Unterwegs... mit dem Flugzeug

Ja, aber sicherheitsrelevante Materialien werden regelmäßig ausgewechselt (auch ohne sichtbare Fehler), so dass man davon ausgehen kann, dass alle kritischen Flugzeugteile keine 24 Jahre alt waren.
 
Ja, aber sicherheitsrelevante Materialien werden regelmäßig ausgewechselt (auch ohne sichtbare Fehler), so dass man davon ausgehen kann, dass alle kritischen Flugzeugteile keine 24 Jahre alt waren.

Bei der Lufthansa glaube ich das im Prinzip schon und vertraue der Airline, bei einigen anderen habe ich meine Zweifel.

Da stellen sich, wie oben beschrieben, mit zunehmendem Wettbewerbsdruck eben schon ein wenig die Fragen, woran die Airlines sparen, um mithalten zu können/wollen.
 
bestimmt sparen die an diesen sicherheitsrelevanten materialien, weil so ein, zwei abstürze mehr oder weniger völlig egal fürs image sind.
 
Ich kann mich nicht daran erinnern, wann es zuletzt einen Flugzeugabsturz gab, der auf technischen Problemen beruhte, die bei einer Inspektion hätten entdeckt und behoben werden können. Eigentlich handelte es sich doch fast immer um menschliches Versagen, Extremwettersituationen oder Fehler im technischen Design, was erst im Nachgang zu großen Umrüstaktionen führte.
 
Mir liegt hier nicht an einer Endlos-Dikussion, zumal es eh auf Gefühlen basiert, aber: Woran sparen sie denn Deiner Meinung nach?

ich bin kein experte, aber da gibts sicher ne menge möglichkeiten, wie beispielsweise die einstellung eines großteils des services, möglichst einheitliche flotten, vermeidung von leerflügen, breite preisstrukturen, zusatzgebühren für alle möglichen extras wie gepäck etc. schau dir doch allein mal das ryanair konzept an. dazu setzen die airlines auch noch verschiedene schwerpunkte hinsichtlich ihrer erwünschten kunden.

die frage ist ja auch, ob und wenn ja, wie viel die überhaupt einsparen müssen. ich hab als laie ja keinen überblick, welche kosten in welchen höhen bei flügen überhaupt auftreten und weiß dementsprechend auch nicht genau bescheid, ob einsparungen nötig sind und wenn ja, wie groß diese ausfallen müssen.
 
Natürlich unterliegt auch die Lufthansa und damit auch Germanwings einem enormen Kostendruck, wie jede andere europäische Fluggesellschaft auch. Deshalb nimmt man aber noch lange nicht das Risiko eines Absturzes billigend in Kauf, indem man an sicherheitsrelevanten Teilen oder Sicherheitsstandarts spart. Was das betrifft, gibt es auch keinen Unterschied zwischen Billigfliegern und Linienfliegern.

Das ist nicht wie bei Nachbars Sohn, der aus Geldnot den seit Monaten fälligen Wechsel von Bremsscheiben an seinem etwas aufdringlich aussehenden BMW Dreier vor sich herschiebt.

Auch das Alter der Maschine spielt, wie erwähnt, keine Rolle. Die Bundeswehr fliegt mit teilweise 50 Jahre alten Maschinen einwandfrei, und in Asien, Afrika oder Südamerika sind mitunter Flugzeuge unterwegs, die man nur hier noch aus Geschichtsbüchern kennt.

Die Maschinen werden regelmäßig peinlich genau gewartet, und jeder Pilot untersucht zudem vor jedem Flug seinen Flieger auf mögliche Schäden. Allgemeine Materialermüdung spielt da in meinen Augen keine Rolle.

Die Frage, warum jetzt auch noch unsere turmhohen Volksvertreter den Bergungstrupps in den Füßen rumstehen müssen, finde ich gut
 
Andererseits kann ich auch nicht in gewisser Höhe stehen und runtergucken... Sprungbrett im Schwimmbad, Steilwand beim Klettern oder Wandern, Häuserdächer...
Alles nicht meins...

Kann ich auch nicht. Ich hätte Angst aus dem Wolkenkratzer in New York zu gucken, aber im Flugzeug ist es komischerweise gar nicht so schlimm gewesen ^^

Ich hatte am Anfang auch Angst vorm Fliegen und wollte das eigentlich nie machen. Jetzt bin ich 4 mal geflogen (Berlin-Rom und Dresden-London) und fand das überhaupt nicht schlimm. :)
 
Auch das Alter der Maschine spielt, wie erwähnt, keine Rolle. Die Bundeswehr fliegt mit teilweise 50 Jahre alten Maschinen einwandfrei, und in Asien, Afrika oder Südamerika sind mitunter Flugzeuge unterwegs, die man nur hier noch aus Geschichtsbüchern kennt.

Die Maschinen werden regelmäßig peinlich genau gewartet, und jeder Pilot untersucht zudem vor jedem Flug seinen Flieger auf mögliche Schäden. Allgemeine Materialermüdung spielt da in meinen Augen keine Rolle.

In Anbetracht der jüngeren Meldungen über den Wartungszustand der Bundeswehrausrüstung im Allgemeinen und der Luftwaffe im Speziellen ist das Fettmarkierte ein ganz schlechtes Beispiel.

Es ist sicherlich richtig, daß Flugzeuge vergleichsweise lange in Betrieb und die Wartungsvorschriften in Sinne der Sicherheit sehr restriktiv sind. Aber dennoch sollte man nicht dem Denken verfallen, daß das Alter eines Jets und eine daraus resultierende allgemeine Materialermüdung keine Rolle spielt. Denn wie jedes andere technische Gerät auch, bedürfen auch und insbesonders Flugzeuge mit zunehmenden Alter einem intensiveren Wartungsaufwand mit kürzeren Wartungsintervallen.
 
Natürlich unterliegt auch die Lufthansa und damit auch Germanwings einem enormen Kostendruck, wie jede andere europäische Fluggesellschaft auch. Deshalb nimmt man aber noch lange nicht das Risiko eines Absturzes billigend in Kauf, indem man an sicherheitsrelevanten Teilen oder Sicherheitsstandarts spart. Was das betrifft, gibt es auch keinen Unterschied zwischen Billigfliegern und Linienfliegern.

Das ist nicht wie bei Nachbars Sohn, der aus Geldnot den seit Monaten fälligen Wechsel von Bremsscheiben an seinem etwas aufdringlich aussehenden BMW Dreier vor sich herschiebt.

Auch das Alter der Maschine spielt, wie erwähnt, keine Rolle. Die Bundeswehr fliegt mit teilweise 50 Jahre alten Maschinen einwandfrei, und in Asien, Afrika oder Südamerika sind mitunter Flugzeuge unterwegs, die man nur hier noch aus Geschichtsbüchern kennt.

Die Maschinen werden regelmäßig peinlich genau gewartet, und jeder Pilot untersucht zudem vor jedem Flug seinen Flieger auf mögliche Schäden. Allgemeine Materialermüdung spielt da in meinen Augen keine Rolle.

Die Frage, warum jetzt auch noch unsere turmhohen Volksvertreter den Bergungstrupps in den Füßen rumstehen müssen, finde ich gut

"Billigend in Kauf nehmen", "sicherheitsrelevante Teile" etc....

...da klingt Víeles so technokratisch. Das geht imho aber an der Realität vorbei.

Natürlich nimmt niemand einen Absturz billigend in Kauf. Wer legt eigentlich fest, welche Teile "sicherheitsrelevant sind und welche nicht? Sind nicht letztendlich alle Bauteile sicherheitsrelevant? Wäre bei einem Auto beispielsweise nicht auch der Airbag sicherheitsrelevant, obwohl er eigentlich "nur" für Notfälle vorgesehen ist? Was passiert, wenn er sich außerhalb eines Notfalls öffnet?

ZUrück zum Flugzeug: Wer legt fest, was bei Routine-Checks geprüft wird und was nicht? Wer legt die Fristen der unterschiedlichen Tests fest? Die entscheidende Frage ist imho, warum werden die Fristen so festgelegt? Aus Erfahrung? Aus Vorsicht? Wegen Kenntnis technischer Details (z.B. Materialermüdung)? Was passiert, wenn man z. B. um oben angesprochene Kosten zu sparen, lediglich die Fristen der Checks ein wenig verlängert?

Zum Thema "Alter der Flugzeuge": Warum eigentlich fliegen in Asien, Afrika oder Südamerika alte Flugzeuge durch die Lüfte? Warum ausgerechnet dort? Hat es mit den Kosten zu tun? Wen ja, warum sollten ältere Flugzeuge kostengünstiger sein als neuere, wenn Flugzeuge offenbar und offiziell doch keinem "Alterungsprozess" unterliegen?

Letztendlich wird man bei seriösen Fluggesellschaften tun, was man kann. Eine 100%ige Sicherheit aber wird es nie geben können. Darüber muss man sich immer bewussst sein, wenn man ein Fahrzeug, ein Auto, eine Bahn, ein Flugzeug betritt. Und für mich völlig selbstverständlich sind ältere Fahrzeuge anfälliger für Störungen als neue, insbesondere wegen der Materialermüdung und -verschleiß!

Zur Frage des Verhaltens unserer Volksvertreter:

Wenn sich innerhalb einer Familie ein Unglücksfall ereignet, kommen nahezu alle Familienangehörigen zusammen, inklusive der -oberhäupter. Letztere fühlen sich, auch wenn sie faktisch selbst ebensowenig ausrichten/ändern können wie alle anderen auch, aufgerufen, dem Rest der Familie Halt zu geben, Präsenz zu zeigen, Trost zu spenden.

Genau darum geht es auch hier. Der Bundespräsident bricht nach einer Tragödie mit bundes-, nein weltweiter Tragweite seine Südamerika-Reise ab und kehrt nach Deutschland zurück, die Bundeskanzlerin sagt aller anderen Termine ab und reist an die Unfallstelle, um Präsenz zu zeigen, um Trost zu spenden. Nicht nur den deutschen Opfern und Hinterbliebenen gegenüber, sondern auch den weltweiten Opfern (Japanern, Australiern usw.) gegenüber, die durch Nutzun einer deutschen Airline und eines unter Mithilfe von Deutschen gebauten Flugzeugs ums Leben kamen.

So what? Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, wie man sich darüber aufregen kann? Spiegelt diese Aufregung nicht eher ein grundsäzliches Unverständnis Politikern gegenüber wieder als dass es der aktuellen Situation angemessen ist? Ich möchte gar nicht wissen, wie groß die Empörung wäre, wenn die Politiker ihren Alltag nach dem Motto "business as usual" fortgesetzt hätten. :unfassbar:

Im übrigen glaube ich kaum, dass irgendeiner der Politiker, Könige, Luftlinien-Chefs etc. die Bergungsarbeiten in irgendeiner Weise behindert. Wäre das der Fall, würden sie dort ganz bestimmt nicht auftreten.

Ich bin gespannt auf die weiteren Ermittlungen. Den Rettungs- und Bergungskräften vor Ort gebührt in jedem Fall mein Respekt.
 
Aus meiner Sicht wäre es ausreichend, wenn die Politiker, Chefs der Airlines etc. ihren Respekt an anderer Stelle als der schwer zugänglichen Unglücksstelle zollten. Denn was werden sie tun? Ihr Bedauern ausdrücken, ihren Dank an die Helfer aussprechen, ein paar Hände schütteln, ein paar Fotos für die Presse machen und wieder gehen. Bis auf das Hände schütteln und die Fotos vor Ort für die Presse ist alles andere auch überall sonst durchführbar.

Die "Offiziellen" werden sicherlich die Arbeiten nicht bewusst oder gar vorsätzlich behindern, aber es wird vor Ort Personen geben müssen, die sich um sie kümmern (Beförderung, Sicherheit etc.) und die vielleicht, wären diese Offiziellen nicht vor Ort, an der Bergung etc. hätten mitwirken können.

Für mich sind die diversen Besuche vor Ort somit schon in gewisser Weise übertriebener Aktionismus, wenn auch sicherlich mit guten Absichten (Präsenz zeigen etc.).
 
Aus meiner Sicht wäre es ausreichend, wenn die Politiker, Chefs der Airlines etc. ihren Respekt an anderer Stelle als der schwer zugänglichen Unglücksstelle zollten. Denn was werden sie tun? Ihr Bedauern ausdrücken, ihren Dank an die Helfer aussprechen, ein paar Hände schütteln, ein paar Fotos für die Presse machen und wieder gehen. Bis auf das Hände schütteln und die Fotos vor Ort für die Presse ist alles andere auch überall sonst durchführbar.

Die "Offiziellen" werden sicherlich die Arbeiten nicht bewusst oder gar vorsätzlich behindern, aber es wird vor Ort Personen geben müssen, die sich um sie kümmern (Beförderung, Sicherheit etc.) und die vielleicht, wären diese Offiziellen nicht vor Ort, an der Bergung etc. hätten mitwirken können.

Für mich sind die diversen Besuche vor Ort somit schon in gewisser Weise übertriebener Aktionismus, wenn auch sicherlich mit guten Absichten (Präsenz zeigen etc.).

Sollten wir, wenn es um mögliche Behinderung von Bergungskräften und Aktionismus geht, nicht sinnvollerweise eher von und über Journalisten reden als von Politikern?
 
Sollten wir, wenn es um mögliche Behinderung von Bergungskräften und Aktionismus geht, nicht sinnvollerweise eher von und über Journalisten reden als von Politikern?

Du hast völlig Recht, an die habe ich gar nicht gedacht. Vermutlich wäre es ausreichend, wenn ein Viertel der Journalisten, die dort sind, berichtet und die Infos irgendwie geteilt werden.... Aber es will ja jeder Sender seinen Live-Kommentator vor Ort und seine eigenen Bilder haben....
 
....Natürlich nimmt niemand einen Absturz billigend in Kauf. Wer legt eigentlich fest, welche Teile "sicherheitsrelevant sind und welche nicht? Sind nicht letztendlich alle Bauteile sicherheitsrelevant? Wäre bei einem Auto beispielsweise nicht auch der Airbag sicherheitsrelevant, obwohl er eigentlich "nur" für Notfälle vorgesehen ist? Was passiert, wenn er sich außerhalb eines Notfalls öffnet?

ZUrück zum Flugzeug: Wer legt fest, was bei Routine-Checks geprüft wird und was nicht? Wer legt die Fristen der unterschiedlichen Tests fest? Die entscheidende Frage ist imho, warum werden die Fristen so festgelegt? Aus Erfahrung? Aus Vorsicht? Wegen Kenntnis technischer Details (z.B. Materialermüdung)? Was passiert, wenn man z. B. um oben angesprochene Kosten zu sparen, lediglich die Fristen der Checks ein wenig verlängert?

Ich denke beim Flugzeug gibt es, genauso wie beim Auto, den TÜV, der darüber schaut.

Zum Thema "Alter der Flugzeuge": Warum eigentlich fliegen in Asien, Afrika oder Südamerika alte Flugzeuge durch die Lüfte? Warum ausgerechnet dort? Hat es mit den Kosten zu tun? Wen ja, warum sollten ältere Flugzeuge kostengünstiger sein als neuere, wenn Flugzeuge offenbar und offiziell doch keinem "Alterungsprozess" unterliegen?

Weil es in Afrika, etc. solche Kontollinstanzen wie in D, z.B. nicht gibt? (Spekulation)

Letztendlich wird man bei seriösen Fluggesellschaften tun, was man kann. Eine 100%ige Sicherheit aber wird es nie geben können.

Das ist natürlich richtig.
 

Einige Germanwings-Besatzungen seien wegen der Trauer und Betroffenheit nicht einsatzbereit. Die Mitarbeiter hätten zum Teil gute Freunde aus der verunglückten Crew verloren.

na endlich merkt es spon auch. aber hauptsache gestern noch schön stimmung machen. idioten :wand:

@dr: die überprüfungen von flugzeugen sind über verordnungen geregelt. ich hab da irgendwann mal was drüber gelesen und meine mich zu erinnern, dass es 4 verschiedene arten von checks gibt, die sich in der tiefe der überprüfung unterscheiden und alle innerhalb bestimmter zeitspannen angesetzt werden müssen.
 
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