Allgemeiner Politik Thread

1. Die Anspielungen und der Vergleich der DDR mit dem 3. Reich sind mehr als hinkend, unerhört und einfach nur peinlich. (Ich hoffe, dass ich dieses nicht im nächsten Post erklären muss.)

Einspruch. Beides waren Diktaturen, die zahllose Menschen entrechtet und den Tod von Andersdenkenden bewusst verschuldet haben. Natürlich kann die DDR beim Ausmaß des Unrechts kaum mit der Nazizeit mithalten, aber das macht sie nicht besser oder liebenswerter.

(Ich denke, dass die Linke nicht mit Parteien wie NPD und DVU verglichen werden kann, sie sind auch ganz und gar nicht auf eine Stufe zu stellen.)

Doch, auf jeden Fall. Es sind allesamt extremistische Parteien, deren Verhältnis zum Grundgesetz und dem darin festgelegten politischen System des Parlamentarismus äußerst fragwürdig ist. Natürlich unterscheiden sich die Parteien in einzelnen politischen Standpunkten, aber das ändert nichts an ihrem Extremismus.
 
Einspruch. Beides waren Diktaturen, die zahllose Menschen entrechtet und den Tod von Andersdenkenden bewusst verschuldet haben. Natürlich kann die DDR beim Ausmaß des Unrechts kaum mit der Nazizeit mithalten, aber das macht sie nicht besser oder liebenswerter.

Ich hatte gedacht, dass weitere Erläuterungen nicht notwendig sind, aber dann will ich mal:
Eine Diktatur, welche die systematische Ermordung von 6000000 Menschen zu verantworten hat, einen Weltkrieg mit 45 Mio. Toten ausgelöst hat und einen rassistischen, menschenverachtenden Ansatz in ihrer Ideologie verinnerlicht hatte, ist für mich ein ganz anderes Kaliber! Bevor ich mich jetzt hier rechtfertigen muss: Das System der DDR war schlimm, unmenschlich und entrechtend. Es war in keiner Form besser oder liebenswerter, dennoch ist ein Vergleich dieser beiden Unrechtssysteme und eine Vermengung beider Staatsformen für mich unglaublich und nicht zulässig. Beides in einen Topf zu werfen, umzurühren und dann zu sagen, dass es die gleiche Grütze war, kann und will ich nicht ertragen.

, auf jeden Fall. Es sind allesamt extremistische Parteien, deren Verhältnis zum Grundgesetz und dem darin festgelegten politischen System des Parlamentarismus äußerst fragwürdig ist. Natürlich unterscheiden sich die Parteien in einzelnen politischen Standpunkten, aber das ändert nichts an ihrem Extremismus.

Auch hier wieder: ich bin kein Kommunist oder Sozialist. Ich halte mich eher für wertkonservativ, aber bitte, jetzt mal Butter bei die Fische:

Zu den Nazis: Verhältnis zum GG fragwürdig? Meinst du das im ernst? Das ist kein bisschen fragwürdig, das ist glasklar. Diese Pfosten stehen diametral dem GG gegenüber. (Fängt schon mit dem §1 des GGs an.)
Schau dir bitte am 1. Mai mal die Spacken von der NPD in Hamburg an. Guck dir mal die Wähler und Vertreter dieser braunen Sch..ße an.

Jetzt vergleiche mal die Inhalte der NPD mit denen der Linken. Bei den zuletzt genannten kann ich eine Fragwürdigkeit bzgl. des Verhältnisses der Linken zum GG nachvollziehen.
Dass ich die Linken für mich als politischen Gegner definiere, habe ich bereits geschrieben, als Koalitionspartner sind sie mir mehr als suspekt und völlig untragbar. Ein Konglomerat aus Sozialspinnern ohne jeden Realitätsbezug und Altkommunisten. Ich muss deutlich schlucken, dass die SPD mit denen in einzelnen Bundesländern koaliert.

Aber dennoch:
Linke und Nazis auf eine Ebene zu stellen, ist mMn nicht tragbar und unerträglich.

Als bekennendes SPD-Mitglied bin ich es ja gewohnt, dass ich einerseits mit den Linken in einen Topf geworfen werde (rote Socken!), andererseits dann aber auch noch den Vorwurf lesen zu müssen, dass wir eine latent vorhandene politische Basis mit den Nazis haben, sprengt den Rahmen, da werde ich etwas ungehalten.
 
Ich hatte gedacht, dass weitere Erläuterungen nicht notwendig sind, aber dann will ich mal:
Eine Diktatur, welche die systematische Ermordung von 6000000 Menschen zu verantworten hat, einen Weltkrieg mit 45 Mio. Toten ausgelöst hat und einen rassistischen, menschenverachtenden Ansatz in ihrer Ideologie verinnerlicht hatte, ist für mich ein ganz anderes Kaliber! Bevor ich mich jetzt hier rechtfertigen muss: Das System der DDR war schlimm, unmenschlich und entrechtend. Es war in keiner Form besser oder liebenswerter, dennoch ist ein Vergleich dieser beiden Unrechtssysteme und eine Vermengung beider Staatsformen für mich unglaublich und nicht zulässig. Beides in einen Topf zu werfen, umzurühren und dann zu sagen, dass es die gleiche Grütze war, kann und will ich nicht ertragen.



Auch hier wieder: ich bin kein Kommunist oder Sozialist. Ich halte mich eher für wertkonservativ, aber bitte, jetzt mal Butter bei die Fische:

Zu den Nazis: Verhältnis zum GG fragwürdig? Meinst du das im ernst? Das ist kein bisschen fragwürdig, das ist glasklar. Diese Pfosten stehen diametral dem GG gegenüber. (Fängt schon mit dem §1 des GGs an.)
Schau dir bitte am 1. Mai mal die Spacken von der NPD in Hamburg an. Guck dir mal die Wähler und Vertreter dieser braunen Sch..ße an.

Jetzt vergleiche mal die Inhalte der NPD mit denen der Linken. Bei den zuletzt genannten kann ich eine Fragwürdigkeit bzgl. des Verhältnisses der Linken zum GG nachvollziehen.
Dass ich die Linken für mich als politischen Gegner definiere, habe ich bereits geschrieben, als Koalitionspartner sind sie mir mehr als suspekt und völlig untragbar. Ein Konglomerat aus Sozialspinnern ohne jeden Realitätsbezug und Altkommunisten. Ich muss deutlich schlucken, dass die SPD mit denen in einzelnen Bundesländern koaliert.

Aber dennoch:
Linke und Nazis auf eine Ebene zu stellen, ist mMn nicht tragbar und unerträglich.

Als bekennendes SPD-Mitglied bin ich es ja gewohnt, dass ich einerseits mit den Linken in einen Topf geworfen werde (rote Socken!), andererseits dann aber auch noch den Vorwurf lesen zu müssen, dass wir eine latent vorhandene politische Basis mit den Nazis haben, sprengt den Rahmen, da werde ich etwas ungehalten.

Als Parteigenosse :) möchte ich jetzt mal was zu Deinem Post schreiben:
in meinen Augen kann man schon den Nationalsozialismus mit dem real existierenden Kommunismus vergleichen. Allerdings sollte man nicht anfangen und vergleichen, wer denn mehr Menschen umgebracht hat...es geht ja schließlich nicht um einen sportlichen Vergleich Nazis gegen Kommunisten :stirn: Aber dennoch sind beide Regime was die Haltung zu Menschenrechten, dem Umgang mit den politischen Gegnern betrifft durchaus ähnlich geartet. Auch die ganze Staatsstruktur war ähnlich: z.B. das frühe Binden der Jugend an die Partei, das System der Spitzel, bzw. "Blockwarte". Es gab schon Parallelen, besonders in der Sowjetunion! Haben die Russen nicht sogar einige Konzentrationslager der Nazis einfach übernommen und ihre eigenen Gegner dort reingesteckt? Außerdem hatten die Russen in Ostsibirien auch regelrechte Lager für ihre politischen Gefangenen. Mag sein, dass der Kommunismus, bzw. Sozialismus, wie er in der Theorie gedacht war, nichts mit der Ideologie des Nationalsozialismus zu tun hatte, aber das reale Regime war nicht wirklich weit entfernt. Deswegen rege ich mich auch auf, dass Leute mit Symbolen der Kommunistischen Regime rumlaufen:wall: Wieso sind Hakenkreuze verboten, aber Hammer und Sichel nicht? Das werde ich wohl nie verstehen.

Was die Linke betrifft, so denke ich muss man da differenzieren. Immerhin bilden sie im Osten sogar mit der CDU Regierungen. Ich denke in einigen Bundesländern sind in der Linken auch durchaus gute Leute, mit denen man regieren kann. Die Linke hat z.Zt. noch den Stand, den die Grünen in den 80er Jahren hatten. Aber spätestens in 10-15 Jahren wird man bei Regierungsbildungen, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene nicht mehr an der Linkspartei vorbeikommen. Wenn die letzten, die die DDR noch erlebt und eventuell auch geprägt haben, im Ruhestand sind, wird die Linke eine feste Größe in der politischen Landschaft sein. Denn man darf nicht vergessen, dass die SPD durch Schröder und die große Koalition ein großes Stück ihrer sozialen Politik verloren hat, und damit eben auch viele linke Wähler, einige sind zu den Grünen gewandert (wie ich...) andere zur Linkspartei. Deswegen ist die SPD selbst Schuld am Erfolg der Linkspartei:)
 
Lieber Emswerder, beschwer dich bei deinen Parteifreunden in Bremen und nicht bei mir. Von "latent" war übrigens nicht die rede. Vielleicht sollte man sich mal überlgen, ob es nach dem Konsens, den wir hier im Umgang mit den Rechtsextremisten haben (leider gibt es den gegenüber Linksextremismus nicht), clever von den SPD-Vertretern war auf die Stimme der DVU zu setzen.
Es ist das eine einen Antrag abzulehnen. Und dann ggf. mit den Faschos in einem Boot zu sitzen, aber wohlwissend, dass man einen Antrag nur mit deren Stimme durchbekommt, diesen zur Abstimmung zu stellen, halte ich für gelinde gesagt arrogant

Und was die Verharmlosung linksextremistischer Gewalt angeht, könnt ich langsam kotzen. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass sich Gewalt von rechts und von links für den Betroffenen gleich anfühlen. Die Motive mögen sich unterscheiden. Das Ergebnis ist das gleiche.
Zum Vergleich mit der SBZ/DDR. Es ist nun einmal Fakt, dass auch dort Sozialdemokraten, die sich gegen die Zwangsvereinigung mit der KPD zur SED, gewehrt haben politisch verfolg, teilweise in die UdSSR verschleppt oder zur Flucht gezwungen wurden.
 
Ansonsten finde ich es persönlich sogar mal ganz angenehm jemanden zu lesen, der nicht hysterisch schreit, sondern einfach Fakten gegenüber stellt. Denke nicht, dass dies abwertend gegenüber den Opfern gemeint ist, sondern vielmehr klarstellen soll, dass wir Alltagsrisiken in Kauf nehmen, die wesentlich gefährlicher sind als die Atomenergie.

Und im Unterschied zu Edmund Lengfelder bezieht sich Gale auf das was bekannt ist und nicht auf das was noch passieren könnte. Und genau daher unterscheidet er sich von den deutschen Untergangsapologeten, die davon ausgehen, dass immer das Schlimmste passieren kann, anstatt sich mit dem zu befassen, was tatsächlich passiert.

Wenn ich Risiken, mit denen man konfrontiert ist, miteinander vergleicht, kann man nicht ein Risiko, das von Dritten auferlegt wird, mit einem Risiko vergleichen, über das ich selbst entscheiden kann. Das ist absolut unplausibel. Wenn Risiken miteinander verglichen werden kann dies nur sinnvoll sein, wenn man unterschiedliche Typen von Risiken unterscheidet und dann Vergleich nur innerhalb dieser Typen vornimmt. Man kann auch nicht völlig verschiedene Risiken, denen unterschiedliche Aggregate zugrunde liegen, miteinander vergleichen, da man so nur einen Matsch aus Äpfeln und Birnen erzeugt und zu statistisch verfälschten Aussagen kommt.

Außerdem verdecken diese Risikovergleiche grundsätzliche Unterschiede im Wissen über die Risiken und man muss beim Risikovergleich deutlich unterscheiden zwischen dem was wir wissen und dem was wir nicht wissen. Das Nichtwissen hat bei neueren Formen von Risiken eine enorme Bedeutung. Ehrlichkeit in Bezug auf die Grenzen des Wissens wäre geboten und um dieses zu kalibrieren haben wir das Vorsorgeprinzip. Letztendlich braucht es eine breite gesellschaftliche Debatte über eine akzeptable Sicherheits- bzw. Unsicherheitskultur.

Neben diesen Argumenten aus wissenschaftlicher Sicht hören die Vergleiche der Risiken interessanterweise dann auf, wenn es um die Versicherung des vollen Schadensrisikos geht. Darüber hinaus verschweigt der Artikel viel mehr als er besagt: Es werden Sachverhalte als Fakten hingestellt, die wissenschaftlich höchst umstritten sind und es werden gezielt in den Vergleichen die gravierenden Unfälle in Wiederaufbereitungsanlagen, die Schäden des Uranbergbaus, die Risiken des Atommülls, die Risiken der Langzeitwirkung von Strahlenbelastungen, die Problematik der Grenzwerte etc. außen vor gelassen.
 
Beides in einen Topf zu werfen, umzurühren und dann zu sagen, dass es die gleiche Grütze war, kann und will ich nicht ertragen.

Das es die gleiche Grütze war, habe ich nie behauptet und werde ich auch nie behaupten. Dass es da durchaus Unterschiede gab, habe ich weiter oben schon versucht auszuführen, aber dennoch waren beide Regimes absolut und uneingeschränkt verurteilenswert, was slemke auch sehr schön dargestellt hat. Wenn du meine Ansicht dazu unerträglich findest, lies dir doch wenigstens sein Posting genauer durch.

Linke und Nazis auf eine Ebene zu stellen, ist mMn nicht tragbar und unerträglich.

Gut, ich kann verstehen, dass du die Sache nicht ganz objektiv betrachtest, wenn du dich darüber aufregst, mit Extremisten in einen Topf geworfen zu werden. Da ich das aber nie getan habe, halte mir das bitte auch nicht vor.

Dennoch sind sie absolut vergleichbar. Nicht nur in ihrer Ablehnung des Grundgesetzes, die mal mehr, mal weniger offen formuliert wird, sondern auch inhaltlich gibt es mehr als nur andeutungsweise Schnittmengen zwischen Rechts- und Linksextremisten. Deutlich wird das nicht zuletzt bei ihren Vorstellungen zur Wirtschaftspolitik, wo diese Nähe lange Tradition hat, denn schon in der Weimarer Republik waren sich Kommunisten und Nationalsozialisten in ihren Zielen verblüffend einig. Eine bemerkenswerte Demaskierung leistete sich ja auch der Genosse Führer Lafontaine mit seiner "Fremdarbeiter"-Entgleisung...

Natürlich muss man den Linksextremisten zugute halten, dass sie noch keine Wohnheime angezündet haben. Allerdings betonen viele Politiker der Linken immer wieder, dass sie Gewalt gegen Sachen für ein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung halten, und die Gewalttaten der Autonomen, die sich immer wieder auch gegen Menschen richten, werden mehr oder weniger offen unterstützt.

Das mag für dich unerträglich sein, aber in meinen Augen bewegen sich Links- und Rechtsextremisten absolut auf einer Ebene - ohne damit völlig ausschließen zu wollen, dass es in beiden Lagern durchaus ehrbare, aber leider fehlgeleitete Menschen geben könnte.
 
Hallo Niedersachse,

ich hatte mich eigentlich nicht auf dich bezogen, meine Kritik zum Diskussionsstil bezieht sich auf andere User. Wenn ich dich angegriffen haben sollte, möchte ich mich entschuldigen.

Da ich die Posts hier schon lange und sehr gründlich lese, habe ich einfach das Gefühl, dass bestimmte Benutzer hier immer wieder auf die gleiche Art und Weise versuchen einen solchen Streit zu provozieren.

Deine Beiträge sind, bis auf wenige Ausnahmen so, dass ich damit gut leben kann. Vor allem die Aussagen zur Bewertung der Systeme im letzten Post entsprechen ziemlich meiner Meinung. (Ich habe aber auch nichts anderes geschrieben.)

Vielleicht sollten wir irgendwann einmal damit aufhören, uns parteipolitisch auf die Fr...e zu schlagen.

Dabei beziehe ich mich natürlich mit ein.
 
Allerdings betonen viele Politiker der Linken immer wieder, dass sie Gewalt gegen Sachen für ein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung halten, und die Gewalttaten der Autonomen, die sich immer wieder auch gegen Menschen richten, werden mehr oder weniger offen unterstützt.

So wie sie es als SED bzw. die Stasi es zu DDR-Zeiten ja auch selbst praktiziert haben...
 
Übermäßigen Arbeitseifer im EU-Parlament sagt man Koch-Mehrin ja nicht unbedingt nach.

Jedoch ist sie eines der ganz wenigen bekannten Gesichter in der FDP. Sollte sie wegen bewiesener Plagiatsvorwürfe ihre politische Karriere ad acta legen müssen, sieht es für die FDP ganz düster aus.
 
Meine erste etwas krause Assoziation hierzu: Wenn der Sachverhalt denn stimmen sollte, ist Frau Koch-Mehrin unbedingt Absolution zu erteilen, denn als Mitglied einer „Leihstimmenpartei“ liegt es ja geradezu auf der Hand, sich Teile der Arbeit aus anderen Quellen zu leihen…;)
 
Karl-Theodor muss nun übrigens doch zulassen, dass der Abschlussbericht zu seiner Plagiatsarbeit der Uni Bayreuth veröffentlicht wird. Sehr schön! :applaus: Ich wundere mich eh, warum es einer Untersuchung bedurft hat, um herauszufinden, ob Karl-Theodor absichtlich geschummelt hat, oder nicht. Ist das nicht eindeutig, dass Absicht dahinter stand? Oder anders gesagt, wer so viel in einer wissenschaftlichen Arbeit abschreibt, ohne Quellennachweis, der muss sich fragen, wie die geistigen Fähigkeiten eigentlich zum Abitur, geschweige denn zum Studium gereicht haben :D Aber ich vergaß ja: er hat seine Arbeit ja gar nicht selbst geschrieben, man wieso denke ich immer wieder, der Mann hat seine Arbeit selbst verfasst :zweifeln:
 
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