Robin Dutt

Also "mein" erster Werder-Trainer war Rehhagel und ehrlich gesagt, hat es mich sehr geärgert wie man bei Bayern mit ihm umging. Und seine Erfolge mit Lautern haben mich gefreut. De Mos, Dörner und Sidka habe ich nicht weiter verfolgt. Und Magath? Naja, zu dem habe ich keinerlei emotionale Bindung aufgebaut. Und dann gabs ja nur noch TS. Ich hielt seine Entlassung für notwendig, aber ich würde mich sehr freuen, wenn er bei einem möglichen zukünftigen Verein Erfolg hat. Mal sehen, wie es ist, wenn er wirklich mal sonstwo trainiert. Kann ich mir gar nicht vorstellen.

Gibts hier bei Werder eine "grobe" Meinung zu Skibbe ? Frage deshalb weil bei uns herrscht über Skibbe eine ähnlich katastrophale Meinung zum Thema Außendarstellung / gesamtes Auftreten / Führungsfähigkeiten wie von Dutt.

Werden jedenfalls häufig in einem Atemzug genannt. In gewissen Bereichen finde ich auch das die beiden sich sehr ähneln.
 
Gibts hier bei Werder eine "grobe" Meinung zu Skibbe ? Frage deshalb weil bei uns herrscht über Skibbe eine ähnlich katastrophale Meinung zum Thema Außendarstellung / gesamtes Auftreten / Führungsfähigkeiten wie von Dutt.

Werden jedenfalls häufig in einem Atemzug genannt. In gewissen Bereichen finde ich auch das die beiden sich sehr ähneln.

Skibbe kommt, zumindest in Berlin, gleich nach Babbel! :O :roll:
 
Gibts hier bei Werder eine "grobe" Meinung zu Skibbe ? Frage deshalb weil bei uns herrscht über Skibbe eine ähnlich katastrophale Meinung zum Thema Außendarstellung / gesamtes Auftreten / Führungsfähigkeiten wie von Dutt.

Werden jedenfalls häufig in einem Atemzug genannt. In gewissen Bereichen finde ich auch das die beiden sich sehr ähneln.

Gerade was die Außendarstellung angeht unterscheiden sich die Beiden imho wie Tag und Nacht. Dutt wirkt selbstbewußt und eloquent und Skibbe will man irgendwie immer in den Arm nehmen und vor der bösen Fußballwelt beschützen :D
 
Das ist/war bei uns eher umgekehrt! Da hat man sich gern drüber aufgeregt, dass der eigene Trainer eher wenige Aussagen gemacht hat! :cool: :lol: :lol:

Hehe ;) Wir sind da über einen ruhigen Hyypiä zur Zeit mal ganz froh ;)

Nein ich meinte es halt bezogen auf Negativ Beispiele. Für mich ging z.B. Arnautovic garnicht. Wenn der nun bei seinem neuen Verein wieder irgendeinen Mist abseits des Platzes veranstaltet würde ich darüber 1. Schmunzeln, 2. Denken: Gottseidank weg und 3. nochmal schmunzeln wenn die Fans des neuen Vereins sagen: Naja, das wird schon mit dem..

Es kann ja sogar sein das was gutes bei rumkommt, nur bei den ersten Anzeichen das dies nicht so sein wird - ist man dann halt eher skeptisch ;)
Die anderen Fans hingegen natürlich nicht. Und das sind eben derzeit unsere verschiedenen Sichtweisen
 
Gerade was die Außendarstellung angeht unterscheiden sich die Beiden imho wie Tag und Nacht. Dutt wirkt selbstbewußt und eloquent und Skibbe will man irgendwie immer in den Arm nehmen und vor der bösen Fußballwelt beschützen :D

Jep da sind wir uns einig ;D Diesen Punkt sehe ich auch total verschieden.

Was die Aussagen nach richtig miesen Spielen in Hinblick auf die Frage "wie wirds besser" angeht - finde ich ähneln sich beide trotzdem. Der eine halt weinerlich und der andere mit Selbstbewusstsein (das "aufgesetztes Selbstbewusstsein" schenk ich mir jetzt mal ;) ) Beide aber stellen für mich zu oft das teils nicht vorhandene positive in den Vordergrund, neigen schnell zu Durchhalteparolen - und ist man als Fan, relativ schnell satt.
 
Beide aber stellen für mich zu oft das teils nicht vorhandene positive in den Vordergrund, neigen schnell zu Durchhalteparolen - und ist man als Fan, relativ schnell satt.

Bei TS haben sich die meisten Journalisten am Ende gar nicht mehr getraut noch irgendwelchen Maßnahmen zu fragen oder zu kritisieren. Er hat sie gnadenlos in seiner unnachahmlichen Art abgebügelt. Thomas Doll hat sich den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) abgelacht. So hat da jeder seine Eigenart ;)
 
...Nein ich meinte es halt bezogen auf Negativ Beispiele. Für mich ging z.B. Arnautovic gar nicht. Wenn der nun bei seinem neuen Verein wieder irgendeinen Mist abseits des Platzes veranstaltet würde ich darüber 1. Schmunzeln, 2. Denken: Gottseidank weg und 3. nochmal schmunzeln wenn die Fans des neuen Vereins sagen: Naja, das wird schon mit dem..

Es ist bei uns zu viel passiert, als dass ich bei erneutem Fehlverhalten in Stoke noch darüber schmunzeln könnte.

Ich war seit Ende der letzten Saison für seinen Verkauf. Da wir aber keinen Ersatz für ihn verpflichtet haben, könnten zukünftige sportliche Großtaten von ihm sogar eher noch schmerzen. ;)
 
... Eine knappe Niederlage in Do gehört dazu. Das war unter TS nicht der Fall.
Im Eröffnungsspiel der letzten Saison haben wir dort nach sehr gutem Spiel mit 1:2 verloren. Das entscheidende Tor fiel nach einem bösen individuellen Patzer Ignjovskis kurz vor Schluss!
Aha, sind wir wieder angekommen. Bei der nicht enden wollenden Legende vom nur Werder fehlenden Glück, von den guten Spielen und individuellen Patzern.

Zum einen war es das 1:0. Dabei zeigt allein die Entstehungsgeschichte jenen Gegentores alle Facetten der damals ewig, zementierten Defizite. Die da wären:

1.) Im Mf keine Anspielstationen, keiner der aus den halben Positionen entgegen kommt, einrückt, damit Prödl zumindest den kurzen Pass spielen könnte. Es kommt der lange Hafer, wonach erwartbar der Ball verlorengeht, weil wie gewohnt keiner den zweiten Ball (wie auch zu allem Überfluß keiner den "dritten Ball") bekommt. Beides hat die selbe Ursache: Ordnung und Raumaufteilung (und zwar gilt das auch bei eigenem Ballbesitz)

2.) Danach reicht eine kluge, kurze Spielverlagerung mit flachem Pass auf drei sich richtig bewegende Spieler, um Werder - ohnehin bereits in eine 5-gegen-5-Situation verwickelt, auf der einen Seite im Konter völlig blank zu legen. Die Ursache: schlechtes Umschaltverhalten (infolge der fehlenden Ordnung und Zuordnungen)

3.) Ignjovski kann nur noch reagieren. Er dreht (im falschen Moment) und stellt sich völlig falsch zum Ball, wird nachfolgend dadurch im Rücken erwischt. Und das ist ein Basic. Aus demselben Grund beging Arnautovic so oft Stürmerfoul, aus demselben Grund muss(te) Ekici stetig verzögern und ließ sich in den Gegenspieler oder auf den Rasen fallen, aus demselben Grund läuft Schmitz einen Bogen, statt in die Innenbahn einzurücken, die er aufmacht, aus demselben Grund unterlaufen Fritz oder Bargfrede die Bälle oder verschätzen sich übel dabei. usw., usf. Oder immer wieder Hunt`s drucklose, angeschnibbelte Bälle, die nicht zur Spielsituation passen sowie das fehlende, flache Passpiel aller Beteiligten (wie es selbst Teams wie Freiburg oder Mainz um Klassen besser beherrschten). Basics, halt. Dies ist eigentlich bei allen, je länger sie hier waren, schlechter statt besser geworden, ohne jegliche Aussicht auf Besserung.

Das 2:1 kassieren wir übrigens auf ähnliche Weise, wieder verschieben alle falsch, legen die Seite offen (trotz 4-1-4-1), dann stürzt Arnautovic auch noch raus, macht danach gleich nochmal denselben Fehler. Alle stehen falsch. Und der ganze Aufwand umsonst.

Unter dem Strich verzweifeln dann irgendwann die Spieler, weil Engagement keine Erfolge zeitigt und ihnen nicht geholfen wird. Das war es, was sich nie änderte und deshalb führten solche, angeblich sehr guten Spiele bei uns immer wieder dazu, dass wir aus genau diesen Gründen auf Dauer praktisch scheitern mussten. So bekommt eine Mannschaft keine Sicherheit und es reicht ein Pickser im extrem labilen Gebilde, ein bisschen Schwund an Selbstvertrauen, um das Ganze auf Wochen einstürzen zu lassen, weil es kein Fundament gibt. Daran (@Simac :tnx:) knabbern wir heute noch.

Und damit sind wir auch bei dem, was ich mir von Dutt erhoffe. Bei der Verbesserung in Punkten wie diesen dreien, wo es fast 10 Jahre keinerlei Verbesserung gab. Trotz allem Mist zur Zeit glaub ich, bereits in 1.) und 3.) etwas zu sehen, was mich gegenüber den Vorjahren zumindest ansatzweise zuversichtlich stimmt.

Ich fürchte nur, dass wir nicht die Zeit haben werden, um Dutt`s System/ Idee zu entwickeln. Da hat Maddin nicht unrecht. Das Konzept Dutt ist und war immer langfristig angelegt. Überall, wo er war. Die Zeit hätten wir vor einigen Jahren gehabt, als es der Kader noch hergab, aber diese Chance wurde vom Verein fahrlässig vertan.

Womöglich muss bei weiterem Mißerfolg - leider - einer kommen, der kurzfristig den Rahmen schafft und einfach nur punktet. Auf der anderen Seite könnte dies wieder ursächlich für eine ähnliche Ära wie nach Rehhagel stehen. Ich bin ein großer Fan von Rehhagel, war aber dennoch schon damals der Ansicht, dass der Wechsel zu spät kam. Die Probleme nach Otto kann man bis heute nicht unabhängig von Otto betrachten, trotz seiner Erfolge in den letzten Jahren. Dieser einfacher vermutete Weg, das ewige Setzen auf Altbewährtem ohne Integrieren von neuen Ideen versperrt Innovation und ist nicht nur bei Fussballvereinen hin und wieder der Anfang vom Ende.
 
Dass die Mannschaft kein Vertrauen in RD mehr hat? Das ist eher im übertragenen Sinne gemeint. Ich denke, dass viele Spieler ähnlich schlicht gestrickt sind wie viele Fans und glaubten, ist erstmal Schaaf weg, ist alles besser. Also war erstmal alles super unter RD, es wurde gelacht und es gab sogar Einzelgespräche!

Und jetzt merken sie, die Spieler, dass es der Trainer auch nicht richten kann. Sagen wir, nicht das Vertrauen ist weg, sondern der Glaube. Ok? :wink:

Ja, man muss wirklich verdammt schlicht gestrickt sein, wenn man gemeint hat, dass man Werders Probleme durch den Rausschmiss von Schaaf lösen könnte. Aber auch die schlichtesten Gemüter werden irgendwann einsehen, dass es durch einen Trainerwechsel nicht besser wird, nicht besser werden kann, weil der Trainer ja gar nicht das Problem war.
 
Man muß kein Psychologe sein um zu erkennen,daß die Vorgabe den Abstieg erstmal verhindern zu wollen,keinen Motivationsschub auslöst,über sich selbst hinauszuwachsen.
Man hat sich still und heimlich bequem darin eingerichtet,daß man keine Erwartungen an die Spieler stellt,außer dieses Jahr zu überstehen.

UND GENAU DA sehe ich das entscheidende mentale Problem!
Es wird ein leidenschaftsloses Abwickeln von Minimalerwartungen angeboten.Da fehlt jeder Bock auf Fußball!!!

Jeder spielt irgendwie mit,hat aber keine Profession im Kopf.

Ich mag keinen autoritären Führungsstil!Aber in diesem,mich langsam wirklich beängstigenden Gesamtzusammenhang,muß einfach ein ganz anderer Zug rein.

sorry, aber alles was ich in meinem studium zum "personal- und organisationspsychologen" gelernt habe widerspricht dem dutt vorgehen in keinster weise.

es ist durchaus legitim durch die setzung von leichter erreichbaren minimalzielen den druck vom spieler zu nehmen. dadurch entschärft man die erwartungshaltung (der fans, medien und vom spieler an sich selbst) und erreicht wenn das minimalziel erreicht ist - einen motivationsschub, der zu höheren leistungen führen soll.

in den letzten drei jahren hat sich bei den spielern eventuell durch falsche zielsetzung eine blockade/angst entwickelt... auch gibt es probleme bei der beurteilung der eigenen leistung. (selbstwahrnehmung vs. fremdwahrnehmung)...

zudem muss ich sagen, dass ich jetzt scheinbar als pro-dutt gesehen werde. dieses ist in keinster weise der fall - ich bemühe mich nur der misserfolgsgeschichte sachlich zu begegnen und keine weltuntergangsszenarien zu erschaffen!

zum thema er spricht viel mit seinen spielern und bindet sie in entscheidungsprozesse mit ein: mir ist ein solcher bottom up trainer lieber als ein top-downer... so lange er wirklich alle spieler mit in die entscheidungsfindung mit einbezieht!

viele regen sich darüber auf, dass der freie montag - nach solchen leistungen wie am we - nicht gestrichen wird. theoretisch bin ich auf eurer seite, nur würde die streichung eventuell dazu führen, dass er innerhalb der mannschaft noch weiter an vertrauen verliert, da er von seinem längerfristigen plan abrücken würde und sich dadurch öffentlich fehler eingestehen müsste.

was viele hier im forum mal bedenken sollten: es gibt immer zwei seiten der medaille - dieses forum neigt sehr schnell zu typischem schwarz weiß denken - leider ist es nicht immer so einfach! schade drum!

:tnx:
 
Kann mich jemand aufklären? Ich erkenne absolut kein Konzept und Spielphilosophie. Wenn nicht bald was zählbares herausspringt muss man sich wohl wieder trennen. Aber wer soll dann kommen?

Es werden wohl wie damals wieder 4 oder mehr Trainer verschlissen werden bis ein gescheiter Mann kommt - wer immer das auch sein mag. Stuttgart wird wohl erstmal mein letztes A-Spiel werden wo ich hinfahre. Ich habe einfach keinen Bock mehr.


Das könnte man ja abkürzen! Wir nehmen gleich Skripnik, anstatt vorher noch Dörner, Sidka und Magath auszuprobieren!:D

Ich sehe bei Dutt leider bisher auch nicht wirklich ein Konzept und mir graut es schon vor den nächsten 4 Spielen, aus denen man eigentlich 2 Siege holen muss.

Hoppla, ich lese gerade, dass Fink beim HSV entlassen ist!:eek: Dann wird es ja mit ziemlicher Sicherheit eine Niederlage für uns in Hamburg geben.:roll:
 
Aha, sind wir wieder angekommen. Bei der nicht enden wollenden Legende vom nur Werder fehlenden Glück, von den guten Spielen und individuellen Patzern.

Du scheinst Legendenbildung zu lieben, ich nicht. Meine von Dir zitierte Aussage bezog sich auf die Bemerkung Karlottos, knappe Niederlagen in Dortmund habe es unter Schaaf nicht gegeben, was definitiv falsch ist.

Dass der Fehler Ignjovskis vor dem 0:1 erfolgte, hatte Torbinsky schon angemerkt und ich hatte es, so weit ich mich erinnere, nachträglich bestätigt. ;) Weiß der Geier, was Du mir unterstellen möchtest. Ich habe nie behauptet, nur Werder hätte Pech gehabt und auch nicht, dass Werder nur Pech gehabt habe!

Deine wieder mal anschaulich beschriebenen Spielsituationen sind interessant zu lesen. Weiß der Geier, warum Du immer wieder zu denselben einseitigen Schlüssen kommst. Wenn all dem so wäre, müsste Werder auch aus gleichem Grund jahrelang begeisternden "One-touch-Fußball" gespielt haben, aus gleichem Grund jahrelang bei der Anzahl selbst erzielter Tore ganz oben gelandet sein, jahrelange CL-Teilnahmen errungen haben, Titel gewonnen, sich für weitere Endspiele qualifiziert und viele Fans in ganz Europa begeistert haben. Das unterschlägst Du natürlich gern.

Es bleibt bei viel zu einseitigen Schlussfolgerungen. Die Probleme Werders waren über die verschiedenen Jahre unterschiedlicher und differenzierter als Du sie gern darzustellen pflegst! ;)Du bastelst weiter an Deiner eigenen Legendenbildung. Dass Du gerade in der aktuellen Situation, in der wir kaum eigene Torchance erspielen, dennoch annähernd gleichviele Tore fangen, fast allen Gegnern hoffnungslos unterlegen sind, Fortschritte siehst, beweist mir Deine äußerst selektive Wahrnehmung! ;)
 
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