Danke Dir für die Infos. Lebe halt 550 km entfernt. Aber genauso habe ich es mir vorgestellt. Pauliner Marsch kann doch von einem einzigen Anwohner blockiert werden. Der Standort ist demnach nicht zu halten. Gibt es denn andere Standorte innerhalb Bremens, die in Frage kämen? Und wenn es die nicht gibt, dann werden die Bremer Genossen nicht umhin kommen, bei den niedersächsischen Genossen zB Weyhe mit einer Vollfinanzierung zu bauen.In punkto NLZ ist in den letzten Monaten (vermutlich wegen der Bürgerschaftswahlen) nichts nach außen gedrungen und nach Abschluß der Koalitionsverhandlungen wird die neue Regierung vermutlich für die Allgemeinheit wichtigeren Baustellen als Werders NLZ angehen. Die Linken haben sich Anfang des Jahres jedenfalls gegen ein NLZ in der Pauliner Marsch ausgsprochen; wenn die ihren Standpunkt unverändert lassen wird es (sofern das NLZ nicht schon ein Teil der Koalitionsverhandlungen sein sollte) noch ein zähes Ringen innerhalb der möglichen rot-grün-roten Regierung um die Standortfrage geben, bei der es sehr wahrscheinlich nur dann ein Ja für die Pauliner Marsch dann geben wird, wenn ein trag- und finanzierbares Konzept für den Hochwasserschutz sowie etwaiger Folgekosten bei Hochwasserschäden vorliegt.
Richtig, nur hat HHG ja schon im November 2018 durchsickern lassen, daß er eine Finanzierung über die Stadion GmbH bevorzugt. Das lässt das Fazit zu, daß der Verkauf von KGaA-Anteilen auch 20 Jahre nach der Entscheidung, die rechtlichen Möglichkeiten für eine solche Akquise von finanziellen Mitteln zu schaffen, nach wie vor ein Tabu-Thema bleibt.
Doch wie steht die designierte Regierung bzw. deren Partien dazu, daß die SteuerzahlerInnen die Hälfte der anberaumten 32+x Mio. € (wobei das x bei einem Bau in der Pauliner Marsch deutlich höher ausfallen würde) berappen soll? Die Linken werden trotz ihres Hangs zur Neuverschuldung wohl wenig Bereitschaft für eine Teilfinanzierung aus Steuermitteln zeigen und bei den Grünen ist nicht auszuschließen, daß die eigentlich fortschrittliche Partei-Spitze hier wie schon bei der Entscheidung für Koalitionsverhandlung vor der vergleichsweise links stehenden Basis einknickt; d.h., daß im worst case
nur noch die mit Werder eng verbändelten Sozialdemokraten trotz einiger Vorbehalte für eine Teilfinanzierung aus Steuermitteln stehen könnten. Doch das ist keine beschlussfähige Mehrheit, so daß Werder die Kosten für einen Bau in der Pauliner Marsch oder wo auch immer in Bremen somit alleine zu stemmen hätte - es sei denn, die Gemeinde Weyhe lockt mit einem lukrativen Angebot für einen Bau innerhalb deren Grenzen.
In dieser Angelegenheit sind noch so viele offene Fragen zu klären, so daß es schon einem kleinen Wunder von der Weser gleichkäme, wenn im Jahr 2020 der erste Spatenstich für das NLZ erfolgen könnte.
Das leidige Thema GmbH & Co KG aA als Vehikel zu benutzen, um der Haftung des Vorstands wie beim eV zu entkommen, haben wir hinlänglich diskutiert. Natürlich sind hier die Profiabteilung ausgegliedert worden.
Mir geht es beim Thema Investoren konkret darum, dass man gezielt auf ein Projekt eine Gruppe oder Einzelpersonen zur Finanzierung heranzieht. Nehmen wir das Beispiel Eggestein Bros., die aus diesem NLZ kommen. ME wird mit 30 Mio€ taxiert. Der wird ohnehin irgendwann gehen. Da hätte ich bei einem zweistelligen Prozentsatz an Dividenden am Verkauf einen Millionenbetrag für die Investorengruppe als Backflow. Die guten Anlagenobjekte sind weit unter 5%/a. Zugegeben: ein sehr kursives Rechenbeispiel. Aber in diese Richtung sollte es gehen, weil die Politik am Ende nichts bezahlen wird. Warum soll aus dem neuen NLZ nicht ein Eggestein 2.0 herauskommen?



