Allgemeiner Politik Thread

Das soll die Rechtfertigung sein?

Warum ist dann der Prozentsatz im Osten so hoch und im Westen verhältnismäßig so gering? Ist Merkels Politik nicht für Gesamtdeutsche?

Sorry, aber sowas geht garnicht! Rechtsradikale Gewaltexzesse mit der Flüchtlingspolitik zu begründen ist absolut verwerflich!
Weil man den DDR-Bürgern seinerzeit ein komplett neues System übergestülpt hat, es sind eine große Zahl an Betrieben einfach verschwunden und damit blieben auch die Bürger auf der Strecke und wurden einfach abgehängt. Diese Unzufriedenheit bekommt man eben nicht so schnell raus aus den Köpfen, zumal dann, wenn aktuell noch eine Übervorteilung seitens unserer Gäste erfolgt.
Der damalige Spruch mit den blühenden Landschaften (Kohl) war genau eine solche Platitüde wie "Wir schaffen das"!
 
Weil man den DDR-Bürgern seinerzeit ein komplett neues System übergestülpt hat, es sind eine große Zahl an Betrieben einfach verschwunden und damit blieben auch die Bürger auf der Strecke und wurden einfach abgehängt. Diese Unzufriedenheit bekommt man eben nicht so schnell raus aus den Köpfen, zumal dann, wenn aktuell noch eine Übervorteilung seitens unserer Gäste erfolgt.
Der damalige Spruch mit den blühenden Landschaften (Kohl) war genau eine solche Platitüde wie "Wir schaffen das"!

Von welcher Überbevorteilung sprichst du?

Flüchtlinge bekommen zuerst weit weniger als HartzIV. Irgendwann bekommen sie den HartzIV-Satz. Auf dem Arbeitsmarkt sind sie auch nicht besser gestellt. Deutsche gehen auf dem Arbeitsmarkt vor. Von welcher Bevorteilung sprichst du? Oder meinst du den Unterschied zwischen Ost und West? Mich irritiert das Wort Gäste in dem Zusammenhang...
 
Von welcher Überbevorteilung sprichst du?

Flüchtlinge bekommen zuerst weit weniger als HartzIV. Irgendwann bekommen sie den HartzIV-Satz. Auf dem Arbeitsmarkt sind sie auch nicht besser gestellt. Deutsche gehen auf dem Arbeitsmarkt vor. Von welcher Bevorteilung sprichst du? Oder meinst du den Unterschied zwischen Ost und West? Mich irritiert das Wort Gäste in dem Zusammenhang...


Ist das so?
 
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Von welcher Überbevorteilung sprichst du?

Flüchtlinge bekommen zuerst weit weniger als HartzIV. Irgendwann bekommen sie den HartzIV-Satz. Auf dem Arbeitsmarkt sind sie auch nicht besser gestellt. Deutsche gehen auf dem Arbeitsmarkt vor. Von welcher Bevorteilung sprichst du? Oder meinst du den Unterschied zwischen Ost und West? Mich irritiert das Wort Gäste in dem Zusammenhang...
Mit Übervorteilung meine ich, das jahrelange Ignoranz gegenüber den Problemen in den östlichen Bundesländern im Gegensatz dazu die überschwängliche Welle der "Hilfsbereitschaft" gegenüber unseren Gästen. Ach so, dieses Wort hat Dich ja irritiert:
Ich bin bis dato davon ausgegangen, das die Flüchtlinge hier Asyl gesucht haben, wir es Ihnen gewähren und das diese nach der Zeit X wieder in ihr Land zurückkehren. In der Zeit haben wir Ihnen ggf. das nötige Rüstzeug gegeben (Ausbildung, Sprache, technisches Know how usw., also alles, was für einen Wiederaufbau hilfreich ist). Deswegen der Begriff Gäste.
Sagst Du mir jetzt etwa, das dem nicht so ist? Das irritiert mich widerum.
 
Mit Übervorteilung meine ich, das jahrelange Ignoranz gegenüber den Problemen in den östlichen Bundesländern im Gegensatz dazu die überschwängliche Welle der "Hilfsbereitschaft" gegenüber unseren Gästen.

Die Kosten der Deutschen Einheit belaufen sich heute auf ca. Zwei bis drei Billionen Euro, Transferzahlungen aus den westlichen Bundesländern in den Osten sowie Schröpfen der Sozial- und Rentenkassen mit allen Folgen für die Zukunft. Ich kann dieses Gejammer aus dem Osten nicht mehr hören und noch weniger diese angebliche Benachteilung als Rechtfertigung für Rassismus und Ausländerfeindlichkeit akzeptieren. Der Nordwesten steht im Vergleich zum Süden viel schlechter da. Wird hier deswegen seit Jahren rumgejammert und Populisten das Wort geredet? Wenn ich mir die Infrastruktur hier im Vergleich angucke hätten wir mehr Grund dazu als der ach so benachteiligte Osten.
 
Mit Übervorteilung meine ich, das jahrelange Ignoranz gegenüber den Problemen in den östlichen Bundesländern im Gegensatz dazu die überschwängliche Welle der "Hilfsbereitschaft" gegenüber unseren Gästen. Ach so, dieses Wort hat Dich ja irritiert:
Ich bin bis dato davon ausgegangen, das die Flüchtlinge hier Asyl gesucht haben, wir es Ihnen gewähren und das diese nach der Zeit X wieder in ihr Land zurückkehren. In der Zeit haben wir Ihnen ggf. das nötige Rüstzeug gegeben (Ausbildung, Sprache, technisches Know how usw., also alles, was für einen Wiederaufbau hilfreich ist). Deswegen der Begriff Gäste.
Sagst Du mir jetzt etwa, das dem nicht so ist? Das irritiert mich widerum.

Nein, ich wusste nur nicht, worauf du dich genau beziehst. Auf weitere Diskussion beziehe ich mich später. Wir sind gerade zu Gast bei "Gästen".
 

Ich zitiere mich mal selber, weil ja Nicole den unsachlichen Post von Steinkogler liked.

Meine Frage war rein sachlicher Natur und hatte einen berechtigten Hintergrund.

http://www.mdr.de/sachsen/vorrangpruefung-wird-ausgesetzt-100.html

http://www.zeit.de/hamburg/stadtleben/2016-08/elbvertiefung-08-08-16

"
Für einen Zeitraum von drei Jahren wird nun auf die Vorrangprüfung verzichtet. Damit wird Asylbewerbern und Geduldeten die Beschäftigungsaufnahme erleichtert. Sie können auch für eine Tätigkeit in der Leiharbeit in Sachsen zugelassen werden.

Die zuständige Arbeitsagentur muss demnach nicht mehr prüfen, ob bevorrechtigte Arbeitnehmer (z.B. deutsche Staatsangehörige oder EU-Bürger) für eine zu besetzende Stelle zur Verfügung stehen. Dieses Prozedere war bisher bei freien Stellen einzuhalten, ehe diese von einem Asylbewerber besetzt werden konnte. "Die Aussetzung der Vorrangprüfung hat aber nicht zur Folge, dass die Überprüfung der Arbeitsbedingungen hinfällig wird", betont Dulig. Ein Missbrauch der neuen Regelung - etwa durch ein Absenken der Sozial- oder Lohnstandards - werde so unterbunden."

Also eine ganz sachliche Frage, die sofort mit ideologischen Gedankengut "bekämpft" und geliked wird. Erst der, wie wird hier immer so gern gesagt, "Äpfel mit Birnen Vergleich" zu Gewalt- und Straftaten und jetzt dies. Ja die Unsachlichen sind immer die Anderen. :top:
 
Dass die Wirklichkeit anders aussieht, ist jedem klar, der nur halbwegs alle Latten am Zaun hat und eine Mini-Spur von Intellekt in sich trägt.

Die Wirklichkeit ist die, daß die Vorrangsprüfung abgeschafft wurde. Eine gute Entscheidung denn erstens ist es ein Sack voll Bürokratie und zweitens diente die Vorrangprüfung eh nur dazu um Populisten ruhig zu stellen. Damit Parteien wie die NPD auch ja nicht damit "werben" können, daß ein Ausländer einem Deutschen den Job weg nimmt. Derlei Leute fragen nämlich nicht wie es sein kann, daß ein Ausländer ohne deutsche Bildung und Schule ihnen den Job wegnehmen kann, vermutlich weil bei ihnen deutsche Bildung und Schule wirkungslos geblieben sind.
 
Ich zitiere mich mal selber, weil ja Nicole den unsachlichen Post von Steinkogler liked.

Meine Frage war rein sachlicher Natur und hatte einen berechtigten Hintergrund.

http://www.mdr.de/sachsen/vorrangpruefung-wird-ausgesetzt-100.html

http://www.zeit.de/hamburg/stadtleben/2016-08/elbvertiefung-08-08-16

"
Für einen Zeitraum von drei Jahren wird nun auf die Vorrangprüfung verzichtet. Damit wird Asylbewerbern und Geduldeten die Beschäftigungsaufnahme erleichtert. Sie können auch für eine Tätigkeit in der Leiharbeit in Sachsen zugelassen werden.

Die zuständige Arbeitsagentur muss demnach nicht mehr prüfen, ob bevorrechtigte Arbeitnehmer (z.B. deutsche Staatsangehörige oder EU-Bürger) für eine zu besetzende Stelle zur Verfügung stehen. Dieses Prozedere war bisher bei freien Stellen einzuhalten, ehe diese von einem Asylbewerber besetzt werden konnte. "Die Aussetzung der Vorrangprüfung hat aber nicht zur Folge, dass die Überprüfung der Arbeitsbedingungen hinfällig wird", betont Dulig. Ein Missbrauch der neuen Regelung - etwa durch ein Absenken der Sozial- oder Lohnstandards - werde so unterbunden."

Also eine ganz sachliche Frage, die sofort mit ideologischen Gedankengut "bekämpft" und geliked wird. Erst der, wie wird hier immer so gern gesagt, "Äpfel mit Birnen Vergleich" zu Gewalt- und Straftaten und jetzt dies. Ja die Unsachlichen sind immer die Anderen. :top:
Das wäre dann aber keine Bevorteilung, sondern eine Gleichstellung...
 
Es ging in der Diskussion um "Übervorteilung"... ich dachte, dein Post bezieht sich darauf. Ansonsten muss ich mit einer Gegenfrage antworten (ist nicht sehr stilvoll, ich weiß): Was ist dein Problem damit, wenn Leute nicht mehr benachteiligt (übervorteilt) werden?

Ja in der Diskussion ging es um Übervorteilung, deswegen war die Aussage( die ich markiert habe) , die Nicole getätigt hat, nach meinem Kenntnisstand nicht richtig. Deswegen habe ich nachgefragt. Deutsche sind seit kurzem nicht übervorteilt.

Ich habe kein Problem, daß Leute nicht mehr benachteiligt werden.
 
Die Kosten der Deutschen Einheit belaufen sich heute auf ca. Zwei bis drei Billionen Euro, Transferzahlungen aus den westlichen Bundesländern in den Osten sowie Schröpfen der Sozial- und Rentenkassen mit allen Folgen für die Zukunft. Ich kann dieses Gejammer aus dem Osten nicht mehr hören und noch weniger diese angebliche Benachteilung als Rechtfertigung für Rassismus und Ausländerfeindlichkeit akzeptieren. Der Nordwesten steht im Vergleich zum .Süden viel schlechter da. Wird hier deswegen seit Jahren rumgejammert und Populisten das Wort geredet? Wenn ich mir die Infrastruktur hier im Vergleich angucke hätten wir mehr Grund dazu als der ach so benachteiligte Osten.
Ja, das ist alles richtig, Belastungen der Sozial- und Rentenkasse, Transferzahlungen West>Ost, Aufbau der Infrastruktur etc. Was man dabei aber vergessen hat, sind die Menschen dort im Land mitzunehmen, vor allem die Menschen, die in verschiedener Hinsicht nicht so privilegiert waren. Das sind die Menschen, die heute auf die Strasse gehen, weil sie sich von den "Rechtspopulisten" angesprochen fühlen. Ganz klar ein Fehler der Politik.
Die Billionenschätzung kam im übrigen bei der Wahl 1990 von Lafontaine, weswegen er auch entsprechend abgewatscht wurde.
 
Die Wirklichkeit ist die, daß die Vorrangsprüfung abgeschafft wurde. Eine gute Entscheidung denn erstens ist es ein Sack voll Bürokratie und zweitens diente die Vorrangprüfung eh nur dazu um Populisten ruhig zu stellen. Damit Parteien wie die NPD auch ja nicht damit "werben" können, daß ein Ausländer einem Deutschen den Job weg nimmt. Derlei Leute fragen nämlich nicht wie es sein kann, daß ein Ausländer ohne deutsche Bildung und Schule ihnen den Job wegnehmen kann, vermutlich weil bei ihnen deutsche Bildung und Schule wirkungslos geblieben sind.
Wahrscheinlich deshalb, weil er ohne deutsche Bildung und Schule für sehr wenig Geld arbeitet.
 
Wahrscheinlich deshalb, weil er ohne deutsche Bildung und Schule für sehr wenig Geld arbeitet.

Ich hab mal einen recht ausführlichen Bericht zum Thema gesehen, dort wurden Leute über eine gewisse Zeit begleitet und interviewt die in Maßnahmen der Agentur für Arbeit stecken weil sie seit vielen Jahren arbeitslos sind. Die dort vertretenen Meinungen waren teils schon ziemlich krass, aber wenn man die Leute dann mal zur Rede gestellt hat konnten sie selbst nicht umher sich einzugestehen, daß nur sie selbst für ihre Situation verantwortlich sind, nicht der Staat und erst recht nicht die Ausländer auf die sie ihren Frust projizieren.Und egal wie du es machst, egal welches System du hast, es wird immer Menschen geben die nicht mitkommen, es gibt leider kein Utopia in dem alle Menschen frei von Nöten gleich sind, die Versuche derartige Ideologien umzusetzen sind mit Sack und Pack in knallharte Diktaturen gemündet, ausnahmslos. Wie du in dem Zitierten sagst: An wem Bildung vorbei gegangen ist, der wird es im Leben sehr sehr schwer haben. Egal ob im Osten, Westen, Süden oder Norden. Ausnahmslos. Und der macht dann sein Kreuz bei rechten Seelenfängern wie AfD und Co.
 
Die Billionenschätzung kam im übrigen bei der Wahl 1990 von Lafontaine, weswegen er auch entsprechend abgewatscht wurde.

Richtig, er hat damals den Fehler gemacht die Einheit als solche zu hinterfragen während Kohl die historische Gelegenheit nicht riskieren wollte. Lafontaine hatte recht, aber er hätte wie Kohl und Brandt dennoch die Einheit forcieren müssen. Vieles wäre möglicherweise besser gelaufen wenn dem abgehalfterten Kohl 1989/90 nicht die Einheit in den Schoß gefallen wäre.
 
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