Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Pingy
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Naja, eben das ist es, was viele hier vielleicht falsch verstanden haben oder vielleicht auch von meiner Seite falsch ausgedrückt wurde und nach gewissen Niederlagen zu sehr emotional unterlegt war. Es ging mir nie darum, zu behaupten, dass dies nicht erkannt wird (wäre ja fatal), sondern dass die Bedeutung dessen unterschätzt wird, mMn auch in dem Glauben, dass es keine besseren Alternativen als bspw. das Festhalten an Altbewährtem gäbe. Dazu kommt dann eine gewisse Trägheit mit dem Hintergrund des Verweises auf alte Erfolge, wo ja alles richtig gemacht wurde. Ein Fehler meiner Meinung nach, der unter anderem dazu führt, dass Werder in gewissen Saisonphasen fast schon chronisch stottert. Ich denke aber, dass das auch in einer traditionellen Geschichte begründet liegt. Dazu fand ich diesen Teil-Beitrag hochinteressant:

Das Verweisen auf alte Erfolge hat zum Einen damit zu tun, dass man eine schlechte Phase durchaus mal relativieren darf, wenn es mittelfristig mittelprächtig läuft und man die Zusammenhänge durchaus mal aus einem weitere Winkel betrachten darf. Kurzfristige Formschwankungen sollten nicht dazu führen, langfristige Entwicklung entscheidend falsch zu beurteilen. Auch wiederkehrende, aus Deiner Sicht periodische und immer wieder auftauchende "alte Fehler", sollten nicht dazu führen, alles über den Haufen werfen zu wollen. Das ist genau der Fehler, den viele Vereine begehen. Insofern empfinde ich es schon als beruhigend, wenn die Vereinsführung auch bei einer Niederlagenserie die Ruhe bewahrt. Zum Anderen ist der Verweis auf vergangene, erfolgreiche Zeiten nicht nur ein Hinweis für Unbeweglichkeit oder Nibelungentreue, sondern vielmehr ein Verweis darauf, dass der Fehlerteufel nicht nur im System liegt, bzw. liegen kann, sondern an der Umsetzung des Systems. Und wie ich schon oben ausführte, gebe ich Dir dort insofern teils recht, dass die sportliche Leitung hier hätte früher eingreifen können. Ob dies nun in der Verantwortung Allofs´ oder Schaaf liegt (Du wirst verstehen, wie es gemeint ist), sei mal dahingestellt.

Dass neues Personal einen Umschwung herbeiführt und Negativtrends entgegenwirkt, ist sicherlich kein Automatismus.
 
Zitat von Lothar Matthäus;864962:
Kurzfristige Formschwankungen sollten nicht dazu führen, langfristige Entwicklung entscheidend falsch zu beurteilen. Auch wiederkehrende, aus Deiner Sicht periodische und immer wieder auftauchende "alte Fehler", sollten nicht dazu führen, alles über den Haufen werfen zu wollen. Das ist genau der Fehler, den viele Vereine begehen. Insofern empfinde ich es schon als beruhigend, wenn die Vereinsführung auch bei einer Niederlagenserie die Ruhe bewahrt.
:tnx:

Fein ausgedrückt ! Genauso sehe ich das auch.
 
Gleichzeitig wird uns aber eines klar und deutlich vor Augen geführt - es geht, wenn man will. Und da sind wir bei dem, was ich immer anprangere - dass dies erst nach fünf Niederlagen in Folge geschieht. Erstmals nach dem Nürnberg-Spiel, spätestens aber nach der Heimpartie gegen Wolfsburg war ziemlich erkennbar, dass die Stabilität im Gebilde mehr und mehr brüchig wird, dass etwas nicht passt. Doch es wurde so weitergespielt - gleiches System, gleiche Akteure, gleiche Spielführung. Ergebnis absehbar. Und unnötig.
:stirn:

Klar, spätestens nach 23 Spielen ohne Niederlage wird es Zeit für einschneidende Umstellungen.
- Spieler austauschen
- neues "System" spielen lassen
- andere taktische Ausrichtung vorgeben
Dass TS das (als alte Bremer Schnarchnase) aber auch nicht ratz fatz erkannt und abgearbeitet hat, das ist schon zum Haare Raufen ! Das muss auch wirklich mal einer "anprangern" ...
 
Seh ich genauso! Ne gewisse Konstanz muss schon da sein.
Ich sehe Trainerwechsel sowieso eher kritisch. Bei vielen Vereinen ist ein Trainerwechsel nur kurzfristig erfolgreich.

Bestes Beispiel sind so Vereine wie Hannover, Nürnberg, Bochum, Gladbach.
Da ist trotz ständiger Trainerwechsel in den letzten Jahren kaum Weiterentwicklung zu erkennen. Erfolge sind höchstens kurzfristig.

Ich finde KATS machen hier solide Arbeit. Dass man nicht jedes Jahr um die Meisterschaft mitspielen wird, ist schon klar. Dennoch kann man sagen, dass wir uns in den letzten Jahren durchaus im oberen Tabellenviertel etabliert haben.
 
Naja, eben das ist es, was viele hier vielleicht falsch verstanden haben oder vielleicht auch von meiner Seite falsch ausgedrückt wurde und nach gewissen Niederlagen zu sehr emotional unterlegt war. Es ging mir nie darum, zu behaupten, dass dies nicht erkannt wird (wäre ja fatal), sondern dass die Bedeutung dessen unterschätzt wird, mMn auch in dem Glauben, dass es keine besseren Alternativen als bspw. das Festhalten an Altbewährtem gäbe. Dazu kommt dann eine gewisse Trägheit mit dem Hintergrund des Verweises auf alte Erfolge, wo ja alles richtig gemacht wurde. Ein Fehler meiner Meinung nach, der unter anderem dazu führt, dass Werder in gewissen Saisonphasen fast schon chronisch stottert. Ich denke aber, dass das auch in einer traditionellen Geschichte begründet liegt.

Zumindest statistisch hilft eine gute Historie.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,675530,00.html

Ein ganz interessanter Artikel findet sich im SPIEGEL dazu. Statistisch hat Werder noch überraschend gute Chancen unter die ersten 5 zu kommen, was damit begründet wird, dass sie in den letzten 3 Spielzeiten gut abgeschnitten haben und dass das Torverhältnis relativ gut ist, was ein guter Indikator für die Spielstärke eines Teams ist. Negativserien sind dafür nicht so sehr ausschlaggebend, solange sie nicht zu lange anhalten. Ich glaube nicht, dass man diese Berechnungen überbewerten sollte, aber ich finde es interessant, dass sie zu demselben Ergebniskommen wir viele hier, die darauf vertrauen, dass eben noch nicht alles gelaufen ist. Auch für die Winterschlussverkaufsparanoiker hat der Artikel was zu bieten. Die Spielstärke von Mannschaften ändert sich dadurch meistens nicht, sondern eher durch Transfers in der längeren Sommerpause.
 
@Fallouter
Ich bemängele ja schon lange, dass Werder zwar viele Torchancen erspielt - von 2003 bis 2008 waren es fünfmal in Folge die meisten, 2008/09 die zweitmeisten (hinter Bayern) und in dieser Saison liegen wir in dieser Statistik schon wieder an zweiter Stelle, ganz knapp hinter Bayern (habe heutigen Kicker noch nicht gelesen!). In Ballbesitzverhältnissen, in den von Dir aufgeführten Torschuss-Statistiken und in den anteilig mit viel mehr Spielanteilen geführten Partien sieht es ebenso aus.
Aber der Ertrag, der zwischen 2004 und 2010 dem gegenübersteht, ist unter dem Strich - vergleichsweise - überschaubar. Demzufolge wäre es schon lange mal eine Überlegung wert gewesen, eine variablere, mit nicht ganz so viel Aufwand, dafür aber zielstrebiger geführte Spielweise zu wählen. Und genau das kann ich mir mit Schaaf fast nicht mehr vorstellen.

@Libertine
Der Fussball nach Schaaf`s Theorem ist modern. Er wird nur zu oft, nicht situativ händelbar und nicht variabel gespielt.

@Lothar Matthäus
Solange es kontinuierlich zielführend und erfolgreich ist, bzw. Werder auf dem erreichten Optimum/Level hält, stimmt das. Nur darf nicht der Zeitpunkt verpasst werden, an dem es eben nicht mehr zum Ziel, sondern zu schleichenden Rückschritten führt. Und da hat Werder mMn schon seit 3-4 Jahren angefangen, sich darauf auszuruhen, bzw. aus Furcht vor der von Dir genannten "Das ist genau der Fehler, den viele Vereine begehen."-Theorie gar nichts machen und alles beim Alten belassen. Stillstand ist Rückschritt und viele Vereine lassen sich nicht mehr so übertölpeln wie 2008, wo Werder trotz Naivität, gleicher Fehler und fehlerhafter Umsetzung des Spielsystems im Schlussspurt noch Rang 2 erklomm. Werder bewegt sich da auf einem sehr, sehr schmalen Grat. Zu oft fehlt es - trotz hinzugewonnener internationaler und nationaler Erfahrung in der Bundesligaspitze - immer noch an Professionalität, Reife und vor allem an Wettkampfdenken. Letztlich wird es das Saisonende zeigen, aber im Moment hinken wir schon im zweiten Jahr in Folge weit hinter den Zielen hinterher. Das sicher nicht ganz ohne Grund.

@Crystal Palace
Werder gehört für mich nach wie vor spielerisch locker unter die ersten Drei. Das muss nur in erfolgreichen Fussball gewandelt werden. Bayern drückt momentan dem Gegner schon rein von der individuell Klasse her den Stempel auf. Das kann Werder auch. Aber Du wirst sehen, wenn sie wieder Dreifachbelastung haben - und es wird so oder so nicht so weiterlaufen - werden sie Ihr Spiel auch je nach Situation und Gegner ergebnisorientiert zu gestalten wissen. Ob Werder das in dieser Art und Weise vermag, wage ich zu bezweifeln.
 
:stirn:

Klar, spätestens nach 23 Spielen ohne Niederlage wird es Zeit für einschneidende Umstellungen.
- Spieler austauschen
- neues "System" spielen lassen
- andere taktische Ausrichtung vorgeben
Dass TS das (als alte Bremer Schnarchnase) aber auch nicht ratz fatz erkannt und abgearbeitet hat, das ist schon zum Haare Raufen ! Das muss auch wirklich mal einer "anprangern" ...

Liest du seine Beiträge eigentlich richtig? Er hat doch überhaupt nicht gesagt, dass das System schlecht sei, sondern dass die taktische Flexibilität und das "Sich-Einstellen-auf-den-Gegner" fehlt und das auch noch in überaus sachlicher und fundierter Art. Das System an sich ist klasse, nur die taktischen Varianten fehlen in der Tat viel zu oft bzw.werden nur dann angewendet, wenn TS wirklich nicht mehr anders kann (Bsp: Spiele in HH im letzten Jahr, Inter und AC Mailand etc). Im Anschluss an dann erfolgreiche Spiele verfällt er wieder in alte Muster. Das ist doch in der Tat seit Jahren zu beobachten und die Zeitpunkte, wann das geschieht, sind sogar vergleichbar (Saisonstart, nach der Winterpause). Auch für mich ist das Fakt. Du kannst es ja gerne anders sehen, aber mit solch billiger Polemik zu reagieren bringt die Diskussion auch nicht voran. Gwg, mezzo
 
@Mick_666:

Mal wieder ein sehr guter Beitrag. Mich wundert allerdings, dass du immer
so sachlich bleiben kannst. User, die nicht deiner Meinung sind, sind es
nämlich nicht immer.
 
Liest du seine Beiträge eigentlich richtig?
Ich gebe zu, dass es mir immer schwerer fällt, das endlose Geschwafel zu lesen - ist aber kein Problem, muss ich ja auch nicht. Aber das eine oder andere "Highlight" springt manchmal schon ins Auge (und nervt ...), wie z.B.
Ob Pasanen die Granatenlösung auf links ist, wird sich zeigen. Das war er dort selten.
Im übrigen lasse ich mal offen, inwieweit PP solche Situationen besser gelöst hätte. Das weiss nämlich auch niemand und es ist ja auch nicht so, dass Pasanen nun unser Überflieger wäre.
Wenn ich rangehen wollte, und mich mit dem nach meinem Dafürhalten z.T. groben Unfug im Einzelnen auseinanderzusetzen, entstünden hier ja noch viel mehr quälend lange Posts. Und - ich hab irgendwie das Gefühl, dass das eh für die Katz wäre (und wahrscheinlich dann wiederum noch längere analytische Rückantworten nach sich zöge). Da das niemand braucht, belassen wir's mal dabei.

Diesen Beitrag fand ich in diesem Zusammenhang im übrigen ganz treffend:
Sorry, Mick, aber hast Du Dir eigentlich vorgenommen, neue Rekorde in punkto Länge Deiner Posts aufzustellen?
Ich habe mehr und mehr den Eindruck, dass hier sehr viel persönliche Eitelkeit im Spiel ist. Und prinizipielle Rechthaberei.
So, wie Du für Dich in Anspruch nimmst, Thomas Schaaf differenziert zu beurteilen (was für meinen Geschmack bei Lob allerdings immer sehr schnell in "Endlich tut er mal, was ich schon immer gesagt habe" ausartet), solltest Du auch anderen zugestehen, dass sie mehr als nur kritiklose Schaaf-Anbeter sind. Auch der Vorwurf der Überheblichkeit fällt da sehr schnell auf Dich selbst zurück.
 
Gestern in der Kneipe hat mich ein Bauernfänger gedizzt mit seinem Verein und ich möge doch einsehen, ein Verlierer zu sein im "was weiß ich" Sinne.
Sehr kränkend!


Und dann heilst DU heute mit Deiner Pressekonferenz meine Seele.

:beer: + :knutsch: @TS
 
Aber der Ertrag, der zwischen 2004 und 2010 dem gegenübersteht, ist unter dem Strich - vergleichsweise - überschaubar. Demzufolge wäre es schon lange mal eine Überlegung wert gewesen, eine variablere, mit nicht ganz so viel Aufwand, dafür aber zielstrebiger geführte Spielweise zu wählen. Und genau das kann ich mir mit Schaaf fast nicht mehr vorstellen.

Genau dort liegt auch Dein persönliches Problem in der Bewertung. Der Ertrag zwischen 2004 und 2008 ist als überragend zu bezeichnen, der der letzten beiden Jahre verbesserungsfähig. Aber Du solltest in dieser Sache mal ein wenig Abstand zur Lebensleistung von KATS gewinnen und dort den Hebel bei dir selbst ansetzen. Champions League ist nicht Werder-Standard. Und wieder rühre ich in den alten Geschichten herum und sage: Die fünfmalige Qualifikation dazu ist zielstrebig und variabel genug.

Natürlich wäre sogar noch mehr (Titel) im Bereich des Möglichen gewesen. Zunächst bewerte ich allerdings, dass in den fünf Jahren immer Mindestens 15 Teams hinter uns standen - und nicht dass ein oder zwei Clubs vor uns standen.

Meiner Meinung nach setzt Du den Standard zu hoch an und bemisst die Leistung des Teams stets am Optimum. Das kann sie nicht leisten.
@Lothar Matthäus
Solange es kontinuierlich zielführend und erfolgreich ist, bzw. Werder auf dem erreichten Optimum/Level hält, stimmt das.

Kaum schreib ich´s, schon stellt sich der Beweis ein. ;)

Nur darf nicht der Zeitpunkt verpasst werden, an dem es eben nicht mehr zum Ziel, sondern zu schleichenden Rückschritten führt. Und da hat Werder mMn schon seit 3-4 Jahren angefangen, sich darauf auszuruhen, bzw. aus Furcht vor der von Dir genannten "Das ist genau der Fehler, den viele Vereine begehen."-Theorie gar nichts machen und alles beim Alten belassen.

Ob es überhaupt ein Rückschritt ist, wird sich noch zeigen. Keine Leistungskurve der Welt zeigt kontinuierlich nach oben. Thomas Schaaf wird hoffentlich noch lang genug Trainer sein, um zu beweisen, dass das von Dir angeprangerte Siechtum lediglich ein kurzfristiger Trend ist.

Meine "Das ist genau der Fehler, den viele Vereine begehen"-Theorie ist insofern schon zutreffend, dass andere, durchaus vergleichbare Vereine weitaus unbeständiger in der Tabelle anzutreffen sind - bzw. sich seit Jahren dort wünschen, wo Werder schon vor Jahren war. Kontinuität ist nicht Stillstand. Das Team, der Trainer und auch der Verein entwickeln sich stets weiter. Nur diese Entwicklung wird teils ausgebremst durch Spielerabgänge, Verletzungen, beschränkter finanzieller Mittel oder durch sonstige externer Faktoren, die nun einmal nicht immer voll aufzufangen sind.

Natürlich kann man auch in einer solchen Saison, wie der letzten, oder in einer Entwicklung der letzten Wochen, den Trainer nicht völlig aus der Kritik nehmen. Nur eine Generalkritik, er sei stur, nibelungentreu oder taktisch unflexibel, ist unangebracht, da Schaaf doch diesen Entwicklungen, hervorgerufen eben auch durch o.g. Faktoren, entscheidend entgegenwirkt. Nun haben sich im Laufe des Herbstes neue Störfaktoren ergeben - die Vertragssituation um Özil und Hunt, die Verletzungen von Pizarro, Bargfrede, Boenisch, Almeida, Jensen, Formkrisen und Unruhe im Kader durch die sogenannten Kaderleichen, Debatten um NM-Einsätze usw. usf. ...

Nicht für alles ist letztlich Schaaf die letzte Instanz. Da darf man schon den einen oder anderen Spieler selbst hinterfragen.


Diese Phrase tut inne Augen weh...

und viele Vereine lassen sich nicht mehr so übertölpeln wie 2008, wo Werder trotz Naivität, gleicher Fehler und fehlerhafter Umsetzung des Spielsystems im Schlussspurt noch Rang 2 erklomm.

Auch diese Aussage unterstreicht Deine einseitige Sichtweise. Ist es der Dämlichkeit der Gegner zu verdanken, dass wir Zweiter wurden? Sollten wir uns gar dafür entschuldigen müssen?

Setze meinetwegen individuelle Klasse als Grund dafür, dass wir Zweiter wurden. Pah, drauf gesch....

Schau Dir mal die Spielweise der Schalker an, die Du überschwänglich für deren Effektivität lobst. Dort die Klasse Magath´s angepriesen, der es schafft, aus begrenzter spielerischer Substanz sehr viele Punkte zu machen, hier ist mangelnder Spielfluss und mannschaftliche Brillianz, die kritisiert wird. Wie viele Meisterschaften hat Bayern München aus gleichen Gründen gewonnen, obgleich es Mannschaften gab, die den wesentlich besseren Fußball spielten? Dennoch werden und wurden sie immer als das beste Team tituliert.

Werder bewegt sich da auf einem sehr, sehr schmalen Grat. Zu oft fehlt es - trotz hinzugewonnener internationaler und nationaler Erfahrung in der Bundesligaspitze - immer noch an Professionalität, Reife und vor allem an Wettkampfdenken. Letztlich wird es das Saisonende zeigen, aber im Moment hinken wir schon im zweiten Jahr in Folge weit hinter den Zielen hinterher. Das sicher nicht ganz ohne Grund.

Dann denke doch mal bitte darüber nach, wie viele Leistungsträger wir schon abgeben durften, die diese internationale und nationale Erfahrung in Bremen sammeln durfte. Wie viele Jahre CL haben Özil, Boenisch, Bargfrede, Niemeyer und Marin denn gespielt? Dass es bei 19-23-jährigen an Professionalität, Reife, Konstanz und Wettbewerbshärte über eine lange Saison mit drei Wettbewerben mangelt, ist ganz sicher nicht grundlos so.
 
Zitat von Lothar Matthäus;865726:
- Genau dort liegt auch Dein persönliches Problem in der Bewertung. Der Ertrag zwischen 2004 und 2008 ist als überragend zu bezeichnen, der der letzten beiden Jahre verbesserungsfähig.

- Champions League ist nicht Werder-Standard.

- Zunächst bewerte ich allerdings, dass in den fünf Jahren immer Mindestens 15 Teams hinter uns standen - und nicht dass ein oder zwei Clubs vor uns standen.

- Meiner Meinung nach setzt Du den Standard zu hoch an und bemisst die Leistung des Teams stets am Optimum. Das kann sie nicht leisten.

- Keine Leistungskurve der Welt zeigt kontinuierlich nach oben.
:svw_applaus:
Danke, kann ich nur unterschreiben...
den Besserwisser kann jeder spielen, das ist kinderleicht!
Es ist mit Sicherheit nicht einfach, den SV Werder immer unter die ersten 3 zu platzieren...
das schaffen noch nicht mal die Bayern und die haben ganz andere Möglichkeiten, sollte man eigentlich mittlerweile begriffen haben...

Zitat von Lothar Matthäus;865726:
Dass es bei 19-23-jährigen an Professionalität, Reife, Konstanz und Wettbewerbshärte über eine lange Saison mit drei Wettbewerben mangelt, ist ganz sicher nicht grundlos so.

:tnx:
 
Zitat von Lothar Matthäus;865726:
Genau dort liegt auch Dein persönliches Problem in der Bewertung. Der Ertrag zwischen 2004 und 2008 ist als überragend zu bezeichnen, der der letzten beiden Jahre verbesserungsfähig.
Ansichtssache. 2007 war überragend, weil wir den Leuten etwas angeboten haben? Wir hatte allerdings auch die Möglichkeiten. Denn wir verfügten seinerzeit über die beste Mannschaft, spielten den besten Fussball, nur wiederrum nicht den effektivsten. Die Schwierigkeiten nach der Winterpause taten ihr übriges. Hinrunde 2007/2008 punktgleich mit Bayern - das war überragend. Um diesen "Vorteil" umgehend nach der Winterpause abzuschenken. Mit viel Glück gelang dann zum Ende hin noch Platz zwei. Absolut in Ordnung. DAS war die beste Möglichkeit, diesen Umstand endlich mal zu nutzen, um sich mit den Dingen auseinanderzusetzen. Denn es war ja noch mal gut gegangen. Naja, und wie sich mit diesen Dingen auseinandergesetzt wurde, konnten wir dann 2008/2009 beobachten. Und nun wieder.

Aber nur darum geht`s. Nicht um das Anzweifeln von Erfolgen.

Champions League ist nicht Werder-Standard.
Meiner Meinung nach setzt Du den Standard zu hoch an und bemisst die Leistung des Teams stets am Optimum. Das kann sie nicht leisten.
Aha. Welchen Standard haben wir denn?
Zumindest ist es mittlerweile Werder-Standard, mit vielen deutschen Nationalspielern und internationalen Klasse-Leuten (Pizarro, Naldo) und demzufolge einem für diese Verhältnisse teuren Kader aufzutreten. Zum Glück. Aber da ist es natürlich legitim, Platz 5-8 anzustreben, denn alles andere ist ja nicht Werder-Standard? :confused:
Komisch, wenn ich mir so die Kader von Dortmund, Schalke, Hamburg anschaue, dann wüsste ich nicht, was die uns an individueller Klasse voraus hätten? Selbst Leverkusen sehe ich dort nicht klar im Vorteil.

Abgesehen davon zeigt Werder dies auch oft genug. In oben genannten Statistiken sind wir regelmäßig unter den ersten Drei, führen sogar meist, aber das, was dem an Punkten gegenübersteht, steht in keinem Verhältnis. Zumindest letzteres war von 2004-2009 die Regel, mit dem Unterschied, dass nach und nach die daraus errungenen Punkte immer weniger wurden. Eine logische Folge.

In der CL übrigens das gleiche Bild. Da konnten wir in den ersten zwei Jahren noch in starken Gruppen das Achtelfinale erreichen, danach scheiterten wir dreimal, zuletzt zweimal an Teams wie Famagusta, Piräus, Athen, Pleite-Lazio. Obwohl die inidviduelle Klasse des Teams kontinuierlich auf ein höheres Level gehoben wurde. Alles Zufall?

Keine Leistungskurve der Welt zeigt kontinuierlich nach oben.
So ist es. Hoch`s und Tiefs wird es immer geben. Auch der Fussball ist stetigen Veränderungen unterworfen. Entwicklung verläuft nie linear. Das ist schwer beeinflussbar. Um so wichtiger ist es, wenigstens die Dinge, die deutlich und offensichtlich sind, entscheidend zu beeinflussen.

Nun haben sich im Laufe des Herbstes neue Störfaktoren ergeben - die Vertragssituation um Özil und Hunt, die Verletzungen von Pizarro, Bargfrede, Boenisch, Almeida, Jensen, Formkrisen und Unruhe im Kader durch die sogenannten Kaderleichen, Debatten um NM-Einsätze usw. usf. ...
Als wir 2000-2003, 2005-2009 schlecht aus der Winterpause kamen, hatten wir da immer die gleichen Störfaktoren? Das sind natürlich alles Zufälle....

Wie viele Meisterschaften hat Bayern München aus gleichen Gründen gewonnen, obgleich es Mannschaften gab, die den wesentlich besseren Fußball spielten? Dennoch werden und wurden sie immer als das beste Team tituliert.
:tnx: Ganz genau. Auf deren Briefkopf steht "Deutsche Meisterschaft", nicht soundsoviel Ballbesitz, Torschüsse, technische Überlegenheit...

Dass es bei 19-23-jährigen an Professionalität, Reife, Konstanz und Wettbewerbshärte über eine lange Saison mit drei Wettbewerben mangelt, ist ganz sicher nicht grundlos so.
Das wohl. Dennoch bleiben doch Fragen im Raum, wie z.Bsp. warum die 19-23-jährigen dieselben Fehler machen, die die Routinierteren schon Rückrunde 2003 machten? Oder warum - gerade wenn eine Saison über viele Wettbewerbe lang ist - nicht der Zweckfussball gewählt wird, statt dieses immer gleichen unsinnigen Anrennens mit hohem Aufwand ohne jegliche Flexibilität?
 
@Lothar Matthäus
Das mit dem Ertrag und "vergleichsweise überschaubar" hast Du übrigens falsch verstanden. Dabei ging es nicht um Endplatzierungen, wie ich im vorherigen Post schon andeutete, sondern um das, was wir bei dem vielen Aufwand an Punkten holten. Wo sollte da ein persönliches Bewertungs-Problem liegen?
 
Aber das eine oder andere "Highlight" springt manchmal schon ins Auge (und nervt ...), wie z.B.
Zitat von Mick_666:
Ob Pasanen die Granatenlösung auf links ist, wird sich zeigen. Das war er dort selten.
Zitat von Mick_666:
Im übrigen lasse ich mal offen, inwieweit PP solche Situationen besser gelöst hätte. Das weiss nämlich auch niemand und es ist ja auch nicht so, dass Pasanen nun unser Überflieger wäre.

:eek:
Dann sagst Du uns bestimmt gleich, was an diesen Aussagen abwertend sein soll. Aber zumindest wird jetzt deutlich, woher bei Dir der Wind weht. Der Hassfilm gegen Abdennour usw.
Diese Spieler-Groupies hier sind teilweise wirklich belastend. Sowie einer wagt, ihre Götter als nicht ganz so herausragend darzustellen, wie sie ihn sehen, geht es gegen den selben ab, egal in welchem Thread. Konstruktive Diskussionen ausgeschlossen.

Pasanen ist defensiv solide, fussballerisch durchschnittlich. Aber auf jeden Fall Bundesliga-Niveau. Aber er legt, wie gesagt, viel Wert auf die Defensive und gerade so einen brauchen wir. 2005/2006 galt er zu Saisonbeginn als Abwehrchef, zu Recht, verletzte sich aber schwer. Danach kam er eigentlich kaum noch in die Stammelf, weil sich Naldo und Merte etablierten. Zuverlässig und loyal war er immer, über durchschnittliche Vorstellungen kam er selten hinaus. Besonders nicht, wenn PP links eingesetzt wurde. Er ist eben kein AV. Dass der "pfeilschnelle" ;) Finne bei dem Hochschieben der Abwehrkette, dem fehlenden Zugriff im Mittelfeld und den schnellen Flügelspielern der Gladbacher diese Situationen gelöst hätte, ist eine bemerkenswerte Theorie. Stellungsspiel? Vielleicht....
...hätte da nur wenig genützt.
 
Aber da ist es natürlich legitim, Platz 5-8 anzustreben, denn alles andere ist ja nicht Werder-Standard?

wer redet eigentlich davon, dass Werder Platz 8 anstrebt?
kannst Du lesen?
Karl Otto sagt lediglich, dass Platz 1-3 in den Jahren 2004-2008 unter dem Strich ein überragendes Ergebnis war!
und da hat er absolut Recht!

die Bayern waren unter dem Strich in diesem Zeitraum in der Liga auf dem gleichen Level, trotz wesentlich besserer Möglichkeiten...


In der CL übrigens das gleiche Bild. Da konnten wir in den ersten zwei Jahren noch in starken Gruppen das Achtelfinale erreichen, danach scheiterten wir dreimal, zuletzt zweimal an Teams wie Famagusta, Piräus, Athen, Pleite-Lazio. Obwohl die inidviduelle Klasse des Teams kontinuierlich auf ein höheres Level gehoben wurde...

letzte Saison stand der SV Werder nach 17 Jahren zum ersten Mal wieder in einem europäischen Finale und hat gleichzeitig noch den DFB Pokal gewonnen...
und das in einer Saison, in der es neben der Olympia Geschichte von Diego, immer wieder verletzte Leistungsträger gab...(Piza, Frings, Diego, Özil, Merte, Naldo, Fritz, Baumann, Jensen...

auch diese Saison ist in meinen Augen deutlich geworden, dass ein Piza z.B. nicht zu ersetzen ist, und das unser Kader in der Breite eben doch nicht so gut besetzt ist, wie Du ihn machst...

da hat Leverkusen z.B. im Sturm (Kiesling Derdyok Helmes "Gekas") aber auch im Mittelfeld (Barnetta, Rolfes, Kroos, Renato Augusto, Vidal, Castro) die besseren Alternativen...
 
Zitat von Mick_666:
Aber da ist es natürlich legitim, Platz 5-8 anzustreben, denn alles andere ist ja nicht Werder-Standard?
wer redet eigentlich davon, dass Werder Platz 8 anstrebt?
kannst Du lesen?
Karl Otto sagt lediglich, dass Platz 1-3 in den Jahren 2004-2008 unter dem Strich ein überragendes Ergebnis war!
und da hat er absolut Recht!
Richtig. Nur war das Zitierte die Gegenfrage auf die Aussage zum Standard und hatte damit gar nichts zu tun.....

Zum Rest Deines Beitrages: Da stimme ich Dir zu. :tnx:
 
da hat Leverkusen z.B. im Sturm (Kiesling Derdyok Helmes "Gekas") aber auch im Mittelfeld (Barnetta, Rolfes, Kroos, Renato Augusto, Vidal, Castro) die besseren Alternativen...
Was den Sturm angeht, hast du absolut recht. Unser Mittelfeld sollte aber ähnlich stark einzuschätzen sein. Leverkusen hatte zudem ein richtig gutes Händchen mit Hyypiä. Da sieht man mal, dass es duraus Sinn machen kann, mal nen alten erfahrenen Sack zu verpflichten. Vor allem, wenn das so ein Charakterkopf/Musterprofi mit Ausstrahlung ist, von dem jeder Mittspieler was lernen kann und zu dem auch die jungen Spieler aufblicken (im wahrsten SInne des Wortes). Solche Typen brauch man.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Back
Top