Robin Dutt

Ich sehe das so:

Auf die Defensive setzen, ist das sichere Pferd.

So wie sich derzeit alle Vereine, ausgenommen der FCB, peräsentieren, ist es klug, sich auf die Defenvise zu stürzen.

So wie diese Saison zum Teil über den Rasen gestolpert wird, ist hier und dort noch ein Überraschungssieg drin.

Die Frage, die ich mir zur Zeit am meisten stelle ist: "Was zum Teufel sollte man da denn tippen?"

Ausser FCB = Sieg ist nichts sicher.
 
Entspannt bin ich noch lange nicht.
Dafür müssten in den nächsten 2 Partien noch mindestens 4 Punkte folgen.
Entspannt bin ich auch nicht. Mir ging es nur um die Situation gegenüber dem letzten Jahr. Im Februar 2013, nach den 2 Siegen gegen Hannover und in Stuttgart, habe ich noch mit dem internationalen Wettbewerb geliebäugelt und auf einmal war man im Abstiegskampf, bzw. Abstiegskrampf. Das war fürchterlich mit anzusehen, wie die Konkurrenz unten Punkte einheimste und Werder immer mehr in eine Art Schockstarre geriet. Diese Befürchtung habe ich dieses Jahr nicht. Deshalb mag ich sagen, dass der Abstiegskampf dieses Jahr "entspannter" ist, als noch im letzten Jahr.
 
Zum Thema: Es war eben nicht im gleichen Masse so, dass die Defensive genauso vernachlässigt wurde wie derzeit die Offensive. Eine Stärkung der Defensive erhöht eher die Wahrscheinlichkeit auf einen Punkt, bei gleichzeitigem Verzicht auf Offensive eben auf ein 0:0, wie auch häufig zu beobachten. Eine offensive Ausrichtung erhöht die Wahrscheinlichkeit für 3 Punkte. Bei einer 3 Punkteregelung grundsätzlich wichtig. Selbst 34 Remis würden vermutlich nicht reichen. Deshalb bemängele ich, wie viele andere auch, die Spielweise. Dass wir 28 Punkte geholt haben, ist ok, aber keine Folge dieser Ausrichtung. ;)
wie kommst du immer auf diese Schlussfolgerung als wenn das ein Grundsatz unabhängig von allen wäre? Und was verstehst du denn eigentlich unter offensiver ohne Vernachlässigung der defensive? Die allgemeine Ausrichtung, die Effektivität? Das erste funktioniert meiner Meinung nach nicht, das zweite wünschen wir uns irgendwie alle. Ich finde nicht, dass man Offensiv und Defensiv getrennt voneinander betrachten kann und zur der Forderung kommen kann, einfach mehr Offensive ohne im gleichen Verhältnis die Defensive zu vernachlässigen. Diese würde für mich nur Sinn ergeben, wenn sich das auf die Effektivität beziehen würde. Aber das wünschen wir ja uns irgendwie alle, da brauchen wir hier ja nicht diskutieren. Am besten vorne zahlreich Torchancen rausspielen und hinten nichts zulassen. :D

Wenn wir jetzt schon so abstrakt zwischen offensiv und defensive Ausrichtung unterscheiden, müsste die Frage nicht lauten, wie wirkt sich die Verschiebung in die eine oder andere Richtung auf die Siegwahrscheinlichkeit unter Berücksichtigung des Spielermatierials, Fähigkeiten der Spieler aus? Die Erkenntnis `offensive Ausrichtung = Höhere Wahrscheinlichkeit Tore zu erzielen, defensive Ausrichtung = höhere Wahrscheinlichkeit keine Tore zu kassieren` bringt ja erstmal garnix. Mit der Erkenntnis würde ich sagen, ob defensiver oder offensiver ändert im Verhältnis garnix, die Siegchancen bleiben gleich. Wenn ich für eine Verschiebung in die eine oder andere Richtung argumentiere, dann behaupte ich ja, daß das Verhältnis `Wahrscheinlichkeit Tore zu erzielen zu Wahrscheinlichkeit Tore zu kassieren` steigt. aus den Argumentationen der Defensiv-Verfechter höre ich eigentlich meistens raus, dass diese Mannschaft selbst bei einer offensiveren Ausrichtung nicht wesentlich mehr Durchschlagskraft vorne haben wird, während die defensive verhältnismäßig an Stabilität verliert. Das ganze Verhältnisse Torchancen/gegnerische Chancen sinkt. Ob es nun so ist oder nicht, und wenn es so ist, woran liegt es, wirklich an der spielerischen qualität des Kader, insbesondere Spielintelligenz oder Antiziption oder bekommt der Trainer das nicht auf die Kette. Bekommt der Trainer das dann vielleicht nächstes Jahr mit der ein oder anderen Verstärkung besser hin? Das wären für mich so die Fragen und Diskussionsansätze. Ich persönlich seh das so, dass es mit diesen Kader zum jetztigen Zeitpunkt tatsächlich das effektivste ist, dass wir wirklich hinten versuchen geordnet zu stehen und notfalls die Bälle nach vorne hauen. Ist zwar ne Katastrophe, und führt dann zu grausamen Kicks, welche in ein 0:0 zuhause gegen Absteiger führen kann. Aber ich glaube, jeder Versuch offensiver zu agieren, würde von unseren größtenteils Kilometerläufern, Kampfschweinen, Dauerracker und Kopfballhünen in der Offensivbewegung Sachen abverlangen, wo die vorhandenden Defizite kaum zu mehr Torchancen führen, aber auf Kosten einer nicht verhältnismäßigen Unordnung und Instabilität in der Defensive führen. So dass aus einem grausamen 0:0-Kick die Wahrscheinlichkeit eher Richtung 1:3 Niederlage geht, anstatt eines 3:1 Sieges.

Kann man ja anders sehen. aber einfach nur sagen, "Offensiv erhöht die Siegchancen, Defensiv erhöht die Remis-Chancen" ohne Begründung und alles. Finde ich jetzt nicht so überzeugend.
 
Sollen wir 4 - 2 - 4 spielen oder fossil 2 - 3 - 5? Damit das offensiv genug ist? Die Doppelsex in eine Raute mit stabiler 4er-Abwehrkette zurück zuverwandeln, ist mit zwei echten Stürmern schon recht offensiv. Oder Sehe ich das falsch? Danke RD, danke für den Stil: momentan kommt mir die Mannschaft mit ihrer Spielweise so vor, wie die Weser, die unaufhaltsam am Werder vorbei strömt ...

...in ein Meer der Erfolge der Zukunft.
 
Ich würde vorschlagen, dass wir mit 1 = TW und 10 Abwehrspielern auflaufen, um diese Diskussion zu beenden, weil es im Grunde genommen, doch nur wieder um TS und seinen Offensiv-Event-Spektakel-Fussball geht, der hier so schmerzlich vermisst wird.
Denn mit TS hätten wir nicht 9x zu 0 gespielt, sondern diese Spiele mit 6:5 gewonnen. :unfassbar:
 
Ich würde vorschlagen, dass wir mit 1 = TW und 10 Abwehrspielern auflaufen, um diese Diskussion zu beenden, weil es im Grunde genommen, doch nur wieder um TS und seinen Offensiv-Event-Spektakel-Fussball geht, der hier so schmerzlich vermisst wird.
Denn mit TS hätten wir nicht 9x zu 0 gespielt, sondern diese Spiele mit 6:5 gewonnen. :unfassbar:

Nein, darum geht es hier nicht.
Es ging darum, dass ich behaupet habe, viele Punkte seien insgesamt glücklich zustande gekommen. Glücklich deshalb, weil man viel zu defensiv stand und die Offensive stark vernachlässigt hat. Die letzten Tore sind fast ausnahmslos durch Fernschüsse erzielt worden. Das ist spektakulär, aber glücklich. Darauf ausschließlich zu bauen, ist mMn fahrlässig. Zuletzt haben wir glücklicherweise damit Erfolg gehabt. Darauf würde ich mich aber nicht verlassen. Wir sind nachwievor kaum in der Lage, uns Chancen selbst zu erspielen. Das liegt mMm auch daran, dass sie es nicht dürfen. Wir haben einige Spieler, die das könnten.

Es geht um Werder und den Klasssenerhalt, nicht um Schaaf.
 
Nein, darum geht es hier nicht.
Es ging darum, dass ich behaupet habe, viele Punkte seien insgesamt glücklich zustande gekommen. Glücklich deshalb, weil man viel zu defensiv stand und die Offensive stark vernachlässigt hat. Die letzten Tore sind fast ausnahmslos durch Fernschüsse erzielt worden. Das ist spektakulär, aber glücklich. Darauf ausschließlich zu bauen, ist mMn fahrlässig. Zuletzt haben wir glücklicherweise damit Erfolg gehabt. Darauf würde ich mich aber nicht verlassen.

Es geht um Werder und den Klasssenerhalt, nicht um Schaaf.


Ich komme mit dem Wort Glück einfach nicht mehr klar...

Warum kann man die Leistung als solche nicht einfach akzeptieren?

Sind Fernschüsse nicht eine ganz normale "Technik" Tore zu schießen? Warum Fähigkeiten von Spieler nicht für DIESE taktische Vorgehensweise nutzen?

Die letzten Spiele haben gezeigt das Dutt und die Mannschaft einen Weg gefunden haben ihre Ziele zu erreichen und ihre Stärken zu nutzen!

Und genau dafür gibt es genug "Beweise" womit ich die Entwicklung von einigen Spieler meine.

Also mit Glück hat das nicht viel zu tun...

Und wenn du unbedingt von Glück quatschen möchtest dann hat jeden Mannschaft bei jedem Spiel die gleiche Chance auf Glück :ugly:
 
Nein, darum geht es hier nicht.
Es ging darum, dass ich behaupet habe, viele Punkte seien insgesamt glücklich zustande gekommen. Glücklich deshalb, weil man viel zu defensiv stand und die Offensive stark vernachlässigt hat. Die letzten Tore sind fast ausnahmslos durch Fernschüsse erzielt worden. Das ist spektakulär, aber glücklich. Darauf ausschließlich zu bauen, ist mMn fahrlässig. Zuletzt haben wir glücklicherweise damit Erfolg gehabt. Darauf würde ich mich aber nicht verlassen. Wir sind nachwievor kaum in der Lage, uns Chancen selbst zu erspielen. Das liegt mMm auch daran, dass sie es nicht dürfen. Wir haben einige Spieler, die das könnten.
Aber wie ist denn z.B. das letzte Gegentor vor über 300 Minuten gefallen? War das jetzt die Konsequenz, weil man zu defensiv stand? Und war es jetzt Glück, dass sowas in den letzten Spielen nicht mehr passierte. Insbesondere wenn man berücksichtigt, dass Luki garnicht mehr versucht hat, einen vernünftigen Pass zu spielen, sondern die Bälle gleich nach vorne drischt. Würde ich ja fast schon sagen, das ist eher die Konsequenz einer bestimmten Spielausrichtung.

Ist jetzt nur ein Beispiel und widerspricht jetzt nicht deiner Theorie im allgemein. Aber wie soll man auch, wenn Fußball halt Fußball ist, und nicht Mathematik, Psychologie, Medizin oder Physik. Wenn die Psychologie nicht für Fußballspieler gilt, die Medizin nicht für Verletzung aufm Rasen, der Ball keinen physikalischen Gesetzen unterliegt und Wahrscheinlichkeiten hier nix mit Mathematik zu tun hat und einfach jegliche fundamentalen Grundsätze strikt abgelehnt werden, dann kann man natürlich das Wort Glück überstrapazieren als ultimativen Faktor für jedes tatsächlich eingetretene Ereigniss, welches der eigenen Überzeugung widerspricht. Was soll denn noch alles Glück sein? Glück, wenn wir keine Gegentore kassieren, jetzt noch Glück wenn wir mal ein Tor schiessen.

Aber jetzt nochmal einen fürs Phrasenschwein: Das Glück muss man sich erarbeiten. :beer:

P.S. Überzeugt bin auch ich von Dutt noch lange nicht. Und bin trotzdem noch skeptisch, ob er auf Dauer der richtige für Werder sein wird.
 
Nein, darum geht es hier nicht.
Es ging darum, dass ich behaupet habe, viele Punkte seien insgesamt glücklich zustande gekommen. Glücklich deshalb, weil man viel zu defensiv stand und die Offensive stark vernachlässigt hat. Die letzten Tore sind fast ausnahmslos durch Fernschüsse erzielt worden. Das ist spektakulär, aber glücklich. Darauf ausschließlich zu bauen, ist mMn fahrlässig. Zuletzt haben wir glücklicherweise damit Erfolg gehabt. Darauf würde ich mich aber nicht verlassen. Wir sind nachwievor kaum in der Lage, uns Chancen selbst zu erspielen. Das liegt mMm auch daran, dass sie es nicht dürfen. Wir haben einige Spieler, die das könnten.

Es geht um Werder und den Klasssenerhalt, nicht um Schaaf.

Doc, lies dir mal den heutigen Artikel in der KR zum Thema "Gründe für den Aufschwung" durch. LINK

Die Rückkehr zur Raute

Das Parade-Mittelfeldsystem von Ex-Coach Thomas Schaaf hatte eigentlich schon ausgedient. Werder wollte moderner spielen, ein 4:2:3:1 mit zwei Sechsern. Doch nun setzt Trainer Robin Dutt wieder auf die Raute. Und hat damit Erfolg. Siehe Hamburg (1:0) und Nürnberg (2:0). „Ich freue mich, dass wir ein System gefunden haben, das wir gut umsetzen können“, sagt Stürmer Franco Di Santo. In beiden Partien wechselte Dutt die Taktik jedoch – offenbar kein großes Problem mehr für sein Team. „Mit der Raute sind wir in Führung gegangen, mit der Doppelsechs haben wir zu Ende verteidigt“, sagt der Trainer: „Wir sind sehr offensiv aufgestellt gewesen mit zwei Stürmern und drei Mittelfeldspielern, die eher offensiv ihre Qualitäten haben.“ Er schaute dann genau hin, „wie lange das tragfähig ist, wie lange die Mannschaft die Kompaktheit gewährleisten kann, damit der Gegner nicht im Minutenfluss zu Torchancen kommt.“ Wird der Druck zu groß, bringt Dutt einen defensiveren Mann fürs Mittelfeld. „Geht die Kompaktheit verloren, geht auch die Raute verloren“, erklärt er. Zlatko Junuzovic empfindet die Flexibilität als „lebenswichtig. Es ist gut, wenn man reagieren kann“.

Diese neue angesprochene Felxibilität ist für mich einer der Hauptgründe für die letzten Siege unter Dutt. Das sind genau die Mechanismen die jetzt greifen, die er bei seiner Verpflichtung angekündigt hat: Zwei, Drei flexible Systeme spielen zu lassen.

Und by the way: ob du nun Tore durch Fernschüße oder im fünf Meter Raum erzielst, ist doch so etwas von egal. Ausserdem stimmt das noch nicht einmal, wenn ich da an Junus Tor gegen den HSV zurück denke.
 
Jetzt mal ohne Witz:

Jahrelang haben wir uns angeguckt, wie eine fußballerisch hochüberlegene Mannschaft mit 70%+ Ballbesitz und Chancen über Chancen reihenweise gegen Teams verloren hat, die sich einfach hinten rein gestellt haben und dann per Konter- oder Standarttor 1-0 gewonnen haben.

Mir macht es im Moment diebische Freude, mal auf der anderen Seite zu stehen... :D

Und nein, das ist natürlich nicht nur reines Glück, wenn man mit dieser Taktik ein Spiel gewinnt, guckt euch mal an, wie viele Spiele pro Spieltag auf diese Weise entschieden werden.
 
Jetzt mal ohne Witz:

Jahrelang haben wir uns angeguckt, wie eine fußballerisch hochüberlegene Mannschaft mit 70%+ Ballbesitz und Chancen über Chancen reihenweise gegen Teams verloren hat, die sich einfach hinten rein gestellt haben und dann per Konter- oder Standarttor 1-0 gewonnen haben.

Mir macht es im Moment diebische Freude, mal auf der anderen Seite zu stehen... :D

Und nein, das ist natürlich nicht nur reines Glück, wenn man mit dieser Taktik ein Spiel gewinnt, guckt euch mal an, wie viele Spiele pro Spieltag auf diese Weise entschieden werden.

Das ist aber ein tyischer wahrnehmungsfehler.

Wenn ich über die ganze Saison Passgenauigkeit und Ballbesitz nehme, dann wird das ganz sicher positiv mit den erzielten Punkten zusammenhängen. Mannschaften, die besser Fußball spielen, erzielen auch mehr Punkte. Darum glaube ich, bei aller Freude über diese beiden extrem wichtigen siege, die uns fast schon ans sichere Ufer gebracht haben, dass eine solche spielweise, wie wir sie pflegen, zumindest mittelfristig in die zweite Liga führt. natürlich haben wir uns gegen den HSV und Nürnberg die siege erarbeitet und damit verdient, keine frage, aber sie waren weit davon entfernt, zwangsläufige folge unserer Spielweise zu sein. Gerade das 1:0 fiel aus völlig heiterem Himmel in eine Phase, in der Nürnberg dabei war, das Spiel in den Griff zu kriegen. Umso besser, dass es gefallen ist keine Frage, aber das resultierte nicht aus unserer Taktik. Es hätte genausogut auf der anderen Seite fallen können und unsere Spielweise strapaziert für meine Begriffe das Glück in dieser Hinsicht etwas über. Wenn Sonntagsschüsse und Standards alle Wege zum Tor sind, ist das etwas wenig.

Damit will ich im Übrigen nichts gegen eine defensivere Ausrichtung sagen, die war nach Jahren der Gegentorflut, die ja auch immer noch hin und wieder durchbricht, bitter nötig. Jeder, der nach Spektakel und Offensivfußball ruft, hat seine Lektion aus dem Niedergang unter Schaaf immer noch nicht gelernt. Was mich stört, ist wie uninspiriert wir, wenn wir schon den Ball gewinnen, nach vorne spielen, obwohl wir in der Offensive über durchaus gutes Spielermaterial verfügen. Da fehlt es an allen Ecken an einem Konzept, an Eingespieltheit, an Automatismen, Laufwegen etc. pp., insgesamt an einem funktionierenden Umschalt- und Konterspiel. Eine Mannschaft, die das kann, hat eine gute Waffe, um jedem gegner richtig wehzutun. Das haben wir nicht drauf und dahin sehe ich auch keine positive Entwicklung. Nur rennen, kämpfen und vorne hilft der liebe Gott ist mir zu wenig Konzept. Ich bin sehr froh, dass wir damit schon 28 Punkte haben, aber mit dem fußballerischen Potential, das wir haben, der aufbruchstimmung nach dem trainerwechsel und mit der vorbildlichen Einstellung der Mannschaft wäre sogar noch einiges mehr drin gewesen. Wohin es diese Saison mit bescheidenen Mitteln reichen könnte, sieht man an Augsburg, Mainz und Hertha.
 
In meiner Wahrnehmung hat Werder fast die gesamte Saison grottigen, ängstlichen Rumpelfussball gespielt. Keiner hat den Ball gefordert, bloss wegdreschen und wegducken.

Gegen HSV und Nürnberg war die Mannschaft nicht wiederzuerkennen.

Man hat den Spielern förmlich angesehen, dass sie das Spiel nicht irgendwie rumkriegen, sondern gewinnen wollten. Sie waren alle mit Spass und Power dabei. Bei Prödl stand förmlich auf der Stirn "Hier ist vorübergehend dicht. Tore zur Zeit nur auf der andere Seite möglich". Cooler Auftritt, von allen. Team spirit. Einer für alle, alle für einen.

Also ich war total angetan, habe beide Spiele genossen und freue mich auf die weiteren.
:applaus:

Ansehnliches Kurzpassspiel im Mittelfeld, mehr Automatismen und so, dass wird automatisch kommen. Über den Kampf und Teamgeist und Selbstvertrauen. Genügend Qualität hat der Kader.

Weiter so, Dutt !
 
Dass diese Saison nicht der Weisheit letzter Schuss sein wird, dürfte den meisten spätestens Mitte der Hinrunde bekannt gewesen sein. Aber zumindest kann man das, was oftmals unter Dutt bemängelt wurde, inzwischen sehr gut erkennen; eine Handschrift. Die langen Bälle sind natürlich eine taktische Vorgabe von Dutt. Er hatte auch bereits vor der Saison angekündigt, damit die Abwehr zu stabilisieren. Letzte Saison haben wir noch sehr viele Tore dadurch kassiert, dass wir uns spielerisch nach vorne kombinieren wollten und in der Vorwärtsbewegung den Ball plötzlich verloren hatten. Nun wird der Ball nach vorne gehauen und unsere Mannschaft kann besser auf den eventuellen Ballverlust reagieren und antizipieren.

Es wird ja nun auch offensichtlich, dass wir uns in einer Übergangssaison befinden. Dutt will das Abwehrverhalten der Mannschaft verbessern, um in der nächsten Saison aus einer stabilen Abwehr heraus schnell nach vorne spielen zu können und so nach und nach das spielerische Potenzial der Mannschaft zu fördern, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Zumindest, sofern wir nächste Saison (hoffentlich) noch erstklassig sind. Andernfalls wäre Dutt wahrscheinlich eh weg. Sollte der "Plan" von Dutt aber aufgehen, und wir werden nächste Saison tatsächlich besser, ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Erstmal stehen nun aber zwei ganz wichtige Spiele an. Vor allem Stuttgart mit Stevens kann man schwer einschätzen.

@maddin:

Aber auch Augsburg und Mainz brauchten beispielsweise einige Zeit, bis sie sich der Liga angepasst hatten. Ich kann mich noch gut an letzte Saison erinnern, wo Augsburg durch die Liga gurkte und als sicherer Abstiegskandidat galt, bis sie sich in der Rückrunde gefunden hatten und so manchem Gegner Schwierigkeiten bereiten konnten.
 
Dass diese Saison nicht der Weisheit letzter Schuss sein wird, dürfte den meisten spätestens Mitte der Hinrunde bekannt gewesen sein. Aber zumindest kann man das, was oftmals unter Dutt bemängelt wurde, inzwischen sehr gut erkennen; eine Handschrift. Die langen Bälle sind natürlich eine taktische Vorgabe von Dutt. Er hatte auch bereits vor der Saison angekündigt, damit die Abwehr zu stabilisieren. Letzte Saison haben wir noch sehr viele Tore dadurch kassiert, dass wir uns spielerisch nach vorne kombinieren wollten und in der Vorwärtsbewegung den Ball plötzlich verloren hatten. Nun wird der Ball nach vorne gehauen und unsere Mannschaft kann besser auf den eventuellen Ballverlust reagieren und antizipieren.

Es wird ja nun auch offensichtlich, dass wir uns in einer Übergangssaison befinden. Dutt will das Abwehrverhalten der Mannschaft verbessern, um in der nächsten Saison aus einer stabilen Abwehr heraus schnell nach vorne spielen zu können und so nach und nach das spielerische Potenzial der Mannschaft zu fördern, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Zumindest, sofern wir nächste Saison (hoffentlich) noch erstklassig sind. Andernfalls wäre Dutt wahrscheinlich eh weg. Sollte der "Plan" von Dutt aber aufgehen, und wir werden nächste Saison tatsächlich besser, ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Erstmal stehen nun aber zwei ganz wichtige Spiele an. Vor allem Stuttgart mit Stevens kann man schwer einschätzen.

:tnx:

@maddin:

Aber auch Augsburg und Mainz brauchten beispielsweise einige Zeit, bis sie sich der Liga angepasst hatten. Ich kann mich noch gut an letzte Saison erinnern, wo Augsburg durch die Liga gurkte und als sicherer Abstiegskandidat galt, bis sie sich in der Rückrunde gefunden hatten und so manchem Gegner Schwierigkeiten bereiten konnten.

Naja, da muss man aber erwähnen, dass Augsburg in besagter Hinrunde von den Gegnern regelmäßig Komplimente einheimste, weil sie sich trotz miserabler Punktausbeute oft ansehnlich bis zum gegnerischen Strafraum kombinierten, im Abschluss aber arg harmlos agierten. Das änderte sich in der Rückrunde grundlegend und seitdem hat sich die Truppe gar noch weiter stabilisiert. "Durch die Liga gurken" ist mir demnach auf das Spielerische bezogen etwas zu hart formuliert, auf das Zählbare bezogen hingegen war das dann doch zutreffend.
 
Dass diese Saison nicht der Weisheit letzter Schuss sein wird, dürfte den meisten spätestens Mitte der Hinrunde bekannt gewesen sein. Aber zumindest kann man das, was oftmals unter Dutt bemängelt wurde, inzwischen sehr gut erkennen; eine Handschrift. Die langen Bälle sind natürlich eine taktische Vorgabe von Dutt. Er hatte auch bereits vor der Saison angekündigt, damit die Abwehr zu stabilisieren. Letzte Saison haben wir noch sehr viele Tore dadurch kassiert, dass wir uns spielerisch nach vorne kombinieren wollten und in der Vorwärtsbewegung den Ball plötzlich verloren hatten. Nun wird der Ball nach vorne gehauen und unsere Mannschaft kann besser auf den eventuellen Ballverlust reagieren und antizipieren.

Es wird ja nun auch offensichtlich, dass wir uns in einer Übergangssaison befinden. Dutt will das Abwehrverhalten der Mannschaft verbessern, um in der nächsten Saison aus einer stabilen Abwehr heraus schnell nach vorne spielen zu können und so nach und nach das spielerische Potenzial der Mannschaft zu fördern, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Zumindest, sofern wir nächste Saison (hoffentlich) noch erstklassig sind. Andernfalls wäre Dutt wahrscheinlich eh weg. Sollte der "Plan" von Dutt aber aufgehen, und wir werden nächste Saison tatsächlich besser, ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Erstmal stehen nun aber zwei ganz wichtige Spiele an. Vor allem Stuttgart mit Stevens kann man schwer einschätzen.

@maddin:

Aber auch Augsburg und Mainz brauchten beispielsweise einige Zeit, bis sie sich der Liga angepasst hatten. Ich kann mich noch gut an letzte Saison erinnern, wo Augsburg durch die Liga gurkte und als sicherer Abstiegskandidat galt, bis sie sich in der Rückrunde gefunden hatten und so manchem Gegner Schwierigkeiten bereiten konnten.

Man sollte auch nicht vergessen, dass Dutt schon diese Saison viel mehr spielerisch/taktisch erreichen wollte. Er studierte ein einfaches 4-2-3-1 und ein komplexeres 4-3-3 ein. Letzteres funktionierte letztlich nicht. Weil einige Spieler schlicht nicht die Leistung der Vorbereitung bringen konnten.

In der RR spielt man noch defensiver und noch zentrallastiger durch die Raute und setzt auf die guten IV und eben den Umstand, dass man nicht mehr so leicht in Kontersituationen kommt.

Der Erfolg gibt Dutt Recht. Dass dies nicht sein Wunschsystem und Wunschtaktik ist, sollte aber auch klar sein. Sein System ist hier doch im Sommer ausführlich diskutiert worden.

So der Klassenerhalt gelingt, wird das Gesicht der Mannschaft auch anders aussehen. Und solange noch Namen wie Berardi ernsthaft im Gespräch sind, habe ich auch absolut die Hoffnung, dass wir nächste Saison wieder attraktiven Fussball spielen werden.
 
Dass diese Saison nicht der Weisheit letzter Schuss sein wird, dürfte den meisten spätestens Mitte der Hinrunde bekannt gewesen sein. Aber zumindest kann man das, was oftmals unter Dutt bemängelt wurde, inzwischen sehr gut erkennen; eine Handschrift. Die langen Bälle sind natürlich eine taktische Vorgabe von Dutt. Er hatte auch bereits vor der Saison angekündigt, damit die Abwehr zu stabilisieren. Letzte Saison haben wir noch sehr viele Tore dadurch kassiert, dass wir uns spielerisch nach vorne kombinieren wollten und in der Vorwärtsbewegung den Ball plötzlich verloren hatten. Nun wird der Ball nach vorne gehauen und unsere Mannschaft kann besser auf den eventuellen Ballverlust reagieren und antizipieren.

Es wird ja nun auch offensichtlich, dass wir uns in einer Übergangssaison befinden. Dutt will das Abwehrverhalten der Mannschaft verbessern, um in der nächsten Saison aus einer stabilen Abwehr heraus schnell nach vorne spielen zu können und so nach und nach das spielerische Potenzial der Mannschaft zu fördern, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Zumindest, sofern wir nächste Saison (hoffentlich) noch erstklassig sind. Andernfalls wäre Dutt wahrscheinlich eh weg. Sollte der "Plan" von Dutt aber aufgehen, und wir werden nächste Saison tatsächlich besser, ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Erstmal stehen nun aber zwei ganz wichtige Spiele an. Vor allem Stuttgart mit Stevens kann man schwer einschätzen.

@maddin:

Aber auch Augsburg und Mainz brauchten beispielsweise einige Zeit, bis sie sich der Liga angepasst hatten. Ich kann mich noch gut an letzte Saison erinnern, wo Augsburg durch die Liga gurkte und als sicherer Abstiegskandidat galt, bis sie sich in der Rückrunde gefunden hatten und so manchem Gegner Schwierigkeiten bereiten konnten.

ganz genau so isses!!! :daumen::tnx:
ich habe diesbezüglich vor einiger Zeit auch mal einen Artikel über die Taktik des FC Barcelona gelesen, die BEWUSST Fehlpässe spielen um hoch zu pressen/ zu attackieren und so Druck in Tornähe des Gegners erzeugen! Klingt zunächst mal paradox und an den Haaren herbei gezogen, macht aber in Verbindung mit langen Bällen, die eh ein sehr hohes Risiko in sich bergen abgefangen zu werden da sie so lange unterwegs sind und sich während der Ball fliegt stellungstechnisch viele Dinge verändern können, durchaus Sinn!!! ;):wink::beer:
Frei nach dem Motto: Dem Gegner den Ball auf den "billigen Plätzen" geben um sich zu postieren und die Falle zuschnappen zu lassen ...
 
Damit will ich im Übrigen nichts gegen eine defensivere Ausrichtung sagen, die war nach Jahren der Gegentorflut, die ja auch immer noch hin und wieder durchbricht, bitter nötig. Jeder, der nach Spektakel und Offensivfußball ruft, hat seine Lektion aus dem Niedergang unter Schaaf immer noch nicht gelernt. Was mich stört, ist wie uninspiriert wir, wenn wir schon den Ball gewinnen, nach vorne spielen, obwohl wir in der Offensive über durchaus gutes Spielermaterial verfügen. Da fehlt es an allen Ecken an einem Konzept, an Eingespieltheit, an Automatismen, Laufwegen etc. pp., insgesamt an einem funktionierenden Umschalt- und Konterspiel. Eine Mannschaft, die das kann, hat eine gute Waffe, um jedem gegner richtig wehzutun. Das haben wir nicht drauf und dahin sehe ich auch keine positive Entwicklung. Nur rennen, kämpfen und vorne hilft der liebe Gott ist mir zu wenig Konzept. Ich bin sehr froh, dass wir damit schon 28 Punkte haben, aber mit dem fußballerischen Potential, das wir haben, der aufbruchstimmung nach dem trainerwechsel und mit der vorbildlichen Einstellung der Mannschaft wäre sogar noch einiges mehr drin gewesen. Wohin es diese Saison mit bescheidenen Mitteln reichen könnte, sieht man an Augsburg, Mainz und Hertha.

Ganz ehrlich, das was du als uninspiriert bezeichnest, stört mich auch und ich würde es mir auch kurzfristig anders wünschen.

Aber: es wäre vermessen, die Stabilität und Effizienz der letzten 4 Spiele jetzt schon als gefestigtes Fundment für die Zukunft anzusehen, um jetzt schon den nächsten Schritt, sprich mehr Kreativität und Offensive wagen zu können; denn mit einem so vorzeitigen Versuch hat es schon in der Hinrunde einen schmerzhafte Bauchlandung gegeben. Denn nur wenn eine grundsätzliche Stabilität vorhanden ist, kann eine Mannschaft sich einspielen, so daß sich all die benötigten Automatismen für eine aktivere Spielgestaltung entwickeln. Ansonsten erleben wir das, was wir temoprär in der Hinrude und in den letzten Jahren zuvor schon erdulden mußten.
 
Ganz ehrlich, das was du als uninspiriert bezeichnest, stört mich auch und ich würde es mir auch kurzfristig anders wünschen.

Aber: es wäre vermessen, die Stabilität und Effizienz der letzten 4 Spiele jetzt schon als gefestigtes Fundment für die Zukunft anzusehen, um jetzt schon den nächsten Schritt, sprich mehr Kreativität und Offensive wagen zu können; denn mit einem so vorzeitigen Versuch hat es schon in der Hinrunde einen schmerzhafte Bauchlandung gegeben. Denn nur wenn eine grundsätzliche Stabilität vorhanden ist, kann eine Mannschaft sich einspielen, so daß sich all die benötigten Automatismen für eine aktivere Spielgestaltung entwickeln. Ansonsten erleben wir das, was wir temoprär in der Hinrude und in den letzten Jahren zuvor schon erdulden mußten.

Ohne eine kräftige Veränderung des Kaders wird es eh keine Wunder geben. Dazu ist der Kader einfach zu schlecht bzw. nicht homogen genug.

Dies ist aber wohl auch das, was TERD mit der Mannschaft ein Gesicht geben meinen. Und dafür hat man ja vier Transferperioden (also bis Winter 14/15) veranschlagt.

Von daher macht es keinen Sinn jetzt auf große Verbesserungen zu hoffen.
 
Dutt lässt so spielen, dass wir Punke im Abstiegskampf holen. Das ist durchaus legitim! Nicht zuletzt gibt es bei dieser Taktik Fragmente, die auch bei einer ansehnlicheren und/oder erfolgreicheren Spielweise essentiell sind:
Es ist also nicht alles für die Katz^^
Zudem liegt es mMn offensichtlich doch am (nicht) vorhandenem Personal, dass offensiv kaum was geht: was fehlen uns doch Spieler im Form eines Mittelfeldstrategen - eines Regisseurs oder einer Zaubermaus und vor allem: eines Knipsers. Die damit einhergehenden Aufgaben und Qualitäten kann man nur mehr schlecht denn recht bis gar nicht auf mehrere Schultern verteilen und kompensieren.
Dutt macht bestimmt nicht alles richtig, aber mehr richtig, als falsch.
 
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