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:bier:Zitat von Ulrich Hoeneß;2925638:Voraussetzungen für eine wirksame Selbstanzeige:

Naja, wäre für ihn nur die Hälfte der maximal möglichen Jahren.
2 Jahre finde ich zu wenig, da muss sich ja niemand sorgen machen in den Knast zu müssen.
Zitat von Ulrich Hoeneß;2925630:5 Jahre oder mehr für Steuerhinterziehung halte ich für mein Empfinden etwas zu übertrieben. Gerade in Relation zu anderen Straftaten. 2 Jahre fände ich fair.
Zitat von Wikipedia:Freiheitsstrafe bis 5 Jahre oder Geldstrafe
In besonders schweren Fällen (§ 370 Abs. 3 AO): Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren
Man spricht da auch von "Bau"-Boom.Zitat von Ulrich Hoeneß;2925642:2 Jahre Gefägnis finde ich schon extrem viel. Gerade für Leute, die Geld ohne Ende haben ist Freiheit doch das höchste Gut. Und das man für Steuerhinterziehung max 10 Jahre kriegen kann und für Mord max 15 Jahre, allein das passt schon nicht. Aber steht auf einem anderen Blatt.
Das Problem ist, dass 2 Jahre theoretisch noch zur Bewährung ausgesetzt werden könnten. Daher sollte das für Steuerhinterziehung, besonders in so einem Ausmaß auf jeden fall drüber liegen, damit gar nicht erst eine Diskussion über eine mögliche Bewährung aufkommt.
Zitat von Wikipedia:Ab 1.000.000 Euro ist eine bewährungsfähige Strafe (bis einschließlich zwei Jahre Freiheitsstrafe) nur noch bei Vorliegen von "besonders gewichtigen Milderungsgründen"[1] zu verhängen.

Das Problem ist, dass 2 Jahre theoretisch noch zur Bewährung ausgesetzt werden könnten. Daher sollte das für Steuerhinterziehung, besonders in so einem Ausmaß auf jeden fall drüber liegen, damit gar nicht erst eine Diskussion über eine mögliche Bewährung aufkommt.
Offensichtlich. Bei äußerst erfolgreiche Menschen ist es nicht selten, daß sie sich selbst in einem Ninmus der Unfehlbarkeit bzw. Unverwundbarkeit sehen. Daher liegt der auch der Gedanke nahe, daß sie über dem Gesetz stehen bzw. Gesetzesverstöße als "sportliche" Herausforderungen sehen, selbst wenn sie sich wie z.B. Alice Schwarzer oder Uli Hoeneß in der Öffentlichkeit als Moralapostel hochstilisiert haben.
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Zitat von Ulrich Hoeneß;2925649:Also Urteil von 3 Jahren fände ich fair, wo er dann 2 Jahre sitzt.
Zum Thema Recht und Gerechtigkeit noch ein Schwank aus meiner Studienzeit in Münster:
Ich mußte während meines Praktikums am Amtsgericht Münster mit einer Gruppe von Kommilitonen einen Prozeßtag im Zivilrecht begleiten.Wir bekamen knapp 20 Fälle vorgelegt,die zur Verhandlung ausstanden.Die sollten wir bewerten und wie ein Richter zum Urteil bringen.
Ich fragte mich schon damals,wie zwischen 9-12 Uhr soviele Verhandlungen von einem Richter abzuwickeln sein könnten.Ich hatte 5 Tage gebraucht!
Dann kam der Prozeßtag,auf den ich mich akribisch vorbereitet hatte.
Plötzlich verstand ich,wie das geht!
Es ging zu wie auf einem Taubenschlag.Die Sachlage selbst wurde knapp angerissen,nachdem die Anwesenheit der Anwälte festgestellt worden war.Dann erging das Urteil,-und alle waren wieder verschwunden.Bis die nächsten kamen.
Am Ende dieses Vormittags setzte sich der Richter zu uns,um Fragen zu beantworten.Er war ein alter ergrauter Hase,der bereits 30 Jahre Berufserfahrung mitbrachte.
Und jetzt komme ich auf den Punkt!
Ein Kommilitone fragte erstaunt:"Wie kann denn da Recht gesprochen werden,wenn das hier wie am Fließband abgewickelt wird?"
Da sagte dieser Profi von Richter:
"Junger Mann,wenn Sie glauben,daß es hier darum geht,Recht zu sprechen,sollten Sie besser Pfarrer werden!
Hier geht es darum,eine bürokratische Maschinerie in Gang zu halten und sie vor dem Zusammenbruch zu bewahren.Hier arbeiten Anwälte,Staatsanwaltschaft und wir Richter wie ein ineinandergreifendes Räderwerk zusammen.Hätten die Menschen eine höhere Sozial-und Konfliktbewältigungskompetenz und Intelligenz,hätte auch unser Tun eine andere Würde!"
Er lächelte und schien genau zu wissen,wovon er sprach!
Ich werde diese Lektion bis zu meinem letzten Atemzug nicht vergessen!
Aus dem Welt-Liveticker
"Hoeneß' Rechtsanwalt Hanns Feigen betonte, dass in dessen Selbstanzeige(vom 17. Januar 2013) implizit die hinterzogenen Steuern aus den Zürcher Transaktionen(27,2 Millionen) enthalten sei. "Wir sind ja nicht dämlich, das wollte ich hier nur mal unterstreichen" Verteidiger Hanns Feigen gibt eine Erklärung zur Vernehmung der Steuerfahnderin H. vom Vortag ab: Das, was Gabriele H. am Richtertisch gesagt habe, sei offensichtlich nicht in die Weite des Saales gedrungen oder nicht richtig verstanden worden. In der Selbstanzeige vom 17. Januar 2013 seien sämtliche Zahlen, über die jetzt gesprochen wurden, bereits enthalten gewesen. Es bestehe kein Grund zu behaupten, sagt er an die Adresse der Gerichtssprecherin Andrea Titz, die Verteidigung sei überrascht gewesen."
Man spricht da auch von "Bau"-Boom.

Zitat von Ulrich Hoeneß;2925642:2 Jahre Gefägnis finde ich schon extrem viel. Gerade für Leute, die Geld ohne Ende haben ist Freiheit doch das höchste Gut. Und das man für Steuerhinterziehung max 10 Jahre kriegen kann und für Mord max 15 Jahre, allein das passt schon nicht.
die Strafe mindestens sechs Monate ist, je nach Schwere der Tat geht es dann bis zu zehn Jahren. Und 27 Mio zu hinterziehen ist eben ein ziemlich heftiger Fall der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall. Wenn selbst das nur drei Jahre gibt, wie viel müsste man dann hinterzogen haben, damit tatsächlich mal zehn Jahre verhängt werden sollen?Das stimmt aber einfach nicht. Für Mord bekommt man lebenslänglich. Nicht weniger. Nach frühestens 15 Jahren kann dann ein Gutachten erstellt werden, ob von dem Mörder noch eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht.
Unabhängig davon: Die möglichen Strafrahmen werden nicht von den Gerichten, sondern vom Gesetzgeber getroffen. Und der hat eben geregelt, dass in besonders schweren Fällen der Steuerhinterziehung (ab 50.000 ) die Strafe mindestens sechs Monate ist, je nach Schwere der Tat geht es dann bis zu zehn Jahren. Und 27 Mio zu hinterziehen ist eben ein ziemlich heftiger Fall der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall. Wenn selbst das nur zwei Jahre gibt, wie viel müsste man dann hinterzogen haben, damit tatsächlich mal zehn Jahre verhängt werden sollen?
