Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

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Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

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Geld, das reicht, um wieder wachsen zu können, kann Werder meines Erachtens nur generieren, indem man Spieler für relativ kleines Geld verpflichtet, die niemand auf dem Zettel hat und sehr gut einschlagen. Das traue ich unserer jetzigen Führung 1. nicht zu, und 2. ist auch kein Geld für das Glückspiel vorhanden. 3. (siehe 1.).

Spontan fielen mir da aktuell Namen wie Pavlenka, Velkjovic, Delaney, Eggestein, Augustinsson ein. Immer abhängig natürlich insbesondere vom Zeitpunkt und von der jeweiligen Vertragslaufzeit.
 
Sparen, Sparen und noch mal Sparen in allen aber wirklich allen Bereichen. Personalkostenetat runterfahren und nicht erhöhen. Dann auch mal sich realistische Ziele setzen. Platz 12 bis 15 ist realistisch. Der Etat muss diesen Plätzen angepasst sein. Natürlich gibt es Ausschläge auch mal nach oben. Spieler kaufen, die bereit sind sich jede Saison dem Kampf zu stellen. Aufhören hier von irgendwelchem Zauberfußball zu träumen (=offensiver Markenkern) denn dafür braucht man richtig viel Geld, um hochbegabte Kicker nach Bremen zu holen und dann auch zu halten!!! Kontinuierlich Talente einbauen.
Der Markt läuft gerade völlig aus dem Ruder und wird nach der WM sicher nicht besser werden. Entweder du machst mit (was sie nicht können) oder du versuchst dich dem weitestgehend zu entziehen, in dem du preiswerte und billige Spieler holst. Da kann mal ein Pavlenka oder Delaney dabei sein, die man dann aber schnell zu Geld machen muss, um Handlungsfähigkeit im Notfall zu erhalten. Man lebt dann nur noch von der Hand in den Mund, was wir hier seit Jahren praktizieren.
Unser Hauptproblem ist unsere große Vergangenheit, die sowohl im Verein als auch bei den Fans einen Wunsch nach Wiederholung auslöst. Die hängt uns wie ein Mühlstein um den Hals.
In den glorreichen Zeiten 2004 bis 2009 wurde immer betont, dass CL dauerhaft an diesem Standort eigentlich kaum darstellbar sei. Und das war auch richtig. Anscheinend glauben sie ihre eigenen Aussagen nicht, wenn man sie jetzt hört. Die Rahmenbedingungen haben sich immer weiter verändert und sie haben das nicht angenommen. In der Liga spielt ungefähr die Hälfte um internationalen Wettbewerb und die anderen gegen den Abstieg. Werder gehört zu den Anderen. Daher muss man sich diesen Gegebenheiten stellen und dem alles unterordnen.
Man sollte zwar visionär seien, aber sich nicht in Utopie flüchten.
:tnx:

Sehr zutreffend beschrieben. Wenn man sich jedoch die "Eckdaten" wie große Vergangenheit, offensiver Markenkern, hohe Personalkosten, die nicht angenommen Rahmenbedingungen sowie die Darbietungen dieses Jahrzehnts vor Augen, scheint die Flucht in die Utopie schon seit Jahren im vollem Gange zu sein.
 
Das war mal ein realistischer Beitrag ohne ewigen Defaetismus. :kaffee:

Einzig bzgl des "Mühlensteins" würde ich Dir weitestgehend widersprechen. Die Vergangenheit ist nachwievor auch ein "Pfund", mit der Werder "wuchern" kann, zumal diese "Vergangenheit" nicht einfach so vom Himmel gefallen ist. .

Was meinst du denn was für ein "Pfund" an Eindrücken die letzten 7-8 Jahre hinterlassen haben? Ich denke die Spieler ticken
heute anders. Außerdem werden sie von ihren geldgeilen Beratern gelenkt, s. h. viele Spieler sind eigentlich nur Spielball ihrer
Berater. Niemand hat die Behauptung aufgestellt Werder sei überhaupt nicht attraktiv für etwaige Spieler.
Nur, das Gesetz des Handelns hat Werder mMn nicht mehr in der Hand. Es kommen viele Faktoren zusammen:
- die sportliche Entwicklung der letzten Jahre
- die Außendarstellung des Vereins und seiner handelnden Personen
- der latent schwache und teilweise auf Verkäufe ausgelegte Haushalt
- die Abkopplung von den Finanztöpfen bei entsprechend schlechtem sportlichen Abschneiden
- dazu ein nicht angepasster Personal-Tsunami ;)
Am Rande: der Mitgliederschwund einhergehend mit Beitragserhöhungen zeigt wie nötig diese Gelder sind.
 
Spontan fielen mir da aktuell Namen wie Pavlenka, Velkjovic, Delaney, Eggestein, Augustinsson ein. Immer abhängig natürlich insbesondere vom Zeitpunkt und von der jeweiligen Vertragslaufzeit.

Ich schrieb ja auch „reißen“. In der letzten Sommer TP wurde uns niemand von denen aus der Hand gerissen, die letzte Saison schon für uns gespielt hatten, und Delaney war letzte Saison noch auffälliger.

Pavlenka hätte, wenn er so weiter macht, Potential für ein Kassenschlager, aber Torwärter generieren ja nicht dieeee fetten Ablösesummen. Gut, Wiedwald bekämen wir dafür vielleicht zurück und wir hätte noch ein paar Euronen übrig für den notwendigen TD.
 
Hast Du z.B die Motivation eines Sargent vernommen, zu Werder Bremen zu wechseln?

Habe ich sehr wohl vernommen. Ich habe in meiner Argumentation auch nicht ausgeschlossen, dass der ein oder andere Spieler
den Weg zum SVW finden wird. Allerdings müssen hier wahrscheinlich mehrere Faktoren zusammenkommen (Rufer z. richtigen
Zeitpunkt am richtigen Ort). Auch muss man bedenken das Sargent bisher "nur" (außergewöhnlich) ein Talent ist. Allerdings besitzt er
aber wohl auch nicht das Talent um bei MC, CFB, MU etc.zu unterschreiben. Für seine Entwicklung ist der Schritt hier zum SVW
wohl der erfolgversprechendere Weg. Sollte er wirklich dieses Talent entwickeln können, wird es innerhalb kürzester Zeit eine Auskopplung
geben. Ich möchte meinen A.... drauf verwetten, wenn hier einige von fetten Millionen träumen, der Vertrag wird so abgefasst sein, dass
Werder mit Sicherheit nicht wahnsinnig profitieren wird.

Niemand hat die Behauptung aufgestellt Werder sei überhaupt nicht attraktiv für etwaige Spieler.
 

Mal ganz ehrlich: Du glaubst doch nicht wirklich, das es, wenn wir mit Schaaf weiter gemacht hätten, besser gelaufen wäre. Der war am Schluß doch schlichtweg fertig. Irgendwann ist jeder Trainer mal verbraucht und Werder hat nicht das Geld, alle drei Jahre eine völlig neue Mannschaft zusammenzukaufen.

Das wiederum ändert aber nichts an der Tatsache, das wir in Sachen Trainer danach mehrfach voll in die Scheiße gegriffen haben!
 
naja damals nach otto haben wir auch mehrfach ins klo gegriffen, ist also nicht so das das sowas noch nie vorgekommen ist.

Sagen wir es mal anders: Wir hatten mit Otto und Schaaf gleich zwei geniale Glücksgriffe mit einem hervorragenden Team drumherum, was wohl in der Liga einmalig bleiben wird. Was dazwischen und danach kam ist wohl näher am heutigen "Trainerzyklus" dran, als die Ausnahmesituation um Otto und Schaaf.
 
Sagen wir es mal anders: Wir hatten mit Otto und Schaaf gleich zwei geniale Glücksgriffe mit einem hervorragenden Team drumherum, was wohl in der Liga einmalig bleiben wird. Was dazwischen und danach kam ist wohl näher am heutigen "Trainerzyklus" dran, als die Ausnahmesituation um Otto und Schaaf.

Ich tu mich sehr schwer bei der Analyse des Trainers Thomas Schaaf.
Klar ist es ihm gelungen, hier über Jahre Erfolg zu haben, mir stellt sich aber immer die Frage wie hoch sein Anteil daran tatsächlich ist.
Sicher war die Stimmung in der Truppe super und jeder wäre für ihn sprichwörtlich durchs Feuer gegangen.
Blöd gesagt, wäre nicht jeder andere halbwegs gute Bundesligatrainer mit der Truppe auch damals Meister und Pokalsieger geworden?
Vielleicht etwas ketzerisch aber das taktische Mastermind war er sicher nicht...
Feuer frei!
 
MB möchte gerne in den nächsten Jahren dauerhaft einen einstelligen Platz innehaben. Und wie soll das gehen?

Ich glaube schon das man diesen Anspruch im Kern so formulieren kann. Ob das dann immer klappt, kann eh keiner garantieren außer Bayern. Ob der Zeitpunkt gerade günstig ist, kann man auch drüber diskutieren. Aber grundsätzlich finde ich es besser wenn Werder Ansprüche auch öffentlich anmeldet, anstatt Erwartungen runter zu schrauben.

Aber es gilt natürlich einiges vereinsseitig dafür zu tun .... von Bode, Baumi und Co. Also nur dén Anspruch formulieren und dann weiterhin ausschließlich auf allen Vereins-Ebenen restriktiv agieren und hoffen das Kohlfeldt einfach mal so sportlich das Ruder rumreißt, wird nicht funktionieren. Der braucht schon ein wenig Unterstützung mit mutigen Verpflichtungen und einem durchgängig gelebten Leistungsgedanken im Verein......

Aber das ist alles Schnee von morgen ..........

Im Moment sind wir in einer dramatischen Situation und es gilt die Wintertranse zu nutzen um den größtmöglichen Schaden vom Verein fernzuhalten ..... Abstieg.

Das ist momentan Realität und wenn der Abstiegskampf gewonnen ist, dann kann man sich aufmachen in diese Richtung!
 
Das war mal ein realistischer Beitrag ohne ewigen Defaetismus. :kaffee:

Einzig bzgl des "Mühlensteins" würde ich Dir weitestgehend widersprechen. Die Vergangenheit ist nachwievor auch ein "Pfund", mit dem Werder "wuchern" kann, zumal diese "Vergangenheit" nicht einfach so vom Himmel gefallen ist. .
Hast Du mal in den Medien die so genannte Brandrede vom Seifert verfolgt? Allein seine Forderungen an die Liga sind schon der Hammer und bedeuten, dass sich Leute wie Mintzlaff & Co voll bestätigt fühlen. Das ist unglaublich meiner Meinung nach. Ich würde allen mal empfehlen, dass zu lesen und zu durchdenken, was das am Ende für die Liga bedeutet?!
In dessen Szenario hat Werder dauerhaft keinen Platz mehr.
 
Was meinst du denn was für ein "Pfund" an Eindrücken die letzten 7-8 Jahre hinterlassen haben? Ich denke die Spieler ticken
heute anders. Außerdem werden sie von ihren geldgeilen Beratern gelenkt, s. h. viele Spieler sind eigentlich nur Spielball ihrer
Berater. Niemand hat die Behauptung aufgestellt Werder sei überhaupt nicht attraktiv für etwaige Spieler.
Nur, das Gesetz des Handelns hat Werder mMn nicht mehr in der Hand. Es kommen viele Faktoren zusammen:
- die sportliche Entwicklung der letzten Jahre
- die Außendarstellung des Vereins und seiner handelnden Personen
- der latent schwache und teilweise auf Verkäufe ausgelegte Haushalt
- die Abkopplung von den Finanztöpfen bei entsprechend schlechtem sportlichen Abschneiden
- dazu ein nicht angepasster Personal-Tsunami ;)
Am Rande: der Mitgliederschwund einhergehend mit Beitragserhöhungen zeigt wie nötig diese Gelder sind.

Einen entscheidenen Faktor, der gerade in Hinblick auf die Attraktivität Werders für junge Talente von Bedeutung ist, hast Du in der Auflistung nicht erwähnt: die Chancen auf mehr oder weniger regelmäßige Einsätze im Profi-Team mit der Perspektive, sich bei Werder in der Bundesliga etablieren zu können.
 
Ich glaube schon das man diesen Anspruch im Kern so formulieren kann. Ob das dann immer klappt, kann eh keiner garantieren außer Bayern. Ob der Zeitpunkt gerade günstig ist, kann man auch drüber diskutieren. Aber grundsätzlich finde ich es besser wenn Werder Ansprüche auch öffentlich anmeldet, anstatt Erwartungen runter zu schrauben.
:tnx:

Die an sich gestellten Ansprüche sollten sich in einem realisoerbaren Rahmen bewegen. d.h, daß man sich nicht nur mit dem Minimalziel (Klassenerhalt) zufrieden gibt, sondern sich selbst ein machtbares, nach oben gerichtetes Ziel setzt, mit dem man sich selbst motiviert, Doch solche Ziele können nur erreicht werden, wenn die maßgebenden Gremien sich den sich geänderten Bedürfnissen des Profifussballs anpassen, von sich aus agieren statt wenn überhaupt nur zu reagieren und dabei sich nicht scheuen, rechtzeitig auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, statt darauf zu warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist.
 
Hast Du mal in den Medien die so genannte Brandrede vom Seifert verfolgt? Allein seine Forderungen an die Liga sind schon der Hammer und bedeuten, dass sich Leute wie Mintzlaff & Co voll bestätigt fühlen. Das ist unglaublich meiner Meinung nach. Ich würde allen mal empfehlen, dass zu lesen und zu durchdenken, was das am Ende für die Liga bedeutet?!
In dessen Szenario hat Werder dauerhaft keinen Platz mehr.

Ich habe ja öfter schon dafür plädiert, daß sie ihre dämliche Europa-Liga schaffen sollen. Da können dann die ganzen korrupten Berater die Millionen einstreichen, die Spieler machen was sie wollen und wir haben unsere Ruhe. Daß ein Seifert dann auch noch in einer "Brandrede" die Priorität auf Europa legt ist ein schlechter Scherz. Hat vermutlich auch Berater und kriegt auch die Millionen in den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) geblasen um das Karusell am laufen zu halten. Ich dachte ja immer es kann nicht weiter getoppt werden, Ronaldo mit seinem Vermögen in Steueroasen welches er vor den Spaniern versteckt die ihn finanzieren. Aber Messi hat es tatsächlich geschafft noch einen oben drauf zu setzen. Für mich ist das zu nur mit asozial und abartig zu beschreiben. Aber wenn die Spanier und viele in der Welt den beiden zujubeln machen sie dann wiederum offenbar alles richtig...
 
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