Da die Beteiligung an den Bayern mit 110 Millionen vermutlich ein Schnäppchen war und mit entsprechender Gewinnbeteiligung einhergeht, werden die Aktionäre der Allianz damit sicherlich keinerlei Probleme haben. Die Allianz ist, wie bereits angemerkt, ein milliardenschwerer Wirtschaftskonzern und die haben sich bei dem Investment, verbunden mit dem international bekannten Markennamen "Allianz Arena", sicherlich etwas gedacht. So klug wie User in einem Internetforum sind die Entscheidungsträger dort sicherlich allemal.
Und wer aus so einem Investment eine Verbindung zu sinkenden Renditen der Lebensversicherungen zieht, naja, der versteht von solchen Geschäften sehr wenig, mal sagen...
Wer zieht hier irgendwelche Verbindungen zwischen den beiden von dir genannten Dingen? Kann es sein, dass du da ein wenig die Fakten verdrehst.
O-Ton meinerseits und vom Ed wohl ebenso gemeint, war folgendes:
Wenn die Allianz ihren Renditeversprechen nicht nachkommt, gleichzeitig jedoch Riesengewinne einfährt und nebenbei noch Geld in größeren Summen für das Sponsoring raushaut, dann hat das schon einen etwas faden Beigeschmack. Nämlich den, dass man seinen Kunden eine nicht sehr hohe Wertschätzung entgegen bringt.
Diese Verbindung hast du dir selbst herbeifabuliert.
Was im übrigen die Gewinnbeteiligung als Aktionär anbelangt: Wieviel hat Bayern in den letzten Jahren Gewinn gemacht? 2012 waren es 11 Millionen nach Steuern wovon man eine Dividende von 5,5 Mio ausschüttete. Im Jahr 2013 durch die CL-Finalteilnahme waren es soweit ich mich erinnere ca.30-35 Mio. Gewinn.
Da brauch man schon einen etwas längeren Atem, um sein Investment wieder herauszubekommen, vor allem bis davon etwas zu den Aktionären der Allianz durchrieselt.
Ich denke diesen Faktor kann man getrost vernachlässigen.
Bliebe maximal der Image- bzw. Werbefaktor und die Möglichkeit größerer Einflussnahme.
Ganz nebenbei bemerkt, sind auch Vorstände und Aufsichtsräte nicht fehlerfrei und auch nicht vor einer Verstrickung persönlicher Interessen gewappnet.
Sonst gäbe es wohl auch kaum Skandale um große in die Schieflage geratene Banken und Konzerne. Bekanntlich wurden da schon einige schwerwiegende Fehlentscheidungen getroffen. Es wird wohl auch schon Fälle gegeben haben, da haben Vorstände zum persönlichen Vorteil und zum Nachteil ihres Unternehmens agiert. Ebenso haben Aufsichtsräte Dinge durchgewunken, die sich im nachhinein als desaströse Fehlentscheidungen herausstellten.
Nicht umsonst wird in den Nachrichten oft genug die Frage gestellt: Haben die Kontrollgremien oder Aufsichtsräte versagt?
Ich will nicht sagen oder unterstellen, ich hätte mehr Know-How in diesen Bereichen als die dort Beschäftigten, doch würde ich es mir ungern nehmen lassen, die Entscheidungen kritisch zu hinterfragen, vor allem wenn diese Nachteile für Kunden des Unternehmens oder dessen Beschäftigte bergen bzw. nicht beseitigen.
Die Zeiten, in denen man im vollsten Gottvertrauen auf die Märkte lebte, sollten eigentlich spätestens seit der Bankenkrise vorbei sein, dachte ich.