Gesamtsituation der Mannschaft

Ein kompletter Umbruch impliziert nicht automatisch, das alles in Schutt und Asche liegt. Aber wenn man die letzten Jahre betracht, um bei der Metapher zu bleiben, hat es schon ein nicht unerhebliches Feuerchen gegeben. Und wenn man die Fluktuation im Kader (aus der Saison 09/10 nur noch 4 Spieler dabei sind und sportliche Leitung ausgetauscht wurde, kann man schon von einem Umbruch sprechen.

Aber, dass man Schaaf rausschmeißt, nur weil es nach vielen erfolgreichen Jahren mal ein "Feuerchen" gibt, muss man nicht kritiklos akzeptieren. Dass man plötzlich keine Geduld mehr hat und sich genau so schäbig verhält, wie man es von so vielen anderen Verein kennt, habe ich Werder nicht zugetraut. Aber die Verantwortlichen sind ja nicht mehr dieselben. Der "frische Wind" nimmt seinen Einfluss und verändert den Verein. Gut finden muss man das nicht.
 
Ein kompletter Umbruch impliziert nicht automatisch, das alles in Schutt und Asche liegt. Aber wenn man die letzten Jahre betracht, um bei der Metapher zu bleiben, hat es schon ein nicht unerhebliches Feuerchen gegeben. Und wenn man die Fluktuation im Kader (aus der Saison 09/10 nur noch 4 Spieler dabei sind und sportliche Leitung ausgetauscht wurde, kann man schon von einem Umbruch sprechen.

Ein kompletter Umbruch impliziert jedoch auch nicht, das alles wieder "gut" wird.;) Ich finde den Begriff "Umbruch" eh überstrapaziert. Ist das was wir unter RD/TE gerade erleben tatsächlich als Umbruch zu bezeichnen? Vollzieht sich tatsächlich ein "Wandel"? Abgesehen davon das es doch eh immer Veränderungen in jedem Team, jedes Jahr gibt waren wir nicht unter KATS schon im Umbruch? Ich finde schon! Das ein neuer Trainer natürlich andere Vorstellungen, Ideen mitbringt ist klar. Ob diese auch wirken, sprich zum Erfolg führen ist eine andere Sache.
Ich persönlich erkenne marginale Verbesserungen gerade im defensiv bereich. Ausbalanciert ist das ganze Gefüge jedoch bei weitem noch, und ich betone noch, nicht.
 
Aber, dass man Schaaf rausschmeißt, nur weil es nach vielen erfolgreichen Jahren mal ein "Feuerchen" gibt, muss man nicht kritiklos akzeptieren. Dass man plötzlich keine Geduld mehr hat und sich genau so schäbig verhält, wie man es von so vielen anderen Verein kennt, habe ich Werder nicht zugetraut. Aber die Verantwortlichen sind ja nicht mehr dieselben. Der "frische Wind" nimmt seinen Einfluss und verändert den Verein. Gut finden muss man das nicht.

... Heisst das, dass man sich nie von TS haette trennen duerfen? Wir haben in den letzten Jahren keine Entwicklungen an den Schwachstellen der Mannschaft mehr gesehen. Gleichzeitig ging uns mit dem Abgang von Oezil jegliches Offensivkoennen verloren. Die Spieler sind auf dem Platz haeufig rumgerannt wie ein Haufen kopfloser Huehner, das lag bestimmt nicht nur am neuen Sponsor. Sorry, aber vom Verein ist das alles andere als schaebig gewesen. Es war eher ignorant und naiv trotz der Nichtentwicklung den Vertrag zu verlaengern und nicht frueher zu handeln.

Trotzdem fand ich die Zeit mit TS auch super und erinnere mich auch gerne an die Offensivspektakel. Aber auch mit TS hat es einige Zeit gedauert, bis wir bei gutem Fussballl angekommen sind. Deswegen sollte man jetzt bei RD weiter begutachten, wie sich die Mannschaft entwickelt. Nach wie vor kassieren wir zu viele Tore, aber ich habe das Gefuehl, dass die Mannschaft wieder was lernt und mehr zusammen arbeitet als in den letzten Saisons.
 
Was mich ausserdem irritiert ist, dass Dutt jetzt ständig von Umbruch und Aufbruch in eine goldene Zukunft spricht. Ständig wird auf die Zukunft verwiesen. Tatsache ist aber: Werder Stand heute ist eine graue Maus in der 1. BL, es gibt für mich keinen Anhaltspunkt, dass "irgendwann" Werder wieder um EL Plätze mitspielt. Genauso gut könnte Werder sich in den nächsten Jahren in der 2. Liga wiederfinden.
Die zweite Variante scheint mir derzeit sogar etwas wahrscheinlicher als die erste. Zu Recht wird ja oft darauf hingewiesen, dass Geld nicht mehr vorhanden sei. „Stareinkäufe“ (richtige oder auch nur „spekulative“) wird man also zumindest kurz- und mittelfristig kaum mehr tätigen können. Auch die derzeit im Team verbliebenen besseren Fußballer aus der Ära KATS wird man perspektivisch wohl kaum halten können. Schon dies erforderte ein sehr gutes Händchen der sportlich Verantwortlichen, das ich bei Thomas Eichin aber eher nicht sehe. Da wird z.B. ein öffentliches Nachdenken darüber, ob man „für einen Hunt nicht vielleicht besser zwei bis drei andere Spieler aufbieten sollte“ kaum Begeisterung für einen Verbleib wecken können (bei aller öffentlichen Wertschätzung für Hunt, die sein Trainer in diesen Tagen verlautbaren lässt).

Perspektivisch wird man sich mit der derzeitigen Herangehensweise vom Standing her eher Teams wie Freiburg oder Augsburg annähren, als an CL-Zeiten anknüpfen. Und - je mehr Jahre vergehen, je weniger kann der SV Werder Nachwuchsspieler überhaupt noch mit der (einstmals) strahlenden Marke Werder locken. Im Grunde hoffen die sportlich Verantwortlichen ja nur noch darauf, dass der eine oder andere im Kader befindliche bzw. künftig gescoutete Nachwuchsspieler (besser ein paar mehr gleichzeitig) „einschlägt“ und man auf diesem Wege wieder etwas nach oben krabbeln kann. Da man das „grau-Maus-Image“ dann allerdings wieder fest am Zeug kleben haben dürfte, werden solche Spieler ja auch nach spätestens einer guten bis sehr guten Saison den Absprung machen.

So sehr man „in Ruhe“ einen langfristigen Erfolg in den nächsten 2-3 Jahren planen möchte (was mir schon angesichts der regelmäßig auslaufenden Verträge kaum realistisch erscheint), so sicher ist, dass man diese lange Zeit - zumindest beim SV Werder - nicht haben wird. Entweder man bekommt gleich in der ersten Saison unter den neuen Sportverantwortlichen deutlich „den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) hoch“ (und schafft es, den einen oder anderen wichtigen Spieler zum Bleiben zu bewegen bzw. noch dazu zu holen) oder man kann sich tatsächlich auf ein längerfristiges Dasein im Dunstkreis zwischen den Kellerregionen in Liga 1 und Liga 2 einrichten.

Von daher sehe ich es mit Sorge, wenn man mit 16 - 18 Punkten in die Winterpause geht. Bei solch einer kümmerlichen Hinrundenbilanz reichte dann ja selbst eine durchwachsene bis akzeptable Rückrunde mit sagen wir mal 20 Punkten nicht aus, der Fußballwelt den Eindruck zu vermitteln, es könnte in Bremen mittelfristig wieder aufwärts gehen. Im Falle eines Saisonabschlusses mit unter 40 Punkten im unteren Tabellendrittel sehe ich kaum Chancen auf eine weitere positive Entwicklung (aus den oben beschriebenen Gründen). Ich hätte mir gewünscht, dass die Verpflichtung eines neuen Trainerteams einen Schub geben würde, dass man nach einem Saisondrittel (mit einer Anzahl „leichterer“ Gegner) ein wenig „wie Phoenix aus der Asche“ an den ersten vier Tabellenplätzen kratzen und eine positive Aufbruchstimmung verbreiten würde. Wenn Dutt und Eichin aktuell mit diesen Vorzeichen verkünden würde: „Freunde, denkt dran, es wird auch Rückschläge auf unserer Mission geben“ - dann würde ich nicken und sagen: „ok, versteht sich von selbst“. Aber so - sich gegen von der „Setzliste“ her betrachtet schwächere Teams mühsam und z.T. mit Glück ein paar Punkte zusammenkratzen (wobei die Trauben für den Rest der Hinrunde noch deutlich höher hängen) und dann noch die Anhänger auf „Rückschläge“ einstimmen ? Das ist nicht das, was ich erhofft hatte.

Der einzige Spieler, den ich derzeit durch das neue Trainerteam wirklich verbessert sehe, ist Sebastian Mielitz. Und das ist auch bitter nötig. Wenn der nämlich so halten würde wie bislang (nicht dass ich ihn in der Vorsaison schlecht fand, aber der große Rückhalt war er da ja auch noch nicht), wäre längst noch stärkere Ernüchterung eingetreten.
 

Wenn ich das alles lese, dann fehlt mir das Verständnis.
Hier wird so getan, als wenn man mit einem neuen Trainer Schaaf 2.0 eine neue Ära hätte einläuten können. Dann wären wieder tolle Spiele, der Erfolg und das Wohlbefinden beim geneigten Werderfan zurückgekehrt.
Dieser Kader sei derzeit nur unteres Mittelmass. Das ist absolut korrekt.
Mielitz hat es immerhin geschafft von unterdurchschnittlich auf durchschnittlich seinen Level zu hieven. Das ist nicht despektierlich gemeint. Das ist ein Fortschritt.
Die IVs sind maximal durchschnittlich, die AVs größtenteils noch nicht einmal das. Das MF ist solide, mässig stabil und offensiv ausbaufähig.
Im Sturm sind zwei Leute und bei dem einen weiß man gar nicht, was er wirklich kann?!
Der Kader ist in seiner Gesamtheit unterdurchschnittlich bis durschnittlich. Hier wird immer so getan, wenn ein Mourinho hier wäre, würde Werder auf Platz 3 oder 4 stehen?!
Dann wird der Vergleich zur Liga herangezogen:
- Bayern DO, Lev, WOB sind uns weit, weit sportlich und finanziell überlegen.
- Stuttgart hat eine überragende Nachwuchsarbeit, jetzt wieder einen Tobias Werner zB.
-Gladbach ist uns auch in den o.g. Punkten deutlich überlegen.

In der glorreichen Vergangenheit hat Werder eine Overperformance dank KATS hingelegt. Das war die absolute Ausnahme. Das ist aus o.g. Gründen kaum wiederholbar, denn Werder wird Riesenprobleme haben, gute Talente an der Weser zu halten, wenn die anderen Vereine ihre Angebote abgeben.
Natürlich wird Werder wahrscheinlich eine graue Maus bleiben. Das entspricht der Wirtschaftskraft und der Strahlkraft dieses Standortes. Solange sie erstklassig bleiben, ist das OK. Alles andere ist Wunschdenken.
 
Entweder man bekommt gleich in der ersten Saison unter den neuen Sportverantwortlichen deutlich „den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) hoch“ (und schafft es, den einen oder anderen wichtigen Spieler zum Bleiben zu bewegen bzw. noch dazu zu holen) oder man kann sich tatsächlich auf ein längerfristiges Dasein im Dunstkreis zwischen den Kellerregionen in Liga 1 und Liga 2 einrichten.

Kristallkugeln für alle!!!
 
Was ist denn hier immernoch los?

Ich habe hier seit Saisonbeginn nicht mehr reingeschaut, weil ich wusste was kommt, aber das es Mitte November immernoch so ist, hätte ich nicht erwartet. :eek:
Schaaf hier, Schaaf da...:roll:. Schaaf ist Geschichte, das wollen hier einige wohl immernoch nicht ganz wahr haben.

Wie lange hat es gedauert, bis wir erfogreich unter Schaaf waren???
Kann man die Kader der erfolgreichen Zeiten mit dem heutigen vergleichen? Nichtmal im Ansatz.

... wenn Bremern vierter wäre.... Raus aus der Traumwelt, rein in die Realität. Wie soll man mit diesem offensiv sehr dünnen Kader denn VIERTER sein?
In den letzten zwei Jahre wären wir unter Leitung eures "heiligen Thomas" fast abgestiegen. Vor zwei Jahren hatten wir sogar noch einen Pizarro, letztes Jahr einen de Bruyne. Solche Spieler stehen einem Robin Dutt nicht zur Verfügung. Trotzdem stehen wir besser da und es sind mMn deutliche Fortschritte zu erkennen.

Schaaf verteidigen, Dutt belasten, ganz andere Voraussetzungen etc.etc.etc. Schön Äpfel mit Birnen vergleichen.:crazy:

Viel Spass weiterhin.

Bis in 3 - 4 Monaten mal wieder.
 
In der glorreichen Vergangenheit hat Werder eine Overperformance dank KATS hingelegt. Das war die absolute Ausnahme. Das ist aus o.g. Gründen kaum wiederholbar, denn Werder wird Riesenprobleme haben, gute Talente an der Weser zu halten, wenn die anderen Vereine ihre Angebote abgeben.
Natürlich wird Werder wahrscheinlich eine graue Maus bleiben. Das entspricht der Wirtschaftskraft und der Strahlkraft dieses Standortes. Solange sie erstklassig bleiben, ist das OK. Alles andere ist Wunschdenken.
:tnx:

Da sind wir ja gar nicht auseinander, was die grundsätzliche Einschätzung betrifft.

Auch unter schlechteren finanziellen Rahmenbedingungen das Team irgendwie in Liga 1 zu halten und sich dabei möglichst abseits der akuten Abstiegsgefahr bewegen (den Klassenerhalt so ca. 4 Spieltage vor Saisonende feiern können). Wenn man die Ziele des SV Werder für die kommenden Jahren so formuliert, dann kann auch ich das derzeit Gezeigte durchaus für "ganz ok" befinden.
Und wenn man Thomas Schaaf selbst das Erreichen dieser "grau-Maus-Ziele" nicht mehr zutraute, dann war natürlich auch der Trainerwechsel notwendig und richtig.

Z.B. Marco Bode hat aber ja deutlich andere Vorstellungen vom "Anspruch" des SV Werder in den kommenden Jahren. Auch hier im Forum werden andere Ansprüche an den SV Werder der "nächsten 2-3 Jahre" gestellt.
Nur gemessen an diesen - höheren - Ansprüchen/Erwartungen erscheint mir die aktuelle Entwicklung bedenklich. Wenn man sich hier darauf einigt, dass der SV Werder sich - nach Rehagelschen und Schaafschen Höhenflügen - wieder dort einsortiert, wo er "aufgrund der strukturschwachen Region" eigentlich "hingehört", dann kann man die Lage durchaus sehr viel entspannter sehen. Dann würde ich auch sagen: Für 35 - 40 Punkte und den Nichtabstieg müsste es diese "Umbruch"Saison ja irgendwie reichen. Und in den Folgejahren versucht man dann, wieder regelmäßiger die 40-Punkte-Marke zu knacken.
 
Und was bringt es jetzt davon zu reden, dass Werder über Jahre eine "graue Maus" bleibt?
Wie Bode schon gesagt hat: Man muss Vision haben. Es kann nicht der Anspruch des SVW sein, Mittelmaß zu akzeptieren. Die Rückkehr in das int. Geschäft sei das mittelfristige Ziel.

Was in diesem Zusammenhang auch immer mittelfristig heißt. Meint er in 2 - 4 Jahren?
Und wieso sollte Werder keine guten Nachwuchskräfte an Land ziehen können?
Wie macht es denn Nürnberg, Freiburg, Mainz, etc.?
 
Und was bringt es jetzt davon zu reden, dass Werder über Jahre eine "graue Maus" bleibt?
Wie Bode schon gesagt hat: Man muss Vision haben. Es kann nicht der Anspruch des SVW sein, Mittelmaß zu akzeptieren. Die Rückkehr in das int. Geschäft sei das mittelfristige Ziel.

Was in diesem Zusammenhang auch immer mittelfristig heißt. Meint er in 2 - 4 Jahren?
Und wieso sollte Werder keine guten Nachwuchskräfte an Land ziehen können?
Wie macht es denn Nürnberg, Freiburg, Mainz, etc.?

:tnx:

Wenn ich schon lese, das "strukturschwache" Bremen gehört nicht ins obere Tabellendrittel, sondern sollte eigentlich den Status einer grauen Maus haben, dann frage ich mich, wie der 2. Platz in der ewigen Tabelle zustande kommt. Waren die letzten 30 Jahre (mit ein paar wenigen Ausnahmen) nur Zufallsprodukte? Nein, es muß sogar der Anspruch sein, wieder ins internationale Geschäft zu kommen. Wenn es unter TERD auf Dauer nicht funktionieren sollte, dann muss man sich nach einer anderen Lösung umsehen...
 
Finde ich überhaupt nicht. Wenn die Mannschaft den Weg so weiter bestreitet, dann wirds in der Rückrunde langsam wieder bergauf gehen und nächste Saison kann man durch gezielte Verstärkungen und Abgänge wieder einen leichten Blick nach oben(EL) werfen.

Grundsätzlich ja. Aber erstmal sprach Bode sehr Vorsichtig von Visionen und überhaupt sind diese Visionen mittelfristige Ziele.
Dieses Jahr muss das Ziel der Nichtabstieg sein. Alles andere ist auf Grund der letzten Jahre und der sportlichen wie finanziellen Situation Wunschdenken...
Und dafür ist die aktuelle Situation gar nicht mal schlecht. Was Dutt dann aus seinen Möglichkeiten macht, darüber kann bisher nur spekuliert werden, da er ganz am Anfang seiner steht (hoffentlich).
Werder wird nächstes oder übernächstes Jahr nicht mit Schalke, Gladbach oder Wolfsburg um Positionen kämpfen können. Da müssten schon sehr glückliche Umstände zusammen treffen. Es geht erstmal darum, dass man sich stabilisiert und dann Jahr für Jahr einen weiteren Schritt nach vorne schafft.
So eine Rückrunde, wie die letztes Jahr, wo die Mannschaft nicht reagieren konnte und man nur noch betete, dass der Vorsprung reicht, will ich nicht noch einmal erleben. Das war der Horror!
 
wieso sollte Werder keine guten Nachwuchskräfte an Land ziehen können?
Wie macht es denn Nürnberg, Freiburg, Mainz, etc.?
Sag ich ja - wenn man sich künftig diese Mannschaften als Vergleichsmaßstab nimmt, ist alles ok. Natürlich wird jeder Profi-Fußballverein immer Nachwuchstalente an sich binden können. Ist halt eben nur die Frage, ob es auch öfter mal die "Jahrgangsbesten" sind und - wenn sie sich ein wenig etablieren, wie lange sie dann bleiben, bevor sie einen Vertrag bei einem Buli-Verein der oberen "Gehalts-Tabellenhälfte" unterschreiben.
Die vorgenannten Mannschaften sind ja so etwas wie klassische "Spieler-Durchgangsstationen" - und sie bleiben es auch dann, wenn man mal eine oder zwei erfolgreiche Spielzeiten hinbekommt. Mainz ist da ein sehr gutes Beispiel. Wen auch immer Tuchel da aufpoliert, der ist auch gleich darauf über alle Berge.
 
Mit den "Abgängen", das wird man schon hinbekommen - zumindest damit hat man ja inzwischen schon einiges an Erfahrung vorzuweisen. Wie aber werden die "gezielten Verstärkungen" finanziert ? Das wäre mal die Frage.
Diese Verstärkungen müssen ja nicht teuer sein. ;)
Wenn der Kader entsprechend stabil und eingespielt ist, dann funktionieren die Neuzugänge auch wieder. Schaffen andere Vereine ja auch. Das grundlegende Probleme war ja immer, dass wir teure Spieler kauften, diese aber gar nicht integrieren konnten, weil hier vorne und hinten alles nicht stimmte. Das versucht Dutt ja gerade in den Griff zu bekommen. Und eine arme graue Maus sind und waren wir nie. Man hat viel eingespart und wird auch noch mehr einsparen, eventuell sogar durch Hunt und Fritz.

@Gustav Jacobi
Das bleibt halt abzuwarten. Ich sagte auch "leichten Blick". Derzeitiges Ziel ist ein Platz im gesicherten Mittelfeld, nächste Saison dann wohl das obere Mittelfeld mit Aussichten auf mehr. Alles darüber wäre überraschend, aber nicht unmöglich.
 
..Ist halt eben nur die Frage, ob es auch öfter mal die "Jahrgangsbesten" sind und - wenn sie sich ein wenig etablieren, wie lange sie dann bleiben, bevor sie einen Vertrag bei einem Buli-Verein der oberen "Gehalts-Tabellenhälfte" unterschreiben.

Dieses "Problem" besteht aber auch schon in Bremen seit Ewigweiten (ich sag nur Özil, Diego, Ailton.....). Sobald ein Club anklopft, wird man sich Gedanken machen. Das hat man noch zu CL Zeiten gehört.

Edit: Letztes Beispiel Sokratis
 
Sag ich ja - wenn man sich künftig diese Mannschaften als Vergleichsmaßstab nimmt, ist alles ok.

Gar nichts ist dahingehend ok. Bis vor etwa 10 Jahren waren wir in Punkto Nachwuchsförderung zusammen mit dem VfB Stuttgart noch selbst eines der Vergleichmaßstäbe in der Bundesliga. Leider ist dieses in den letzten Dekade beinahe sträflich vernachlässigt worden, so daß wir nun zusehen müssen, daß wir mittelfristig dorthin wieder zurückkehren. Denn aufgrund unserer wirtschaftlichen Nachteile sind wir auf eine funktionierende Nachwuchsarbeit angewiesen, die sowohl in der Rehhagel- als auch in der ersten Hälfte der Schaaf-Ära eine der tragenden Säulen des Erfolgs gewesen ist.
 
Gar nichts ist dahingehend ok. Bis vor etwa 10 Jahren waren wir in Punkto Nachwuchsförderung zusammen mit dem VfB Stuttgart noch selbst eines der Vergleichmaßstäbe in der Bundesliga. Leider ist dieses in den letzten Dekade beinahe sträflich vernachlässigt worden, so daß wir nun zusehen müssen, daß wir mittelfristig dorthin wieder zurückkehren. Denn aufgrund unserer wirtschaftlichen Nachteile sind wir auf eine funktionierende Nachwuchsarbeit angewiesen, die sowohl in der Rehhagel- als auch in der ersten Hälfte der Schaaf-Ära eine der tragenden Säulen des Erfolgs gewesen ist.

:tnx:
Sehr gut auf den Punkt gebracht. Das ist eines von vielen Werderproblemen. Jetzt noch ein Minus von 7 Mio€, was dann 21 Mio€ Minus in zwei Jahren macht und schon weiß man, dass Werders angebliche "bombensichere" finanzielle Position auf tönernen Füßen steht.
Im Forum werden vollmundig neue hochwertige Spieler eingefordert, wobei der jetzige Kader schon als kaum finanzierbar dasteht. Wie lange will Werder denn noch seine EKQ reduzieren?
Mit diesem Geschäftsjahr müssen sie auf eine schwarze Null kommen. Da wäre es dann nicht verwunderlich, wenn am Saisonende ein Hunt u.a. geht und durch zwei Namenlose ersetzt werden soll/wird.
Das ist definitiv keine Übergangssaison, sondern ein Neustart unter schwierigen finanziellen Bedingungen. Die Ursachen liegen sehr wohl bei KATS und den Aufsichtsführenden, die jahrelang sportlich und wirtschaftlich mit einem gewissen Gottvertrauen in die eigene Historie ein großes Risiko gegangen sind.
Viele Foristen beklagen, dass Werder nur noch unteres Mittelmaß sei, was allerdings zutreffend ist. @Bremen hat es am Beispiel Nachwuchsarbeit excellent ausgeführt, dass Werder jahrelang mit seinen Ressourcen geschludert hat.
Der Wunsch nach Rückkehr alter erfolgreicher Zeiten mag verständlich sein; realistisch ist er leider (noch) nicht.
 
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