Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Ich halte es für unangemessen, an dieser Stelle so zu pauschalisieren. Natürlich haben wir uns von den genannten Neuzugängen deutlich mehr versprochen, allerdings ist Kritik Eichin gegenüber diesbezüglich nur in Bezug auf die Verpflichtung Garcias angemessen, und das auch nur teilweise.

Grundsätzlich lässt sich an dieser Stelle sagen, dass nicht nur der jeweilige Manager für Transfers kritisiert werden sollte, sondern ebenso der entsprechende Trainer dafür die Verantwortung trägt. Schließlich arbeitet der Manager gemeinsam mit dem Trainer mögliche Schwachpunkte im Team aus, woraufhin es dann die Aufgabe des Managers ist, sich auf dem Transfermarkt nach Lösungen für diese potentiellen Schwachpunkte umzusehen, sofern vom Trainer kein Spieler, welchen er gerne in seinem Team haben würde, explizit genannt worden ist. Dies war aber im Falle Makiadi gegeben, denn Makiadi war Dutts ausdrücklicher Wunschsspieler. Warum also hätte Eichin einen anderen defensiven Mittelfeldspieler verpflichten sollen, wenn der Wunschsspieler des Trainers zu finanzieren gewesen ist? Dass hätte keinen Sinn ergeben und dementsprechend hat Eichin sich auf dieser Position auch um Makiadi bemüht, den Zuschlag erhalten und sich nicht weiter umgesehen. Folglich ist Kritik für diese Personalie gegenüber Eichin vollkommen unangebracht und eher Dutt anzulasten.

Auch bezüglich der di Santo-Verpflichtung mache ich Eichin keinen Vorwurf. Insgesamt war das, rein wirtschaftlich betrachtet, ein guter Transfer: ein ablösefreier Spieler, welcher Potential mitbringt, aus einer starken Liga. Ich persönlich bin auch davon überzeugt, dass di Santo nicht so schlecht ist, wie er hier regelmäßig gemacht wird. Abschließend bewerten lässt sich dieser Transfer auf jeden Fall nicht, so lange di Santo keine ernstzunehmende Chance auf seiner angestammten Position über einen längeren Zeitraum bekommen hat. Dass er auf dem Flügel verschenkt ist, ist nicht schwierig zu erkennen, allerdings auch nicht Eichins, sondern Dutts Fehler und in Dutts Verantwortungsgebiet.

Bezüglich Garcia lasse ich persönlich Kritik zu. Dieser kommt nämlich seit längerem auf seiner angestammten Position zum Einsatz, konnte allerdings keinen guten Eindruck hinterlassen. Allerdings muss man auch betrachten, dass Spieler der Kategorie Garcia die einzig finanzierbaren gewesen sind, sodass Eichin vor der Wahl stand, entweder einen Spieler dieser Kategorie unter dem Risiko, dass er nicht einschlägt, aber mit dem Wissen, dass ein Nicht-Einschlagen des Spielers auf Grund des günstigen Geschäftsmodells, aus Leihe und anschließender Kaufoption bestehend, keine großartigen Schäden nach sich ziehen würde, zu holen, oder aber überhaupt nicht mehr aktiv zu werden und Schmitz das Vertrauen zu schenken, ebenfalls mit Risiken verbunden, nämlich das Schmitz 1. ohne Konkurrenz nicht sein Leistungsmaximum abruft und 2. das Risiko, nicht auf einen Ausfall Schmitz' reagieren zu können. Eichin hat sich für die zuerst genannte Variante entschieden.

Deine Garcia kritik versteh ich überhaupt nicht... Den einzigen Nachteil den ich bei Garcia sehe ist das er zu heftig in manch sinnlosen 2kämpfen geht. Ansonsten find ich ihn als soliden LV der wenigstens immer alles gibt. Da kann ich auf andere Spieler eher verzichten ;)
 
Deine Garcia kritik versteh ich überhaupt nicht... Den einzigen Nachteil den ich bei Garcia sehe ist das er zu heftig in manch sinnlosen 2kämpfen geht. Ansonsten find ich ihn als soliden LV der wenigstens immer alles gibt. Da kann ich auf andere Spieler eher verzichten ;)

Garcia ist in meinen Augen alles andere als solide. Sein Defensivverhalten ist alles in allem schwach, schließlich leistet er sich dort oftmals grobe Stellungsfehler, sein Offensivspiel hat ebenso nachgelassen. Hinzu kommen die oftmals vollkommen unnötigen Foulspiele, die du ja bereits richtigerweise angesprochen hast, und sein insgesamt ungeschicktes Zweikampfverhalten. Die bittere Realität ist allerdings, dass ein besserer Spieler für Werder auf dieser Position nicht zu finanzieren ist.
 
:tnx::tnx::tnx:

Schließe mich Bremen aber an, dass es eben bestimmte Dinge gibt, die man auch bei TERD kritisch hinter fragen muss. Bestimmte Dinge hat RD ja selbst erkannt, beispielsweise, dass er in der Hinrunde zur früh versucht hat wieder das Spiel mitzugestalten.
Auch scheint er zur erkennen, dass der bisherige - ich nenne es mal - Schmusekurs bei den Spielern nicht wirkt!

Es stellt sich aber die Frage, warum TERD die Dinge wiederholen bzw. laufen lassen, die schon vorher schief gelaufen sind. Daß das Offensivspiel mit dieser Mannschaft ebenso so wenig funktioniert wie die zu lange Leine, war/ist doch offensichtlich.
 
Es stellt sich aber die Frage, warum TERD die Dinge wiederholen bzw. laufen lassen, die schon vorher schief gelaufen sind. Daß das Offensivspiel mit dieser Mannschaft ebenso so wenig funktioniert wie die zu lange Leine, war/ist doch offensichtlich.

Das ist eine gute Frage. Kann ich aber auch nicht beantworten, allerdings ist es immer ein schmaler Grad auf dem wandert. Insbesondere wenn der Haufen zudem noch so verunsichert ist.

Wir sollten vielleicht wirklich über einen Mentalcoach nachdenken.
 
Bis vor wenigen Monaten hatten wir mit dem Ex-Profi Uwe Harttgen noch einen Diplom-Psychologen in unseren Reihen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es da himmelweite Unterschiede gibt.

Harttgen hat in meinen Augen allerdings eben auch das Problem des zu deutlichen "Stallgeruchs". Auch hier wäre jemand von Außen, der die Spieler persönlich eben noch nicht kennt, einfach besser geeignet.
 
Selbstverständlich müssen wir jedes Mittel irgendwie nutzen, das hilft, die Klasse zu erhalten. ;)

Aber:

:eek: :confused:

Warst Du nicht auch einer derjenigen, die das bei Schaaf stark gegeißelt haben? :confused:

Was gegeißelt? Habe damals auch schon mal gefordert einen Mentalcoach zu holen. Auch hätte ich ja vor einem (Chef-)Trainerwechsel, was allerdings glaube ich noch in 2011 war, es mit Spezialcoachs für die Mannschaftsteile versucht.

Im Moment ist mir fast jedes Mittel rech, was irgendwie die Mannschaft endlich in die Spur bringt. Und dann muss nach der Saison ein weiterer deutlicher Schnitt gemacht werden, was den Kader angeht. Die Hinterlassenschaften von KATS müssen, bis auf wenige Ausnahmen, weg. Da muss eine neues Mannschaftsgefüge her.
 
Der ASR-Vorsitzende spricht von der möglichen EL kommende Saison, Eichin redet davon, dass Werder kein Abstiegskandidat sei und Prödl sieht sich über dem Strich in der Tabelle nach einem beherzten Auftritt in Augsburg.
Also wo liegt eigentlich das Problem? Jetzt gewinnen wir halt beide Heimspiele und alles ist im Lot.
Wenn wir dann am 34. Spieltag auf Platz 17 stehen, dann kann man immer noch analysieren. Jetzt trainieren wir mal schön auch am Montag und träumen uns unsere Welt bunt.
Das ist Werder 2014.
 
Der ASR-Vorsitzende spricht von der möglichen EL kommende Saison, Eichin redet davon, dass Werder kein Abstiegskandidat sei und Prödl sieht sich über dem Strich in der Tabelle nach einem beherzten Auftritt in Augsburg.
Also wo liegt eigentlich das Problem? Jetzt gewinnen wir halt beide Heimspiele und alles ist im Lot.
Wenn wir dann am 34. Spieltag auf Platz 17 stehen, dann kann man immer noch analysieren. Jetzt trainieren wir mal schön auch am Montag und träumen uns unsere Welt bunt.
Das ist Werder 2014.

Und das ist eines der größten Probleme!
 
@ syker1983

Dein Post spiegelt ein offensichtliches Grundproblem bei Werder Bremen wieder: eine zu schnelle Selbstzufriedenheit, die auch ihren Beitrag zu den Enttäuschungen der letzten Jahre beigetragen hat. Es kommt ja nicht von ungefähr, daß ein oder zwei gute Partien wieder desolate Auftritte folgen, was sich auch darin widerspiegelt, daß es einer Werder-Mannschaft in den letzten 121 Spieltagen gerade einmal 5x zwei Siege in Folge gelungen sind.
 
Im Moment ist mir fast jedes Mittel rech, was irgendwie die Mannschaft endlich in die Spur bringt. Und dann muss nach der Saison ein weiterer deutlicher Schnitt gemacht werden, was den Kader angeht. Die Hinterlassenschaften von KATS müssen, bis auf wenige Ausnahmen, weg. Da muss eine neues Mannschaftsgefüge her.

Richtig. Nur ist es erschreckend, daß die Neuzugänge dieser Saison sich von den "Altegedienten" im Kader offensichtlich haben anstecken lassen.
 
@ syker1983

Dein Post spiegelt ein offensichtliches Grundproblem bei Werder Bremen wieder: eine zu schnelle Selbstzufriedenheit, die auch ihren Beitrag zu den Enttäuschungen der letzten Jahre beigetragen hat. Es kommt ja nicht von ungefähr, daß ein oder zwei gute Partien wieder desolate Auftritte folgen, was sich auch darin widerspiegelt, daß es einer Werder-Mannschaft in den letzten 121 Spieltagen gerade einmal 5x zwei Siege in Folge gelungen sind.

:tnx::tnx::tnx:

Dieses Grundproblem besteht zudem nicht nur im sportlichen Bereich. Auch in anderen Bereichen gibt man sich zu schnell zufrieden, klopft sich gegenseitig fleißig auf die Schultern wie toll und besonders man doch ist.
 
Ich glaube nicht, dass eine zu schnelle Zufriedenheit unser Problem ist, sondern die Anzahl der Fehler die gemacht wurden und werden und daraus resultierend eine mangelnde Qualität.
 
Ich glaube nicht, dass eine zu schnelle Zufriedenheit unser Problem ist, sondern die Anzahl der Fehler die gemacht wurden und werden und daraus resultierend eine mangelnde Qualität.

Die schnelle Zufriendenheit ist eines der Fehler, die gemacht wurden - und diese beschränkt sich nicht nur auf den sportlichen Bereich sondern auch in der Vereinsführung.

Das meinte ich mit Grundproblem, sorry falls ich mich mißvertsändlich ausgedrückt haben sollte.
 
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