Stimmung im Stadion

Brauchen wir ein neues speziell auf Werder zugeschnittenes Fankonzept?


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Du erwartest jetzt doch keine Namen?! Wer den Fred von der ersten Seite an gelesen hat sollte doch in der Lage sein Zuordnungen zu erkennen.
 
Ich glaube auch nicht, dass hier im Forum großartig Ultras unterwegs sind. Aber es sind ja letztlich auch nicht nur Ultras in den "Stimmungsblöcken" der Ostkurve unterwegs.

Aber ich denke auch, dass eine Diskussion im Forum wenig bringt. Ich wüßte aber auch nicht, wo ich es sonst machen sollte, zumal ich nicht in Bremen wohne. Und im Stadion in den Block gehen und sagen "Ich finde das was ihr macht blöd", das traue ich mich dann doch nicht ;)

Mit geht es nur darum, dass die "Supporter" das Ganze auch mal ein wenig kritisch betrachten. Und vielleicht hat ja der ein oder andere, der hier nicht gepostet mal reingeschaut. Hoffe ich jedenfalls.

In diesem Sinne. Wir sehen uns im Stadion. Die einen bei Anfeuern der Mannschaft und die anderen beim "Supporten".
 
...und wenn ein ganzer Block rhythmisch Blähungen lässt, dann muss das als hilfreich für die Mannschaft gewertet werden?

Wo ist denn in Deinem Posting der Witz? Und was ist so schwierig daran zu akzeptieren dass ein Fußballspiel etwas temperamentvolles impulsives und auf und ab wogendes ist, was nicht nach einem 90-minütigen Stampfrhythmus funktionieren kann?

Diejenigen die am penetrantesten ihr Monoton-Hypnosegesang-Ding durchziehen treten an anderer Stelle am lautesten für Tradition und die Rückbesinnung auf das ein, was fußball früher mal ausgemacht hat. Weshalb pflegt die selbe Gruppe dann ausgerechnet beim grundlegensten Element des Fandaseins (den Liedern) ein ziemlich neumodisches Phänomen in Form dieser Dauergesänge?

Früher hat man gebrüllt, wenn es was zu brüllen gab. Und man hat die Mannschaft angefeuert, wenn sie es brauchte oder wenn man begeistert war.

Die Dauergesänge hebeln das alles aus. Es geht nicht mehr drum wann die Mannschaft uns Fans braucht, es geht nicht mehr um das Zeigen von Enthusiasmus, Freude und Begeisterung und auch nicht mehr um das Verfolgen eines Fußballspiels. Es geht nur noch um das planmäßige Lautsein.

:beer: und :tnx: @ seninho.
Ich bezweifle leider dass uns jemand verstehen möchte.


Inhaltlich ("der situationsbedingte, impulsive support war und ist besser") stimme ich dir zu.
Dennoch hat Schmolle recht. Support wird ja nun nicht nur zu unterschiedlichen Zeiten anders definiert, sondern z.B. auch in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich. Wenn sich die Kurve heute überwiegend aus Leuten zusammensetzt, die es anders sehen, ist das eben so. Letztendlich hilft es glaub ich - wie gesagt bei allem Verständnis für deinen inhaltlichen Standpunkt - nicht sehr viel weiter, anderen seine eigene Art des supports aufzwingen zu wollen.

Das Problem ist einfach, dass in einem Stadion sehr heterogene Gruppen sind, die sich aber (mehr oder weniger) alle als Unterstützer von Werder begreifen. Grob gesagt steht für die einen im Vordergrund, das Spiel zu sehen und Werder dabei zu unterstützen. Sie sind, ohne das zu werten, vergleichsweise "passiv" und sitzen häufig.
Die anderen sehen sich als aktive Gruppe, bei denen das Sehen des Spiels nur ein Aspekt unter vielen sind, die ein Selbstverständnis haben, das sich selbst als aktive Fans begreift - das fängt dabei an, dass sie stehen statt zu sitzen und setzt sich mit allerlei anderen Aktivitäten fort.

Und das größere Problem ist, dass schon seit Jahren in einschlägigen Diskussionen die eine Gruppe der anderen abspricht, richtige Fans zu sein bzw. sich einem Werderfan angemessen zu benehmen. Den einen wird immer wieder vorgeworfen, dass sie die "Fangemeinschaft" im Stadion spalten und den "wahren" support torpedieren, indem sie sitzen und das Spiel im Sitzen verfolgen wollen und indem sie bei bestimmten Formen der Äußerung nicht mitmachen. Dass sie event-orientiert sind und bloß konsumieren Den anderen wird vorgeworfen, dass sie ihr eigenes elitäres Süppchen kochen, sich für was besseres halten und dass sie monoton und autistisch vor sich hinsingen.

Dementsprechend wird den einen in solchen Diskussionen immer wieder gesagt, dass sie fehl am Platze sind und besser vor dem heimischen Fernseher aufgehoben werden. Den anderen, dass sie selber fehl am Platze sind und sich besser in pseudopolitischen Gruppen organisieren sollten und ihre Aktionen für sich selbst machen sollten, aber nicht im Stadion. (Und beider Argumentation ist zu eigen, dass sie die Aktivität der jweils anderen Gruppe immer mal wieder mit irgendwelchen unappetitlichen vegetativen Tätigkeiten vergleicht.)

Alles hier nachzulesen.

Der Verdacht, der sich mir aufdrängt ist, dass das so bleibt, so lange die eine Gruppe die eine im Stadion ertragen muss. Und umgekehrt.
Und solange der Anspruch herrscht, dass es eine bestimmte Stimmung, eine bestimmte Form der Unterstützung geben müsse.

Daher ist bis auf weiteres der Beitrag von Schmolle aus meiner Sicht der angemessenste in diesem Thread, weil er nicht zum hunderttausendsten Mal versucht, die jeweils andere Gruppe schlecht zu machen und weil er den Stand der Dinge offenbar ziemlich zynisch als status quo akzeptiert. Mehr kann man in einem solchen Forum glaub ich bis auf weiteres nicht tun.


MFG dkbs
 
:tnx:

Du hast - leider - völlig Recht. Die Argumente Pro und Contra haben sich hier in einer Art und Weise wiederholt (im vergleich zum alten Forum bzw. zur alten Saison), dass man nur noch kopfschüttelnd und resignierend vorm Bildschirm sitzt...
 
dkbs:tnx:

@Stonecold:

Hab ich das richtig verstanden? Du findest die Diskussion in diesen Thread schlimmer als die im alten Forum? Oder hab ich das jetzt nicht ganz richtig verstanden?
 
dkbs:tnx:

@Stonecold:

Hab ich das richtig verstanden? Du findest die Diskussion in diesen Thread schlimmer als die im alten Forum? Oder hab ich das jetzt nicht ganz richtig verstanden?

Nein, ich finde es schlimm, dass auf beiden Seiten schon wieder die gleichen Totschlagargumente gebracht wurden wie im alten Thread, ohne sich einen Millimeter zu bewegen. Und das, obwohl dieser Thread noch gar nicht so viele Seiten hat. ("Bleibt zu hause und guckt Premiere" und "Sprecht doch die Leute direkt am Stadion an, hier im Internet bringts doch nichts" und "3000 Leute können 500 doch locker übertönen, warum tun sie es nicht" vs. "Zieht Euer Ding irgendwo in ner Halle durch" und "Ihr seit nur Kiddies die sich selbst feiern wollen und sich viel zu ernst nehmen" usw usw).
 
Nachdem ich nun alle Seiten dieses threads gelesen habe möchte ich auch meinen Senf dazu geben.

Zunächst einmal bin ich weder ein ultra oder halte mich für einen passiven Sesselpupser der besser vor dem Fernseher aufgehoben ist (notgedrungen vielleicht weil keine Dauerkarte).
Ich kann allerdings nicht verstehen, dass ein "sich selber feiern" im Stadion so schlimm sein soll. Warum müßen sich die sog. ultras an einen bestimmten Verhaltenskodex gebunden fühlen? Auch wenn der in Bielefeld stattgefundene Gesang für viele monoton geklungen haben sollte. Ist das denn so schwer seine Nerven im Griff zu behalten und das einfach zu überhören?
Nicht ganz nachvollziehen kann ich das sich über "Lärm" beschwerd wird, der Gesang nicht als Unterstützung für die Mannschaft gewertet wird.
Mir stellt sich dann die Frage warum dann im Forum gemeckert wird anstatt bei einem Spiel selber die Initiative zu ergreifen und etwas zum Anfeuern beizutragen das aus persönlicher Sicht der Mannschaft hilft. Wenn es tatsächlich soooooo negativ bei den geschätzen anderen 3500 Fans angekommen ist, sollte es doch kein Problem sein genügend andere genervte Zuschauer zu finden die die eigene Meinung unterstützen wollen.
Sich aufregen (erst recht vor dem Rechner) und das agieren der anderen negativ beurteilen ist da ganz einfach. Den etwas schwierigeren Part zu übernehmen und im Stadion für einen Gegenpol zu sorgen........fehlt dazu der nötige Mut?
Wenn ja. Dann ist das im Grunde nicht schlimm. Dann aber auch bitteschön nicht über solche Leute meckern die wenigstens irgendetwas machen.

Ich selber oute mich hiermit das ich eher ein ruhiger Zeitgenosse im Stadion bin. Ich gehöre sogar zur großen Mehrheit der sitzenden Beobachter. Ich feuere an wenn es sich ergibt und die Mehrheit mitzieht. Das kann ich aber auch im sitzen und muß nicht wie ein Gummiball auf und ab hüpfen!
Nebenbei habe ich es im Stadion noch nie erlebt das die Masse sitzen bleibt wenn es richtig spannend wird.

Etwas mehr Respekt der anderen Meinung gegenüber wäre gerade bei dieser Diskusion hilfreich.....und etwas mehr Tolerantz beim Verhalten im Stadion mit Sicherheit hilfreich.
 
Etwas mehr Respekt der anderen Meinung gegenüber wäre gerade bei dieser Diskusion hilfreich.....und etwas mehr Tolerantz beim Verhalten im Stadion mit Sicherheit hilfreich.

Mal abgesehen von der Tatsache, das Toleranz nur ein T beherbergt hast du jetzt gerade nix neues geschrieben.

Das Problem mit der Toleranz, dem Respekt und der ganzen Soße ist ein altbekannter Hut und wird sicherlich weder hier im Internet, noch je irgendwo bei irgendwelchen Treffen gelöst werden.

Problem bei der ganze Sache, wie überhaupt überall: Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es wieder hinaus.
Gewalt (im übertragenen Sinne) erzuegt nunmal Gegengewalt.

Diese "Friedensnobelpreis-Postings" sind meiner Meinung nach dementsprechend genau so überflüssig wie die Diskussion und vom selber Qualität wie alle bisherigen Posting hier (Ausnahmen gibt es wenige).
 
Es gäbe in dieser ganzen Thematik keine Diskussion, wenn nicht die eine "Philosophie" des Supportes, nämlich das sich selbst huldigende Dauersingen unabhängig vom Spielgeschehen die andere Philosophie, also das situationsbedingte, impulsive Anfeuern der Mannschaft völlig plattmachen würde. Ich kann nicht gleichzeitig eine halbe Stunde lang mein Ding durchziehen und dadurch alles andere akustisch unmöglich machen und gleichzeitig tolerant sein. Ist nun mal so.

Hier geht es nicht um "Wer hat recht?" oder um "Welcher Support ist der Bessere?", sondern um "Wer respektiert die anderen?", und wer neben seinem Dauersupport alleine schon durch Penetranz nichts anderes entstehen lässt, der tut das eben nun mal nicht.

Niemand hat hier geschrieben, dass Dauergesänge nicht sein dürfen. Aber es ist ein Unterschied, ob sie 3 Minuten dauern oder 25 Minuten. Über diesen Unterschied haben wir hier anfangs diskutiert, und nicht über "Sind Ultras doof?", "Wer hat ein größeres Recht auf Anwesenheit im Stadion?" oder "Supporte doch selbst anders, wenn es Dir nicht passt!".
 
Suppentrullis Post hat genau das wiedergespiegelt, was ich dazu sagen wollte, danke dafür.

Und wieder und wieder kommt der Linienrichter mit dem selben Geschreibsel wie am Anfang des Threads aus der Ecke, so drehen wir uns im Kreis bzw. wird dieser Thread immer überflüssiger!

@Linienrichter:

Mir geht deine Arroganz, die Fans die "allez..." gesungen haben, würden sich nur selbst feiern und keinen Support leisten, sehr gegen den Strich. Du bezichtigst diese (in diesem Fall auch mich) keine richtige Fans zu sein bzw. die Mannschaft nicht unterstützen zu wollen und das verbitte ich mir doch sehr!! Ich stand mitten in Block A1, habe auch 20 Minuten lang dieses Lied gesungen und stell dir vor, ich habe zudem das Spiel sehr wohl verfolgt. Ich empfand die ruhigen Phasen zwischen drin und den Tempoanzug des Liedes ebenso als Anfeuerung und Anpeitschen der Mannschaft wie ein "Werder-Bremen" Schlachtruf!

Es wurde schon vorher gepostet: Mehr Toleranz auf beiden Seiten, dann müsste man hier nicht über eigentlich Positive Sachen, wie die Stimmung diskutieren.:svw_schal:
 
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