Allgemeiner Politik Thread

Die Partei auf sog. "schwarze Schafe" reduzieren zu wollen?

Man könnte einen ganzen Monat lang hierüber senden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...eder,_die_nach_Mai_1945_politisch_tätig_waren

Besteht aber kein Interesse daran.

Das passiert doch immer mit neuen Strömungen. Wenn sie sich durchsetzen wollen, müssen sie das schon aushalten. Ich glaube auch nicht, dass das dem derzeitigen Stimmungshoch abträglich ist, wahrscheinlich fördern negative Berichte eher den Zulauf. Ob die Piraten sich langfristig etablieren können, liegt wohl eher an ihnen und der Ausarbeitung eines Programms, damit der Wähler überhaupt erkennen wie sie Politik gestalten wollen.
 
Das passiert doch immer mit neuen Strömungen. Wenn sie sich durchsetzen wollen, müssen sie das schon aushalten. Ich glaube auch nicht, dass das dem derzeitigen Stimmungshoch abträglich ist, wahrscheinlich fördern negative Berichte eher den Zulauf. Ob die Piraten sich langfristig etablieren können, liegt wohl eher an ihnen und der Ausarbeitung eines Programms, damit der Wähler überhaupt erkennen wie sie Politik gestalten wollen.

Hattest es ja dann verstanden was ich meinte. Klar liegt es in erster Linie an der Partei selbst wie sie sich weiterentwickelt.. ich fand es jedoch recht dümmlich von "Report aus München" auf diese Art "die Piraten" anzugreifen.
 
Hattest es ja dann verstanden was ich meinte. Klar liegt es in erster Linie an der Partei selbst wie sie sich weiterentwickelt.. ich fand es jedoch recht dümmlich von "Report aus München" auf diese Art "die Piraten" anzugreifen.

Naja so in etwa, das ist aber für mich keine Propaganda ;)

Ich bin echt sehr gespannt, wie sich die Piraten hier in Berlin schlagen und ob sie mit ihrer Form der direkten Beteiligung auf Dauer bestehen können oder ob sie doch den Weg der arrivierten Parteien einschlagen.
 
Nö.

Die sind eine 1-Themen-Partei und deswegen in der Regierungsarbeit nicht zu gebrauchen. Aber sie setzen ein Thema auf die Tagesordnung, welches ansonsten zu kurz kommt bzw. alternativ in großen Teilen dilettantenhaft angegangen wird, aber immer wichtiger für unsere Gesellschaft geworden ist. Viele scheinen den Trend der wachsenden Relevanz des Internetzes verschlafen zu haben.
 
Es bleibt zu hoffen, dass die tatsächlichen Parteien sich innerhalb kürzester Zeit Kompetenz in diesem Themenkreis aneignen, um die orangen Clowns alsbald überflüssig zu machen.
 
Es ist ein Vorurteil, dass bei den etablierten Parteien in diesen Bereichen keine Kompetenzen vorhanden sein. Der Punkt ist nur, dass beispielsweise vieles, was etablierte Parteien beispielsweise zu Urheberrecht denken, nicht in die Denkweise der Piraten und ihrer Anhänger passt. Man sollte sich das schon genau anschauen, insbesondere, das ja immer über Politiker etablierter Parteien und Verletzungen des GG gejammert wird.
 
Dass es in den großen Parteien die Kompetenzen gibt, ist so. Jedoch kommen Inhalte zu diesem Thema zu kurz und werden zudem nicht öffentlich wahrgenommen. Das zeigt aber schon, dass etablierte Parteien größtenteils andere Schwerpunkte setzen. Man sorgt als Partei schon dafür, dass das, was man selber als zentralen Inhalt sieht, nach außen hin präsentiert und wahr genommen wird. Die Piratenpartei "zwingt" jetzt die etablierten Parteien, sich damit auseinander zu setzen, denn diese haben ja das Interesse, evtl. irgendwann mal Piratenwähler abzugreifen.
 
Die vorhandene Kompetenz wird aber allzu oft mit bemerkenswerter Gründlichkeit versteckt; stattdessen preschen in der Öffentlichkeit die Leute vor, die ihre Unkenntnis in keiner Weise verbergen können.

Das fällt glaube ich einfach nur mehr auf, weil das natürlich dankbar von den Medien aufgenommen wird, wenn sich jemand vertut bei einem Thema. Das Problem ist doch, dass man nur das transportieren kann, was die Medien auch transportieren wollen. Ich könnte da jetzt ein Thema anschneiden, aber das spar ich mir jetzt mal, weil egal wie die Fakten aussehen mir das um die Ohren gehauen würde.
Fakt ist nun einmal, dass die Piraten in der Frage sicher über seh große Kompetenzen verfügen. Ich würde aber zum einen behaupten, dass die da nicht über größere Kompetenzen verfügen als die etablierten Parteien und gleichzeitig allerdings in fast allen anderen Themen, die entscheidend sind, nicht nur über wenig bis keine Kompetenzen verfügen, sondern nicht mal ansatzweise programmatische Vorschläge bereit halten.
Grundsätzlich finde ich es aber gut, dass sich da Menschen zusammengeschlossen haben, um selbst aktiv zu werden. Denn am schlimmsten sind die Menschen, die immer über die "dummen Politiker" schimpfen aber selbst ihren Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) nicht hoch bekommen. Da muss ich sogar Hubertus Heil mal loben, der bei Anne Will zu dem Thema mal gnadenlos auf die Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) gehauen hat und mal ne Lanze für "die Politiker" gebrochen hat, indem er mal ziemlich deutlich gemacht hat, dass die meisten "Politiker" ehrenamtlich arbeitende Menschen sind, die wenn überhaupt eine kleine Aufwandsentschädigung, für ihre Arbeit erhalten, die ja nicht einmal die Kosten deckt, die man bei solchen Tätigkeiten hat.
 
Entsetzlich. Was fällt diesem Kerl ein, einfach so ungepflegt in der Öffentlichkeit rumzuschlurfen und zur Piratenpartei zu gehören. Widerlich, wie kann er nur. Und ja, dass geht uns ja auch alle was an. Wir haben ja auch keine anderen Sorgen außer einem ungepflegten Politiker, dem sowohl Fachkompetenz als auch rhetorische Kompetenz fehlt um aufzusteigen.
 
Ich mag Satire sehr gerne. Der Artikel vom Bündnis gegen Wutbürger finde ich aber sehr schwach, weil er zuerst nichts weiter macht als auf Äußerlichkeiten rumzureiten. Das hat genau das gleiche Niveau wie Satire, die von sich glaubt Anspruch zu haben, aber nur Inhalte rüberbringt, die aussagen: Merkel sieht hässlich aus, Westerwelle ist ja so schwul und Schäubles Rollstuhl müsse auch mal wieder gewartet werden.

Gruppen, die einen revolutionären Anspruch in welchem Umfang auch immer haben, sind des Öfteren scheinheilig, ja. Ich verstehe nur nicht, warum ich von dir, maddin, hier Einzeiler für Einzeiler über die "allerletzte" (sicher, dass danach nichts mehr kommt?) Piratenpartei lesen muss, inhaltlich aber nichts mit rüber kommt. Du erweckst dadurch nunmal einen total oberflächlichen, engstirnigen Eindruck.

@felis: Wenn du es so geschmacklos findest, solltest du es mMn nicht mit "es gehört dazu" legitimieren.
 
Äußerlichkeiten sind keine Nebensächlichkeiten, ebensowenig wie sich zwischen Form, Stil und Inhalt sinnvoll trennen lässt. Eine Bande hässlicher, stilloser Nerds, die sich von einer Elendsgestalt, die das Bluttuch der Judenvernichtung selbstverständlich auf dem Kopf spazierenträgt, repräsentieren lässt, kann politisch nichts taugen. Das ist nun einmal so.

Zudem hat die Partei auch sonst nur kritikwürdiges anzubieten. Ihr zentrales Thema sind sogenannte commons, vor allem im Internet. Solche Partikularinteressen sind legitim, jede Partei vertritt welche. Diese Partei vertritt aber in schlechtester deutscher Tradition eigennützige Ziele im Sinne des Gemeinwohls und sieht darin auch noch eine Gesellschaftsvision. Da ist mir die FDP noch lieber.
 
@felis: Wenn du es so geschmacklos findest, solltest du es mMn nicht mit "es gehört dazu" legitimieren.

Ich sagte vieles. Das kommt immer auf das Niveau an. Aber wie schon gesagt wurde, wenn man sich drauf ausruht, dass jemand Homosexuell ist oder in einem Rollstuhl sitzt, dann ist das meh als geschmacklos. Genauso wie sich drüber lustig zu machen, wenn Kinder eine Kugel in den Schädel geschossen bekommen. Im übrigen sehe ich seit einem solchen Beitrag Extra3 nicht mehr. Das hab ich für mich selbst abgeschaltet.
Habe mir da damals einen regen Mailaustausch mit deren Redaktion geliefert.
 
Ich sagte vieles. Das kommt immer auf das Niveau an. Aber wie schon gesagt wurde, wenn man sich drauf ausruht, dass jemand Homosexuell ist oder in einem Rollstuhl sitzt, dann ist das meh als geschmacklos. Genauso wie sich drüber lustig zu machen, wenn Kinder eine Kugel in den Schädel geschossen bekommen. Im übrigen sehe ich seit einem solchen Beitrag Extra3 nicht mehr. Das hab ich für mich selbst abgeschaltet.
Habe mir da damals einen regen Mailaustausch mit deren Redaktion geliefert.

Das waren lediglich Beispiele, die viel heftiger sind als das äußere Erscheinungsbild.
Es geht darum, dass politische Satire nicht an solchen persönlichen Dingen anschließen soll. Solche Sprüche rutschen aber durch. Gute Satire bezieht sich aber auf politische Inhalte, nicht auf oben Genanntes. Auch deswegen finde ich den besagten Artikel schwach.
 
Was mich politisch die letzten Tage tatsächlich mehr beschäftigt sind die Vorbereitungen Israels einen Angriffs...ääähh.. Tschuldigung... Präventivkrieg gegen den Iran zu führen.
 
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