Corona - generelle Diskussion

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Das ist ja auch was Anderes, würde mir nie einfallen mich über Depressionen lustig zu machen oder die auch nur klein zu reden, wie manch Einer das macht.

Ich kenne meinen Kollegen und die Frau hat auch keine Depression, ich weiß wie Depressionen aussehen, das kannst du mir glauben.
Ich kann da schon differenzieren, denke ich.

Du hast derzeit schon das Beispiel von dem Kollegen gebracht, dessen Frau zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Derzeit war Dein O-Ton „man solle über den Tellerrand blicken und schauen, was echte Probleme sind“. Hast Du Peggys Frage derzeit, was denn „echte Probleme sind“ überhaupt beantwortet? Kannst Du in den Kopf der Frau Deines Kollegen gucken? Ist fehlendes Reisen bei einer psychisch erkrankten Person kein „echtes Problem“? Und wie willst Du genau betrachten, wo es ein echtes und wo ein unechtes Problem ist?

Ich schicke Dir gleich eine PN, weil ich das hier nicht öffentlich schreiben möchte.
 
Ich lese in dem Artikel (den tagesschau Text) einen festgestellten Zusammenhang zwischen Depressionen und der Pandemie raus. Da wird kein Zusammenhang ausschließlich auf die Maßnahmen, die mit der pandemischen Lage einher gehen, gezogen. Das bitte nicht unterschlagen.

Nicht ausschließlich, auch die Berichterstattung und der politische Umgang haben ihren Teil dazu beigetragen.

„Unverhältnismäßig stark waren demnach Frauen betroffen. Die Autor:innen der Studie führen das darauf zurück, dass die Pandemiemaßnahmen in den meisten Ländern bestehende Ungleichheiten noch verschärft hätten.So wurden zusätzliche Betreuungs- und Haushaltspflichten hauptsächlich von Frauen übernommen. Außerdem sind sie weitaus häufiger als Männer Opfer häuslicher Gewalt, die während der Pandemie ebenfalls zugenommen hat.

Die Studie zeigte außerdem, dass die am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder mit der größten psychischen Belastung konfrontiert waren. Dabei bestand ein enger Zusammenhang zwischen hohen Covid-Fallzahlen, Bewegungseinschränkungen und erhöhten Raten von Depressionen und Angstzuständen. „Die Ergebnisse machten deutlich, dass die psychosozialen Dienste "dringend gestärkt werden müssen“, sagte Santomauro.“

Meiner Meinung nach haben die Maßnahmen den größten Anteil, weil sie den einschneidendsten Teil der Pandemie darstellen.
 
Du hast derzeit schon das Beispiel von dem Kollegen gebracht, dessen Frau zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Derzeit war Dein O-Ton „man solle über den Tellerrand blicken und schauen, was echte Probleme sind“. Hast Du Peggys Frage derzeit, was denn „echte Probleme sind“ überhaupt beantwortet? Kannst Du in den Kopf der Frau Deines Kollegen gucken? Ist fehlendes Reisen bei einer psychisch erkrankten Person kein „echtes Problem“? Und wie willst Du genau betrachten, wo es ein echtes und wo ein unechtes Problem ist?

Ich schicke Dir gleich eine PN, weil ich das hier nicht öffentlich schreiben möchte.

Echte Probleme (natürlich eine völlig subjektive Sicht) sind für mich z.B. , sich täglich Gedanken machen zu müssen wie man sich selber und seine Familie ernährt.

Ich habe doch gesagt, dass ich ihn und seine Frau kenne, keine Depression.
 
Gerade bei so ner komplexen Geschichte wie Corona, die auch nicht vollständig erforscht ist, sind Verschwörer oder Menschen nicht weit, die einfache Lösungen anbieten.
Machste nix, muss dann jeder selbst entscheiden welchen Weg er da gehen möchte.
Ich bin bei sowas in ziemlicher Unkenntnis der Fakten eher defensiv.
 
Echte Probleme (natürlich eine völlig subjektive Sicht) sind für mich z.B. , sich täglich Gedanken machen zu müssen wie man sich selber und seine Familie ernährt.

Ich habe doch gesagt, dass ich ihn und seine Frau kenne, keine Depression.

Und ich denke, dass Du es trotzdem nicht beurteilen kannst. Meine Arbeitskollegin, mit der ich über Jahre täglich zu tun hatte, hat sich aus heiterem Himmel umgebracht. Glückliche Ehe, zwei gesunde Kinder und ein sicherer Job. Und trotzdem lebt sie heute nicht mehr.

Selbst wenn man Menschen kennt, so sieht man es ihnen nicht an. Depressionen stehen keinem auf der Stirn geschrieben. Ja, es gibt auch Fälle, in denen es offensichtlich ist. Oftmals bekommt man es aber nicht mit.

https://www.neurologen-und-psychiat...-traurig-chronische-depressive-verstimmungen/

https://www.gesundheitsstadt-berlin...e-anzeichen-fuer-eine-echte-depression-12854/

https://www.stressmedizin-hamburg.d.../stress-angst-depression-gefangen-im-dunkeln/

Ob man an dieser Stelle dabei bleiben möchte, dass man eine psychische Erkrankung ausschließt, sei dahingestellt…
 
Das wäre ja auch zu einfach. Manche hinterfragen solche Berichte leider nicht. Einige gehen nur auf die Schlagzeilen und die Punkte ein, setzen es aber selten in einen Kontext oder machen sich Gedanken dazu.
Theoretisch(!) könnte es ohne die ganzen Maßnahmen noch viel schlimmer aussehen. Sowas sollte auch theoretisiert werden. Problematisch ist eben immer, dass wenn Entscheidungen getroffen wurden, es einfach ist, diese zu kritisieren, da man ja häufig nicht feststellen kann, was bei einer anderen Entscheidung passiert wäre. Da wird dann behauptet , es wäre weniger "dramatisch". Das kann aber niemand wirklich sagen.

Bezüglich Deiner Aussagen zur Kritik an Entscheidungstträger hast Du 100% recht.
Man kann es da wohl kaum oder eigentlich gar nicht allen recht machen.

Was Deine diesbezügliche Aussagen in Bezug zu Corona und deren Maßnahmen betrifft, kann bzw. sollte man sich alles doch etwas differenziert betrachten.
Dass hier Entscheidungen von riesigen Ausmaß getroffen werden mussten und es da zu Fehlern gekommen ist, ist einerseits wohl logisch bzw. nicht unnormal.
Andereseits gibt es Dinge, insbesonders mit dem Kauf von Masken, aber auch anderes, was sich schon anbietet, beleuchtet zu werden.
Mithin sollten wir nicht ganz die "Entschuldigungsklocken" läuten und alle Entscheidungen unter dem Deckmantel der bisherigen Einmaligkeit dieser weltweiten Pandemie kehren.
Dass das ein, teilweise wildes, Meinungsspektrum nach sich zieht, ist nur die Folge davon.
Das aber sollte uns weder davon abhalten zu kritisieren bzw. zu diskutieren und auch nicht dazu führen, dass Menschen stigmatisiert werden.
 
Da fragt man sich, was die Regierung oder speziell das Gesundheitsministerium in 1 1/2 Jahren Corona so gemacht hat. Ok, es wurden Milliarden für Masken ausgegeben. Das natürlich 16x mehr, als es nötig war. Es wurden Lockdowns beschlossen, eine Impfpflicht durch die Hintertür wurde eingeführt.

In den Schulen kam das Ferienende auch wieder zu plötzlich. Keine Filtersysteme, kein Plan - von Beteiligten hört man, dass man sich an den Sommer 2020 zurückversetzt fühlt. Da hatte man noch Verständnis für die Lage. Ein Jahr später ist das natürlich weg.

Dann der Bericht in der Welt, wo er sagt, dass man 10-15 Covidpatienten hat, was bei 100 Betten 10-15% sind und damit 10-15% zu viel.

Das zeigt ja wieder ein großes Versäumnis.

Ok, dass es wohl selbst zu Hochzeiten keine Überlastung gab, haben andere herausgefunden. Jeder muss da selbst wissen, wie er/sie zu den DIVI-Leaks steht.

https://www.t-online.de/gesundheit/...haftler-korrigieren-zahlen-wieder-falsch.html

Allerdings frage ich mich, warum man es zulässt, dass eine belegte Intensivstation ohne Covid-Patienten 1 1/2 Jahre nach Ausbruch einer Pandemie noch immer das Problem schlechthin darstellt. Es kann doch nicht sein, dass 1 1/2 Jahre nach Ausbruch der Pandemie eine Intensivstation ohne Coronapatienten schon bei 100% ist, wo jeder Coronapatient das Fass zum Überlaufen bringt.

Was haben die Regierung und besonders das Gesundheitsministerium 1 1/2 Jahre lang gemacht?

Unter dem nachfolgenden Link gibt es eine Landkarte, die man aktivieren kann. Da sieht man die derzeitige Auslastung sehr gut. Es ist erschreckend zu sehen, dass zB Nienburg bei 0 Covidpatienten schon zu 100% ausgelastet ist.

https://www.aachener-nachrichten.de/nrw-region/zahlen-corona-auf-den-intensivstationen_aid-54118605

Auch die Intensivstation in zB Rastatt oder Erlangen-Höchstadt und Wittmund sind bei 100% ganz ohne Coronapatienten. In Städten wie Gifhorn liegt 1 Coronapatient und sie sind bei 100%.

Wie kann das sein?

Das eigentliche Problem sehe ich mehr in die jahrzehntelange Kaputtsparung unseres Gesundheitssystems. Und dass das Gesundheitsministerium nach 1 1/2 Jahren die Lage nicht geändert hat, ist das Schlimme an der ganzen Sache. 2020 konnte man die Probleme noch unter mit „alles neu, nie gekannte Situation“ abtun. 1 1/2 Jahre später sehe ich da nur noch das absolute Versagen der Politik.
 
Corona ist doch nur das I-Tüpfelchen, was das Fass zum überlaufen bringt.
Das grundsätzliche Problem ist der Personalmangel an Krankenhäusern bedingt durch ökonomische Zwänge.
Dieses wird verschärft durch die Überbelastung des vorhandenen Personals, wovon dann nach einigen Jahren nicht wenige ausgebrannt und frustriert den Job aufgeben.
 
Das grundsätzliche Problem ist der Personalmangel an Krankenhäusern bedingt durch ökonomische Zwänge.

Und das, über lange Zeit "aufgebaut", löst man nunmal nicht in einem Jahr.

Dieses wird verschärft durch die Überbelastung des vorhandenen Personals, wovon dann nach einigen Jahren nicht wenige ausgebrannt und frustriert den Job aufgeben.

Das ist genau das, was im ZON-Artikel auch thematisiert wird.
 
@FatTony , genau das ist einer der Knackpunkte.
Klar, da hast Du mehr als Recht, dass nicht in einem Jahr etwas geändert werden kann, das eineinhalb Jahrzehnte in schwerster Art und Weise vernachlässigt oder anders ausgedrückt, wider besserem Wissen, verschlampt wurde.
Sch... ist, dass genau die Personen das geradebiegen sollen/müssen, die das verursacht haben.
Da wird der Bock zum Gärtner gemacht.

Das Argument einiger, die das einem Sparzwang zurechnen, ist in einem Staat, wie Deutschland, wertlos.
Niemals, wirklich niemals, dürfte zugelassen werden bzw. worden sein, dass das Gesundheitssystem privatisiert wird.
Ebenso, wie die bekannten Themen der Privat- und Kassenpatienten sowie der Beamtenstatus.

In wie weit die fehlenden Pflegekräfte und Ärzte sowie fehlenden Krankenhäuser und Stationen/Betten, die Geschehnisse um Corona beeinflussten, kann ich, mangels entsprechendem Wissen, nicht beurteilen.
Gefühlt messe ich dem jedoch einen nicht geringen Anteil zu.

Aus diesem Grund sollte darüber diskutiert und sachlich kritisiert werden können.
Auch mit dem Einfluss persönlicher Sichtweisen.
Und, in der späteren Nachbetrachtung der Pandemie, eventuelle Verfehlungen einzelner Verantwortlicher Regierungsmitglieder strafrechtlich verfolgt werden.
Damit meine ich nicht wegen falschen Entscheidungen, sondern, wenn persönliche Vorteile, nachweisbar würden.
 
Klar, da hast Du mehr als Recht, dass nicht in einem Jahr etwas geändert werden kann, das eineinhalb Jahrzehnte in schwerster Art und Weise vernachlässigt oder anders ausgedrückt, wider besserem Wissen, verschlampt wurde.

Es ist auch in 5 Jahren nicht mal eben so zu ändern. Klar, du kannst jedem KKH 20 extra Intensivbetten verpassen. Dann hast du aber immer noch nicht die fehlende Intensivpflege und man kann nicht einfach x-beliebige Leute von Station X auf die Intensivpflege verlegen. Selbst wenn man es könnte, dann fehlen diese woanders (und wir reden jetzt noch nicht mal über die ländlichen Räume und die Versorgungssituation dort). Leute neu einstellen geht auch nicht mal eben so. Weil ja alles billig sein muss und weil der heilige Markt ja alles regelt, stehen die Bewerber nun nicht gerade an den Krankenhäusern Schlange um Nachtschichten zu schieben. Woher also nehmen wenn nicht stehlen? Selbst wenn junge Menschen Schlange stehen würden, diese muss man ausbilden, das dauert Jahre. Das hat im übrigen nicht "die Politik" verschlampt, das haben alle verschlampt die diese Politik gewählt haben und das sind nicht gerade wenige in diesem Land. Sollte man im Hinterkopf behalten ehe man über "die" urteilt (allgemein gesprochen, nicht an dich gerichtet).

[politik]P.S.: Ironie der Geschichte, dass Deutsch"Wir sind kein Einwanderungs-"Land sich jetzt sein Personal im Ausland suchen muss. Womit wir, wieder einmal, ein Problem von hier ins da (=Ausland) verlagern. Aber das können wir ja gut [/politik]
 
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