Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Zustimmung zum Beitrag #12263, @syker1983 , jedoch mit einer Einschränkung

Er hat noch eine Chance andernorts den jetzigen Eindruck verschwinden zu lassen. Wenn er das in den Sand setzt, war es das mit seiner Karriere. Dann wird er Co-Kommentator bei Sendern sein; allenfalls taugt er dann noch als U-Trainer beim DFB usw..
Das ist durchaus möglich, jedoch sehe ich darin keinen Automatismus. Denn trotz des Desasters in dieser Saison hat er zu Beginn seiner Zeit als Werder-Coach gezeigt, daß er grundsätzlich "Feuerwehrmann" kann, so daß es ebenso möglich ist, daß in den kommenden Jahren von anderen Clubs dafür verpflichtet wird.
 
Fachmann hin oder her. Im Profisfussball geht es aber zwingend um den Punkte- und damit um den Tabellenstand. Mal völlig abgesehen davon, dass wir jetzt wahrscheinlich den sogar absteigen werden.
Dies bedeutet immense Einnahmeausfälle für Werder Bremen. Daran hängen direkt Arbeitsplätze im Klub und diese Leute fallen nicht so weich wie die Profifussballer oder die Leute aus der Teppichetage. Das sollte einem mal bewusst werden. Zudem hängen noch Arbeitsplätze in der Stadt Bremen an der ganzen Maschinerie. Ein Bundesligaklub zu haben ist ein unglaublich Standortvorteil. Dass das die Bremer Sozialdemokraten und ihre Koalitionspartner nur bedingt verstehen, kann ich bei deren ökonomischen Sachverstand ja noch nachvollziehen, aber dass dies selbst in diesem Forum von einigen nicht gesehen wird, erstaunt mich dann doch.

Wir können es uns nicht leisten hier auf Kosten der vorgenannten Leute, deren Existenz am Bundesligisten Werder Bremen hängt, für die Ausbildung eines Trainers voran zu treiben, der dann im Zweifel, wenn er hier alles gelernt hat, die Früchte für einen anderen Profiklub pflückt. Denn tatsächlich erkenne ich in FloKo auch Potential. Aber mit der Situation in dieser Saison ist er spätestens seit Mitte der Hinrunde überfordert gewesen und ist es noch. Dies wird uns nun aller Voraussicht nach die Bundesligazugehörigkeit kosten. Im Moment scheint es ja auch noch so zu sein, dass FB versuccht seinen eigenen Hintern zu retten und dann wohl doch nicht so ganz "mit dem besten Trainer" in die 2. Liga gehen wird.

Werder Bremen ist einfach größer und wichtiger als einzelnen Personen!

Die sportlich Verantwortlichen bei Werder haben fertig. Die gehören vom GF Sport, über den Cheftrainer bis hin zum letzten Assistenztrainer und Technischen Direktor auf die Straße gesetzt. Sie werden im übrigen alle sehr weich fallen!
Eher die drüber mit den Technischen Direktor:)
 
Und da bin ich anderer Meinung. Es ist fahrlässig für die Hoffnung auf einen Entwicklungsschritt beim Trainer den Abstieg in kauf zu nehmen.
:tnx: Keine Person darf wichtiger sein als der Verein, langjährige Werder-Vergangenheit hin oder her. Diese Hoffnung auf einen Entwicklungsschritt würde im Abstiegsfall ca. 30 Mio. € kosten, ein ziemliches teures "Vergnügen" - von etwaigen Folgekosten und Substanzverlusten in den kommenden Jahren mal ganz zu schweigen. Diese Festklammern an einem langjährigen Werderaner wäre dem Club schon beinahe mit TS und VS zum Verhängnis geworden, doch aus diesen Erfahrungen konnte oder wollte die Werder-Familie nicht lerne. Stattdessen übt man sich in "Dreimal ist Bremer Recht" oder "Aller guten Dinge sind drei"; die Quittung für dieses Vabanque-Spiel könnte in Kürze eintreffen.


Und ob er wirklich gerade in einer Lernphase ist, da hab ich so meine Zweifel, wenn ich mir die Aufstellung der letzten beiden Spiele ansehe. Klar kann niemand sagen wie es mit einem Nachfolger läuft. Das kann man natürlich immer als Gegenargument für einen Trainerwechsel aufführen. Aber, da sind wir wieder bei den Negativrekorden die er diese Saison aufstellt und da kann man genauso die Phrase bringen, was soll ein Nachfolger noch schlechter machen. Und z.B. das Verletzungspech ist für mich da auch ganz klar nur eine Ausrede. Andere Vereine haben ebenfalls mit so etwas zu kämpfen.
Sicher, andere Vereine haben auch mit Verletzungen zu kämpfen. Doch das ist nur ein Teil der Erklärung, denn die Verletztenmisere durch das bewußte in Kauf nehmen zu großen Teilen ausgemacht, was FK und FB im Oktober 2019 selbst bestätigten:
Mit diesem Muster konfrontiert, hält inzwischen auch Trainer Florian Kohfeldt die Vorschädigungen vieler seiner Spieler „für die logischste Erklärung, auch wenn es uns jetzt geballt getroffen hat“. Schon in normalen Zeiten haben er und sein Trainerteam alle Hände voll damit zu tun, einzelne Spieler dieses Kaders möglichst sanft durch eine Trainingswoche zu bekommen, damit sie am Wochenende spielen können. Der Trainer verweist auf ein grundsätzliches Problem: „Ich habe das schon bei der Verpflichtung von Niclas Füllkrug gesagt. Spieler mit dieser Qualität können wir als Werder Bremen nur bekommen, weil das Verletzungsrisiko eingepreist ist.“
Weil Werders finanzielle Möglichkeiten im Bundesligavergleich sehr begrenzt sind, gehört ein Risiko bei vielen Transfers dazu. „Wir schauen uns jeden Spieler und seine Verletzungshistorie vor einer Verpflichtung genau an, unabhängig vom Alter“, erzählt Baumann, „dabei muss man auch schon mal abwägen: Was ist wichtiger? Seine Qualität und seine Lust, bei Werder etwas zu bewegen? Oder das Risiko, dass er auch mal ausfällt?“ Er habe auch schon mal zwei Spieler gegen den klaren ärztlichen Rat verpflichtet, „weil ich von ihnen überzeugt war und sie für uns die bestmöglichen Option waren. Die beiden sind jetzt nicht mehr bei Werder, aber der Plan ging auf“.
Somit sind diese vielen verletzungsbedingten Ausfällen nicht allein in Pech begründet.


Zu Hoffenheim, manchmal merkt man halt erst nach einer Weile der Zusammenarbeit, dass man doch nicht so zusammenpasst und bei manchen Dingen andere Ansichten hat. Finde ich jetzt nichts verwerfliches dran. Hoffenheim schwächt sich hier im Endspurt um die EL selbst, aber wenn man die Trennung zum jetzigen Zeitpunkt für absolut nötig hält, sollen sie das tun. Hat jetzt aber aus meiner Sicht nichts mit, ich schmeiß hier ständig den Trainer raus, zu tun und sollte auch kein Argument gegen eine Trainerwechsel sein wenn der Erfolg so lange ausbleibt wie bei uns in dieser Saison.
Eben, wenn die Zusammenarbeit keine weitere Perspektive hat, sollte man die Zusammenarbeit beenden, bevor man so wie bei uns aktuell (und wie vorhin schon erwähnt bereits bei TS und VS) noch größeren Schaden anrichtet. Damit wären wir auch wieder einmal bei der Analyse von Jan de Witt, daß die engen persönlichen Bindungen bei Werder erforderliche Aussprachen verhindern. q.e.d.
 
Im Moment geht man davon aus, dass der Abstieg Werder und die Stadt Bremen zusammen ca. 50 Mio. Euro kosten würde, da zumindest der Einbruch für die Stadt im ersten Jahr (Hotel/Gastronomie) eine mittlere einstellige Millionensumme kosten würde.

Ich habe jetzt mehr an den Standort als solchen Gedacht. Bremen ist ein High-Tech Industriestandort. Luftfahrt, Raumfahrt, Schiffbau, Fahrzeugbau, Rüstung, Logistik, Forschung sind die Faktoren hier. Beim Wort "Standortvorteil" würde ich jetzt daran denken, was der Standort Bremen über den Verein Werder Bremen an Vorteilen zieht. Dass zum Beispiel der Standort als solcher den Firmen die Anwerbung von hochqualifiziertem Personal ermöglicht. Das BIP von Bremen liegt darüber hinaus bei 33mrd €, 50mio sind im Vergleich also ein Vorteil den die Politik als relevant zu beachten hätte, diese aber nicht kapiert? Mit Verlaub, aber vielleicht solltest du über deine Aussage noch mal nachdenken und auch darüber, ob du dem Fußball nicht möglicherweise weit mehr Bedeutung beimisst, als er wirklich hat. Deine Zahl jedenfalls geht im Rauschen unter.
 
Ich habe jetzt mehr an den Standort als solchen Gedacht. Bremen ist ein High-Tech Industriestandort. Luftfahrt, Raumfahrt, Schiffbau, Fahrzeugbau, Rüstung, Logistik, Forschung sind die Faktoren hier. Beim Wort "Standortvorteil" würde ich jetzt daran denken, was der Standort Bremen über den Verein Werder Bremen an Vorteilen zieht. Dass zum Beispiel der Standort als solcher den Firmen die Anwerbung von hochqualifiziertem Personal ermöglicht. Das BIP von Bremen liegt darüber hinaus bei 33mrd €, 50mio sind im Vergleich also ein Vorteil den die Politik als relevant zu beachten hätte, diese aber nicht kapiert? Mit Verlaub, aber vielleicht solltest du über deine Aussage noch mal nachdenken und auch darüber, ob du dem Fußball nicht möglicherweise weit mehr Bedeutung beimisst, als er wirklich hat. Deine Zahl jedenfalls geht im Rauschen unter.

Die Werbewirkung von Hochleistungssport ist nicht seriös quantifizierbar. Für das BiP ist der Fussball ansich nicht so wichtig. Allerdings sind 50 Mio auch kein Pappenspiel. Da hängen Einzelschicksale dran. Aber solange das Kollektiv insgesamt noch gut darsteht, ist ja alles in Ordnung.
 
:tnx: Keine Person darf wichtiger sein als der Verein, langjährige Werder-Vergangenheit hin oder her. Diese Hoffnung auf einen Entwicklungsschritt würde im Abstiegsfall ca. 30 Mio. € kosten, ein ziemliches teures "Vergnügen" - von etwaigen Folgekosten und Substanzverlusten in den kommenden Jahren mal ganz zu schweigen. Diese Festklammern an einem langjährigen Werderaner wäre dem Club schon beinahe mit TS und VS zum Verhängnis geworden, doch aus diesen Erfahrungen konnte oder wollte die Werder-Familie nicht lerne. Stattdessen übt man sich in "Dreimal ist Bremer Recht" oder "Aller guten Dinge sind drei"; die Quittung für dieses Vabanque-Spiel könnte in Kürze eintreffen.

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Meine Quelle sagt ca. 45 Mio Euro wird der SV Werder Bremen kosten. Aber am Ende sind die 15 Mio auch nur bedingt entscheidend, wenn man sich unsere Gesamtumsätze der letzten Jahre nochmal vor Augen führt.
Das wird ein mehr als brutaler Einschnitt. Wie gesagt diejenigen, die dieses Desaster zu verantworten haben, werden so oder so weich fallen.
 
Wie gesagt diejenigen, die dieses Desaster zu verantworten haben, werden so oder so weich fallen.
Ich hab gehört, dass Baumi und Floko ein privates Trainingslager in nem 2 Mann Zelt, nach Brokeback Mountain Manier planen, um in Löffelchenstellung im Friedehorstpark/ Lehnhofpark die Saison revue passieren zu lassen ...am offenen Feuer werden bestimmt Schlaf*schaaf*e gegrillt und darüber seniert, wie man Werder wieder auf den Gipfel (der 2.Liga, der Negativrekorde) befördern kann...
Ich denke, mit dieser kritischen Aufarbeitung der Saison, werden wir wieder auf dem Bode der Tatsachen gelangen ...

SATIRE?!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Die Werbewirkung von Hochleistungssport ist nicht seriös quantifizierbar

Und doch wirfst du der Politik in Bremen vor, das sie genau das nicht seriös macht.

Für das BiP ist der Fussball ansich nicht so wichtig.

Eben. Also lass es doch besser sein, so Sprüche rauszuhauen, was für ein Standortvorteil ein Bundesligist sei und wie wenig die Politik dies erkennen würde.
 
Es wird ja bereits hier ein Saisonfazit gezogen, was ich auch verstehen kann, zumal nur noch mit Glück der Abstieg vermieden werden kann.
Für mich fing es schon vor dem Saisonstart mit den Fehlern an. Baumann und Kohfeldt wollten nach der Saison 18/19 den nächsten Schritt machen indem sie den Spielern in der Vorbereitung und in der Saison trainingsmäßig mehr abverlangen wollten. Dabei hat man einschließlich dem gesamten Stab mit Athletiktrainer, Physiotherapeuten usw. zu spät erkannt, dass man "überzogen" hat.
Ergebnis war die Verletzungsmisere mit tlw. bis zu elf, zwölf ausgefallenen Spielern. Wenn Spieler dann wieder einsatzbereit wären, mussten/wurden sie eingesetzt ohne die eigentliche Leistungsfähigkeit erreicht zu haben.
Hinzu kamen natürlich Fehler in der Kaderplanung. Beispiel Osako. Es ist davon ausgegangen worden, dass er hinter der Spitze Füllkrug gut funktioniert, ähnlich wie in seiner Zeit bei Köln hinter Modeste. Das sah zugegeben zunächst auch gut aus, was ich erhofft hatte. Füllkrug wollte somit entgegen seiner vorherigen Spielweise mit einem echten Mittelstürmer spielen lassen, was nicht nur ich schon lange gefordert hatte.
Nach der frühen Verletzung von Füllkrug verpuffte dieser Plan. Es fehlt einfach ein richtiger Strafraumspieler.
Auf Pizarro zu setzen war ein Trugschluss. Sargent wurde nach meiner Meinung zu wenig zugetraut, bzw. für zu jung gehalten. Er hätte längere Zeit als Spitze das Vertrauen bekommen müssen statt das System ohne echte Spitze wieder einzuführen.
J. Eggestein war von Kohfeldt ja schon umgeschult worden und wollte wohl dabei bleiben. J. E. ist natürlich körperlich kein "Reisser" und hat dadurch gegen meist große und körperlich stärkere Innenverteidiger Probleme sich durchzusetzen. Doch als zweite Spitze neben Rashica wäre er vielleicht besser gewesen als ein Osako auf dieser Position. Er hat aber über einen längeren Zeitraum die Chance nicht bekommen.
Ein Fehler war es auch in den langen schlechten Phasen von M. Eggestein ihn nicht mal auf die Bank zu setzen. In geringerem Maße galt dies auch für Klaassen. Schade nur, dass Möhwald aufgrund seiner Verletzung nicht zur Verfügung stand.
Bei der Kaderplanung war es auch ein Fehler, nicht Wert auf schnelle und durchsetzungsfähige Spieler zu setzen. Werder hat oft Defizite in der Schnelligkeit (Ausnahme Rashica), speziell im Mittelfeld und in der Abwehr. Das führte nach meiner Meinung dazu, dass Kohfeldt von seiner eigentlich geliebten offensiven Spielweise gezwungener Maßen abrückte, da Werder bei schnellen Kontern ständig überlaufen wurde. Hinzu kommt die Kopfballschwäche vorne und hinten (Ausnahme Gebre Selassie).
Man kann sicher noch mehr Fehler/falsche Einschätzungen aufführen, doch ich will es mit meinem Fazit nicht übertreiben.
Ich hoffe natürlich, dass Werder mit Glück doch noch den Klassenerhalt schafft. Aber die Fehler und Fehleinschätzungen (wozu auch der Abgang von Kruse gehört, was auch ich zu Beginn unterschätzt habe) in der Kaderplanung, in der Vorbereitung und der gesamten Saison sind für die fatale Situation von Werder verantwortlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was nützt dir Fachwissen wenn er keinen Abstiegskampf kann. Falsche Aufstellungen, falsche Einwechslung, ingamecoaching eine Katastrophe.

Was der die ganze Saison für Versprechungen gemacht hat, was kam dabei raus. NIX.

Lässt immer die selben Spieler spielen egal wie schlecht sie sind. Glaubwürdigkeit gleich null, gibt sicher genug Spieler die ihm nicht mehr folgen was ich irgendwie verstehen kann, osako maxi spielen oft bis immer trotz ihrer nichtleistung.

Habe ihn auch immer sehr gemocht aber seine STURHEIT bringt uns vlt in die 2 Bundesliga. Nach dem 0:5 gegen Mainz hätte er entlassen werden müssen.

Noch etwas falsch?
JA!
Der Kader und dafür gibt es einen HAUPT-Verantwortlichen.
Der heißt Frank Baumann!
FK ist da wohl eher sein Erfüllungsgehilfe.
Einer, der mit dem, ohne jede Systematik zusammengestellten Personal arbeiten muss.

Sicher macht FK auch Fehler gemacht.
Sicher ist aber auch, dass es sich mit einem gewachsenen Kader und zusammenpassenden Spielertypen, besser, weniger fehlerbehaftet arbeiten lässt.
Und noch etwas ist sicher.
Nämlich dass Werder, selbst mit diesem unausgewogenen und qualitativ stark auseinandertriftenden Kader, besser da stehen würde, wenn alle das Engagement von FK leben, anbieten und einbringen würden.

Baumann ist der absolute Hauptverantwortlich, kein anderer.
Von woher stinkt gleich der Fisch?
Die Antwort ist relativ einfach.
 
Das Problem mit Osako ist tatsächlich eines der wenigen die ich auch als klar hausgemacht ansehe. Ich habe es schon mehrfach geschrieben, wir sind stark abhängig von einem Verbindungsspieler, ob er nun Osako heißt oder sonstwie. Wir haben aber nur ihn, ob in guter oder schlechter Form. Ähnlich mit unseren 8ern wo der eine einen starken 6er und der andere einen starken 10er abgeben kann. Nur fehlen sie dann auf ihrer Stammposition und da ist dann erneut kein Ersatz. Hier haben wir uns im Sommer klar übernommen, keiner der vier gehandelten Kandidaten ist gekommen, sei es weil zu teuer, zu viele Investoren oder eben zu viel Knie. Und da haben wir den Kardinalsfehler als alles auf eine Karte gesetzt wurde und uns maximal um die Ohren geflogen ist. Ob Lücke, Ludde, Möhwald, Milos oder eben die vielen Muskelverletzungen die teils Hausgemacht waren, bis hin zu geisteskranken Fouls wie bei Toprak, hier gab es auf brutale Art und Weise keine Schonung für Trainer und Mannschaft. Damit komm mal klar. Dann zu sagen: Schmeißt sie raus wegen des Risikos das sie gegangen sind...kann man machen, ist aber nicht meins.

Hm. Wenn wir dann aber nur Spieler haben die nicht in Form sind oder verletzt waren oder nicht richtig zum System passen, wäre es dann nicht Aufgabe des Trainers, das System anzupassen? Was nützt uns das tollste System, wenn es nicht umgesetzt werden kann? Was nürzt mir Ronaldo, wenn ich ihn als Busfahrer einsetze? Ist das dann nicht ein eklatantes Versagen des Trainers, das nicht zu ändern? Müsste das ein Riesentrainertalent dann nicht sehen und anders aufstellen? Junge Spieler besser machen. Spieler aufstellen, die in Form sind, auch wenn sie nicht Osako heißen und dadurch evtl das System angepasst werden muss? Ich mein Verletzungen können ja immer mal passieren, dann muss ich doch schon vorher Plan B in der Schublade haben erst Recht, wenn ich auf manchen Positionen für mein System nur einen in Frage kommenden Spieler habe?!


Ganz unabhängig davon finde ich hat FK immer wieder dieseben Fehler wiederholt - in der Hinrunde wurde es so richtig schlecht, als wieder eher nach Namen anstatt nach Form aufgestellt wurde. Trotz der ganzen Verletzten sah das doch zu Beginn stellenweise recht ordentlich aus - richtig schlimm wurde es mit den ganzen Zurückkommern. „Wenn XYZ zurück kommt, daaaaannn....“. Und jetzt wieder: ein Groß macht ein richtig gutes Spiel und spielt danach keine Rolle mehr - kein Wunder, dass die Mannschaft dann irgendwann nicht mehr dem Trainer folgt - spielt ja anscheinend mehr eine Rolle, wie man heißt und was für einen Ruf man hat (bzw sich in der Vergangenheit erarbeitet hat), als die aktuelle Form. Mir ist schon klar, dass wenn alle Spieler ihre Topleistung abrufen würden, dass ein Groß dann nichts in der Startelf zu suchen hätte. Aber was bringt mir Ronaldo im Sturm, wenn der komplett außer Form ist und ein Ailton in 2004er-Topform auf der Bank, weil der nunmal nicht so durchtrainiert aussieht?

Und generell: ich glaube nicht, dass FK an seinem Stuhl klebt, weil er seine Karriere-Chancen schwinden sieht oder weil er die Kohle will. Ich glaube er ist tatsächlich der Meinung, dass er es schaffen kann und will das stur hinbekommen. Dann wäre aber die Aufgabe eines Sportdirektors da evtl. gegenzusteuern, wenn der Trainer überfordert ist oder schlicht und einfach die Ergebnisse nicht liefert - aber das hat dieser ja bei Skripnik schon nicht geschafft - FB ist für mich die größte Fehlbesetzung. Und wenn er FK tatsächlich als DEN Trainer für Werder sieht, dann muss er das auch so kommunizieren, sein Schicksal an das seines bestmöglichen Trainers knüpfen und alles in die Waagschale werfen was er hat und entweder schaffen wir es dann zusammen oder wir gehen beide - aber auch das höre ich von FB so nicht, ich finde da fehlen die Eier. Da wird zwar mal gesagt, dass man mit FK in die zweite Liga geht. Dann wird ein paar Wochen später wieder die Saison im Sommer erstmal analysiert, weil der Erfolg immer noch nicht so recht da ist und das hört sich dann schon jicht mehr so überzeugt an. Dann wiederum muss ich mich fragen, warum FK den Karren in die zweite Liga fahren darf, wenn noch gar nicht gewiss ist, dass er dort weiter am Steuer sitzt? Wozu dann alles?

Naja, ich hoffe mal auf einen Sieg morgen (bzw mittlerweile schon heute) auch wenn ich nicht weiß, wie wir ein Tor schießen wollen - und wenn wir am Ende wirklich drin bleiben sollten, dann hoffe ich, dass die fünfzehnte zweite Chance dann aber auch mal nachhaltig genutzt wird und Veränderungen kommen. Aber ich befürchte nächste Saison bleibt alles beim Alten in Bremen, egal ob Liga Zwei oder Eins, mit FK auf der Bank und FB als graue Eminenz im Hintergrund, dem
weiterhin alle Fäden entgleiten, aber Bode hat Hoffnung auf Besserung. Na dann, Gute Besserung! Gibts da nicht was von Wiesenhof?

auf gehts Werder :klatsch:
 
Und noch etwas ist sicher.
Nämlich dass Werder, selbst mit diesem unausgewogenen und qualitativ stark auseinandertriftenden Kader, besser da stehen würde, wenn alle das Engagement von FK leben, anbieten und einbringen würden.
Das ist alles andere als sicher, denn ich kann noch so viel Engagement an den Tag legen, wenn es offensichtlich ist, dass ich mit der Situation absolut überfordert bin oder aber die falschen Hebel bediene...
Er kann von mir aus den "Fleißpreis" nach der Saison bekommen, nur ist er derjenige, der seine Trainerqualität erst einmal unter Beweis stellen muss ...aus großen Ankündigungen entstand überwiegend heiße Luft ...
Er hat sich stets bemüht, reicht leider im harten Fußballgeschäft nicht...
 
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