Allgemeiner Politik Thread

Mit einem schlauen Kopf an der Spitze ein begrenztes. Mit der Nervensäge Roth hält das keine vier Wochen

Für mich käme nur Trittin in Frage.

Das sind gerade die PErsonen, mit denen es nicht gehen würde: Trittin, Roth und Künast. Das sind die in der radikalen Linken sozialisierten Politiker, die zwar inzwischen längst keine linke Politik mehr machen, aber mit denen aus dem "anderen" Lager vor allem persönlich fremdeln und auf klare Opposition zu schwarz-gelb machen. Auch hier wird es am Personal scheitern. Für mich bleibt in Ermangelung realistischer Chancen für die beiden klassischen Koalitionen rot-grün oder schwarz-gelb nur die große Koalition. Mittelfristig ist schwarz-grün die logische Option.
 
Allerdings stimme ich Dir voll zu und gehe auch davon aus, dass sich die meisten Menschen in diesem Land mit den Inhalten der Parteien gar nicht beschäftigen, sondern entweder eine bestimmte Partei nur "aus Gewohnheit" wählen oder sich von bestimmten charismatischen Politikern "einwickeln" lassen. So erklären sich z.B. die Erfolge von Schröder oder zu Guttenberg. :(

:tnx:
Und genau darin besteht doch auch eines der Hauptprobleme der Politik und ihrer Protagonisten. Die Kommunikation zwischen der Politik und dem gemeinen Bürger scheint doch gar nicht mehr stattzufinden. Die scheinen teilweise in ihrer Scheinwelt zu leben und den Realitätssinn völlig verloren zu haben. Und der Fall Wulff zeigt doch gerade auch wieder, wie schlecht die Politiker beraten werden. Das ist doch unglaublich.

Und dann der Fall Gauck. Merkel will ihn absolut nicht und eine Stunde später sitzt sie auf der Pressekonferrenz und präsentiert ihn als ihren Kandidaten. Die Menschen werden doch permanent für total bescheuert verkauft. Kann Merkel sich nicht hinsetzen und sagen: "ich gebe zu, dass Herr Gauck nicht meine erste Wahl ist, aber wir wollte ja eine Person, die in allen Parteien Zustimmung findet und da Herr Gauck das offensichtlich ist, habe ich mich überzeugen lassen und meine Meinung geändert."

Und generell scheinen Politiker ja nach dem Credo zu handeln: wir können doch eh machen was wir wollen und umfallen wie die Fähnchen im Wind, weil die Bürger das sowieso nicht verstehen. Und so wird dann auch Wahlkampf geführt. Da denken Parteilen, dass sie eine Wahl wirklich mit dem besseren Programm gewinnen ??? Natürlich braucht es das auch, aber wieviele Wähler befassen sich denn ernsthaft mit dem Parteiprogramm??

Aber vielleicht wird die nächste Bundestagswahl mit einem großen erfolg für die Piratenpartei enden und die anderen Parteien und Politiker kommen mal von ihrem hohen Roß runter und ihnen werden die Augen geöffnet.
 
Das sind gerade die PErsonen, mit denen es nicht gehen würde: Trittin, Roth und Künast. Das sind die in der radikalen Linken sozialisierten Politiker, die zwar inzwischen längst keine linke Politik mehr machen, aber mit denen aus dem "anderen" Lager vor allem persönlich fremdeln und auf klare Opposition zu schwarz-gelb machen. Auch hier wird es am Personal scheitern. Für mich bleibt in Ermangelung realistischer Chancen für die beiden klassischen Koalitionen rot-grün oder schwarz-gelb nur die große Koalition. Mittelfristig ist schwarz-grün die logische Option.

was Trittin von den beiden anderen unterscheidet ist das Vorhandensein klaren Menschenverstandes
 
Natürlich ist Trittin intelligenter. Aber er ist eben auch ein zumindest gefühlter Linker. Und kein CDU-Freund.
 
@simac

Würde dir weitestgehend zustimmen. Insbesondere Berlin ist eine Art Raumschiff geworden.

Aber ohne wieder in eine allgemeine Medienschelte zu verfallen, hast du in der Politik das Problem, dass du dich ja kaum noch direkt mit dem Wähler auseinandersetzen kannst, sondern eigentlich alles über diesen Mittler läuft.

Will nur ein Beispiel nennen. Diskutiert man auf oder ausserhalb von Parteitagen über inhaltliche Themen. Egal worum es geht. Dann kommt es immer drauf an, was der "Mittler" daraus macht. Es kann als demokratische Entscheidungsfindung in einer diskussionswilligen Partei vermittelt werden oder es wird als Spaltung einer völlig zerstrittenen Partei dargestellt. Dazu kommt gesellt sich dann das Problem, dass irgendwie kein Politiker, in höheren Ämtern in der Lage zu sein scheint, ein einem Mikrofon mal einfach vorbeigehen zu können.

Übrigens die direkte Ansprache funktioniert in den meisten Fällen, zumindest auf der Straße nicht. Und auch in neuen Medien nur dann, wenn die Leute ohnehin sind bereit zuzuhören und zu diskutieren. Das ist die problematische Gemengelage.

Daraus resultiert dann auch so ein Verhalten wie das von Frau Merkel.
 
z.B. in seiner Pragmatik und Sachlichkeit oder der Fähigkeit an einer Debatte teilzunehmen ohne andere fortwährend zu unterbrechen.

Vielleicht bin ich als Photovoltaik-Anlagenbetreiber aber auch ein wenig voreingenommen :D

Das ist ja auch so ein Punkt. Wenn ich mir eine Bundestagsdebatte anschaue, dann denke ich doch auch, ich bin im Kindergarten. Da verhalten sich die Führungskräfte unseres Landes teilweise so lächerlich, dass man doch nur noch den Kopf schütteln kann.

Sind die Regierungsparteien am Rednerpult dann siehst du aus den eigenen Reihen nur begeistertes Klatschen und in der Oppistion nur Häme und Gelächter. Redet dann jemand von der Opposition, ist es genau umgegehrt. Oftmals wird dann gar nicht mehr zugehört, sondern dem Redner der Rücken zugewendet und demonstrativ nicht zugehört. Ich frage mich dann, ob die wirklich so fernab der Realität leben und denken, dass würde auch nur ein neutraler Betrachter gut finden???

Und Opposition im Allgemeinen ist doch seit langem nur noch destruktiv und kaum mal konstruktiv. Es wird generell immer gegen alles der Regierung geschossen und wenn man dann bei der nächsten Wahl wieder an die Macht kommt, führt man genau das weiter, was man vor nem Jahr noch verflucht hat.

Und so wie sich SPD und CDU in den letzten Jahren in ihrer Politik angenähert haben ist es ja schon grotesk, dass man trotzdem alles schlecht findet, was der andere macht. Hier in NRW war zwischen dem "roten schwarzen" Rüttgers und der "schwarzen roten" Kraft, gar kein Unterschied mehr festzustellen.
 
Vielleicht bin ich als Photovoltaik-Anlagenbetreiber aber auch ein wenig voreingenommen :D

Klar, der Hand, die mich so reichlich beschenkt, wäre ich an deiner Stelle auch dankbar... :D

z.B. in seiner Pragmatik und Sachlichkeit oder der Fähigkeit an einer Debatte teilzunehmen ohne andere fortwährend zu unterbrechen.

Bei den Debatten, in denen ich ihn erlebt habe, ist er mir durch Sachlichkeit oder respektvollen Umgang mit den anderen Teilnehmern ganz und gar nicht aufgefallen. Pragmatismus mag ihn tatsächlich im Verborgenen auszeichnen, aber in der Öffentlichkeit hat er sich als Minister zumeist durch handwerklich eher dürftige Gesetze hervorgetan.
 
:tnx:
Und genau darin besteht doch auch eines der Hauptprobleme der Politik und ihrer Protagonisten. Die Kommunikation zwischen der Politik und dem gemeinen Bürger scheint doch gar nicht mehr stattzufinden. Die scheinen teilweise in ihrer Scheinwelt zu leben und den Realitätssinn völlig verloren zu haben. Und der Fall Wulff zeigt doch gerade auch wieder, wie schlecht die Politiker beraten werden. Das ist doch unglaublich.

Und dann der Fall Gauck. Merkel will ihn absolut nicht und eine Stunde später sitzt sie auf der Pressekonferrenz und präsentiert ihn als ihren Kandidaten. Die Menschen werden doch permanent für total bescheuert verkauft. Kann Merkel sich nicht hinsetzen und sagen: "ich gebe zu, dass Herr Gauck nicht meine erste Wahl ist, aber wir wollte ja eine Person, die in allen Parteien Zustimmung findet und da Herr Gauck das offensichtlich ist, habe ich mich überzeugen lassen und meine Meinung geändert."

Und generell scheinen Politiker ja nach dem Credo zu handeln: wir können doch eh machen was wir wollen und umfallen wie die Fähnchen im Wind, weil die Bürger das sowieso nicht verstehen. Und so wird dann auch Wahlkampf geführt. Da denken Parteilen, dass sie eine Wahl wirklich mit dem besseren Programm gewinnen ??? Natürlich braucht es das auch, aber wieviele Wähler befassen sich denn ernsthaft mit dem Parteiprogramm??

Aber vielleicht wird die nächste Bundestagswahl mit einem großen erfolg für die Piratenpartei enden und die anderen Parteien und Politiker kommen mal von ihrem hohen Roß runter und ihnen werden die Augen geöffnet.

:tnx: Völlig richtig! Das ist ja auch was Urban Priol am deutschen Volk immer bemängelt: dass alles so ruhig bleibt und die Politnasen sich nicht mal mehr Mühe geben die Verarschungen zu verschleiern. Nach dem Motto: "Wir haben Euch gerade Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;)...und?! Ihr wählt uns doch trotzdem wieder.":(
 
Das ist ja auch so ein Punkt. Wenn ich mir eine Bundestagsdebatte anschaue, dann denke ich doch auch, ich bin im Kindergarten. Da verhalten sich die Führungskräfte unseres Landes teilweise so lächerlich, dass man doch nur noch den Kopf schütteln kann.

Sind die Regierungsparteien am Rednerpult dann siehst du aus den eigenen Reihen nur begeistertes Klatschen und in der Oppistion nur Häme und Gelächter. Redet dann jemand von der Opposition, ist es genau umgegehrt. Oftmals wird dann gar nicht mehr zugehört, sondern dem Redner der Rücken zugewendet und demonstrativ nicht zugehört. Ich frage mich dann, ob die wirklich so fernab der Realität leben und denken, dass würde auch nur ein neutraler Betrachter gut finden???

Und Opposition im Allgemeinen ist doch seit langem nur noch destruktiv und kaum mal konstruktiv. Es wird generell immer gegen alles der Regierung geschossen und wenn man dann bei der nächsten Wahl wieder an die Macht kommt, führt man genau das weiter, was man vor nem Jahr noch verflucht hat.

Dieser Klamauk gehört aber irgendwie dazu. Das ist auch keine neuere Entwicklung. Das war schon immer so. Die Leute keifen sich im Plenum an, als wenn sie sich am liebsten an die Gurgel gehen wollten und fünf Minuten später sitzen sie in der Bundestagskantine, trinken ne Tasse Kaffee oder ein Glas Bier zusammen und unterhalten sich darüber wie es denn der Familie so geht.
Der Klamauk dient eigentlich dazu die politischen Unterschiede deutlich zu machen. Ob das immer in teilweise recht üblen abwertenden Kommentaren sein muss, will ich mal bestreiten, aber es ist dennoch unabdingbar. Ansonsten darf eben nicht vergessen, dass das zum großen Teil eben auch Kollegen sind, die sich persönlich ganz gut verstehen. Wenige werdens wissen, aber Gysi und Westerwelle gehen schon seit Jahren häufig miteinander Essen. Die verstehen sich auf persönlicher Ebene wohl ganz gut. Was das nun über die Personen aussagen mag oder nicht lasse ich mal dahingestellt. Übrigens haben sich wohl auch Brandt und Kohl privat viel besser verstanden, als das öffentlich zur Schau gestellt wurde.

Und so wie sich SPD und CDU in den letzten Jahren in ihrer Politik angenähert haben ist es ja schon grotesk, dass man trotzdem alles schlecht findet, was der andere macht. Hier in NRW war zwischen dem "roten schwarzen" Rüttgers und der "schwarzen roten" Kraft, gar kein Unterschied mehr festzustellen.

Was ein ganz generelles Problem für den Bürger ist, der ja eine Wahlentscheidung treffen soll.
 
Und Opposition im Allgemeinen ist doch seit langem nur noch destruktiv und kaum mal konstruktiv. Es wird generell immer gegen alles der Regierung geschossen und wenn man dann bei der nächsten Wahl wieder an die Macht kommt, führt man genau das weiter, was man vor nem Jahr noch verflucht hat.

:tnx:

Polit-Beschäftigungstherapie bzw. Kasperltheater. Im Moment regiert das Krokodil :D;)
 
Wenn man sich bevormunden, gängeln und mit Bürokratieirrsinnen überziehen lassen möchte, muß man SPD wählen. Vor allem wenn man die Riege Nahles, Gabriel, Stein I und II gut findet.
Bei den Grünen sind, wie maddin schon sagte, die übeerlebenden der Realo/Fundi Krise von Mitte Achtzig am ruder, die müssen sich erst noch selbst überleben. trittin ist son typisch detailverliebter Deutscher der Glühbirnen den Vortritt vor Menchen gibt - da brauch ich nichts mehr von.
die Scheinheilige Atompolitik die die Grünen vorantreiben stinkt zum HImmel - in Niedersachsen haben sie alles durchgewunken mit Herrn Schröder und nun gerieren sie sich wie die einzigen, die schon immer und überhaupt gegen Atommüll, usw. sind. Und was bitte geschieht in SPD geführten Ländeern wie Brandenburg und meck Pomm mit den beiden DDR-Meilern und ihren Resten? das scheit so dermaßen zum Himmel aber keiner reibt es ihnen unter: Da wird einer Bundesbetriebenen Agentur (Energiewerke Nord) freie hand bei der Zwischenlagerung von Atomschrott sowie Abbau/Rückbau der Atomkraftwerke gelassen - keinerlei Protest gegen Lagerung/Zwischenlagerung/etc.pp.
so wars bei SPD in Niedersachsen in ihrer letzten Legislaturperiode auch: als Opposition dagegen als Regierungspartei wird das hofiert.

Und warum Wowo nicht in die Regierung soll: Er plädiert offen und überall und ungefragt für Koalition mit den Linken - die anderen reden nur um den heißen Brei.
Und Leute: Ihr glaubt ja wohl nicht, wenn ein paar Stimmen fehlen daß die SPD dann nicht mit den Linken koaliert um einen Regierungswechsel hinzubekommen? Das machen sie. Oder Tolerierung.
Rot-Grün oder rot-rot-grün :wuerg:
 
Ich finde es immer lustig zu beobachten, wenn über die Politik im Sinne von Zutrauen in bestimmte deutsche Polikter diskutiert wird. Da sind wirklich die wenigsten in der Lage persönliche Sympathien bestimmter Parteien aussen vor zu lassen, sofern sie es denn wollen und wirklich die Fähigkeiten einzelner zu bewerten.

Jeder ist doch zunächst mal irgendwie dadurch geprägt, was die Eltern wählen bzw. wie diese so über Politiker reden, wenn man als Kind potitische Sendungen mit den Eltern schaut.
Noch extremer ist es natürlich, wenn die Eltern gar noch in einer Partei politisch aktiv sind, und sei es nur der Ortsrat oder so. Auch wenn ein Ortsrat ja nun wirklich gar nichts mit programmatischer Parteipolitik im engeren Sinne zu tun hat, habe ich festgestellt, dass solche Kinder auch im Erwachsenenalter immer noch die Partei im Bundestag sympathisieren, der ihr Vater mal im Ortsrat vor 20 Jahren angehört hat.

Sich eine eigene Meinung aus diesen vorgefertigten Denkmustern zu bilden erscheint wirklich schwer zu sein.

Ich denke schon, dass man dazu in der Lage sein kann. Mir persönlich sind auch die Kandidaten immer um einiges wichtiger, als die Parteien selbst, weil im Endeffekt ein starker/guter Kandidat doch Dinge durchsetzen kann, die nicht unbedingt dem Willen der ganzen Partei entsprechen.

Sicher gibt es viele Menschen, die ihr Leben lang dieselbe Partei wählen, ich denke aber, dass jeder der sich mit dem politischen Geschehen auseinandersetzt diese Entscheidung mit seinen persönlichen Überzeugungen begründen kann oder eben dann doch irgendwann umschwenkt auf eine andere Partei.

zu Wowi und den Piraten: Ich denke bei beiden kann man gut erkennen, dass selbst die Landespolitik noch eine Nummer zu groß für sie ist, deshalb wird Wowi in der Bundes-SPD keine größere Rolle spielen und die Piraten werden allenfalls die Protestwähler locken. Ob das für 5% reicht werden wir sehen.
 
Heute um 12 habe ich eine Minute dafür:
Gedenken hin...
Heute um 12:01 nehme ich mir noch eine weitere Minute dafür:
...Gedenken her

Ich bin kein Demogoge, wenngleich ich lieber Zeit verballere im Werder-Forum als mit einem "Minuten-Walzer"

Wenn nicht bald ernsthafter integriert und ausgewiesen wird, können die Minuten zu Stunden werden: Daran könnt ihr, denen der Schuh passt, jetzt schon "gedenken"!
 
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