Bremen
Moderator
Danke! Die 5 Spiele ohne Niederlage (die zusammen damit, dass Coulibaly sich sofort zu Stammspieler mauserte, eines der positiven Aspekte war, nach denen du fragtest @Zille1976 ) machten Werder genauso wenig zu einem Europapokalaspiranten, wie jetzt die 4 sieglosen Begegnungen die Grün-Weißen zu einem der heißesten Abstiegsanwärter. Wobei das Dreigestirn CF, PN und HS selbstverständlich höllisch darauf aufpassen müssen, dass sich daraus nicht eine negative Eigendynamik entwickelt.Wie schon an anderer Stelle erwähnt: Die sportlich Verantwortlichen (nicht der Aufsichtsrat) haben- wenn ich mich richtig erinnere - mit dem Trainerwechsel angekündigt, dass Trainer- und Systemwechsel durchaus anfangs zu tabellarischen Rückschritten führen könnten.
Das Ziel ist doch eher ein mittelfristiges (ca. 3 - 5 Jahre):
Den Verein durch Jugendförderung und Schaffung von Mehrwertspielern mit entsprechenden Transfers finanziell zu stabilisieren - und wenn möglich, den sportlichen Erfolg auszubauen.
Beispielsweise wäre das im zweiten Jahr unter HS fix unter den Top 10 und sich dort längerfristig etablieren, immer auch mit der Chance, sich für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren zu können.
Da hilft es niemandem, jetzt schon laut ein hoch gestecktes Ziel rauszuposaunen.
Eher so langsam anschleichen und wenn's passt, zuschlagen. Daher wird HS vereinsintern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hinterfragt werden, aber nicht mit dem Ziel der Vertragsauflösung.
Aber auch hier fing der Fisch am Kopf zu stinken an. Denn wenn nach 14 Spielen ein Trainer schon so massiv in der Kritik steht, dann wirft das ein ziemlich schlechtes Licht auf diejenigen, die sich für diese Verpflichtung verantwortlich zeichneten.
Selbstverständlich ist es legitim, in einer solcher Situation über den Trainer bzw. dessen Austauch zu diskutieren. Trainerwechsel sind ja bei Sportchefs, um ihre eigene Haut (bzw. ihren bequemen Chefsessel mit einem vermutlich fürstlichem Gehalt) zu retten, ein beliebter Modus Operandi. Aber wer sollte den Job hier dann machen? Werder Bremen ist zwar noch klangvoller Name, aber für welcher ambitionierter Trainer, der vermeintlich oder tatsächlich fähriger ist als HS, sieht eine Perspektive bei einem Club, der sich in der letzten TP mit Ausnahme eines 10-Mio-€-Talents nur noch Leihspieler leisten konnte? Und somit die Anzahl an Leihspielern so bis zu Grenze des Erlaubten ausgereizt ist, dass damit ein nachhaltigen Aufbau der Mannschaft bedenklich kontakariert wird.
Das heißt selbstverständlich nicht, dass HS unkündbar sein soll. Aber durch das Missmanagement der letzten ca. 10 Jahre ist Werder längst kein Club mehr, bei dem etwaige interessante Trainerkandidaten schlangestehen würden.
