Allgemeiner Politik Thread


Fänd ich sehr geil, wenn dieser aufgescheuchte kleine Kampfzwerg von Sarkozy abgewählt würde. Ich meine, eigentlich ist es mir relativ egal, wer in Frankreich regiert, so lange es nicht rechtsradikale sind. Aber ich freue mich halt immer, wenn irgendwo auf der Welt ein konservatives Regime abgewählt wird. :applaus::applaus::applaus: Außerdem müsste man dann nicht mehr dieses widerliche Angeschleime und Geschmachte von Merkel und Sarkozy ertragen die beiden waren doch nur noch :wuerg::wuerg::wuerg:
 
Also ich kann aus historischer Erfahrung nicht sagen, dass die Konservativen grundsätzlich schlechter sind. Mein Lieblings-Alltime-Regierungschef eines westlichen Landes war schließlich Winston Churchill, weil der einfach mal begriffen hatte, was die Stunde geschlagen hat.

Da kann ich mich bei Hollande vs. Sarkozy genauso beruhigt zurücklehnen wie bei Obama vs. Romney oder Merkel vs. Gabriel: Diese Statur haben die alle nicht im Ansatz. Also isses wurscht.
 
Hollande kommt dann wieder so wie Mitterand in seiner Anfangszeit mit Verstaatlichungen etc.pp. daher und muß dann wieder beim Boche betteln, um Euros aus dem ESM Topf zu bekommen.
Dann lieber den kleinen Korsen!
 
Also ich kann aus historischer Erfahrung nicht sagen, dass die Konservativen grundsätzlich schlechter sind. Mein Lieblings-Alltime-Regierungschef eines westlichen Landes war schließlich Winston Churchill, weil der einfach mal begriffen hatte, was die Stunde geschlagen hat.

Da kann ich mich bei Hollande vs. Sarkozy genauso beruhigt zurücklehnen wie bei Obama vs. Romney oder Merkel vs. Gabriel: Diese Statur haben die alle nicht im Ansatz. Also isses wurscht.

Naja, der Vergleich hinkt etwas. Sicher war Churchill ein großartiger Politiker, obwohl er konservativ war, aber es waren schließlich Kriegszeiten. Ich finde schon dass es einen großen Unterschied gibt, zwischen Merkel und Gabriel, bzw. zwischen Sarkotzie iund Hollande. Allein schon dass der abgebrochene Meter jetzt Stimmen bei den Rechten abgreifen will, was Merkel übrigens auch macht (s. ihr Geschleime um Erika Steinbach) geht gar nicht. :wuerg:
 
Da bräuchte Sarkozy nicht werben aber er will sich das wenigstens nicht nehmen. Glaubst du denn, die würden Hollande wählen? Eher fällt denen der Arm ab.
Andererseits - warum geht Hollande nicht hin und stellt denen sein Konzept Vor?
 
Die Rechten in Frankreich werden Hollande wohl kaum wählen, aber ein Scheiteren Sarkozy käme ihnen trotzdem gelegen. Seine Partei UMP gilt als Sammelbecken für die politische Mitte bis hin zum rechten Rand, so daß bei einem Scheitern von Sarkozy, auf dem die UMP sehr stark fixiert ist, der parteiinterne Zusammenhalt bröckeln und deren Rechtsaußen mit den FN von Marnie Le Pen sympathisieren könnte.
 
Naja, das ist nicht sonderlich wahrscheinlich.

Die Linken aller Couleur tun zwar immer gerne so, als seien die Konservativen Quasi-Nazis, aber wenn man oben schon das Beispiel Churchill hatte, so ist auch der Ahnherr der Konservativen Frankreichs, also General de Gaulle, zweifellos ein überzeugter Antifaschist gewesen. Insofern macht es doch einen Unterschied ums Ganze, ob man bei der UMP oder dem protofaschistischen Front National mitmacht. Vielmehr ist richtig, dass wer einer Nazi-Partei wie dem Front National anhängt, mit Vertretern der 5. französischen Republik, ob sie nun Konservative oder Sozialisten sind, ob sie nun Hollande oder Sarkozy heißen, nur sehr wenig gemein haben. Darum glaube ich auch nicht daran, dass eine überwältigende Mehrheit der FN-Wähler zu Sarkozy überlaufen wird, auch nicht, wenn er populistischere Töne anschlagen wird. So blöde sind die FN-Wähler nicht, sie sind Gegner der Republik und lassen sich nicht durch drei Zugeständnisse in der Ausländerpolitik einkaufen.
 
Naja ich glaube aber das die FN Anhänger Sarkozy wohl als eine Art geringeres Übel gegenüber Hollande ansehen könnten. Daher rechne ich mit einer Mehrheut für ihn, wenn auch knapp
 
Einige bestimmt, aber nicht genug.

Der Steinzeit-Linke Melanchon, der, ein Indiz für die geringe Zugkraft Hollandes, auch über 10% erreicht hat, hat schonmal zur Wahl Hollandes aufgerufen. ICh vermute, dass der linksradikale Wurmfortsatz der Sozialdemokratie, zu der die Linke ja in ganz Europa degeneriert ist, sehr geschlossen gegen Sarkozy stimmen wird und dass Hollande die Stichwahl relativ klar gewinnen wird, ich rechne mit 54% plus x.
 
Einige bestimmt, aber nicht genug.

Der Steinzeit-Linke Melanchon, der, ein Indiz für die geringe Zugkraft Hollandes, auch über 10% erreicht hat, hat schonmal zur Wahl Hollandes aufgerufen. ICh vermute, dass der linksradikale Wurmfortsatz der Sozialdemokratie, zu der die Linke ja in ganz Europa degeneriert ist, sehr geschlossen gegen Sarkozy stimmen wird und dass Hollande die Stichwahl relativ klar gewinnen wird, ich rechne mit 54% plus x.

:tnx: Genau so stand es auch im Weserkurier. Die Linke wird wohl geschlossen Hollande wählen, aber nicht alle aus dem rechten Lager wählen Sarkozy, von daher dürfte es wohl nicht reichen für den Kleinen.
 
Ich weiß aber nicht, ob da der Grund stand.

Die radikale Linke, wie in D z.B. auch die Linkspartei, ist in den allermeisten Ländern eine Art radikalere Sozialdemokratie. Sie hat im Kern dieselben staatsinterventionistischen und sozialstaatlichen Programme, sie will lediglich mehr davon, ist also radikal nur insofern, als sie unrealistischer und "weniger regierungsfähig" ist. Für solche Leute ist natürlich die Sozialdemokratie nicht nur das kleinere Übel, sondern auch der logische Bündnispartner.

Nun verhält es sich bei Konservativen und Rechtsextremen anders und bei Rechtspopulisten, die prowestlich sind wie z.B. Wilders oder Bossi wiederum anders als bei Rechtextremen, die eher dem faschistischen Spektrum angehören. Während die Rechtspopulisten durchaus den Konservativen näher stehen, vertreten Faschisten ein gänzlich anderes Staats- und Politikbild als die Konservativen. Wer Le Pen unterstützt, tut dies zu einem gewissen Teil, weil er die etablierten Parteien abstrafen will und zu einem gewissen Teil, weil er einen faschistischen Staat möchte. Insofern sind sich Hollande und Sarkozy näher als Sarkozy und Le Pen. Wäre Le Pen in eine Stichwahl gegen Sarkozy oder Hollande gekommen, hätte der andere zur Wahl des einen gegen Le Pen aufgerufen.

Darum sind auch die Wähler Le Pens zu einem guten Teil außerhalb des demokratischen Spektrums zu sehen, die sich eben nicht der parlamentarischen Rechten zuordnen lassen, sondern Gegner dieser Staatsform sind.
 
Die Linken aller Couleur tun zwar immer gerne so, als seien die Konservativen Quasi-Nazis,[...]
Es ist sicherlich richtig, daß Teile – aber mit Sicherheit nicht alle – des linken Spektrums dieses Gedankengut hegen. Aber wenn man objektiv ist, sieht man auch, daß bei den Ansichten über das jeweils andere politische Lager wohl manche Krähe der anderen gerne die Augen aushackt, denn Teile des rechten Lagers diffamieren Sozialdemokraten und sogar Liberale, als Kommunisten, vaterlandslose Gesellen etc.

Naja, das ist nicht sonderlich wahrscheinlich.
[...]aber wenn man oben schon das Beispiel Churchill hatte, so ist auch der Ahnherr der Konservativen Frankreichs, also General de Gaulle, zweifellos ein überzeugter Antifaschist gewesen. Insofern macht es doch einen Unterschied ums Ganze, ob man bei der UMP oder dem protofaschistischen Front National mitmacht.

Naja, die UMP bezeichnet sich zwar als gaullistisch (was schon aufgrund ihrer Entstehung ein Diskussionsthema wäre, aber das würde hier jetzt zu weit führen), aber seit Sarkozy ihr Vorsitzender ist, kann man nicht wirklich behaupten, daß die UMP eine Politik im Sinne der konservativen und antifaschistischen Ideale und Leitmotive eines Charles de Gaulle verkörpert - zumindest nicht, wenn es um die Wahltaktik von Sarkozy geht. Sarkozy fischt (obwohl selbst Sohn ungarischer Einwanderer) wie schon 2007 am rechten Rand nach Stimmen, weil er genau weiß, daß er die Stichwahl nur mit Unterstützung von (potentiellen) Wählern der FN gewinnen kann. Die parteipolitischen Ziele zwischen UMP und FN mögen zwar unterschiedlich sein, aber wer sich mit Unterstützung oder Duldung von einer extrem Partei – egal ob nun rechts oder links – zur Macht verhelfen läßt, der braucht sich auch nicht wundern, wenn dies als ein fließender Übergang angesehen wird. Charles de Gaulle wird sich vermutlich im Grabe umdrehen, wenn er mitbekommen würde, wie Sarkozy um die Stimmen von Rechtsaußen buhlt.
 
Für mich ist die Forderung nach Beschränkung der Zuwanderung ein klassisches Thema des Konservatismus und der Besitzstandwahrung, d.h. es hat mit Rassenhass oder gar mit eliminatorischem Rassenhass sehr wenig zu tun, das sind zwei Paar Schuhe.

Auch wenn ich die Begrenzung der Zuwanderung sowie andere konservative Positionen wie den Erhalt hässlicher Bahnhöfe in pränazistischen Stil nicht teile, so sind konservative Positionen eben grundlegend etwas anderes als faschistische, denn der Faschist ist progressiv und nicht konservativ, der Faschist will die Dinge grundlegend ändern, wogegen der Konservative will, dass alles so bleibt wie es ist.

Dazu ist es nötig zu wissen, dass der Faschismus in Italien, seinem Entstehungsland, eine Abspaltung der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokraten war und gerade keine der Konservativen und Besitzenden.
 
Für mich ist die Forderung nach Beschränkung der Zuwanderung ein klassisches Thema des Konservatismus und der Besitzstandwahrung, d.h. es hat mit Rassenhass oder gar mit eliminatorischem Rassenhass sehr wenig zu tun, das sind zwei Paar Schuhe.

Das Problem dabei ist, daß die Demagogen von Rechtsaußen es sehr gut verstehen, die Zuwanderungsbeschränkung mit ihren rassistischen Idealen zu verknüpfen und dieses zu ihren eigenen Gunsten, sprich für Wählerstimmen entsprechend zu verkaufen.

Und deshalb ist es sehr bedenklich, wenn ein konservativer Politiker in einem trüben Teich nach Karpfen fischt und dabei wissentlich ignoriert, daß auch Hechte anbeißen können, bloß weil er um jeden Preis das Wettangeln gewinnen will.
 
Naja, nur sind es ja nun eben auch die Linken, die dies gerne tun, wenn sie wie Herr Lafontaine den klassischen Arbeiterrassismus bedienen, wenn sie von lohndrückenden "fremdarbeitern" reden. Das machen also nicht nur die Konservativen.

Nichts gegen billiglöhnende Zuwanderer haben natürlich nur die Bildungsbürger und Unternehmer, die es gut finden, wenn sie ihre Wohnung billiger putzen lassen können und auf dem Bau Schwarzarbeiter statt regulärer Arbeitskräfte einsetzen können.

Es ist zwar leicht, solcherlei Reden gegen Zuwanderung zu kritisieren. Es ist aber schwer, zur Zuwanderungsbegrenzung Alternativen zu nennen. Ganz Afrika ist voll von Menschen, die man sofort aufnehmen müsste, von Gegenden wie Syrien mal ganz abgesehen. Aber das funktioniert nicht.

Die Abwehr und Verächtlichmachung der Ausländer, derer, die nicht dazugehören, ist fundamentaler Bestandteil des Konzeptes Staat und Nationalstaat. Eine Linke, die den Staat als Krisenlöser anbetet, gleichzeitig aber das Staatspersonal für sein Verhalten gegenüber denen, die nicht zum Staatsvolk gehören, kritisiert, agiert zutiefst verlogen.
 
Zitat von [SVW]Andi;2186463:
Zur Landtagswahl in NRW ist nun der Wahl-O-Mat online :)

Ach zu spät. Ich habe die Briefwahlunterlagen schon ausgefüllt :D

Edit: habs jetzt doch mal gemacht. SPD hauchdünn vor CDU, hauchdünn vor FDP, hauchdünn vor den Grünen. Also dem Wahlomat nach, könnte ich alle diese 4 Parteien wählen :confused:
Naja, bin ja schon froh, das Linke, Piraten und NPD in den Übereinstimmungen sehr weit dahinter liegen. :D
 
Bei mir kam bei NRW eine Mischung aus Grünen, Linken und "Freien Wählern" NPD war bei mir noch vor FDP und CDU (ganz am Schluss)..:eek: Nur beim Thema Wählen ab 16 bin ich auf Seiten der FDP/CDU. Ich halte es für den größten Schwachsinn, Kinder mit 16 Jahren wählen zu lassen, wenn ich mir teilweise die Schüler so ansehe, die morgens zur Schule fahren...:wall::wall::wall: Andererseits verstehe ich nicht, warum die CDU da nicht auf "Enthaltung" macht, sind eh nicht die Stammwähler der CDU, die sind meist zwischen 70-80....
 
Back
Top