Naja, nur sind es ja nun eben auch die Linken, die dies gerne tun, wenn sie wie Herr Lafontaine den klassischen Arbeiterrassismus bedienen, wenn sie von lohndrückenden "fremdarbeitern" reden. Das machen also nicht nur die Konservativen.
Nichts gegen billiglöhnende Zuwanderer haben natürlich nur die Bildungsbürger und Unternehmer, die es gut finden, wenn sie ihre Wohnung billiger putzen lassen können und auf dem Bau Schwarzarbeiter statt regulärer Arbeitskräfte einsetzen können.
Es ist zwar leicht, solcherlei Reden gegen Zuwanderung zu kritisieren. Es ist aber schwer, zur Zuwanderungsbegrenzung Alternativen zu nennen. Ganz Afrika ist voll von Menschen, die man sofort aufnehmen müsste, von Gegenden wie Syrien mal ganz abgesehen. Aber das funktioniert nicht.
Die Abwehr und Verächtlichmachung der Ausländer, derer, die nicht dazugehören, ist fundamentaler Bestandteil des Konzeptes Staat und Nationalstaat. Eine Linke, die den Staat als Krisenlöser anbetet, gleichzeitig aber das Staatspersonal für sein Verhalten gegenüber denen, die nicht zum Staatsvolk gehören, kritisiert, agiert zutiefst verlogen.