Religionen - Gott und die Welt, Kritik und Krieg

Werdet ihr Euch am Kirchentag 2009 in Bremen beteiligen?

  • Ja, ich werde als Dauerteilnehmer dabei sein.

    Votes: 3 2,5%
  • Ja, ich werde als Tagesbesucher dabei sein.

    Votes: 3 2,5%
  • Ja, ich bin als Mitwirkender dabei.

    Votes: 2 1,7%
  • Ja, ich bin als Helfer dabei.

    Votes: 1 0,8%
  • Ja, ich stelle eine Privatquartier zur Verfügung.

    Votes: 0 0,0%
  • Ich weiß noch nicht, ob ich mich am Kirchentag beteilige.

    Votes: 9 7,5%
  • Nein, ich werde mich auf keinen Fall am Kirchentag beteiligen.

    Votes: 93 77,5%
  • Nein, ich bin katholisch oder andersgläubig

    Votes: 26 21,7%

  • Total voters
    120
Eine Nicht-Existenz Gottes zu begründen ist deswegen einfacher als eine Existenz Gottes zu erklären, da eine Nichtexistenz einfacher vorauszusetzen ist.

Beispiel dazu: Freuds Religionskritik scheitert daran, dass er von einer Nichtexistenz ausgeht und seine Theorie nur deswegen geschlossen ist, weil er die Nichtexistenz definiert.
(schönes Beispiel, made by Manfred Lütz).

Mir ist es zu einfach, die Religion mit menschlichen Fehlern in der Geschichte zu neglegieren, weil diese von Menschen gemacht wurden, nicht von Gott.
Und genau deswegen klärt sich die Frage nach einer Gottesexistenz auch nie.
 
...
Und genau deswegen klärt sich die Frage nach einer Gottesexistenz auch nie.

Was wohl auch nicht unbedingt Gegenstand dieses Beitrags sein sollte:D

Doch wie oben schon beschrieben: ist dieser Begriff "Gott" eben nichts weiter als ein "Punkt-setzten" eine "Fausgrobe Antwort" etwas an dem man nicht mehr rütteln kann/möchte/sollte.

Was vielen Menschen eine Art Seelenstütze, Gewissenskrücke oder einfach ein "AUf-Sie-Aufpassendes" darstellt - hallt ich in Unserer Zeit für dringend Überholungs bedürftig! Nicht die Begrifflichkeit an sich sondern vielmehr, dass eigene handeln numehr in die Religiösen Hände zu legen, bedarf meiner Meinung nach eines strengen Blicks.
 
Zitat von [Sportfreund];946526:
Ich denke, dass es den Glauben gibt, weil die Menschen es damals nicht besser wussten und somit Mythen, sprich Religionen, erschaffen haben.

Ich denke, es gibt Religionen, weil es beim Menschen (zumindest beim Großteil) das Bedürfnis gibt, insbesondere in schwierigen Situationen an etwas Übernatürliches zu glauben, das in dieser Situation helfen kann - und einen (übernatürlichen) Ort, an dem die Verstorbenen sind und man sie beim eigenen Tod wiedertrifft.

Diese Grundzüge gibt es nach meinem Eindruck in jeder Religion, die sich irgendwo, irgendwann mal entwickelt hat. Das ist auch der Kern des persönlichen Glaubens vieler Menschen. Was für die "Vertreter" des Übernatürlichen früher (Kreuzzüge) oder heute (aktuelle Skandale) sagen und machen, ist für den persönlichen Glauben vieler Menschen daher auch unwichtig.
 
Ich bin gläubig.

Das man sich einen Gott/Götter erschuf um sich unerklärliche Dinge zu erklären halte ich für eine Vorstellung die aus der Renaissance entstammt.
Die alten Griechen und die Ägypter, selbst Babylonier konnten die sterne deuten, hatten mathematische Höchsterkenntnisse und bauten Denkmäler und Tempelstätten, die wir "modernen" Menschen nicht in der Lage wären zu bauen. Und sie glaubten an ihre Götter Isis, Amon, Zeus, Diana, Pallas Athene usw. usf.

Vielmehr hat man mittels den Religionen die Herkunftsgeschichte und die Kulturregeln seines Volkes bestimmt.

Glaube kommt aber von innen aus sich selber. Man glaubt oder lässt es bleiben. Das man sich damit eines sehr guten Lebens beraubt ist/kann jeder für sich selber entscheiden. Bemerkenswert ist z.B. daß Menschen die beten glücklicher und länger leben.

Interessant übrigens die Liste der zitierten Philosophen von Bass-D. Das sind allesamt Misanthropen.
 
Der Glaube alter Hochkulturen waren aber viel mehr Mythen als das, was wir heute als Religion auffassen würde. Eine Religion ist da allgegenwärtiger als der damalige Umgang der Griechen mit ihren Gottheiten. Damit hat man wirklich unerklärliche Dinge z.T. erklären können. Und auch die Deutung dieser schließt einen Atheismus nicht aus. Religion geht da aber weiter.
 
Das man sich einen Gott/Götter erschuf um sich unerklärliche Dinge zu erklären halte ich für eine Vorstellung die aus der Renaissance entstammt.

Das ist so nicht richtig - denn nachweislich ist der Sinn und Zweck dieser Götzenbildung schon wärend der Bronzezeit zu eben dieser Vorstellung gereift.

Vielmehr hat man mittels den Religionen die Herkunftsgeschichte und die Kulturregeln seines Volkes bestimmt.

Das ist aber mal derbe plump, mein Lieber, Würde mal sagen Wir, also unsere Archäologen und Antroposophen urteilen und bestimmen in diesem Zusammenhang, doch sind die Symboliken einzelner Kulturen stark von Mythen und Religionen der selbigen zu unterscheiden und nicht zwingen in einen Sinn zu bringen.


Interessant übrigens die Liste der zitierten Philosophen von Bass-D. Das sind allesamt Misanthropen.

Nun aber diskreditierst Du dich selber. Also bei Nietzsche geh ich gerade so noch mit - bei Schoppenhauer nur noch vereinzelte Schritte - aber bei Gibran von einem Misanthropen zu sprechen, spricht Dir jegliche Fachkenntnis zu seiner Person und seinem Werk, ab!:confused:
 
Ich bin zwar überzeugter atheist, dennoch frage ich mich ob ich die gleiche ethische Ansichtsweise hätte, wenn ich nicht christilich erzogen wurden wäre. Einige Dinge sind m.M.n. heutzutage oder auch generell nicht in Ordnung (jungfräulich in die Ehe, homophobie, Frauenfeindlichket) aber dennoch hat sie wohl die meißten Menschen die ich kenne geprägt.
 
Schmolle hat geschrieben:

Die alten Griechen und die Ägypter, selbst Babylonier konnten die sterne deuten, hatten mathematische Höchsterkenntnisse und bauten Denkmäler und Tempelstätten, die wir "modernen" Menschen nicht in der Lage wären zu bauen.

Nenn mir bitte ein Denkmal oder eine Tempelstätte, die wir nicht nachbauen könnten, wenn wir wollten.

Schmolle hat geschrieben:

Bemerkenswert ist z.B. daß Menschen die beten glücklicher und länger leben.

Das ist eine falsche Aussage. Zunächst mag das zwar für einige Menschen stimmen, aber eine Untersuchung der Ohio State University beweist, dass auch das Gegenteil möglich ist und religiöse Menschen teilweise ein höheres Risiko für Depressionen haben.

Dann sei noch angemerkt, die Aussage "Religiöse Menschen sind glücklicher als nicht-religiöse" ist ebenso wahr wie Aussage "Betrunkene Menschen sind fröhlicher als nüchterne".
 
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