Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Rede schon vom Bruttogehalt. Es ging um Arnatutovic, der knapp über 2 Mio Brutto verdient haben soll. Da schrieb DieBöseFrauWulf, dass er nur 1,2 Mio bekommen hätte. Was aber allein das "breinigte Netto" für das errechnen der Tagessatzhöhe in einem Strafprozess betraf. Nicht mehr und nicht weniger.

Mein Kenntnisstand - Obraniak außen vor - dass von den Neuzugängen keiner über eine Mio Festgehalt (Brutto) bekommen soll. Ob das stimmt weiss ich natürlich nicht, da ich die Verträge der Spieler nicht kenne.
 
Es bleibt dabei, dass Werder am Saisonende bei Klassenerhalt Spieler wie Ekici, Elia, AH(geht ja sowieso) durch preiswertere Spieler ersetzen muss. Der Kader ist immer noch für das, was er hier anbietet, viel zu teuer.
Auch ein TGS und ein Schmitz müssen weg, wobei ich speziell bei den Beiden keine Abnehmer sehe!
Und das muss unabhängig von RD erfolgen.
 
Führungskultur hat auch damit etwas zu tun, dass man als Verantwortlicher klare Ansagen macht:
  • Dies haben wir kurzfristig vor
  • Das wollen wir mittelfristig erreichen
  • Langfristig sieht unsere Strategie wie folgt aus
Dann erklärt man zumindest, wie man die jeweils gesteckten Ziele zu erreichen gedenkt. Z.B. indem Spieler mit einem bestimmten Profil geholt werden, die das Konzept mittragen und prägen.

Eichin scheint zwar recht emsig zu sein, und er hatte sicherlich alle Hände voll zu tun, den Scherbenhaufen von KA aufzuräumen, aber er ist eben jene Erklärungen schuldig geblieben, wie der SVW sich eigentlich in den kommenden Jahren aufstellen möchte.

So wirkt Vieles eben plan- und konzeptlos. Werder scheint irgendwie ständig nur zu reagieren, statt zu agieren.
Bloss nicht. Wenn Eichin auch noch wie Dutt anfängt, dann sollen die lieber ein Ingenieurs-Büro aufmachen. Da können die längerfristig planen und erzählen, wie das Gebäude hochgezogen wird. Da zweifelt dann auch keiner, dass da dieses Gebäude auch stehen wird. Wenn der aber hier dein Masterplan ankommet, dann zweifeln ich auch nicht mehr, dass es Richtung 3.Liga geht.:D

Ne, die labern mir jetzt schon zuviel. Was erzählt der RD ständig, wie warum was wann und mit welchen Training erreicht werden soll, über seine tollen Ideen, und was er irgendwann mal vor hat, und sein komischen Zeitplan `erst defensiv, dann offensiv`. Als wenn der ständig seine Arbeit rechtfertigen will. In der Bundesliga konkurrieren nunmal 18 Mannschaften, da kann man alles richtig gemacht haben und trotzdem sind 17 Mannschaften noch besser. Also gehts nicht um richtig oder falsch, sondern besser oder schlechter. Für das `besser werden` und `kontinuierliche Entwicklung` hat er zu trainieren. Wie er das macht, ist mir doch egal. Mich interessiert nur, ob ers schafft.

Und ähnlich seh ich das auch bei TE. Was soll der großartig erzählen? Das Konzept steht doch? Das ist ja nicht die Zauberformel zum Erfolg. Wir wissen doch, wo wir möglichst mal hinwollen, und was möglichst vermieden werden soll, die ungefähren Rahmenbedingungen, Reduzierung Etats etc. Ist doch erstmal ne klare Ansage. Man wird wohl nicht, den Fussball komplett neu erfinden wollenund muss es wohl ebenfalls wie andere Vereine versuchen müssen. Man wird sich wohl oder übel den Wettbewerb stellen müssen und versuchen es besser zu machen. Und hoffen, dass irgendwann mal wieder zur richtigen Zeit, die richtigen Leute am richtigen Ort sind, um dort die richtigen Entscheidungen zu treffen.
 
Bloss nicht. Wenn Eichin auch noch wie Dutt anfängt, dann sollen die lieber ein Ingenieurs-Büro aufmachen. Da können die längerfristig planen und erzählen, wie das Gebäude hochgezogen wird. Da zweifelt dann auch keiner, dass da dieses Gebäude auch stehen wird. Wenn der aber hier dein Masterplan ankommet, dann zweifeln ich auch nicht mehr, dass es Richtung 3.Liga geht.:D

Ne, die labern mir jetzt schon zuviel. Was erzählt der RD ständig, wie warum was wann und mit welchen Training erreicht werden soll, über seine tollen Ideen, und was er irgendwann mal vor hat, und sein komischen Zeitplan `erst defensiv, dann offensiv`. Als wenn der ständig seine Arbeit rechtfertigen will. In der Bundesliga konkurrieren nunmal 18 Mannschaften, da kann man alles richtig gemacht haben und trotzdem sind 17 Mannschaften noch besser. Also gehts nicht um richtig oder falsch, sondern besser oder schlechter. Für das `besser werden` und `kontinuierliche Entwicklung` hat er zu trainieren. Wie er das macht, ist mir doch egal. Mich interessiert nur, ob ers schafft.

Und ähnlich seh ich das auch bei TE. Was soll der großartig erzählen? Das Konzept steht doch? Das ist ja nicht die Zauberformel zum Erfolg. Wir wissen doch, wo wir möglichst mal hinwollen, und was möglichst vermieden werden soll, die ungefähren Rahmenbedingungen, Reduzierung Etats etc. Ist doch erstmal ne klare Ansage. Man wird wohl nicht, den Fussball komplett neu erfinden wollenund muss es wohl ebenfalls wie andere Vereine versuchen müssen. Man wird sich wohl oder übel den Wettbewerb stellen müssen und versuchen es besser zu machen. Und hoffen, dass irgendwann mal wieder zur richtigen Zeit, die richtigen Leute am richtigen Ort sind, um dort die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Bei Werder würde höchstens keiner mehr dran zweifeln, dass es Richtung 3.Liga geht.

:tnx:
Erfrischende Antwort.
 
TE ist sicher nicht zu beneiden, aber irgendwie klingt alles wie eine Entschuldigung und völlig Planlos. Nur so am Rande, André Hahn, spielte hier bei uns gaaaanz in der Nähe, aber ein Scout von Werder Bremen, habe ich ich hier nie gesehen. Was ich meine, die sollen sich mal die jungen Spieler in der Nähe anschauen, da gibt es viel Potenzial. Aber was rede ich...

Die ANGST geht um und sie wird immer realer. Das Restprogramm machts möglich. Stuttgart und Freiburg hätten gewonnen werden MÜSSEN...
 
TE ist sicher nicht zu beneiden, aber irgendwie klingt alles wie eine Entschuldigung und völlig Planlos. Nur so am Rande, André Hahn, spielte hier bei uns gaaaanz in der Nähe, aber ein Scout von Werder Bremen, habe ich ich hier nie gesehen. Was ich meine, die sollen sich mal die jungen Spieler in der Nähe anschauen, da gibt es viel Potenzial. Aber was rede ich...

Die ANGST geht um und sie wird immer realer. Das Restprogramm machts möglich. Stuttgart und Freiburg hätten gewonnen werden MÜSSEN...

Hahn hat in Bremen beim FC Oberneuland gekickt. Das fällt aber noch in eine Zeit da war hier an Eichin nicht zu denken. Genauso der Fall Julian Brandt.
 
Rede schon vom Bruttogehalt. Es ging um Arnatutovic, der knapp über 2 Mio Brutto verdient haben soll. Da schrieb DieBöseFrauWulf, dass er nur 1,2 Mio bekommen hätte. Was aber allein das "breinigte Netto" für das errechnen der Tagessatzhöhe in einem Strafprozess betraf. Nicht mehr und nicht weniger.

Mein Kenntnisstand - Obraniak außen vor - dass von den Neuzugängen keiner über eine Mio Festgehalt (Brutto) bekommen soll. Ob das stimmt weiss ich natürlich nicht, da ich die Verträge der Spieler nicht kenne.

Ok!

Wobei di Santo wie beschrieben sicher mehr bekommt, auch Petersen wird nicht auf die Hälfte verzichtet haben, Obraniak liegt da mMn auch leicht drüber. Makiadi wohl nur leicht drunter.
Ist alles natürlich bißchen Spekulatius, aber wenn du das mit anderen Gehältern vergleichst ist deine Theorie kaum haltbar.

Aber egal, zurück zum Thema :)
 
Wenn man es schafft, die Erwartungshaltung so weit zu senken, dass sogar ein knapp verpasster Klassenerhalt als Erfolg gesehen und vom Publikum beklatscht wird, dann ist Dutt tatsächlich sehr erfolgreich. Zwar nicht als Trainer, aber in seiner PR-Arbeit.

2007 hatten wir übrigens bis zum Schluss eine Dreifachbelastung und mit Mertesacker in der Schlussphase der Saison einen ganz entscheidenden Ausfall. Aktuell haben wir kaum Ausfälle und keine Mehrfachbelastung. Trotzdem sind wir Lichtjahre von Teams wie Mainz und Augsburg entfernt, die ebenfalls kaum Ausfälle und keine Mehrfachbelastung haben.

:tnx:
 
Nur so am Rande, André Hahn, spielte hier bei uns gaaaanz in der Nähe, aber ein Scout von Werder Bremen, habe ich ich hier nie gesehen.

Ja klar doch, was hätten die Scouts dann entdecken sollen? Einen Spieler aus der 4. oder 5. Liga der vielleicht, vielleicht auch nicht, unserer U23 geholfen hätte? Hahn hat alles richtig gemacht, ist über die untersten Ligen Schritt für Schritt weiter- und nun in der Bundesliga angekommen. Beim HSV ist er übrigens auch nicht für ein Schwergewicht befunden worden, noch bei einem anderen Nordklub oder überhaupt irgendeinem Scout der Profivereine zu der Zeit. Oder was glaubst du wieso wechselt man vom HSV zu Oberneuland? Ob Hahn außerdem bei einem anderen Verein so funktionieren würde wie aktuell bei Augsburg darf für's erste auch bezweifelt werden. Er wäre ja nicht der erste Spieler der genau eine starke Saison hatte, wir haben da auf dem linken Flügel einen ähnlich gelagerten Fall...
 
Das Werder in dem Jahr nicht Meister wurde, bei DEM Kader und bei dem nicht gerade tollen Fußball der anderen, ist nichts weiter als ein Mißerfolg. Bei Bayern würde man das auch ohne mit der Wimper zu zucken als klare Verfehlung des Saisonziels brandmarken aber wir machen uns selbst heute noch kleiner als wir damals waren. Genau diese Denke hat unser Konstrukt übrigens zusammenbrechen lassen. Wir wollten nie den nächsten Schritt nach vorne machen, statt dessen ging es mehrere Schritte zurück
:tnx:
 
Hm, ich weiss nicht. Ich glaube, dass trotz der für unsere Verhältnisse erfolgreichen CL-Jahre am Ende einfach das Geld gefehlt hat, um einen wirklichen weiteren Schritt nach vorne zu machen.
Wenn man sich so anschaut, was da alles in der Königsklasse rumtobt und was für Summen da im Spiel sind....da hätten wir schon ein immenses Risiko gehen müssen.
Und man muss ja auch mal sehen, dass wir trotz der CL-Einnahmen es nie
geschafft haben, dauerhaft ein international konkurrenzfähiges Team aufzubauen. Im Gegenteil - die Investitionen haben gerade mal ausgereicht, um uns eine Zeitlang unter den ersten 4 der Liga zu halten.
Am Ende war es wahrscheinlich wirklich der einzig gangbare Weg, auf Transfers à la Wesley oder Arno zu setzen. Und wie man heute sieht, war im Nachhinein selbst das ein zu hohes Risiko...
 
Unser Fehler war, dass wir versucht haben, diesen Schritt zu machen, mit viel zu teuren Transfers und Vertragsverlängerungen, die dann auch noch zu einem zu hohen Grad fehlgeschlagen sind. Man hätte im Erfolg bescheidener bleiben müssen, mehr Spieler ziehen lassen müssen, günstiger und perspektivischer Einkaufen, mehr vom Gewinn zurücklegen müssen.
 
Unser Fehler war, dass wir versucht haben, diesen Schritt zu machen, mit viel zu teuren Transfers und Vertragsverlängerungen, die dann auch noch zu einem zu hohen Grad fehlgeschlagen sind. Man hätte im Erfolg bescheidener bleiben müssen, mehr Spieler ziehen lassen müssen, günstiger und perspektivischer Einkaufen, mehr vom Gewinn zurücklegen müssen.

doch im Rausch des Überschwangs hat man das offenbar nicht für nötig erachtet und sich Stück für Stück immer weiter von der Basis entfernt, während man sich als "Übermacher" feiern liess und einem jeder zweite anerkennend auf die Schulter klopfte. Und wenn man dann sozusagen zum "Halbgott" erklärt wird, dann ist man natürlich über jeden Zweifel erhaben und sieht, dank des ganzen Weihrauchs, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr ...
 
Unser Fehler war, dass wir versucht haben, diesen Schritt zu machen, mit viel zu teuren Transfers und Vertragsverlängerungen, die dann auch noch zu einem zu hohen Grad fehlgeschlagen sind. Man hätte im Erfolg bescheidener bleiben müssen, mehr Spieler ziehen lassen müssen, günstiger und perspektivischer Einkaufen, mehr vom Gewinn zurücklegen müssen.

Der Fehler war den Schritt nicht kosnequent zu gehen, sondern immer auf halbem Wege stehen zu bleiben. Genau darin lag der Fehler begründet. Anstatt drei Spieler mit unsicherer Perspektive für 5 bis 8 Mio mit zu holen, hätten man lieber 12 bis 15 Mio für einen Spieler in die Hand nehmen sollen, von dem weiss was er kann. Huntelaar ist ja so ein verpasste Chance. Mit den 11 Mio damals angeblich zu teuer. Aber dann lieber 5 Mio für Leute wie Ekici oder 8 Mio für einen Alberto hinlegen.
 
Das ist falsch, denn wir haben nicht in einem Jahr Ekici und Alberto geholt. Ein teurer Spieler gibt Dir keine Garantie, wenn Du den falschen holst, da waren auch etliche Namen in der Verlosung, die uns nur Mist eingebracht hätten.
 
Unser Fehler war, dass wir versucht haben, diesen Schritt zu machen, mit viel zu teuren Transfers und Vertragsverlängerungen, die dann auch noch zu einem zu hohen Grad fehlgeschlagen sind. Man hätte im Erfolg bescheidener bleiben müssen, mehr Spieler ziehen lassen müssen, günstiger und perspektivischer Einkaufen, mehr vom Gewinn zurücklegen müssen.

:tnx:

Genau richtig. Wir hätten weiter perspektivisch arbeiten, langsam und stetig wachsen und auch mal ein Jahr ohne CL-Qualifikation akzeptieren müssen.

Leider war man dazu offenbar nicht mehr bereit. Ich kann mich in dem Zusammenhang gut an Aussagen Allofs`erinnern, in denen er ankündigte, beweisen zu wollen, dass auch am Standort Bremen eine dauerhafte CL-Teilnahme möglich sei. Dieser Beweis ist am Ende dann leider ziemlich missglückt.

Der Fehler war den Schritt nicht kosnequent zu gehen, sondern immer auf halbem Wege stehen zu bleiben. Genau darin lag der Fehler begründet. Anstatt drei Spieler mit unsicherer Perspektive für 5 bis 8 Mio mit zu holen, hätten man lieber 12 bis 15 Mio für einen Spieler in die Hand nehmen sollen, von dem weiss was er kann. Huntelaar ist ja so ein verpasste Chance. Mit den 11 Mio damals angeblich zu teuer. Aber dann lieber 5 Mio für Leute wie Ekici oder 8 Mio für einen Alberto hinlegen.

Auch bei einem 11 Mio-Einkauf hat man keine Erfolgsgarantie. Dauerhafte Millionen-Einkäufe hätte sich Werder genausowenig leisten können wie die Teilnahme an möglichen "strategischen Preistreibereien", die unsere Bundesliga-Konkurrenz aus München gern angezettelt hat. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich solch ein teurer Spieler auch noch langzeitig verletzten sollte und zu einem hohen Vewrlust weiterverkauft werden müsste.

Die oben angedeutete Strategie wäre für einen Verein wie Werder Wahnsinn gewesen und hätte sehr wahrscheinlich schon viel früher zum gleichen Ergebnis geführt, das wir auch jetzt zu beklagen haben.

Das ist falsch, denn wir haben nicht in einem Jahr Ekici und Alberto geholt. Ein teurer Spieler gibt Dir keine Garantie, wenn Du den falschen holst, da waren auch etliche Namen in der Verlosung, die uns nur Mist eingebracht hätten.

:tnx:
 
Versuche mal beide zusammen zu führen, wenn du nichts dagegen hast.

Das ist falsch, denn wir haben nicht in einem Jahr Ekici und Alberto geholt. Ein teurer Spieler gibt Dir keine Garantie, wenn Du den falschen holst, da waren auch etliche Namen in der Verlosung, die uns nur Mist eingebracht hätten.

Und was folgt daraus?

Ein Verein wie Werder Bremen kann nicht unendlich wachsen, der Verein ist für seine Verhältnisse bereits sehr groß geworden, das Stadion ist gut ausgelastet, die Stadt und Region stehen dahinter. Damit ist keine dauerhafte CL möglich gewesen und selbst wenn man noch mehr investiert hätte, wäre es nicht anders gekommen, sondern vielleicht später und mit noch dickerem Ende.

Die Bescheidenheit der Rehhagel-Ära hat den Erfolg unter Schaaf erst ermöglicht, wobei der Größenwahn zum Ende der KATS-Ära bis heute noch abzuzahlen ist, weil die Gehälter hier ins bodenlose gestiegen sind. Das fing damals schon mit der Frings-Verlängerung und einigen teuren Rückholaktionen an, dass man das Gehaltsbudget völlig überreizt hat, anstatt nach Talenten wie den Benders zu kucken.

Diese Bescheidenheit hat Rehhagel letztendlich vertrieben. Für ihm gab es in Bremen nicht mehr die Perspektive den nächsten Schritt zu gehen. Damals schon nicht. Was folgte war der erste Abstieg innerhalb der Bundesliga nach dem Wiederaufstieg.
Dann ging Lemke zurück in die Politik. 1999 kam TS als Trainer und Born übernahm die Vorsitz der Geschäftsführung, KA folgte zwei Monate später auf den Posten Lemkes wenn ich mich recht entsinne. Es begann eine der erfolgreichsten Zeiten der Vereinsgeschichte. Dann entschied sich die SPD für Böhrnsen statt Lemke als Nachfolger Scherfs im Amte des Präsidenten des Senats der Freien Hansestadt Bremen und Lemke begann sich wieder deutlich aktiver in die Belange des SV Werder einzumischen. Letztendlich kam es zur "Born-Affäre". Born hörte mehr oder weniger "freiwillig" auf. KA sollte dessen Aufgaben mitübernehmen. Der zweit Abstieg in der Bundesliga begann und es bleibt die Hoffnung, dass es nicht der zweite Abstieg in die 2. Bundesliga gibt.

Es ist immer wieder die Politik Lemkes die diesen Verein seit Mitte der 90er, zuvor hat er wirklich ordentliche Arbeit geleistet, in die Probleme bring.

Und um jetzt mal beide Threads ein bisschen zusammenzufassen. Was würdest du denn mit dem Geld anfangen, welches man jetzt auf der Bank liegen hätte? Würdest du es jetzt in Topleute investieren? Oder würdest du es da weiter liegen lassen?
Otto hatte nun einmal Recht: Geld steht nicht auf dem Platz. Es liegt auf der Bank und da schießt es eben keine Tore (auch wenn andere seinen Ausspruch heute immer wieder falsch verwenden).

Hinzu kommt, dass man sich eben entweder hätte für den Weg entscheiden sollen, den du präferiest oder eben den nächsten Schritt auch richtig anzugehen und eben nicht so halbherzig. Aber dann hätte man sich auch intensiver mit den Fragen der Infrastruktur, potentieller Investoren, dem Verkauf von Namensrechten auseinandersetzen müssen. Alles Dinge die bei Fussballromatikern weniger beliebt sind. Ich persönlich finde die Entwicklung, die der Fussball in den letzten Jahren genommen hat auch nicht besonders toll. Daher treibe ich mich ja auch viel öfter bei Amateurspielen rum als in der Bundesliga, aber wenn man in der Bundesliga weiter mitstinken will, dann muss man sich anders aufstellen. Es gab Leute die wollten diesen Schritt konsequent gehen, andere wollten ihn nicht gehen, dass Ergebnis war nichts Ganzes und nichts Halbes und sind die Ursache für die heutigen Probleme.
Übrigens will ich nicht behaupten, dass der von mir präferierte Weg den Schritt ganz und konsequent zu gehen für Werder die bessere Lösung gewesen wäre als den Weg, den dur präferiert hättest. Letztendlich werden wir das nie erfahren.

Dennoch bin ich überzeugt, dass sich die Mentalität bei Werder deutlich ändern muss. Man muss schon kosequenter auch einen Erfolgsdruck aufbauen. Auch gegenüber den Spielern. Werder kann und darf einfach nicht mehr diese Wohlfühloase sein. Da müssen sich die Fans auch mal überlegen, ob es so sinnig ist Spielern, die auch hier noch äußerst gut bezahlt werden, für wirklich grauenvolle Leistungen Trostschoki zu schenken als wenn die Ergebnisse nur Ursache bösen Karmas gewesen wären.
Gilt aber auch für alle anderen Funktionsträger in diesem Club. Da muss man sich an Erfolgen messen lassen.
 
...Gilt aber auch für alle anderen Funktionsträger in diesem Club. Da muss man sich an Erfolgen messen lassen.

Eben drum! ;)

In genau dieser Hinsicht sind viele Kritiken an diversen ehemaligen oder noch verbliebenen Funktionsträgern hanebüchen. Die meisten von denen wissen, wovon sie sprechen.

Das kann man über die derzeitigen sportlich Verantwortlichen (noch) nicht sagen. Aber, dann wird eben kurzerhand ein erstümperter Klassenerhalt, wenn es denn so gelingen sollte, als "großer Erfolg" verkauft. Das ist auch ein interessantes Erklärungsmuster...! :zweifeln:
 
Ein großer Erfolg ist es sicher nicht. Das erste Saisonziel sportlicher Hinsicht wäre zumindest in dieser Hinsicht erreicht. Das zweite Saisonziel sind 40 Punkte und genau dieses ist auch im Winter nochmals wiederholt worden. Da wird man sehen müssen, ob man dieses Ziel erreicht.
An den Nichtabstieg glaube ich. An die 40 Punkte nicht wirklich. Daher wäre zumindest ein Ziel nicht erreicht worden und da muss man dann schon fragen, ob dann noch weiter macht.

Da du den Kern meines Beitrages aber ansonsten absolut gekonnt ignorierts, werde ich dazu sonst nicht weiter äußern.
 
Versuche mal beide zusammen zu führen, wenn du nichts dagegen hast.

Nein, natürlich nicht. :beer:

Diese Bescheidenheit hat Rehhagel letztendlich vertrieben. Für ihm gab es in Bremen nicht mehr die Perspektive den nächsten Schritt zu gehen. Damals schon nicht. Was folgte war der erste Abstieg innerhalb der Bundesliga nach dem Wiederaufstieg.

Was aber eben im Endeffekt für Werder ein Glücksfall war. Gerade Rehhagel stand nicht mehr für den modernen Fußball und hinterließ eine überaltete Mannschaft mit seinen Getreuen. Sein Vorteil in der Rückschau liegt darin, dass er rechtzeitig und im Erfolg gegangen ist.

Dann ging Lemke zurück in die Politik. 1999 kam TS als Trainer und Born übernahm die Vorsitz der Geschäftsführung, KA folgte zwei Monate später auf den Posten Lemkes wenn ich mich recht entsinne. Es begann eine der erfolgreichsten Zeiten der Vereinsgeschichte. Dann entschied sich die SPD für Böhrnsen statt Lemke als Nachfolger Scherfs im Amte des Präsidenten des Senats der Freien Hansestadt Bremen und Lemke begann sich wieder deutlich aktiver in die Belange des SV Werder einzumischen. Letztendlich kam es zur "Born-Affäre". Born hörte mehr oder weniger "freiwillig" auf. KA sollte dessen Aufgaben mitübernehmen. Der zweit Abstieg in der Bundesliga begann und es bleibt die Hoffnung, dass es nicht der zweite Abstieg in die 2. Bundesliga gibt.

Das ist jetzt etwas durcheinander, der Ablauf war ein anderer:

Nach Rehhagels Abgang wurde Lemke aus den wichtigeren Entscheidungen wie der Trainerfindung relativ herausgehalten, von Fischer und Böhmert, die ja alte Freunde waren, wogegen Lemke erst später dazugekommen war. Nachdem Böhmert und Fischer dort etliche Male daneben gegriffen hatten, beschloss das ganze Präsidium die Verpflichtung von Felix Magath und knüpfte das Schicksal an diesen Trainer. Das Ergebnis ist bekannt: Magath ging und der Vorstand trat geschlossen zurück, um den Weg für neue Strukturen zu öffnen. Fischer ging in die Vereinsarbeit, Böhmert als Vorsitzender und Lemke als sein Stellvertreter gingen in den Aufsichtsrat und zogen sich aus dem operativen Geschäft zurück. Dafür wurde, wie damals üblich, ein Sportdirektor namens Allofs installiert.

Nach Böhmerts Tod, das müsste 2004 gewesen sein, wurde Lemke Aufsichtsratsvorsitzender und wirkte dort in dessen Sinne weiter. Der Streit mit born und die Born-Affäre werden dagegen bis heute ebenso überschätzt wie dessen Rolle. Born war intern fürs Geld zuständig und wäre ein halbes Jahr später aus Altersgründen eh ausgeschieden. Seine Möglichkeiten, am finanziellen Niedergang etwas zu ändern, waren begrenzt, zumal Born auch in einigen Belangen ein etwas zweifelhafter Typ ist.

In jedem Fall übernahm Allofs von Born lediglich den Vorsitz, der Geschäftsbereich von Born ging größtenteils auf Filbry über.

Es ist immer wieder die Politik Lemkes die diesen Verein seit Mitte der 90er, zuvor hat er wirklich ordentliche Arbeit geleistet, in die Probleme bring.

Das ist mir, ehrlich gesagt, viel zu pauschal. Ich würde eher sagen, dass der Aufsichtsrat, als KATS auf dem Höhepunkt des Erfolgs waren und anfingen das Geld zu verbrennen, viel zu schwach war. Er hatte nicht die Möglichkeit, Allofs in seinem Ausgabenwahn in den Arm zu fallen, weil KATS hier die Götter von der Weser waren und jeder einwand gegen teure Verträge mit verdienten Altstars wie Frings hätte den AR weggeblasen. Mehr als darauf zu achten, dass wir noch in einem Budget liegen, konnte der AR in diesen "fetten" Jahren nicht tun und deswegen trägt er auch eine Mitschuld am Niedergang. Allerdings nicht so, wie hier in Bremen gemeint wird, dass da um Lemke die Bremser sitzen, sondern eher in dem Sinne, dass man zu schwach war und gegen KATS nicht auf einer dem Verein passenden Politik bestehen konnte, nicht gegen Transfers wie Alberto interveniert hat.

Und um jetzt mal beide Threads ein bisschen zusammenzufassen. Was würdest du denn mit dem Geld anfangen, welches man jetzt auf der Bank liegen hätte? Würdest du es jetzt in Topleute investieren? Oder würdest du es da weiter liegen lassen?
Otto hatte nun einmal Recht: Geld steht nicht auf dem Platz. Es liegt auf der Bank und da schießt es eben keine Tore (auch wenn andere seinen Ausspruch heute immer wieder falsch verwenden).

Hätten wir jetzt noch mehr Geld übrig aus den fetten Jahren und weniger Verträge wie den von Fritz sinnlos verlängert, wären wir im Sommer handlungsfähiger gewesen und eichin hätte einen besseren Trainer als Dutt herauskaufen und locken können, dazu noch bessere Spieler holen können. Klar, das Sparen ist kein Selbstzweck, sondern dafür da, dass man im sportlichen Notfall oder bei günstigen Gelegenheiten zuschlagen kann.

Hinzu kommt, dass man sich eben entweder hätte für den Weg entscheiden sollen, den du präferiest oder eben den nächsten Schritt auch richtig anzugehen und eben nicht so halbherzig. Aber dann hätte man sich auch intensiver mit den Fragen der Infrastruktur, potentieller Investoren, dem Verkauf von Namensrechten auseinandersetzen müssen. Alles Dinge die bei Fussballromatikern weniger beliebt sind. Ich persönlich finde die Entwicklung, die der Fussball in den letzten Jahren genommen hat auch nicht besonders toll. Daher treibe ich mich ja auch viel öfter bei Amateurspielen rum als in der Bundesliga, aber wenn man in der Bundesliga weiter mitstinken will, dann muss man sich anders aufstellen. Es gab Leute die wollten diesen Schritt konsequent gehen, andere wollten ihn nicht gehen, dass Ergebnis war nichts Ganzes und nichts Halbes und sind die Ursache für die heutigen Probleme.
Übrigens will ich nicht behaupten, dass der von mir präferierte Weg den Schritt ganz und konsequent zu gehen für Werder die bessere Lösung gewesen wäre als den Weg, den dur präferiert hättest. Letztendlich werden wir das nie erfahren.

Das werden wir nie erfahren, aber ich finde, dass der von mir präferierte Weg der kleineren Schritte keineswegs im Widerspruch zu Investoren oder anderen Geldbeschaffungswegen gestanden hätte. Nur muss man solche Investoren erstmal finden, das Problem haben die allermeisten Vereine. Außer Bayern hängen die am Tropf privater Geldgeber. Im übrigen sehe ich diese entwicklungen im Fußball völlig emotionslos.

Dennoch bin ich überzeugt, dass sich die Mentalität bei Werder deutlich ändern muss. Man muss schon kosequenter auch einen Erfolgsdruck aufbauen. Auch gegenüber den Spielern. Werder kann und darf einfach nicht mehr diese Wohlfühloase sein. Da müssen sich die Fans auch mal überlegen, ob es so sinnig ist Spielern, die auch hier noch äußerst gut bezahlt werden, für wirklich grauenvolle Leistungen Trostschoki zu schenken als wenn die Ergebnisse nur Ursache bösen Karmas gewesen wären.
Gilt aber auch für alle anderen Funktionsträger in diesem Club. Da muss man sich an Erfolgen messen lassen.

Ich glaube, dass Profifußballer bereits jetzt genug Stress, Druck und sogar Anfeindungen ertragen müssen. Wenn man auf lahme Gäule nur immer weiter einprügelt, werden sie keine Rennpferde. Diesen Druck kannst Du vielleicht bei Bayern machen, wo die besten Spieler des Landes rumlaufen, weil die bereits wissen, dass sie super sind. Aber so einen Durchschnittskicker bei Werder, den verunsicherst du nur, wenn Du von ihm Dinge verlangst, die er gar nicht kann. Dem muss man helfen, Dinge mitgeben, die Orientierung bieten.
 
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