Allgemeiner Wahl-Thread

Welche Koalition wünscht Ihr Euch?

  • CDU / CSU / SPD

    Votes: 3 17,6%
  • CDU / CSU / Grüne

    Votes: 2 11,8%
  • SPD / Grüne / Linke

    Votes: 6 35,3%
  • Nichts davon - Neuwahlen

    Votes: 6 35,3%

  • Total voters
    17
Wow, die FDP hat nochmal 0,7% mehr als gestern Abend.

Was meint ihr, die, die bei der CDU fehlen, sind die jetzt zur FDP? Oder ist das eher so eine Verschiebung, also ein paar % der CDU Wählen haben nicht gewählt und ein paar % der Neuwähler oder Vorher-Nicht-Wähler haben nun die FDP gewählt?

Man muss schon sehr mit der FDP verbunden bzw. der Politik von CDU/FDP sehr verfallen sein, um sie gerade zu dieser Zeit noch zu wählen. Deswegen wage ich zu bezweifeln, dass von den ehemaligen Nichtwählern viele in diese Richtung übergelaufen sind. Die FDP hat wohl so ziemlich alle Wähler gewonnen, die von der CDU abgewandert sind. Wie gesagt, ich persönlich finde das ziemlich erschreckend. Und nicht, dass ich die beiden Parteien für kein Übel halten würde, aber wirtschaftlich wäre mir die CDU noch lieber als die FDP. Das will was heißen.
 
Wow, die FDP hat nochmal 0,7% mehr als gestern Abend.

Was meint ihr, die, die bei der CDU fehlen, sind die jetzt zur FDP? Oder ist das eher so eine Verschiebung, also ein paar % der CDU Wählen haben nicht gewählt und ein paar % der Neuwähler oder Vorher-Nicht-Wähler haben nun die FDP gewählt?

Ich kann dir soviel sagen, dass ich gestern bei ARD Zahlen gesehen habe, dass 50% (!!) der FDP Wähler die Partei gewählt haben, weil sie unzufrieden waren mit der aktuellen Politik. Lediglich die anderen 50% wählten die FDP aus Überzeugung. Also sind wohl ex-CDU-Wähler = neue FDP-Wähler
 
Ich weiß auch nicht genau, wie die Piraten dann die KünstlerInnen und so finanzieren wollen.

Statt Tantiemen und Honorare soll es dann eine ausgeweitete Förderung von Kunst und Kultur durch den Staat geben - wer auch immer das bezahlt. Übersetzt heißt das: Ich will etwas haben, aber nicht selbst dafür bezahlen; stattdessen sollen alle für meinen Wunsch aufkommen.

Aber eins ist ja klar: Die Urheberrechte wie es sie zZ gibt, machen kaum noch Sinn, wenn man sich mal ansieht wie viele Menschen raubkopieren.

Die Lösung des Problems kann aber doch keinesfalls sein, dass man den Künstler der Verfügungsgewalt über sein Werk beraubt. Andernfalls müsste man doch ebenso die Hersteller von Waren enteignen, weil es so viele Ladendiebstähle gibt.

Es geht beim Urheberrecht aber nicht nur um die Entlohnung des Künstlers, sondern auch darum, dass das Werk nicht ohne Einwilligung des Urhebers verändert werden darf oder dass es jemand anderes als sein Werk ausgibt.

Das Beispiel der Open Source-Software gilt hier nicht, weil die Autoren der Programme sie freiwillig unentgeltlich zur Verfügung stellen, während die Piraten die Urheber zu solch einem Schritt zwingen wollen.
 
Von mir aus, ich finde die FDP ganz sympathisch. Aber ich will nochmal diesen Test machen, hat den jemand noch? Also den Link für die Europawahl, welche Partei stimmt am meisten überein.
 
@unbash
Meine Meinung ist, daß Nichtwählen gehen die konsequenteste Ablehnung der derzeitigen Parteien-Politik ist.
Deine Meinung spiegelt den common sense über das Nichtwahverhalten wider.
Tatsächlich aber ist die Nichtwahl politischer zu sehen als eine "Protestwahl".
Und eine "Gefährlichkeit" entsteht durch Nichtwahl nicht. Radikalere Parteien sind - erneut - nicht in Europa vertreten. Es sei denn man bezeichnet die Linke als radikal.
Die REps und die DVU sind nicht in Europa vertreten. In Landtagen sind sie, wenn vertreten, Ausreißer und das meist nur einmalig. In den Sechzigern hatten sie merhmals hintereinander Ergebnisse über 10%. Seit damals wird immer weniger Wählen gegangen (außer 1972 mit 91,1 Wahlbeteiligung) und "Radikale" werden immer weniger gewählt - einmalige Ausreißer wie DVU in Bremen oder NPD aktuell in meckPomm und früher Sachsen abgesehen.
"Die Linke" als radikal zu betrachten kann man machen, weil sie immerhin vom Verfasungsschutz beobachtet werden. Aber auch ihre Stimmen nehmen ab. Die Erwartungen bei Krise und Tendenz zur Nichtwahl hätte für die Linken doch eigentlich eine 20% Prrognose ergeben - die sie nur in ihrem "Stammland" nämlich den 5 Beitrittsländern haben.

Von daher ist die Gefährlichkeit der Nichtwahl mehr aus Politikersicht zu sehen: Der Parteipolitikerapparat wird bewußt/unbewußt immer mehr abgelehnt. Die Haltung der Parteienpolitik muß sich ändern, ansonsten wird das, was auf dem Wahlzettel nicht mehr passiert, immer mehr Gewißheit. Das Volk holt die Partei-Politik ein.
 
Die Löshttp://forum.werder.de/newreply.php?do=newreply&p=458201ung des Problems kann aber doch keinesfalls sein, dass man den Künstler der Verfügungsgewalt über sein Werk beraubt. Andernfalls müsste man doch ebenso die Hersteller von Waren enteignen, weil es so viele Ladendiebstähle gibt.

Ja, wie gesagt ist eine schwierige Thematik. Aber es ist zZ erstmal wichtig Aufmerksamkeit für das Thema zu kriegen, weil da im Endeffekt auch viele Arbeitsplätze dran hängen, und nicht nur eine Thematik für irgendwelche Nerds ist :D

Aber ich will nochmal diesen Test machen, hat den jemand noch? Also den Link für die Europawahl, welche Partei stimmt am meisten überein.

http://www.wahl-o-mat.de/europa/
 
einmalige Ausreißer wie DVU in Bremen oder NPD aktuell in meckPomm und früher Sachsen abgesehen.
Von daher ist die Gefährlichkeit der Nichtwahl mehr aus Politikersicht zu sehen: Der Parteipolitikerapparat wird bewußt/unbewußt immer mehr abgelehnt. Die Haltung der Parteienpolitik muß sich ändern, ansonsten wird das, was auf dem Wahlzettel nicht mehr passiert, immer mehr Gewißheit. Das Volk holt die Partei-Politik ein.

Also, ich glaube alleine die Tatsache, dass die Berlusconi Partei, die real Faschismus betreibt, immer noch gewählt wird widerlegt das. Desweiteren sind in Holland und Österreich Parteien ins EP gekommen, die offen mit antisemitischen Thesen werben.

Was muss sich deiner Meinung nach grob an Parteienpolitik ändern?
 
"Die Linke" als radikal zu betrachten kann man machen, weil sie immerhin vom Verfasungsschutz beobachtet werden. Aber auch ihre Stimmen nehmen ab. Die Erwartungen bei Krise und Tendenz zur Nichtwahl hätte für die Linken doch eigentlich eine 20% Prrognose ergeben - die sie nur in ihrem "Stammland" nämlich den 5 Beitrittsländern haben.

Falsch, der kommunistische Flügel wird beobachtet, das ist nichts weiter als eine von vielen parteiinternen Gruppen. Die Linke ist auch nicht, wie gestern fälschlicherweise im ZDF behauptet wurde, "europafeindlich", sondern hat sich klar und deutlich zur EU bekannt. Und um die Parteien, die diese Gemeinschaft bekämpfen wollen, würde ich mir doch ebenso viele Sorgen wie um die radikalen machen, und von denen sind sehr wohl welche ins Parlament eingezogen.
 
Wow, die FDP hat nochmal 0,7% mehr als gestern Abend.

Was meint ihr, die, die bei der CDU fehlen, sind die jetzt zur FDP? Oder ist das eher so eine Verschiebung, also ein paar % der CDU Wählen haben nicht gewählt und ein paar % der Neuwähler oder Vorher-Nicht-Wähler haben nun die FDP gewählt?

Die FDP bekommt oft - gerade bei Wahlen, wo die Gefahr besteht, daß dei FDP unter die 5%-Hürde sackt - "Leihstimmen" von CDU/CSU-Wähler/innen, um eine bürgerlich-liberale Koalition zu ermöglichen. Den Stimmenzuwachs der FDP bei dieser Europawahl sehe ich dagegen mehrheitlich als Denkzettel von CDU/CSU-Wähler/innen für die Bundespolitik ihrer Partei; ein Stimmenzuwachs durch Neu- oder vorherige Nichtwähler mag zwar auch vorhanden sein, aber im sehr geringen Umfang, denn die FDP ist keine klassische Erstwählerpartei, die Europawahl hat in der Bevölkerung einen geringeren Stellenwert als Bundes- oder Landtagswahlen und die Wahlbeteiligung war selbst für eine Europawahl sehr niedrig.
 
Die Linke ist auch nicht, wie gestern fälschlicherweise im ZDF behauptet wurde, "europafeindlich", sondern hat sich klar und deutlich zur EU bekannt.

Kannst du mit Zitaten belegen, dass sich die Linke nicht nur zur EU in ihrer jetzigen Form inklusive des Vertrags von Lissabon bekennt, sondern zugleich auch gegenteilige Äußerungen von prominenten Mitgliedern der Linken widerruft?
 
Kannst du mit Zitaten belegen, dass sich die Linke nicht nur zur EU in ihrer jetzigen Form inklusive des Vertrags von Lissabon bekennt, sondern zugleich auch gegenteilige Äußerungen von prominenten Mitgliedern der Linken widerruft?

Nein kann er nicht, da die Linke den Vertrag von Lissabon ablehnt.

Beispiel hier:
Nein heißt nein

Mag ja sein, dass die Linke einen anderen Vertrag haben möchte, aber wenn man den Weg der Europäisierung weitergehen möchte, ist es auch wichtig über militärische Themen zu sprechen, damit ein 2. Irakfall nicht mehr vorkommt. Meine Meinung dazu ist ja, dass die Linke nur populäre Themen aufgreift um diese dann für sich nutzen zu können. Ich will nicht wissen in was für ein Chaos Deutschland versinken würde, wenn diese Protestmenschen Lafontaine und Gysi wirklich mal was zu sagen hätten. Aber ich schweife wieder ab vom Europathema.

Sehr interessant ist diese Seite: Pressepositionen von die Linke Dort wird alleine an den Überschriften der Artikel deutlich, dass man eigentlich immer dagegen ist. Selten so viele negative Begriffe auf so eine geringe Anzahl an Artikeln verteilt gesehen.

@schmolle: Gut das du mit dieser Meinung hier alleine stehst. Du hast es zwar gut erklärt, trotzdem bleibt die Haltung für mich vollkommen unverständlich.
 
@unbash
Direkte Wahl des Parlamentes, Sitzverteilung anhand des Wahlergebnisses, direkte Wahl des Bundespräsidenten, sog. Volksentscheide bei Fragen wie z.B. Währungsbeitritt, EU Beitritt, Erlaß einer Verfassung, über die das Volk entscheidet, Aufhebung des Verhältniswahlrechtes und Einführung des Mehrheitswahlrechtes in Verbindung mit Einführung der Direktwahl JEDES Politikers auf JEDER Wahl, Abschaffung des Parteienwahlrechtes und der jetzigen Parteienfinanzierung.

Das die Faschisten gewählt wurden, wirft ein Bild auf die Wähler - nicht auf die Nichtwähler.


@freaktaker
Meine Beispiele waren auf Deutschland bezogen.
 
@unbash
Direkte Wahl des Parlamentes, Sitzverteilung anhand des Wahlergebnisses, direkte Wahl des Bundespräsidenten, sog. Volksentscheide bei Fragen wie z.B. Währungsbeitritt, EU Beitritt, Erlaß einer Verfassung, über die das Volk entscheidet, Aufhebung des Verhältniswahlrechtes und Einführung des Mehrheitswahlrechtes in Verbindung mit Einführung der Direktwahl JEDES Politikers auf JEDER Wahl, Abschaffung des Parteienwahlrechtes und der jetzigen Parteienfinanzierung.

Naja, viele Dinge davon teile ich mit dir, aber für mich ist die logische Konsequenz daraus nicht, nicht zu wählen, sondern die zu wählen, die dies oder zumindest manches davon auch möchten.

Das die Faschisten gewählt wurden, wirft ein Bild auf die Wähler - nicht auf die Nichtwähler.

Ne, ich denke, dass du es dir da zu einfach machst. Wenn alle Nichtwähler zur Wahl gegangen wären und die Stimme ungültig gemacht hätten, dann wäre das niemals in diesem Ausmaß passiert und es gäbe gleich ein wirkliches Signal an die Politik, weil sich doch an geringe Wahlbeteiligung mittlerweile jeder gewöhnt hat.
 
Kannst du mit Zitaten belegen, dass sich die Linke nicht nur zur EU in ihrer jetzigen Form inklusive des Vertrags von Lissabon bekennt, sondern zugleich auch gegenteilige Äußerungen von prominenten Mitgliedern der Linken widerruft?

Klick
Ja, der Vertrag von Lissabon wird abgelehnt. Aufgrund des Punktes, dass die EU eine gemeinsame Armee stellen soll. Steht ja auch nicht besonders im Einklang mit der Idee der Gründung der EG als Friedensgemeinschaft.
 
Also kannst du nicht den gewünschten Beleg vorweisen. Dann wirst du aber auch damit leben müssen, dass man der Linke ihre EU-freundlichen Bekenntnisse nicht abnimmt.
 
Ohne jetzt ein Freund der Linken zu sein: Nur aufgrund der Ablehnung des Lissabon-Vertrages ist man doch noch nicht "Europa-feindlich". Ich selbst sehe den Lissabon-Vertrag aus verschiedenen Gründen auch kritisch, stehe aber voll hinter einem vereinigten Europa als Friedensgarant und gemeinsamem Wirtschaftsraum. Gegenwärtige Entwicklungen in der EU zu kritisieren muss erlaubt sein, ohne als "Europafeind" abgestempelt zu werden. Leider ist diese Tendenz auch in der Medienberichterstattung sehr stark zu beobachten
 
Also kannst du nicht den gewünschten Beleg vorweisen. Dann wirst du aber auch damit leben müssen, dass man der Linke ihre EU-freundlichen Bekenntnisse nicht abnimmt.

Vielleicht hängt das auch davon ab, ob man die Linkspartei partout nicht als europafreundlich anerkennen will. Herr Bisky, Herr Ernst, Herr Ramelow und selbst Frau Wagenknecht haben sich in diversen Talkshows mehrfach und explizit zur EU bekannt, wollen aber insbesondere hinsichtlich der Militärspolitik grundlegende Veränderungen schaffen. Der Lissabonvertrag schießt genau in die gegenteilige Richtung.
 
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