Allgemeiner Politik Thread

Astro war eigentlich ziemlich cool. – Auch wenn ich bei den Beobachtungs-Sessions nie die Venus gefunden habe, die wir hätten sehen sollen...
Aber das hat nichts mit Politik zu tun – also btt..

Hat mich auch faszinierend. Der Vorteil war dann, dieses Fach als mdl Abschlussprüfung zu wählen. Wer da keine Eins bekommen hat, war selbst dran schuld.

P.s. Um den Bogen zu spannen zur Politik/Religion, die Sterne sind für alle gleich.
 
Hat mich auch faszinierend. Der Vorteil war dann, dieses Fach als mdl Abschlussprüfung zu wählen. Wer da keine Eins bekommen hat, war selbst dran schuld.

P.s. Um den Bogen zu spannen zur Politik/Religion, die Sterne sind für alle gleich.
Das PS hast du schön gesagt. Kleine Sternenguck-Session bei 'nem Talisker auf unserer Dachterrasse? Das Thema Politik müssen wir ja nicht ansprechen...
 
Astro war eigentlich ziemlich cool. – Auch wenn ich bei den Beobachtungs-Sessions nie die Venus gefunden habe, die wir hätten sehen sollen...
Aber das hat nichts mit Politik zu tun – also btt.

@FatTony: Im Ethik-Unterricht haben wir uns durchaus kritisch mit den "Weltreligionen" auseinander gesetzt. Ebenso wie mit den Theorien/Utopien einiger bedeutender Philosophen. Normen und Werte eben – wie der Name des Fachs ja schon impliziert.

Wir hatten sogar ein Fach das "Werte und Normen" hieß. Allerdings erst spät. In der Grundschule gab es klassische Missionierung in christlicher Theologie. War bei mir zum Glück vollkommen zwecklos ;)

btw: Wie kann man denn die Venus nicht finden, die sieht man manchmal mit bloßem Auge ;)
 
Wir hatten sogar ein Fach das "Werte und Normen" hieß. Allerdings erst spät. In der Grundschule gab es klassische Missionierung in christlicher Theologie. War bei mir zum Glück vollkommen zwecklos ;)

btw: Wie kann man denn die Venus nicht finden, die sieht man manchmal mit bloßem Auge ;)
In der Grundschule hatte ich "Heimatkunde" – allerdings auch vollkommen zwecklos...

Wenn Du mal wieder in Leipzig bist gern. Salzburg ist mir zuweit für ein Talisker zum Sternenhimmel. Außerdem beängstigt es mich, Dich zu mögen. :);)
Geht mir umgekehrt genauso. :) Aber eigentlich ist es doch gut, wenn man – trotz gelegentlicher Uneinigkeit –in der Lage ist, aufeinander zu zu gehen... :beer: (in Ermangelung eines Tumbler-Smileys)
 
Ich arbeite dran. Verspreche aber nix. Ich kenne mich nämlich...
Wenn/falls wir uns mal wieder in die Wolle kriegen, denk' einfach an heute Abend. :)

Geht mir ehrlich genauso. Solange wir uns nach einer gewissen Abkühlung wieder begegnen können, ist es doch okay, konträr, manchmal emotionsgeladen zu "diskutieren", ist dieses auch nicht entscheidend für den offenen Dialog.

So nun zur Politik. :)

Ich werde bekloppt, wenn Frau Merkel, sich von den Vorgängen in der Türkei, nicht klar distanziert.

http://www.welt.de/debatte/kommenta...-ist-die-Tuerkei-verhaeltnismaessig-egal.html

"Ein Wort zeigt, wie orientierungslos die Bundesregierung im Umgang mit der Türkei inzwischen ist. "Verhältnismäßigkeit". Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan müsse die "Verhältnismäßigkeit" wahren bei seiner Reaktion auf den gescheiterten Putsch des Militärs, sagte Angela Merkel am Donnerstag.

Kurz zuvor hatte Ankara verfügt, drei Nachrichtenagenturen, 16 Fernsehsender, 23 Radiostationen und 45 Zeitungen zu schließen. Wäre es in der Augen der Kanzlerin verhältnismäßiger gewesen, nur eine Nachrichtenagentur zu schließen und nur, sagen wir, 32 Zeitungen?

Diplomatie hin oder her, genau da ist sie gefordert, nicht des Selbstwillens, oder des "Mobs", sondern den Menschen gegenüber, in der Türkei, die kritisch der Politik von Erdogan`sind .
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Aus diesem, meiner Meinung nach wenig gelungenen Kommentar des Welt-Schreiberlings, geht höchstens eine Sache hervor:

Dass weder der Linke-Kollege, der sie kritisiert, noch der AfD-Politiker, der sie einlädt, auch nur 5 Sekunden über ihre Äusserung nachgedacht hat. Denn die Kritik richtet sich nicht an die Flüchtlinge oder deren Aufnahme, sondern an das "Wie" und Angela Merkel. Das ist keine Kritik von rechts, sondern eine Kritik allgemein, wie sie im zweiten Statement dann auch erklärt. Schlimm genug, dass sie das erklären muss.
 
Religionen als Teil eines Geschichtsunterricht, gerne, aber bitte kritisch! Das muss sein weil es unverzichtbarer Teil der Entstehung unserer und anderer Kulturen ist. Aber reiner Religionsunterricht hat an einer allgemeinbildenden(!) Schule nichts verloren und wird zum Glück auch zunehmend abgeschafft. Wenn die Kirche ihre Lehren lehren möchte, dann bitteschön innerhalb ihrer Hallen und nicht an Schulen. Ich verlange ja auch nicht, daß Darwins Evolutionstheorie von der Kanzel einer Kirche gepredigt wird.
Wenn der Unterricht optional ist, habe ich nichts dagegen, wenn er als reiner Religionsunterricht angeboten wird. Und befürworte genau wie Klunz weiter oben in dem Zusammenhang auch Islamunterricht. Flächendeckend ist das sicherlich nicht kurzfristig umsetzbar, aber an Schulen mit einem besonders hohen Anteil an muslimischen Schülern bevorzugt damit zu beginnen, halte ich für sehr sinnvoll.

Ich bringe meinen Kindern nicht bei, daß vor 2000 oder 1400 Jahren dieser oder jener Messias angebliche Wunder vollbracht hat sondern wie diese Lehren in ihrem Kontext entstanden sind. "Du sollst nicht töten" oder "Du sollst nicht die Frau deines nächsten begehren" ist nicht von einem imaginären Gott der Menschheit gebracht worden, sondern eine Regel um ein Zusammenleben ohne Mord und Totschlag zu ermöglichen. Mangels durchsetzbarer Exekutive hat man sich eben einer göttlichen Macht bedient um das in die Schädel der Menschen zu prügeln. Was damals notwendig gewesen sein mag, ist es heute aber nicht mehr, Humanismus und Aufklärung sei es gedankt, daß man sich derlei Märchen nicht mehr bedienen muss (man stelle sich nur mal vor, heute würde ein Messias auftauchen, den würde man in die geschlossene Anstalt einweisen oder auslachen). DAS bringe ich meinen Kindern bei. Wenn sie dann dennoch einen tieferen Sinn suchen werden, dann steht es ihnen frei auch ihren Frieden im Glauben zu finden, aber hoffentlich nicht in einer Institution die ihnen pseudo-Wahrheiten verspricht (dann hätte ich als Vater versagt) sondern in einem spirituellen Sinn und eben privat.
Ich bin inhaltlich Deiner Meinung - mit Ausnahme des Fettgedruckten und mit Ausnahme der Wortwahl. Auch wenn ich nicht gläubig bin, respektiere ich es, wenn jemand gläubig ist, und käme - aus Respekt - nicht auf die Idee, mich in einer derart abfälligen Weise darüber zu äußern.

Das Fettgedruckte sehe ich anders. Wenn sich Deine Kinder nach reiflicher Überlegung bewusst für den Eintritt in eine Kirche entscheiden, hast Du nicht versagt, sondern, ganz im Gegenteil, alles richtig gemacht. Sollte das passieren, zeigt es Dir, dass Du Deine Kinder zu selbständig denkenden Menschen erzogen hast. Selbständig denken in dem Sinn, dass sie eben nicht einfach kopieren, was Du als Vater machst, sondern es hinterfragen und sich gegebenenfalls bewusst anders entscheiden.

Was Kirchenglocken angeht: Ich werde sicher keinen Kreuzzug^^ dagegen führen, sie stören mich nicht mehr und nicht weniger als der Ruf des Muezzin. Aber ich glaube die Mehrheit in diesem Land sieht das etwas anders, sieht man ja schon daran was für ein Aufschrei durch jede Gemeinde geht wenn auch nur daran gedacht wird irgendwo eine echte (also nicht Hinterhof) Moschee zu bauen.
Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum so viele Menschen ien Problem damit haben, eine Moschee in der Nähe zu haben. Ich hätte keins. Vielleicht sollten diese Leute sich einmal Bilder aus Kerala anschauen oder noch besser selbst hinfahren (lohnt sich ;-)) - da stehen in unzähligen Orten Kirche, Moschee und Tempel direkt nebeneinander und Probleme scheint es kaum zu geben.
 
Das Fettgedruckte sehe ich anders. Wenn sich Deine Kinder nach reiflicher Überlegung bewusst für den Eintritt in eine Kirche entscheiden, hast Du nicht versagt, sondern, ganz im Gegenteil, alles richtig gemacht. Sollte das passieren, zeigt es Dir, dass Du Deine Kinder zu selbständig denkenden Menschen erzogen hast. Selbständig denken in dem Sinn, dass sie eben nicht einfach kopieren, was Du als Vater machst, sondern es hinterfragen und sich gegebenenfalls bewusst anders entscheiden.

Naja, "versagt" in dem Sinne, das für mich ein selbstständig denkender Mensch Dinge hinterfragt und selbst nach Antworten sucht. Diese Antworten können auch im Glauben liegen. Kirche (Wahlweise Moschee, Tempel, whatever) ist aber nicht Glaube, Kirche ist eine Institution, sie nimmt dir das Denken ab. Jetzt mal ganz platt gesagt: Ich will nicht, daß meine Kinder glauben, Menschen zu töten sei blöd weil es in einem Buch steht das angeblich von einem Gott gegeben wurde. Sie sollen lernen, daß es schlicht und ergreifend scheiße ist andere Menschen zu töten, für diese Überzeugung braucht es keinerlei göttliche Anleitung und auch keine diktatorische Anweisung von mir sondern einen freien Geist der das von selbst erkennt. Und diesen freien Geist versuche ich zu fördern. Ob's gelingt, schaun mer mal ;)
 
Wenn deine Kinder tatsächlich irgendwann glauben sollten, dass Töten blöd ist, weil es in dem besagten Buch steht, ist es zwar nicht die von Dir - oder mir - bevorzugte Begründung, aber aus meiner Sicht letzten Endes völlig egal. Es kommt schließlich auf das Ergebnis an - nicht töten (oder stehlen oder was auch immer sonst noch das Zusammenleben erleichtert.... ;)).
 
Wenn deine Kinder tatsächlich irgendwann glauben sollten, dass Töten blöd ist, weil es in dem besagten Buch steht, ist es zwar nicht die von Dir - oder mir - bevorzugte Begründung, aber aus meiner Sicht letzten Endes völlig egal. Es kommt schließlich auf das Ergebnis an - nicht töten (oder stehlen oder was auch immer sonst noch das Zusammenleben erleichtert.... ;)).

Es kommt eben nicht nur auf das Ergebnis an, es kommt auf das Verständnis an, auch wenn du für das gewählte Beispiel letztlich recht hast. Ich habe hier aber ganz bewusst mal nur ein sehr simples Beispiel für die Diskussion gewählt. In diesen Büchern stehen nun aber auch ein paar mehr Dinge als so wünschenswertes wie "Du sollst nicht töten" und diese sind dann weniger wünschenswert. Und dann gibt es noch die Institutionen die ja das Denken übernehmen und dann lautet das Ergebnis plötzlich, dass Verhütung die Hölle bedeutet und Frauen keine Rechte haben. Ist dann halt immer die Frage wer da ganz oben gerade die aktuelle Meinung vorgibt. Wie gesagt, ich habe letztlich kein Problem mit Glauben an sich, nur mit diesem dogmatischen Kirchen/Tempel/Moschee-Unfehlbarkeitsscheiß habe ich ein großes Problem. Und ein noch größeres, wenn ich dann irgendwann -Atheist der ich bin- gegen Theologen in der eigenen Familie diskutieren muss ;)
 
Es kommt eben nicht nur auf das Ergebnis an, es kommt auf das Verständnis an, auch wenn du für das gewählte Beispiel letztlich recht hast. Ich habe hier aber ganz bewusst mal nur ein sehr simples Beispiel für die Diskussion gewählt. In diesen Büchern stehen nun aber auch ein paar mehr Dinge als so wünschenswertes wie "Du sollst nicht töten" und diese sind dann weniger wünschenswert. Und dann gibt es noch die Institutionen die ja das Denken übernehmen und dann lautet das Ergebnis plötzlich, dass Verhütung die Hölle bedeutet und Frauen keine Rechte haben. Ist dann halt immer die Frage wer da ganz oben gerade die aktuelle Meinung vorgibt. Wie gesagt, ich habe letztlich kein Problem mit Glauben an sich, nur mit diesem dogmatischen Kirchen/Tempel/Moschee-Unfehlbarkeitsscheiß habe ich ein großes Problem. Und ein noch größeres, wenn ich dann irgendwann -Atheist der ich bin- gegen Theologen in der eigenen Familie diskutieren muss ;)

Da möchte ich gerne mal einhaken, Tony.
Ich halte Dich für einen toleranten Menschen. Einen, der andere Meinungen und Lebensweisen respektiert.
Wenn Deine Kinder jetzt mit einer von Ihnen gewählten Religion glücklich wären (wollen wir nicht eigentlich alle, das unsere Kinder glücklich sind?), wie würdest Du dann Ihnen gegenüber Deine "Intoleranz" (ich habe es bewusst in Anführungszeichen gesetzt) erklären, mit denen Du ihnen gegenüber gegen die von ihnen selbst gewählte Lebensweise argumentierst?
 
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