Stimmung im Stadion

Brauchen wir ein neues speziell auf Werder zugeschnittenes Fankonzept?


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"Ultras Nürnberg ruft die Nordkurve zur Teilnahme am Solidaritäts-Tag gegen Stadionverbote und Meldeauflagen am 21. November 2009 auf!

Da es unseren Freunde von der "Sektion Stadionverbot" aufgrund von
Meldeauflagen nicht mehr möglich ist, zusammen mit unserer Gruppe und
der Nordkurve zu den Auswärtsspielen zu reisen
, werden wir aus
Verbundenheit am 21.11. ebenfalls nicht nach Wolfsburg fahren.

Wir laden alle aus der Nordkurve Nürnberg ein, gemeinsam mit uns bei
einer großen Solidaritätsfeier das Spiel in Nürnberg auf einer Leinwand
anzuschauen. Anschließend werden wir zusammen das Heimspiel der
Handball-Damen am Valznerweiher besuchen.

Setzt ein Zeichen gegen Stadionverbote und Meldeauflagen!

Genaue Infos und eine ausführliche Stellungnahme folgen.
ULTRAS NÜRNBERG 1994"


das ist noch wieder eine neue stufe der repression...
 
und täglich grüßt das Murmeltier:rolleyes:

1. Sollte man sich den Unterschied zwischen Strafrecht und Zivilrecht vergegenwärtigen. (Einfacher Vergleich: Wenn man sich in der Disco daneben benimmt, beschwert sich auch niemand über ein Hausverbot bzw. wenn doch, gibt es im Zweifelsfalle vom Türsteher auf die Glocke. Da singe ich auch nicht mit 20 Freunden "Discobesucher sind keine Verbrecher")

Um nichts Anderes handelt es sich bei Stadionverboten:

Derjenige, der das Hausrecht genießt entscheidet, dass er Dich bei seinen Veranstaltungen nicht mehr sehen möchte. Dafür muß man nicht bewiesenermaßen straffällig geworden sein, das ist persönliches Pech und der Grund dafür im eigenen Verhalten zu suchen.

Dazu paßt auch das aktuelle Urteil:
Zitat:
Zwar seien im konkreten Fall die Ermittlungen eingestellt worden - allerdings sei der Kläger "nicht zufällig" in die randalierende Gruppe geraten, sondern habe ihr angehört. "Die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe, mit der der Kläger in Gewahrsam genommen wurde, rechtfertigt die Annahme, dass er sich bei Fußballveranstaltungen in einem zu Gewalttätigkeiten neigenden Umfeld bewegt", befand der BGH. (Az: V ZR 253/08 vom 30. Oktober 2009)

Es ist so lächerlich, Fußballfans sind keine Verbrecher zu rufen (wobei man über den Begriff "Verbrecher" tatsächlich streiten kann) und sich aber bewußt innerhalb von Gruppen zu bewegen, die durch deren Verhalten erst die Gründe für ein Stadionverbot liefern.

Desweiteren ist es genauso lächerlich, wenn aus diesen Gruppen Sprüche wie "ICH habe aber garnichts gemacht" kommen. Ich stehe als Mitglied einer solchen Gruppierung für das Verhalten der GANZEN Gruppe gerade (wenn ich das nicht möchte, schließe ich mich dieser Gruppierung nicht an bzw. und noch besser: Die ANDEREN Mitglieder, die ja angeblich für solche Vorkommnisse verantwortlich sind, werden aus der Gruppierung ausgeschlossen und (Achtung, das hat nichts mit Petzen zu tun) namentlich genannt und somit eine Ahndung des begegangenen Delikts ermöglicht.

Diese "Reinigung" ist von den Fan-Gruppierungen aber offensichtlich nicht gewünscht, lieber spielt man weiter "wilde Sau" unter dem Deckmantel der (teilweise vermummten) Gruppe und gefällt sich in der Opferrolle, ohne persönliche noch Kollektivverantwortung als Gruppe zu übernehmen.

Wer sich so verhält, braucht sich über mangelnde Solidarität der anderen Fans nicht zu wundern.


Wir fahren seit 20 Jahren auswärts und kamen nicht einmal in die Situation, Streß mit Ordnungspersonal zu bekommen geschweige denn bestand die Gefahr, dass jemand aus unserer Gruppe ein Stadionverbot erhält.

gwg

svwb
 
und täglich grüßt das Murmeltier:rolleyes:

1. Sollte man sich den Unterschied zwischen Strafrecht und Zivilrecht vergegenwärtigen. (Einfacher Vergleich: Wenn man sich in der Disco daneben benimmt, beschwert sich auch niemand über ein Hausverbot bzw. wenn doch, gibt es im Zweifelsfalle vom Türsteher auf die Glocke. Da singe ich auch nicht mit 20 Freunden "Discobesucher sind keine Verbrecher")

Um nichts Anderes handelt es sich bei Stadionverboten:

Derjenige, der das Hausrecht genießt entscheidet, dass er Dich bei seinen Veranstaltungen nicht mehr sehen möchte. Dafür muß man nicht bewiesenermaßen straffällig geworden sein, das ist persönliches Pech und der Grund dafür im eigenen Verhalten zu suchen.

Dazu paßt auch das aktuelle Urteil:
Zitat:
Zwar seien im konkreten Fall die Ermittlungen eingestellt worden - allerdings sei der Kläger "nicht zufällig" in die randalierende Gruppe geraten, sondern habe ihr angehört. "Die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe, mit der der Kläger in Gewahrsam genommen wurde, rechtfertigt die Annahme, dass er sich bei Fußballveranstaltungen in einem zu Gewalttätigkeiten neigenden Umfeld bewegt", befand der BGH. (Az: V ZR 253/08 vom 30. Oktober 2009)

Es ist so lächerlich, Fußballfans sind keine Verbrecher zu rufen (wobei man über den Begriff "Verbrecher" tatsächlich streiten kann) und sich aber bewußt innerhalb von Gruppen zu bewegen, die durch deren Verhalten erst die Gründe für ein Stadionverbot liefern.

Desweiteren ist es genauso lächerlich, wenn aus diesen Gruppen Sprüche wie "ICH habe aber garnichts gemacht" kommen. Ich stehe als Mitglied einer solchen Gruppierung für das Verhalten der GANZEN Gruppe gerade (wenn ich das nicht möchte, schließe ich mich dieser Gruppierung nicht an bzw. und noch besser: Die ANDEREN Mitglieder, die ja angeblich für solche Vorkommnisse verantwortlich sind, werden aus der Gruppierung ausgeschlossen und (Achtung, das hat nichts mit Petzen zu tun) namentlich genannt und somit eine Ahndung des begegangenen Delikts ermöglicht.

Diese "Reinigung" ist von den Fan-Gruppierungen aber offensichtlich nicht gewünscht, lieber spielt man weiter "wilde Sau" unter dem Deckmantel der (teilweise vermummten) Gruppe und gefällt sich in der Opferrolle, ohne persönliche noch Kollektivverantwortung als Gruppe zu übernehmen.

Wer sich so verhält, braucht sich über mangelnde Solidarität der anderen Fans nicht zu wundern.


Wir fahren seit 20 Jahren auswärts und kamen nicht einmal in die Situation, Streß mit Ordnungspersonal zu bekommen geschweige denn bestand die Gefahr, dass jemand aus unserer Gruppe ein Stadionverbot erhält.

gwg

svwb

Dem ist nichts hinzuzufügen und wird so von mir unterschrieben!

Schuld sind hierbei generell immer die Ordnungshüter und wahrlos einprügelnden Polizisten die hoffnungslos überfordert sind damit, zu entscheiden wer von den vermummten und aggressiv brüllenden Mobangehörigen denn nun gewaltbereit ist und wer "nur dabei ist, aber doch kein Verbrecher und nur spielen will".
 
UND TSCHÜSS......
Stellt euch vor es ist Fussball und keiner darf hin!

95% der Zuschauer werden nicht in die Gefahr kommen SV zu bekommen, nichtmal auf Verdacht....

das ist noch wieder eine neue stufe der repression...
Ich finde die Meldeauflagen nicht falsch, natürlich unter der Vorraussetzung, das das SV in Ordnung geht. Man sollte sich jedenfalls nicht mit alle SVler solidariseren, wenn man nicht weiss, inweit das alles gerechtfertigt ist.
 
Dem ist nichts hinzuzufügen und wird so von mir unterschrieben!

Schuld sind hierbei generell immer die Ordnungshüter und wahrlos einprügelnden Polizisten die hoffnungslos überfordert sind damit, zu entscheiden wer von den vermummten und aggressiv brüllenden Mobangehörigen denn nun gewaltbereit ist und wer "nur dabei ist, aber doch kein Verbrecher und nur spielen will".

Nein die Ordnungshüter sind nicht immer schuld. Genauso wenig sind aber die Fussballfans immer schuld. Es ist allerdings nunmal die Aufgabe der Ordnungshüter echte Gewalttäter von normalen Fans zu unterscheiden. Wenn das nicht funktioniert, sind viele Leute für diesen Job wohl nicht geschaffen und sollten lieber was anderes machen. Dazu kommt die schon oft von mir beobachtete völlig unnötige Provokation einiger Ordnungshüter, die sicher nicht deeskalierend wirkt.
Aber klar, wer aggressiv brüllt sollte natürlich direkt SV bekommen, das geht ja mal gar nicht, vor allem im Umfeld eines Fussballspiels ist sowas radikal zu unterbinden. :rolleyes:
Und zumindest im Umfeld unserer Spiele sehe ich eigentlich so gut wie nie Vermummte.

@SVWB: Findest du es wirklich in Ordnung, wenn Fussballfans auf Verdacht ohne Beweise bestraft werden können?
 
Desweiteren ist es genauso lächerlich, wenn aus diesen Gruppen Sprüche wie "ICH habe aber garnichts gemacht" kommen. Ich stehe als Mitglied einer solchen Gruppierung für das Verhalten der GANZEN Gruppe gerade (wenn ich das nicht möchte, schließe ich mich dieser Gruppierung nicht an

svwb

:confused: Achso, wenn ich mit einer Gruppe von Leuten unterwegs bin, stehe ich für die ganze Gruppe gerade?
Macht natürlich Sinn...wenn ich mit 10 Freunden rumlaufe und einer eine Pistole ziehen würde und jemanden erschießt, muss ich dafür auch gerade stehen?
Jeder ist für sein eigenes Handeln verantwortlich,mehr nicht.
 
und täglich grüßt das Murmeltier:rolleyes:

1. Sollte man sich den Unterschied zwischen Strafrecht und Zivilrecht vergegenwärtigen. (Einfacher Vergleich: Wenn man sich in der Disco daneben benimmt, beschwert sich auch niemand über ein Hausverbot bzw. wenn doch, gibt es im Zweifelsfalle vom Türsteher auf die Glocke. Da singe ich auch nicht mit 20 Freunden "Discobesucher sind keine Verbrecher")

Hier habe ich aufgehört zu lesen. Eine Disco mit einem Fußballstadion zu vergleichen, damit disqualifizierst du dich eigentlich schon selber...
 
Ich erinnere mich gerade wieder daran, dass ich eine Anzeige wegen Körperverletzung am Hals hatte, als eine Gruppe mir bekannter Leute auf einen Menschen losgegangen war und ich dazwischen ging.

Ginge es mir so im Stadion oder auf dem Weg zum Stadion und ich bekäme dafür Stadionverbot ... dann wäre ich mächtig sauer und würde sicherlich keine Civilcourage mehr an den Tag legen wenn es zum Fußball geht!
 
Nein die Ordnungshüter sind nicht immer schuld. Genauso wenig sind aber die Fussballfans immer schuld.

Stimmt. Aber wann greifen den Ordnungshüter ein? Bestimmt nicht, wenn man vom Stadion einfach nach Hause geht. Oder mit ein paar Freunden noch ein Bierchen trinkt. Nein, sie greifen da ein, wo was passiert. Sei es eine Schlägerei oder eben die Verletzung des Hausrechts des jeweiligen Vereins/Betreibers. So. Heißt für mich als Fussballfan: Findet irgendwo eine Schlägerei statt, mach ich einen Bogen drum, hole im Zweifelsfall Hilfe. Findet eine Verletzung des Hausrechts statt, distanziere ich mich davon (einfach auch mal räumlich gesehen). Beispiel? Pyro. Verboten. Keine Diskussion nötig an dieser Stelle. Neben mir im Block, vor mir, hinter mir, irgendwo in meinem direkten Umfeld brennt jemand irgendwas ab. Was mache ich da? Entweder ich reagiere garnicht besonders darauf, wenn es weder meine Sicht, noch meine Atmung behindert, oder ich gehe weg. Was ebenso verboten und dumm ist, wie die Verletzung des HR selbst ist es z.B. den Ordnungsdient, der nichts anderes tut, wie das HR durchzusetzen, zu behindern, zu beschimpfen oder gar anzugreifen.

Es ist allerdings nunmal die Aufgabe der Ordnungshüter echte Gewalttäter von normalen Fans zu unterscheiden.

Nein, ICH für meinen Teil brauche keinen Ordnungshüter, der mich in eine Kategorie einordnen muss. Warum? Weil ich einfach keinen Anlass dazu gebe, das jemand entscheiden muß, ob ich ein Gewaltäter oder ein "normaler Fan bin.

Wenn das nicht funktioniert, sind viele Leute für diesen Job wohl nicht geschaffen und sollten lieber was anderes machen.

Klingt jetzt krass, aber wenn man nicht selbst in der Lage ist, sein Handeln Recht und Unrecht anzupassen, oder deutlich rechtens zu handeln, dann sollte man sich mal überlegen, ob man nicht ein generelles Problem hat.

Dazu kommt die schon oft von mir beobachtete völlig unnötige Provokation einiger Ordnungshüter, die sicher nicht deeskalierend wirkt.

Erstens schallt es immer so aus dem Wald, wie es hineinruft. Wenn mich jahrlang "Kinder" in schwarzen Jacken mit Sonnenbrille im Block 62 scheiße anquatschen oder einen auf "gewaltbereit" weil "Rudelschutz/Gruppenempfinden" machen, dann gehe ich nicht mit engelszungen auf diese Leute zu.
Dazu kommt, das man als Ordnungsdiest nur DEeskalierend handeln muß, wenn etwas ESKALIERT ist. Lasst es nicht eskalieren, so braucht ihr keine DEeakaltaion fordern.

Aber klar, wer aggressiv brüllt sollte natürlich direkt SV bekommen, das geht ja mal gar nicht, vor allem im Umfeld eines Fussballspiels ist sowas radikal zu unterbinden. :rolleyes:

Wer meint, konsequent dem Ordnungsdienst Steine in den Weg legen zu müssen, immer aggressiv wirken will und so immer wieder Situationen schafft, die "eskalieren" könnten(!!), warum sollte dieser Jemand kein SV bekommen? Vielleicht nicht unbedingt auf Jahre, aber warum nicht? Wenn ich mit dem Feuer spiele, dann muß ich mich nicht wundern, wenn ich mich mal verbrenne. Ich spiele seit jahren Fussball und habe hunderte Plätze gesehen, an denen zum Beispiel ein Schild angebracht ist, auf dem Sinngemäß steht "Wer den Schiedsrichter beleidigt oder attakiert und/oder die Hausregeln verletzt muß mit einer Verweisung vom Vereinsgelände rechnen". Und das Auf Bezirks oder Landesebene, wo vielleicht mal 100 Menschen zu einem Spiel kommen. Bei zehntausenden, aus allen Altersgruppen und Sozialschichten, sollten diese Regeln einfach genau so gelten.

Und zumindest im Umfeld unserer Spiele sehe ich eigentlich so gut wie nie Vermummte.

Augenauf beim Eierkauf. Sonnenbrille? Cappi? Schall immer breit, um ihn über Mund/Nase zu ziehen? Lass mich raten! Sonnenbrille, weil die Sonne ja meistens so fett ins Weserstadion scheint, und das immerhin auch schädlich für die Netzhaut ist (Thema UV-Strahlung), Cappi gehört zur Fanaustattung, Hätten sich früher Pudelmützen als Fanwear durchgesetzt, die ja leider nicht den Schirm haben, mit dem man auch einiges vom Gesicht "verdecken" kann, dann hätten alle Pudelmützen auf...(:rolleyes: das heißt jetzt nicht, das Cappi was negatives haben, ich gehe nur auf den allgemeinen Thenus zum Thema "schware Regenjacken" ein). Zum Thma Schal sag ich mal nix Weiteres.

@SVWB: Findest du es wirklich in Ordnung, wenn Fussballfans auf Verdacht ohne Beweise bestraft werden können?

War zwar nicht @me-myself-and-I aber ich sag jetzt mal, JA. Wer den Verdacht nicht aufkommen lässt, hat NIX zu befürchten. Was ist daran so schlimm, nicht so zu tun als wäre man der Stadiumgangster, wenn man hinterher sowie so der ist, der schreit und rennt und dann sagt, man habe nix gemacht?

Ich sags nochmal. Wer sich nicht verbrennen will, sollte die Finger vom Feuer lassen und auch nicht offensichtlich mit Steichhölzern und Feuerzeugen hantieren.
 
Hier habe ich aufgehört zu lesen. Eine Disco mit einem Fußballstadion zu vergleichen, damit disqualifizierst du dich eigentlich schon selber...

Hausrecht in einer Disco ist nichts anderes wie Hausrecht im Stadion. Rein theoretisch könnte Werder auch Elko beauftragen, sich an die Eingänge zu stellen und zu sagen "Dein Trikot ist scheiße, du kommst hier nicht rein!"

Irgendwie disqualifizierst du dich mehr!
 
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