Religionen - Gott und die Welt, Kritik und Krieg

Werdet ihr Euch am Kirchentag 2009 in Bremen beteiligen?

  • Ja, ich werde als Dauerteilnehmer dabei sein.

    Votes: 3 2,5%
  • Ja, ich werde als Tagesbesucher dabei sein.

    Votes: 3 2,5%
  • Ja, ich bin als Mitwirkender dabei.

    Votes: 2 1,7%
  • Ja, ich bin als Helfer dabei.

    Votes: 1 0,8%
  • Ja, ich stelle eine Privatquartier zur Verfügung.

    Votes: 0 0,0%
  • Ich weiß noch nicht, ob ich mich am Kirchentag beteilige.

    Votes: 9 7,5%
  • Nein, ich werde mich auf keinen Fall am Kirchentag beteiligen.

    Votes: 93 77,5%
  • Nein, ich bin katholisch oder andersgläubig

    Votes: 26 21,7%

  • Total voters
    120
Wann war denn in Bremen das letzte Mal (*hüstel*) die komplette Stadt ausgebucht, inkl. Hotels, Pensionen, Unterkünften jeglicher Art?

Habe keine Lust das auseinander zu klamüsern, aber die 7,6 Mio beziehen sich nur auf die direkten Kosten. Da sind weitere Quersubventionierungen (ENO, BSAG, Polizei etc.) noch nicht einberechnet. Soweit ich weiss sind die städtischen Veranstaltungstätten kostenfrei überlassen würden.

Was die Hotels angeht, so sind die meisten Besucher des Kirchentages Tagesbesucher. Dauerbesucher sind in der Mehrzahl in priavten Quartieren, Schulen etc. untergebracht.

Eine Stadt, die über Jahre nicht in der Lage ist einen verschimmelten Mobilbau einer Grundschule in Osterholz zu ersetzen, die sollte sich überlegen, ob sie für solch ein Ereignis 8 Mio Plus in die Hand nimmt.

Dazu kommt ja noch, dass der Staat sich auch noch weltanschaulich neutral verhalten sollte, was er mit der massiven Subventionierung des Kirchentages eben nicht getan hat.

Von mir aus sollen die Menschen ihre Freude an dem Kirchentag haben. Ich persönlich halte es bei der Haushaltssituation für einen Skandal....
 
Und mein Zug war heute Vormittag auch prall gefüllt. Ich bin zwar schon in Oldenburg eingestiegen, aber dieser Trommelkreis in meinem Abteil und ihren Cumba Ya-Liedern hat genervt... :18:
 

:tnx: Ich hatte gedacht, dass dieser Kirchentag ausschließlich von der evangelischen Kirche finanziert würde.
Dass dem nicht so ist, ist für mich in zweierlei Hinsicht ein Skandal, beide Punkte hast du schon genannt. Für Bildungseinrichtungen etc. ist trotz deutlich ersichtlichen Bedarfs nicht genug Geld vorhanden, stattdessen werden mal eben fast achtstellige Summen für nen Kirchentag verbraten.
Wenn der Staat evangelische Kirchentage unterstützt, müsste er das so auch mit jeder anderen Religion handhaben (selbstverständlich befürworte ich es nicht, dass der Staat auch nur einen Cent für irgendeine Religion ausgibt). Ich finde das eine Riesenschweinerei.
 
Man muss aber bedenken, dass der Kirchentag doch eine sehr große Eigenwerbung für die Stadt Bremen ist, mehr als 100000 Besucher, die über eine positive Stimmung und die schönen Ecken von Bremen berichten werden ;)

Wäre eine Bewerbung als WM Standort für die WM 2006 wesentlich eher gewesen. Der Evangelische Kirchentag wird doch bloß von einem interssierten, nationalen Publikum wahrgenommen.

Wie gesagt mir wären die 8 Mio Plus in Zukunftsinvestionen (Schulen, Uni, Bäder oderdie "tempo 10 Zonen" in Schwachhausen) wesentlich lieber gewesen.
 
Ich war geladen auf eine Geburtstagsparty am Freitagabend. Man hat alle Gäste von auswärts bei Freunden unterbringen müssen- weil kein Hotel-, JH-, Motel- oder Pensionszimmer zur Verfügung stand.

Bei diesen vielen Dauergästen gibt es eine ganze Zahl an Menschen, die aus verschiedensten Gründen nicht in eine "kostenlose" Herberge des KT einkehren. Sei es, weil sie genug Schotter haben, auch im 5-Sterne-Parkhotel zu logieren, weil sie Massenherbergen in Schulen eklig finden (sind sie i.d.R. auch) oder sonstwas.

Ich garantiere dir: Wenn du dich darüber beschwerst, dass Bremen diesen Kirchentag subventioniert, darfst du bei Olympiabewerbungen (da kostet allein die Bewerbung soviel) gar nichts mehr sagen.

Ich behaupte: Unterm Strich macht die Stadt keine direkten Einnahmen, wahrscheinlich sind auch die Umsatzsteuererträge (die an die Kommunen gehen) nicht ausreichend, um das zu kompensieren. Aber wie eben erwähnt: Perfekte Eigenwerbung als Stadt, Ankurbeln der hiesigen Gastro-Wirtschaft, ein Highlight für die Stadt. Würde gerne mal eine Statistik sehen, wo man erkennt, wie sich die Umsätze in den Gaststätten, Hotels und selbst in den Supermärkten exponentiell entwickelt haben. Zig Tausend Gäste mehr wollen auf einmal eine ganze Menge mehr essen, trinken und dann eben fix noch hier das Souvenir und dort den Werderschal mitnehmen.

Geld in einen Kirchentag stecken ist nicht "Geld verbraten".

Wenn der Staat evangelische Kirchentage unterstützt, müsste er das so auch mit jeder anderen Religion handhaben (selbstverständlich befürworte ich es nicht, dass der Staat auch nur einen Cent für irgendeine Religion ausgibt). Ich finde das eine Riesenschweinerei.

Deutschland ist eine tradionell verwurzelt christlich-geprägte Gesellschaft. Selbst wenn das einigen nicht auffällt, ist immer noch ein größerer Teil christlich. Und daher ist es nicht Unrecht, wenn man diese Events (die sich keinesfalls nur an Christen wenden - es gibt keine Einlasskontrolle mit Gesinnungstest) dann entsprechend "sponsort".
 
Bremen ist das Bundesland mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung. Es gibt in Bremen Schulen, in die es herein regnet oder dort Mobilbauten existierten, die mit Schimmel durchsetzt waren. Wir haben Straßen, auf denen die Höchstgeschwindigkeit auf 10 Km/h herabgesetzt worden ist, weil sie in einem so erbärmlichen Zustand sind, dass es das ASV nicht merh anders Verantworten kann.
Die Stadt ist nichmal mehr in der Lage die nötigsten Aufgaben vollends zu erledigen. Dieser Tage ist gerade wieder eine Haushaltsperre (völlig zu recht) verhängt worden.

Sorry, aber da ist eben kein Geld für ein Event wie den Kirchentag da. In Bremen leben dauerhaft knapp 600 000 Menschen, die auch irgendwo eine anständige öffentliche Daseinsvorsorge verlangen.

Was die staatliche Neutralität angeht, so ist diese verfassungsrechtlich verankert. Das hat gar nichts mit der Prägung der Gesellschaft zu tun. Im Übrigen ist das ein Evangelischer Kirchentag, was bedeutet, dass nicht mal alle christlichen Glaubenströmungen berücksichtig werden.
 
Sorry, aber da ist eben kein Geld für ein Event wie den Kirchentag da. In Bremen leben dauerhaft knapp 600 000 Menschen, die auch irgendwo eine anständige öffentliche Daseinsvorsorge verlangen.


Stimmt. Die Menschen sterben auf Bremens Straßen, weil die Protestanten das ganze Geld weggenommen haben. Als ob die kolportieren Millionen direkt in Schul-, Straßen- oder sonstwelchen investitionen abgezogen worden wären.

Zum Thema Finanzierung (über den Kirchentag Köln 07):

2007 kostete der Kirchentag ca. 14 Mio. Euro. Aus öffentlicher Hand (Stadt Köln, NRW und Bund) kamen ca. 5 Mio Euro. [4]

Der Kirchentag wird von verschiedenen Unternehmen und Organisationen gefördert. Im Jahr 2007 waren dies unter anderem die Volkswagen AG, die Axel Springer Stiftung, Deichmann, E-Plus Mobilfunk und Brot für die Welt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Evangelischer_Kirchentag

Ich erkenne da 9 Millionen Selbstfinanzierung + 5 Millionen aus öffentlichen Mitteln. Da hat Köln nicht mal ein Drittel finanziert. Wo ist deine 7,8 Millionen-Quelle?
 
Stimmt. Die Menschen sterben auf Bremens Straßen, weil die Protestanten das ganze Geld weggenommen haben. Als ob die kolportieren Millionen direkt in Schul-, Straßen- oder sonstwelchen investitionen abgezogen worden wären.

Zum Thema Finanzierung (über den Kirchentag Köln 07):



http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Evangelischer_Kirchentag

Ich erkenne da 9 Millionen Selbstfinanzierung + 5 Millionen aus öffentlichen Mitteln. Da hat Köln nicht mal ein Drittel finanziert. Wo ist deine 7,8 Millionen-Quelle?


Stand im WK. Wird aber sicherlich noch eine Quelle aufzutreiben sein.

Bremen kann kein Geld irgendwo abziehen, weil Bremen kein Geld hat. Aber bevor ich Geld für einen Kirchentag auftreibe, sollte ich lieber Geld für etwas bleibendes und notwendiges aufbringen.
 
Ob und wann sein Plan aufgehen würde, war lange unklar. Erst fünf Jahre später, im Mai 2002, sickerte durch: Nur wenn der Senat 7,5 Millionen Euro zuschießt, könnte der Kirchentag 2009 nach Bremen kommen. Die winzige Bremische Evangelische Kirche (BEK) allein könnte den auf zehn Millionen Euro taxierten Zuschuss nie aufbringen, allenfalls eine Million aus ihrer Schatulle sei drin.

Doch Scherf bekam Gegenwind, nicht nur, aber vor allem vom Koalitionspartner CDU. Deren damaliger Fraktionschef Jens Eckhoff polterte: Scherf begründe die Kosten völlig ungenügend. „Auch in der Kirche haben viele den Kirchentag anfangs abgelehnt“, erinnert sich Scherf: Er sei ein einmaliges Ereignis, teuer und ohne Nutzen.

Die CDU blockierte im Senat den Millionen-Zuschuss, erst ein Wirtschaftsgutachten 2003 änderte die Stimmungslage kurzfristig: Der Kirchentag bringt mehr, als er koste: Rund 30 Millionen Euro würden zurückfließen. Wochen später kippte die Stimmung wieder, als Details durchsickerten: Kirchentagsgäste seien meist junge Leute, viele übernachten privat und umsonst. Vor allem der Werbeeffekt für Bremen mache die 30 Millionen Euro Geldrückfluss aus.

„Heute ist das alles kein Thema mehr“, sagte Scherf. „Ich sehe nur wohlgestimmte Ladeninhaber, die Hotels sind ausgebucht.“
Der Kirchentag sei zudem ein „Großereignis, das Bremen viele Sympathien einbringt“. Es seien solche Ereignisse, die Bremen davor bewahrten, Provinz zu werden.

http://weserkurier.de/20090524/btag_7356.php



Und was die vielen Jugendlichen angeht:

Alter
unter 12 Jahren 7,6 %
12 bis 17 Jahre 16,6 %
18 bis 29 Jahre 16,1 %
30 bis 39 Jahre 9,7 %
40 bis 49 Jahre 18,1 %
50 bis 59 Jahre 14,1 %
60 bis 65 Jahre 6,9 %
über 65 Jahre 10,9 %

Köln 07.
 
Scherf ist mit Verlaub als Kronzeuge genau der Richtige. Der Kirchentag ist SEIN Projekt gewesen. Und, dass er trotz Milliardenbeihilfen des Bundes dennoch die Finanzlage völlig aus dem Ruder hat laufen lassen, ist auch egal...

Keine Lust über Politik zu diskutieren... Ändern kann ich so etwas leider auch nicht...

Mich kotzt es dann halt nur an, wenn ich höre, dass für die Reperatur von Schulen, Fahrradwegen und Straßen kein Geld da ist, aber für die Bespaßung von evangelischen Christen.
 
Der Bremer Kirchentag war einer schönsten, bei denen ich dabei. Ursachen: die Stadt war nicht zu groß; man konnte den Kirchentag zumindest in den 3 Zentren Überseestadt, Messe/Bürgergwedie, Innenstadt spüren; die Messe/Bürgweide lag relativ zentral und am Bahnhof (und z.B. nicht so weit ab vom schuss wie der Platz für die Großveranstaltungen in Köln und das Messegelände bei anderen Städten): die Bremer haben sich richtig viel Mühe als gastgeber gegeben; der Abschlussgottesdienst war feierlich und stmmungsvoll; die Eröffnung + der Abend der Begegnung waren Spitze; der Kirchentag sollte immer ein Kirchentag der Fahrräder sein; der Kirchentag der Schiffe brachte eine tolle Stimmung....

mein fazit: Der Kirchentag muss nicht immer nur in den größten deutschen Städten stattfinden. Eien kleinere Stadt / Stadt mit kleinerem Messegelände ist eine große Chance und kann ein großer Gewinn sein siehe Beispiel Bremen.
 
Vorweg um nicht missverstanden zu werden: Dieses Thema bedeutet keinerlei Hatz und/oder Pauschal-Polemisierung bezüglich der aktuellen Aufklärungsarbeit am Canisius-Kolleg in Berlin und/oder Andernorts. Vielmehr wäre, dem Verfasser dieses Beitrags, an einer sachlich, differenzierten, analytischen Methodik gelegen, welche sich mit dem „Für“ und „Wider“, aller Religionen im einzelnen und/oder im gesamten betrachtet, auseinander setzt. Die aktuellen Meldungen zum Thema „Missbrauchsvorfälle in katholischen Einrichtungen“ darf selbstredend in diese Diskussion mit einfließen, jedoch nicht ihr Gegenstand werden!​

Ich persönlich halte mich für einen Pantheisten, der weniger „glaubt“ denn eher „etwas an-nimmt“, so nehme ich zum Beispiel an, dass nicht Gott den Menschen geschaffen hat, sonder das der Mensch (sich) Gott geschaffen hat....

.... wie sind Eure Erfahrungen mit Religionen – wie hilft Euch ein/der Glauben?


Ein paar Denkanstöße:

Zitat von Nietzsche:
...Ich kenne den Atheismus durchaus nicht als Ergebniss, noch weniger als Ereigniss: er versteht sich bei mir aus Instinkt. Ich bin zu neugierig, zu fragwürdig, zu übermüthig, um mir eine faustgrobe Antwort gefallen zu lassen. Gott ist eine faustgrobe Antwort...
Zitat von Arthur Schopenhauer:
„Ein unpersönlicher Gott ist gar kein Gott, sondern bloß ein missbrauchtes Wort, ein Unbegriff, eine contradictio in adjecto, ein Schiboleth für Philosophieprofessoren, welche, nachdem sie die Sache haben aufgeben müssen, mit dem Worte durchzuschleichen bemüht sind.“
Zitat von Khalil Gibran:
Gott hat Euren Seelen Flügel verliehen, auf dass sie sich damit in den Himmel der Freiheit und Liebe erheben. Warum schneidet Ihr sie ab und kriecht wie Insekten auf der Erdoberfläche?

Zitat von Khalil Gibran:
Seit neunzehn Jahrhunderten betet die Menschheit in der Person Jesu die Schwachheit an. Jesus aber war stark; doch sie verstehen die wirkliche Stärke nicht..... Und derjenige, der die Engel und Teufel nicht gesehen hat in den Wundern und Widerwärtigkeiten des Lebens, dessen Herz bleibt ohne Erkenntnis und dessen Seele ohne Verständnis.



Der Verfasser dieses Beitrags distanziert sich ausdrücklich von unsachgemäßen, undiffernzierten und pauschalen Anfeindungen und/oder Fanatismen.

BASS-D
 
Ich denke, dass es den Glauben gibt, weil die Menschen es damals nicht besser wussten und somit Mythen, sprich Religionen, erschaffen haben.

Ein Straßenzauberer würde - in die Zeit vor 2000 Jahren versetzt - auch als Messias verehrt werden.

Ich bin Atheist und aus der Kirche ausgetreten. Auch wenn religiöse Einrichtungen eine Menge guter Sachen vollbringen, gibt es auch eine Menge Dinge, die einfach falsch laufen oder falsch gelaufen sind - durch fast alle Religionen hindurch. Das geht von den Kreuzzügen bis zum aktuellen Skandal um die katholische Kirche und den religiösen Selbstmordattentätern.

Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat.

:18:
 
Zitat von [Sportfreund];946526:
Ich denke, dass es den Glauben gibt, weil die Menschen es damals nicht besser wussten und somit Mythen, sprich Religionen, erschaffen haben.

Sehe (wohl nicht nur..) ich ähnlich.

Zudem wage ich zu behaupten, dass es kein menschenbekanntes Verbrechen gibt welchem sich die römisch-katholische Kirche, im laufe der Jahrhunderte, NICHT schuldig gemacht hat.

Ich selber stehe jedweger Religion mit einer gehörigen Portion Skepsis gegenüber - da sich bekanntermaßen, der Einzele selten Irrt die Massen jedoch einen Irrtum zur Warheit zu verklehren im stand sind.

Ebenfalls sauer auf, stößt mir mitunter der Begriff christlich-demokratisch - aihai und das in einem Land, an dem die große Aufklärung ja nicht nur, nicht vorbei ging sondern in welchem sie einige Ihrer großen Vertreter hervorbrachte

Naja:

Meinem Stand (Malerei) jedoch, habe ich Ihr die Blüte (Überleben) unserer Zunft verdanken müssen - nicht auszudenken wäre dem Mittelalter nicht ein Domenico Ghirlandaio ensprungen und wäre bei Ihm nicht ein Junge namens Michelangelo in die Lehre gegangen:18:


Edit: das Zitat ist echt klasse!
 
Anstatt daß wir uns selber, d.h. unser Kreuz, selber tragen,
beladen wir Christus mit unseren ungelösten Konflikten.
Wir "stellen uns unter sein Kreuz", aber beileibe nicht unter unser eigenes.
Wer letzteres tut, ist ein Ketzer, Selbsterlöser, "Psychoanalytiker" und Gott weiß was.Das Kreuz Christi wurde von ihm selber getragen und war sein eigenes.Sich unter ein fremdes und schon getragenes Kreuz zu stellen, ist sicherlich einfacher, als sein eigenes Kreuz unter dem Spott und der Verachtung seiner Umwelt zu tragen.Man bleibt ja dabei schönstens in der Tradition und wird als fromm gelobt.Das ist wohlorganisiertes Pharisäertum und äußerst unchristlich.Nur wer im Sinn und Geist Christi lebt, ist christlich.Wer Christus imitiert und sozusagen die Unverschämtheit besitzt, Christi Kreuz auf sich nehmen zu wollen, wo er noch nicht einmal sein eigenes tragen kann, hat nach meiner Ansicht noch nicht einmal das Abc der christlichen Botschaft verstanden.

C.G. Jung​
 
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