http://www.schwatzgelb.de/index.php?id=5072
Schon hart, wie wenig Ahnung die Politiker teilweise haben und trotzdem meinen, dazu was sagen zu können.
Das ist zweifellos richtig. Heynemann redet da unfassbaren Unsinn, und es ist ziemlich peinlich für jemanden mit seinem Background.
Aber, und das meine ich jetzt gar nicht böse sondern als "Denkanstoß": Vielleicht ist es wirklich ein Problem, dass viele Nicht-Insider Ultras genau SO wahrnehmen. Was einerseits an deren Ahnungslosigkeit liegt, andererseits aber auch an dem, was man von Ultras meistens so mitbekommt.
Und das ist zwar -anders als Heynemann schreibt- keine Gewaltbereitschaft oder Aggression, aber es ist eben auch nicht mehrheitlich positiv und entspannt. Wenn Du mal Leute außerhalb der Ost fragen würdest, wie Ultras auf sie wirken, dann würde wahrscheinlich kommen: Protestieren grundsätzlich immer gegen irgendwas, sind oft schlechtgelaunt und nölig, klinken sich aus der Gemeinschaft der übrigen Fans zugunsten ihrer kleinen Gruppe aus, lassen sich sehr leicht provozieren (ob von Gegner oder Polizei) und wirken, als wollen sie mit der breiten Masse nichts zu tun haben.
Jedenfalls ist in der Außenwirkung nicht mehr viel übrig von dem ursprünglichen Anspruch, sich in erster Linie um positive Stimmung in Stadien verdient machen zu wollen.
Und das schreibe ich nicht als "Ultra-Bashing" (also bitte nicht gleich wieder auf Abwehrhaltung schalten!), sondern wirklich als Sammlung von Eindrücken, die man vielleicht außerhalb der Ost komplett anders wahrnimmt, als wenn man mittendrin steht und singt. Und auch wenn vieles davon vielleicht auf Missverständnissen beruht, sollte es niemandem egal sein, wie das rüberkommt, was man eigentlich beabsichtigt.