Allgemeiner Politik Thread

Deutschland hat sich mitnichten isoliert. Und wenn man es rein machtpolitisch betrachtet, dann stand an der Seite Russlands und vor allem Chinas. Darüber kann man denken wie man will, aber man sollte zur Kenntnis nehmen, dass sich die wirtschaftliche Macht schon längst gen Osten verschoben hat. Die US-Wirtschaft ist am dahinsiechen. China feiert trotz angeblicher weltweiter Krise weiterhin einen Wirtschaftsaufschwung. China ist sogar völlig schuldenfrei. Die USA stehen bei denen mächtig in der Kreide.

Im übrigen haben sich bei der Resolution neben Deutschland auch Indien, Braislien, Russland und China enthalten. Gleichzeitig lehnten alle osteuropäischen EU-Mitglieder den Einsatz ab. Zudem noch Finnland, Schweden, Irland und Österreich. Sehe diese immer dahergeschwafelte "Isolation" ehrlich gesagt nicht.

:rolleyes: Man sollte seine Bündnispartner aber nicht nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern nach Ideologie und Politischen Verhältnissen wählen. Und da sind China und Russland ganz sicher keine guten Partner. :tnx:
 
:rolleyes: Man sollte seine Bündnispartner aber nicht nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern nach Ideologie und Politischen Verhältnissen wählen. Und da sind China und Russland ganz sicher keine guten Partner. :tnx:

Auch keine schlechteren als die USA. ;) Guantanamo - ist übrigens immernoch geöffnet das Camp Delta - schon vergessen? Oder auch das Verhalten bezüglich des IStGH?
 
@Feli:

Du stehst auf Treibsand und versuchst weiterhin rauszukommen. Lies Dir das in 2 Wochen nochmal durch. ;)

Schröder konnt es damals auf den Wahlkampf schieben. In dieser Kiste hier gibt es ein solches Ereignis nicht. Westerwelle hat vielen vors Schienbein getreten und das ist den eigentlichen Partnern gegenüber nur schwer vermittelbar. Wie Du es auch drehst und wendest. Verlässlichkeit sieht anders aus! ;)
 
Stehe nicht im Treibsand und bin wie ich bereits gesagt habe wahrscheinlich innerhalb der Partei schon immer einer der schärfste Kritiker an WW gewesen. Aber in der Frage hat er sich nichts vorzuwerfen.

Deutsche Außenpolitik muss und sollte sich ausschließlich an den Interessen der Bundesrepublik Deutschland richten und nicht nachdem, was irgendein anderer Staat möchte.
Zudem gibt es - wie bereits gesagt - die interantionale Isolation nicht. Und wie bereits gesagt teilen diese Auffassung neben Deutschland auch 13 weitere EU-Mitglieder.
 
Auch keine schlechteren als die USA. ;) Guantanamo - ist übrigens immernoch geöffnet das Camp Delta - schon vergessen? Oder auch das Verhalten bezüglich des IStGH?

Na komm, die Politik der USA ist ja nicht mit der von China vergleichbar, oder Russland, wo Regimekritiker gefoltert, ermordet oder verschleppt werden. Gut, die USA sind ein wenig paranoid was Terrorverdächtige betrifft und sperren schon mal Leute in Guantanamo ein, die anscheinend unschuldig sind. Aber der Anfangsverdacht bestand nach US-Vorstellung, immerhin wurden sie in Afghanistan in Terror-Ausbildungcamps aufgegriffen. So furchtbar ich die Politik von Bush fand, zwischen China, Russland und den USA liegen Welten.
 
Stehe nicht im Treibsand und bin wie ich bereits gesagt habe wahrscheinlich innerhalb der Partei schon immer einer der schärfste Kritiker an WW gewesen. Aber in der Frage hat er sich nichts vorzuwerfen.

Deutsche Außenpolitik muss und sollte sich ausschließlich an den Interessen der Bundesrepublik Deutschland richten und nicht nachdem, was irgendein anderer Staat möchte.
Zudem gibt es - wie bereits gesagt - die interantionale Isolation nicht. Und wie bereits gesagt teilen diese Auffassung neben Deutschland auch 13 weitere EU-Mitglieder.

Stimmt immerhin drohte man einen wichtigen Geschäftspartner zu verlieren durch die Teilnahme am Einsatz gegen Lybien....:p
 
WWs Entscheidung in der Lybienfrage kann man begründen. Betrachtet man allerdings die deutsche Haltung zu den Umbrüchen im arabischen Raum insgesamt erkennt man keine Führungsstärke, wie man sie von der BRD erwarten muß. Halbgar und verspätet wurden Floskeln zum Besten gegeben, die alle Positionen offen lassen. Wie viele Freunde hätte man sich in der arabischen Welt machen können? Wie sehr hätte man das aussenpolitische Profil der BRD als Wertebasiert statt - wie allg. üblich - profitorientiert schärfen können! Dass dabei enge Wirtschaftskooperationen abseits der Ölfelder möglich wären mag wohl niemand bestreiten, kann man doch von riesigen Wachstumsmärkten ausgehen, die sich in Nordafrika auftun und nun nach Freunden und Partnern suchen.

[Noch dazu höre ich von WW wenig zur Eurokrise, stiehlt Merkel WW auf allen aussenpolitischen Feldern die Show und er lässt es geschehen. Er ist zu sehr mit seiner Partei befasst, als dass er seinen Aufgaben als Aussenminister nachkommen könnte. Innerparteiliche Probleme, die aus Willkür, unverholener Klientelpolitik und überholten Konzepten (MARKT!MARKT!MARKT!) entstanden sind.]
 
Tut mir ehrlich leid, aber die erschreckende Unkenntnis über die Situation im arabischen Raum ist wirklich kaum noch zu toppen.

Deutschland genießt völlig unabhängig von den derzeitigen Geschehnissen einen gewissen positiven Ruf, was seine Produkte angeht. Was die klare proisraelische Einstellung Deutschlands angeht, so genießt Deutschland bei den Menschen dort nur noch einen sehr dürftigen Ruf. Glaubt ihr allen ernstes die leben dort hinter dem Mond? Die wissen natürlich wer kostenlos Waffen an Israel liefert. Die wissen auch wer das Regime in Saudi-Arabien seit Jahrzehnten mit Waffen beliefert und so absichert. Und natürlich wissen sie auch, dass die Deutschen im Maschinen und Anlagenbau kaum zu übertreffen sind.

Nur um mal einen Unterschied zwischen Libyen und dem Irak aufzuzeigen und warum für uns ein Einsatz im Irak wesentlich sinnvoller gewesen wäre: Die Ölförderanlagen im Irak stammten zu 90 % aus deutscher Hand. Die Irakis wollten auch, dass diese wieder von deutschen Unternehmen instand gesetzt werden. Allerdings haben wir die Aufträge aufgrund unserer Verweigerungshaltung nicht bekommen. In Libyen stammen ca. 90 % der Ölförderanlagen aus britischer und amerikanischer Hand. Wir wären da nicht zum Zug gekommen. Genauso beim Öl (was aber auch für den Irak) gilt. Der Irak wäre auch der größere Markt gewesen.
Bin ja schon froh, dass Jordanien wieder Polizeifahrzeuge aus Deutschland bezieht, nachdem sie zwischenzeitlich amerikanische Fabrikate bevorzugten.
 
Tut mir ehrlich leid, aber die erschreckende Unkenntnis über die Situation im arabischen Raum ist wirklich kaum noch zu toppen.

Deutschland genießt völlig unabhängig von den derzeitigen Geschehnissen einen gewissen positiven Ruf, was seine Produkte angeht. Was die klare proisraelische Einstellung Deutschlands angeht, so genießt Deutschland bei den Menschen dort nur noch einen sehr dürftigen Ruf. Glaubt ihr allen ernstes die leben dort hinter dem Mond? Die wissen natürlich wer kostenlos Waffen an Israel liefert. Die wissen auch wer das Regime in Saudi-Arabien seit Jahrzehnten mit Waffen beliefert und so absichert. Und natürlich wissen sie auch, dass die Deutschen im Maschinen und Anlagenbau kaum zu übertreffen sind.

Nur um mal einen Unterschied zwischen Libyen und dem Irak aufzuzeigen und warum für uns ein Einsatz im Irak wesentlich sinnvoller gewesen wäre: Die Ölförderanlagen im Irak stammten zu 90 % aus deutscher Hand. Die Irakis wollten auch, dass diese wieder von deutschen Unternehmen instand gesetzt werden. Allerdings haben wir die Aufträge aufgrund unserer Verweigerungshaltung nicht bekommen. In Libyen stammen ca. 90 % der Ölförderanlagen aus britischer und amerikanischer Hand. Wir wären da nicht zum Zug gekommen. Genauso beim Öl (was aber auch für den Irak) gilt. Der Irak wäre auch der größere Markt gewesen.
Bin ja schon froh, dass Jordanien wieder Polizeifahrzeuge aus Deutschland bezieht, nachdem sie zwischenzeitlich amerikanische Fabrikate bevorzugten.

Naja "klare" proisraelische Einstellung...darüber kann man diskutieren. Immerhin bekommt der Gaza Streifen auch viel Geld von Deutschland. Und zudem ist in Deutschland vielerorts (z.B. Links-Partei, Boykott Aufruf in Bremen) ein Antiisraelisches Klima zu spüren. Dass sollte in der arabischen Welt auch angekommen sein. :(
 
Tut mir ehrlich leid, aber die erschreckende Unkenntnis über die Situation im arabischen Raum ist wirklich kaum noch zu toppen.

Die Leute haben auch mitbekommen wem jahrzehntelang Waffen geliefert wurden: den Despoten in den arab. Ländern. Man hätte dort punkten können. Dass du jetzt mit völlig abseitigen Themen kommst.............

Damit verabschiede ich mich aus der Diskussion.
 
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