Manchmal frage ich mich, warum sich so viele noch das Hobby-Schiedsrichtersein antun...
Wurden sie früher oft nur angepöbelt, eskaliert heutzutage immer mehr die Gewalt. Der Respekt einem Menschen gegenüber wird immer geringer. Ist aber leider ein Spiegelbild der heutigen Gesellschaft, in der Aggression und Respektlosigkeit immer mehr zunehmen.
Aufs Schiedsrichtersein bezogen:
MMn bekommt man das Problem nur noch a) mit drakonischen Strafen und b) mit einer Menge "Sozialarbeit" in den Griff. Es muß künftig Aufgabe der Vereine, derer Funktioneller und Betreuerstäbe sein, ihre Spieler so zu "erziehen", das solche Sachen wie zuletzt in Münster nicht mehr vorkommen. Und das muß von den unteren Kindermannschaften an passieren. Auch sich oft völlig daneben benehmende Eltern müssen knallhart zurechtgewiesen werden und mit dem Ausschluss ihrer Kinder gedroht werden. Sich aggressiv verhaltene Mitspieler müssen unter Beobachtung stehen, ermahnt werden und notfalls eben vom Verein ausgeschlossen werden.
Dazu müssen die Strafen drakonisch erhöht werden. Lebenslange Spielersperren, Hausverbote und Ausschlüsse der Vereine vom Spielbetrieb sollte selbstverständlich sein. Dazu natürlich Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung mit endlich mal höheren Strafen.
Ich hoffe, das es jetzt mal einen bundesweiten Streik ALLER Schiedsrichter unterhalb der Profiligen gibt, in allen Bereichen (Amateure und Jugend). Damit vielleicht dann mal die Leute aufwachen und merken, das ohne Schiedsrichter eben kein Fußballspiel möglich ist.
Die Reaktion in Münster, wo man die gesamte Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet hat, finde ich richtig und gut. Bleibt jetzt noch zu hoffen, das der Spieler auch noch eine ganz persönlich knüppelharte Strafe bekommt. Hätte ich so eine Person als Arbeitgeber in meinem Betrieb, würde ich sie sofort entlassen.