckle gehabt. Ganz zu schweigen von den ganzen Nebeneinkünften und Anschlußbeschäftigungen der Politiker ....
 
:zzz::zzz: wie oft noch??!?!

bisher hat der deutsche Steuerzahler 0,00€ für Griechenland gezahlt.
Das stimmt so nicht. Deutschland hat Griechenland einen Bilateralen Kredit über 15,2 Mrd. Euro gewährt (Bisherige Euro-Rettungspakete), zu einem Zinssatz der niedriger ist, als der, zu dem sich Deutschland am Kapitalmarkt Geld leihen kann. Wenn also Deutschland Griechenland dieses Geld nicht geliehen hätte, hätte Deutschland selber weniger Geld am Kapitalmarkt leihen müssen und somit die Zinsdifferenz nicht zahlen müssen. Folglich zahlt der deutsche Steuerzahler indirekt jetzt schon einen Teil der griechischen Zinsen.
 
Der blinde Fleck der deutschen Weltoffenheit

Und die Deutschen können plötzlich nicht mehr verstehen, was die Welt eigentlich von ihnen will. Man nimmt ihnen ja nicht einfach übel, wie Habermas jetzt mutmaßt, dass sie als Hegemon auftreten. Sondern dass sie als Hegemon zugleich der Krämer geblieben sind, der die äußere Welt bloß als Gebrauchsartikel, Kunde oder Schuldner wahrnehmen kann. Und nicht als Sphäre, für deren demokratische und wirtschaftliche Entwicklung er sogar aus eigenem Interesse zusammen mit anderen Verantwortung übernehmen muss. Plötzlich ahnt man, wie gefährlich Macht selbst bei den besten Absichten einmal werden könnte.

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Und der Bernd ist wieder Chef.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/neue-lucke-partei-heisst-alfa-13710529.html
 
Das Makabere an dem NSA-Prozess, ist mir erst heute aufgefallen, daß die Pflichtverteider von Beate Zschäpe Heer, Sturm und Stahl heißen...
 
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