N kollege von mir hat sich am samstag eine mitm schlagring gefangen...
Der Beitrag war jetzt ungefähr so vielsagend wie "Heute ist mir im Bad ein Waschlappen auf den Boden gefallen".
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N kollege von mir hat sich am samstag eine mitm schlagring gefangen...
Das ist zweifellos richtig. Heynemann redet da unfassbaren Unsinn, und es ist ziemlich peinlich für jemanden mit seinem Background.
Aber, und das meine ich jetzt gar nicht böse sondern als "Denkanstoß": Vielleicht ist es wirklich ein Problem, dass viele Nicht-Insider Ultras genau SO wahrnehmen. Was einerseits an deren Ahnungslosigkeit liegt, andererseits aber auch an dem, was man von Ultras meistens so mitbekommt.
Und das ist zwar -anders als Heynemann schreibt- keine Gewaltbereitschaft oder Aggression, aber es ist eben auch nicht mehrheitlich positiv und entspannt. Wenn Du mal Leute außerhalb der Ost fragen würdest, wie Ultras auf sie wirken, dann würde wahrscheinlich kommen: Protestieren grundsätzlich immer gegen irgendwas, sind oft schlechtgelaunt und nölig, klinken sich aus der Gemeinschaft der übrigen Fans zugunsten ihrer kleinen Gruppe aus, lassen sich sehr leicht provozieren (ob von Gegner oder Polizei) und wirken, als wollen sie mit der breiten Masse nichts zu tun haben.
Jedenfalls ist in der Außenwirkung nicht mehr viel übrig von dem ursprünglichen Anspruch, sich in erster Linie um positive Stimmung in Stadien verdient machen zu wollen.
Und das schreibe ich nicht als "Ultra-Bashing" (also bitte nicht gleich wieder auf Abwehrhaltung schalten!), sondern wirklich als Sammlung von Eindrücken, die man vielleicht außerhalb der Ost komplett anders wahrnimmt, als wenn man mittendrin steht und singt. Und auch wenn vieles davon vielleicht auf Missverständnissen beruht, sollte es niemandem egal sein, wie das rüberkommt, was man eigentlich beabsichtigt.
Warum sollten Außenstehende zu dem Eindruck kommen, dass Ultras oft schlechtgelaunt sind und dass sie sich aus der Gemeinschaft ausklinken?
Kann gut sein, dass viele Leute außerhalb der Ost so denken. Aber du meintest, das wäre eine Sammlung von Eindrücken, also frage ich mich, wie du zu diesen Eindrücken kommst. Weil die Ultras nunmal den Verein kritischer sehen, ab und zu Spruchbänder zu bestimmten Themen zeigen, auch mal was hinterfragen, kommt man vielleicht zu dem Eindruck, dass die grundsätzlich immer gegen etwas protestieren, wenn man sich nicht richtig auskennt. Aber warum ist das ein schlechter Eindruck? Warum sollten Außenstehende zu dem Eindruck kommen, dass Ultras oft schlechtgelaunt sind und dass sie sich aus der Gemeinschaft ausklinken?
Das ist zweifellos richtig. Heynemann redet da unfassbaren Unsinn, und es ist ziemlich peinlich für jemanden mit seinem Background.
Aber, und das meine ich jetzt gar nicht böse sondern als "Denkanstoß": Vielleicht ist es wirklich ein Problem, dass viele Nicht-Insider Ultras genau SO wahrnehmen. Was einerseits an deren Ahnungslosigkeit liegt, andererseits aber auch an dem, was man von Ultras meistens so mitbekommt.
Und das ist zwar -anders als Heynemann schreibt- keine Gewaltbereitschaft oder Aggression, aber es ist eben auch nicht mehrheitlich positiv und entspannt. Wenn Du mal Leute außerhalb der Ost fragen würdest, wie Ultras auf sie wirken, dann würde wahrscheinlich kommen: Protestieren grundsätzlich immer gegen irgendwas, sind oft schlechtgelaunt und nölig, klinken sich aus der Gemeinschaft der übrigen Fans zugunsten ihrer kleinen Gruppe aus, lassen sich sehr leicht provozieren (ob von Gegner oder Polizei) und wirken, als wollen sie mit der breiten Masse nichts zu tun haben.
Jedenfalls ist in der Außenwirkung nicht mehr viel übrig von dem ursprünglichen Anspruch, sich in erster Linie um positive Stimmung in Stadien verdient machen zu wollen.
Und das schreibe ich nicht als "Ultra-Bashing" (also bitte nicht gleich wieder auf Abwehrhaltung schalten!), sondern wirklich als Sammlung von Eindrücken, die man vielleicht außerhalb der Ost komplett anders wahrnimmt, als wenn man mittendrin steht und singt. Und auch wenn vieles davon vielleicht auf Missverständnissen beruht, sollte es niemandem egal sein, wie das rüberkommt, was man eigentlich beabsichtigt.
4.Es ist so und das geben auch viele Ultras zu, dass die Ultraphilosophie immer eine Minderheitsgruppe darstellen wird.
Es können nicht alle Ultra sein. Warum? Weil dann der Baustein der Kultur fehlt.
Wir heben uns ab, weil wir anders Leben als die meisten Leute im Stadion.
Prinzipiell wie eine "Anti Spießbürgertum" truppe.
Ungefähr bis zum 25. Lebensjahr. Dann kommen Job, Frau und Kind.
Das trifft aber eben auch nicht auf alle zu. Nicht jeder ändert seine Meinung mit dem Alter und der Lebenserfahrung.
Ungefähr bis zum 25. Lebensjahr. Dann kommen Job, Frau und Kind. Nicht böse sein, aber so habe ich in einem gewissen Alter auch noch gedacht und dann gemerkt, dass viele der "Spießer" genauso sind wie ich und ich genau wie die Spießer bin.
Dann schau mal nach Italien da stehen 40-jährige Grauhaarige Männer auf dem Zaun und sind die Vorsänger...
Und in Deutschland?
Wir heben uns ab, weil wir anders Leben als die meisten Leute im Stadion.
Prinzipiell wie eine "Anti Spießbürgertum" truppe.
Oh doch, das erklärt auch warum so wenig 45 Jährige in der Kurve sind
Dann haben wir unterschiedliche Vorstellungen von Spießbürgertum.
Für mich ist es z.B. auch spießig, wenn innerhalb einer Gruppe alle Leute dieselben Klamotten tragen. Oder wenn sie Stimmung nicht individuell sondern nur hinbekommen, solange sie von einem Vorsänger angeleitet werden. Oder wenn sie sich selbst beim Supporten fotografieren, um zu belegen wie geil sie mal wieder waren und die Fotos dann irgendwo zu verkaufen oder zu tauschen.
Aber das ist sicher Geschmackssache und trifft ja auch nicht auf jeden Ultra zu.
Ich habe kein grundsätzliches Problem mit Vorsängern. Ich habe ein Problem mit der Behauptung, ohne Vorsänger könne es keine vernünftige, von den Fans ausgehende Stimmung geben.
@ HB2108
Ich habe kein grundsätzliches Problem mit Vorsängern. Ich habe ein Problem mit der Behauptung, ohne Vorsänger könne es keine vernünftige, von den Fans ausgehende Stimmung geben. Und diese Aussage kommt oft von Leuten, die nach eigenen Angaben "gegen den modernen Fußball" sind und dabei völlig ignorieren, dass es früher keine Vorsänger gab, und dennoch war die Stimmung besser. Was in meinen Augen zu einem guten Teil daran lag, dass sich früher keine Gruppe in ein Biotop zurückzog und aus der Gemeinschaft einer großen Kurve ausgeklinkt hat.
Aber das ist wieder ein Thema für sich und hier OT.
Gibts doch auch bei uns nicht wirklich oder? Ich meine in Leverkusen war teilweise oder sogar das ganze Spiel niemand auffem Zaun, jedenfalls nicht mit Megaphon, und da war sehr schwache Stimmung. Ich meine, ich hätte sogar gehört, dass die Ultras das auch wegen der Proteste anderer mal ausprobieren wollten, bin mir da aber nicht sicher. Auf jeden Fall sieht man aber, dass ohne Vorsänger nicht wirklich viel kommt.
Oh nein, des es gibt díe 45 Jährigen.... wenn auch wenige und somit ist das nicht JEDER richtuig...