Das wäre in der Tat ein politisches Erdbeben.
Fragt sich nur, wie die Nordiren das wirtschaftlich wuppen wollen. Für westeuropäische Verhältnisse ist Nordirland beinahe noch ein Entwicklungsland, denn bis Mitte der 1990er Jahre war es religiös-politischer Unruheherd, so daß dort erst in den letzten 20 Jahren investiert wurde; aber das wird kaum ausreichen, um sich einigermaßen autak zu finanzieren.
Dagegen hat Schottland wesentlich bessere Voraussetzungen, denn es verfügt u.a. über riesige Ölvorkommen in der Nordsee (auch wenn die bisher dem gesamten Königreich zugute kommenden Steuereinnahmen bei einer Lösung von GB zu einem Zankapfel zwischen Edinburgh und London wären), einer guten Genuß- (Whisky) und Nahrungsmittelindustrie. Vor zwei Jahren ist das Referendum der Befürworter einer Lösung vom Vereinten Königreich noch gescheitert, obwohl der Brexit damals schon ein politisches Thema war, dennoch wäre es iinteressant zu wissen, wie man in 2014 Schottland abgestimmt hätte, wenn der Brexit damals schon beschlossene Sache wäre.