Bremen
Moderator
Nach dem Aufschwung unter Nouri hatten wir am Ende 45 Punkte, standen auf Platz 8, 4 Punkte Abstand zur EL, 8 vor dem Abstieg
Nach dem Aufschwung unter Skripnik hatten wir am Ende 43 Punkte, standen auf Platz 10, 5 Punkte Abstand zur EL, 8 Punkte vor dem Abstieg.
Nach dem Aufschwung unter Kohlfeldt hatten wir am Ende 42 Punkte, standen auf Platz 11, 11 Punkte Abstand zur EL, 9 Punkte vor dem Abstieg.
Damit ist dies eben von den Zahlen her das schwächste Ergebnis. Das würde ich aber nicht Kohfeldt anheften, ich bin der gleichen Meinung, dass wir Spielerisch unter Ihm am besten waren.
Aber man kann diese Zahlen nicht einfach komplett ausblenden und man sollte erst recht nicht ausblenden, dass wir dieses Phänomen des kurzfristigen Aufschwungs zum dritten mal erlebt haben und in der Vergangenheit danach jedes mal auf die Schnauze bekommen haben. Geschichte tendiert dazu sich zu wiederholen und besonderer Optimismus stellt sich daher bei mir nicht ein.
Der HSV ist Mahnung genug. Wir müssen aus dieser Spirale raus, sonst enden wir genau so. Außerdem wird die Zeit knapp. Die Vergangenheit der Bundesliga ist eine Geschichte von Vereinen die nicht mehr in der Bundesliga spielen, weil sie immer auf Aufschwünge angewiesen waren. Wir müssen da Konstanz rein bekommen, sonst sind wir die nächsten.
Korrekt, diese Zahlen sollte man nicht ausblenden, auch deshalb nicht, weil jeder bessere Platz mehr Geld aus dem TV-Topf bringt. In der langfristigen Betrachtung spielt dies jedoch nur eine sekundäre Rolle, denn er Aufschwung mit dem daraus resultierenden Klassenerhalt ist nur der 1.große Schritt, der 2. große und viel schwierigere Schritt ist der, in der Folgesaison das erreichte Niveau mindestens zu halten und nicht wieder in den Tabellenkeller abzustürzen Hier trennt sich die Spreu vom Weizen in der Trainergilde. denn wir benötigen endlich mal einen Trainer, der Werder nicht nur vor dem Abstieg rettet, sondern in seiner bisherigen Arbeit auch in der Folgesaison eine Nachhaltigkeit erwirkt.
Bei FK sprechen einige Anzeichen dafür aufgrund der spielerischen Entwicklung mehr als bei seinen beiden Vorgängern. Doch in einer neuen Saison werden die Karten neu gemischt, so daß auch ein FK den Nachweis erbringen muß, daß er eine Mannschaft nicht nur weiterentwickeln, sondern auch die dringend erforderliche Nachhaltigkeit bewirken kann. Nur damit lässt sich dieser stetige Kreislauf von Trainerwechsel, Aufschwung, Klassenerhalt und dem erneuten Absturz in den Tabellenkeller durchbrechen, weil dieses stetige Auf-der-Stelle-treten letztlich ein Rückschritt ist, wodurch die Gefahr eines Abstiegs in der nahen Zukunft steigt. Sollte es FK tatsächlich gelingen, hier eine Nachhaltigkeit bewirken können, ist letztlich egal, wie hoch sein Punkteschnitt in der ersten Phase von Übernahme des Trainerposten bis zum Saisonende im vergleich zu seinen gescheiterten Vorgängern ist.


