Ich bin der Meinung das jeder Mensch sich die Qualifikationen aufbauen und aus Fehler lernen kann. Wenn dies Zeit benötigt, dann nehme ich das auch in kauf.
Ein eindeutiges JAIN. JEDER? Einem Menschen mit Rechenschwäche wirst du nicht die Qualifikation aufbauen können, sich intensiv mit Zahlen auseinanderzusetzen. Einen Menschen mit Lese-Rechtschreibschwäche wirst du auch nicht zu einem Lektor machen können.
Okay, vielleicht doch mit ordentlich Zeit. So über die Jahrzehnte hinweg. Wenn wir die Zeit haben... okay. Ich persönlich denke jedoch, dass wir diese Zeit nicht haben.
Du schreibst, dass du diese Zeit auch in Kauf nimmst. Hat diese Zeit ein Limit?
Bisher hatten sie 5 Jahre Zeit. Bist du bereit den verantwortlichen noch weitere 50 Jahre Zeit zu geben? Dann könnte das klappen. Weil in 50 Jahren müssen wir altersbedingt Nachfolger für sie eingestellt haben. Mit denen ist es durchaus möglich, so sie denn nicht von den jetzigen Protagonisten eingearbeitet werden.
Bedenklich finde ich an deinem Post, dass du Personen über den Verein stellst. Du schreibst immer vom Werder Weg, dass wir so bleiben sollen, wie man Werder aus der Vergangenheit kennt... dass der Verein über allem steht... Warum stellst du dann Personen über den Verein?
Nur mal zur Erinnerung: Weder Otto Rehagel noch Willi Lemke hatten zum Zeitpunkt als sie bei Werder angefangen haben irgendeine großartige Werder Vergangenheit. Nach deiner Logik hätte man das damals also nicht machen dürfen, da sie ja keine Vergangenheit mit Werder mitbrachten. Keine "Identifikation".
Gut das man damals deine Argumentation nicht kannte. Denn es waren wunderbare Jahre. Du kennst sie vielleicht nicht, aber ich war damals oft genug live im Stadion. Zusammen mit 20.000 anderen (nicht 40.000 wie es heutzutage üblich war). Tolle und erfolgreiche Jahre, die erst den "Werder Weg" geschaffen haben. Und das trotz (oder vielleicht gerade weil) sie keine Werdervergangenheit hatten und dadurch erst was verändern konnten.
Ich möchte dahin zurück. Und das geht eben nicht, in dem wir auf die Werder Vergangenheit setzen.
Back to the roots, zurück zu den Wurzeln, bedeutet nämlich, dass wir Personen von draußen holen müssen. So wie damals. Ohne Werder Vergangenheit.