Gesamtsituation der Mannschaft

Klar. Aber was motiviert solche "begabten Kinder" wie Arnautovic oder Elia?

Die meisten faulen, klugen Kinder in der Schule zumindest reagieren sehr empfindlich auf externen druck, sind aber, wie du es ja schon andeutest, durch Anreize, durch Verantwortung, durch dinge, die sie mögen, prinzipiell positiv zu begeistern, gerade wenn der Trainer als ihr Förderer, ihr Mentor auftritt und sie verteidigt, sich für sie einsetzt. Entzieht man solchen Leuten gleich wieder das Vertrauen, dann reagieren sie bockig.

Es gibt genügend Theorien, die das so keineswegs bestätigen. Was du beschreibst ist ein Weg von vielen. Aber nicht der Königsweg der für die meisten (faulen klugen Kinder) gilt. Es gibt genau die gegenteiligen Beispiele, in denen diese Kinder ab dem Zeitpunkt die Kurve kriegen, an dem man nicht mehr (nur) als gutmütiger Förderer und Mentor auftritt sondern ihnen z.B. klar und deutlich aufzeigt, was es bedeutet und bewirkt, wenn sie weiter so vorgehen wie in der Vergangenheit. Und was sie mit Verhaltensänderungen bewirken und erreichen können.
 
Es gibt genügend Theorien, die das so keineswegs bestätigen. Was du beschreibst ist ein Weg von vielen. Aber nicht der Königsweg der für die meisten (faulen klugen Kinder) gilt. Es gibt genau die gegenteiligen Beispiele, in denen diese Kinder ab dem Zeitpunkt die Kurve kriegen, an dem man nicht mehr (nur) als gutmütiger Förderer und Mentor auftritt sondern ihnen z.B. klar und deutlich aufzeigt, was es bedeutet und bewirkt, wenn sie weiter so vorgehen wie in der Vergangenheit. Und was sie mit Verhaltensänderungen bewirken und erreichen können.

Kann es DMn dabei überhaupt einen "Königsweg" geben? :confused:
 
Klar. Aber was motiviert solche "begabten Kinder" wie Arnautovic oder Elia?

Die meisten faulen, klugen Kinder in der Schule zumindest reagieren sehr empfindlich auf externen druck, sind aber, wie du es ja schon andeutest, durch Anreize, durch Verantwortung, durch dinge, die sie mögen, prinzipiell positiv zu begeistern, gerade wenn der Trainer als ihr Förderer, ihr Mentor auftritt und sie verteidigt, sich für sie einsetzt. Entzieht man solchen Leuten gleich wieder das Vertrauen, dann reagieren sie bockig.

Für mich war das übrigens der größte Verlust, den Schaaf über die Jahre des Erfolgs erlitten hat. Vorher hat er solche begabten Kinder wie Ailton noch gefordert und vor allem gefördert, später hat er spieler nach einem schlechten Spiel rausgenommen, die eine ähnliche Ansprache und ein ähnliches Vertrauen wie Ailton gebraucht hätten (zidan, arnautovic, almeida etc.).

:tnx:...so sehe ich das auch.

Wenn es ein Trainer(team) über Jahre hinweg nicht schafft, aus so vielen talentierten Spielern deren Potential zum Vorschein zu bringen, muss es wohl zu einem grossen Teil auch an ihm liegen.
 
@Steinkogler
So unterschiedliche Erfahrungen gibts.

Das "klar und deutlich ansagen" war in meiner Erfahrung als Führungskraft und in meinen Beobachtungen als Beobachter von Führungskräften nie ein Königsweg, bestenfalls ein ergänzendes Mittel, wenn es gar nicht mehr anders ging. Aber auch dann ohne nachhaltige Wirkung.

Doch in Deiner Aussage steckt`s doch schließlich mit drin - das Hinweisen auf "Fehler in der Vergangenheit", ist eher Förderung als externer Druck.
 
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast, Norge

Ich halte 10 Spiele zum erkennen einer Tendenz für weitaus aussagekräftiger als nur 5 Spiele. Auch wir hatten vor kurzem 5 Spiele am Stück ohne Niederlage (Gladbach - Stuttgart), während Hoffenheim in der gleichen Zeit 2x verlor. Das sind dann doch nur Momentaufnahmen.

Ich glaube nicht an den großen Lauf von Hoffenheim zum Ende der Saison.
 
Ich frage mich ja immer wieder, ob das eigentlich wirklich so angenehm ist, wenn man Zucker in den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) geblasen bekommt. :confused:

:ugly:
 
@Steinkogler
So unterschiedliche Erfahrungen gibts.

Das "klar und deutlich ansagen" war in meiner Erfahrung als Führungskraft und in meinen Beobachtungen als Beobachter von Führungskräften nie ein Königsweg, bestenfalls ein ergänzendes Mittel, wenn es gar nicht mehr anders ging. Aber auch dann ohne nachhaltige Wirkung.

Doch in Deiner Aussage steckt`s doch schließlich mit drin - das Hinweisen auf "Fehler in der Vergangenheit", ist eher Förderung als externer Druck.

Ich kann das nur voll bestätigen. Ich habe das auch nicht als den Königsweg bezeichnet. Aber es ist nach meiner Erfahrung als Fürungskraft ein Mittel das zum Umschwung führen kann, wenn das was Maddin ausführlich beschrieben hat, über lange Zeit keine Wirkung zeigt.

Nimm mal einen Mitarbeiter, den du über lange Zeit durch Mentoring, Coaching und positive Führungsinstrumente geführt hast, der aber trotzdem nicht die Leistung abliefert von der du überzeugt bist dass er sie abliefern könnte und die er auch abliefern muss (weil er z.B. dafür eingestellt wurde und bezahlt wird). Führst du diesen bis zur Rente so weiter oder änderst du Führungsverhalten und - instrumente?

Und genau jetzt sind wir bei der Sitaution von Werder.
 
Es gibt ja deswegen empirische Forschung zum Thema, weil es unterschiedliche Theorien gibt. Und die zeigen, dass externer Druck bzw. extinsische Motivation weniger bringt und weniger nachhaltig ist. Das wäre zum Beispiel ein grund dafür, dass Trainerwechsel langfristig nichts bringen. Das gibt immer nur einen kurzfristigen Effekt, zum Beispiel jetzt in Hannover nach der Derbypleite, wenn alle sich anmotzen, die fans und alle verantwortlichen auf die Mannschaft einprügeln, dann erzielt man im nächsten spiel einen Effekt und dann nicht mehr. Bei Werder sind wir jahrelang so vorgegangen, seit allofs' berühmter "gehälter kürzen"-Wutrede in Hannover seinerzeit. Das hat im endeffekt den Abstieg nur beschleunigt, diese effekte nutzen sich stark ab und bringen dich im Endeffekt nirgendwohin.
 
Was macht man, wenn ich als Spieler weiß, dass der Trainer mir nur das erzählt was ich hören will/muss und nicht weil er von mir überzeugt ist?

Korrektur meiner Frage. Was macht man, wenn ich als Spieler denke, dass der Trainer mir nur das erzählt was ich hören will/muss und nicht weil er von mir überzeugt ist?
 
Ich frage mich ja immer wieder, ob das eigentlich wirklich so angenehm ist, wenn man Zucker in den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) geblasen bekommt. :confused:

:ugly:

Die Metapher und die dahinter stehende Annahme sind ja auch maßlos übertrieben.

In Bremen gilt das Leitungsprinzip genauso wie anderswo auch. Anderswo ist die Konkurrenzsituation allerdings teilweise viel intensiver als bei uns. ;)
 
Bei Werder sind wir jahrelang so vorgegangen, seit allofs' berühmter "gehälter kürzen"-Wutrede in Hannover seinerzeit. Das hat im endeffekt den Abstieg nur beschleunigt, diese effekte nutzen sich stark ab und bringen dich im Endeffekt nirgendwohin.

Diese Wutrede meine ich erstens nicht als Mittel der Wahl und zweitens hatte diese null Effekt (schon gar nicht den von dir beschriebenen) außer dass die Spieler sich vermutlich vor Lachen gebogen haben.

Letztlich ist es diese Mannschaft (in großen Teilen) gar nicht wert dass man sich so ernsthaft mit ihr auseinandersetzt und die Köpfe heiß diskutiert.
 
Es gibt ja deswegen empirische Forschung zum Thema, weil es unterschiedliche Theorien gibt. Und die zeigen, dass externer Druck bzw. extinsische Motivation weniger bringt und weniger nachhaltig ist. Das wäre zum Beispiel ein grund dafür, dass Trainerwechsel langfristig nichts bringen. Das gibt immer nur einen kurzfristigen Effekt, zum Beispiel jetzt in Hannover nach der Derbypleite, wenn alle sich anmotzen, die fans und alle verantwortlichen auf die Mannschaft einprügeln, dann erzielt man im nächsten spiel einen Effekt und dann nicht mehr. Bei Werder sind wir jahrelang so vorgegangen, seit allofs' berühmter "gehälter kürzen"-Wutrede in Hannover seinerzeit. Das hat im endeffekt den Abstieg nur beschleunigt, diese effekte nutzen sich stark ab und bringen dich im Endeffekt nirgendwohin.

:tnx:

Wenn ein Spieler die "intrinsiche" Motivation allerdings nicht mitbringt, ist er für den Grenzbereich des Leistungssports kaum brauchbar. Die Kunst eines Motivators besteht mMn darin, die Spieler genau an dieser Stelle zu packen, die intrinsiche Motivation rauszulocken und "Nebenkriegsschauplätze", sprich Ablenkugsmanöver und Ausreden zu vermeiden!
 
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