Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Pingy
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Also ich finde wir spielen gar nicht so anders als die letzten Jahre.

Wir haben sonst auch immer 1-3 Gegentore bekommen, allerdings fällt es uns diese Saison oftmals schwer mehr als ein Tor zu schießen und deshalb gehen mehr Spiele verloren .......

Ich weiß jetzt kann man mit den Spielen vs. Bayern, Hertha und Hoffenheim argumentieren, aber das waren in dieser Saison eben die Ausnahmen!

Haben wir in 2009 in irgendeinem Pflichtspiel mehr als zwei Tore geschossen?!
Und in den beiden Begegnungen wo zwei Tore fielen (Dortmund und Mailand) gingen wir als Sieger vom Platz.

Es muß sich personell also auch in der Offensive etwas tun .......

Werderine :svw_applaus:
 
Also wie ich auch schon direkt nach dem Suspendieren von Pizza gesagt habe war es genau das richtige Signal an die Mannschaft und zudem hat er Pizza geschont für eines der wichtigsten Spiele dieser Saison.. und in der Halbzeit hat er wohl eine sehr gute Ansprache gehalten.. ich hoffe, dass die ungerechte Kritik an Schaaf langsam echt mal abreißt
 
falsch...du bist schon die ganze zeit gegen schaaf. alle deine aussagen, analysen, gedankengänge lassen nur die trainerentlassung als konsequenz gelten. weshalb du dennoch deine beiträge oft mit dem satz "schaaf sollte man dennoch nicht feuern" abschließt, entzieht sich jeder logik. du baust auf seine lernfähigkeit, unterstellst ihm aber jahrelang keine besessen zu haben und zweifelst auch an, dass er im besitz dieser ist!

Möglich, dass es den Anschein hat, ich wäre ständig gegen Schaaf, was aber nur teilweise so ist, weil ich der Meinung bin, dass
1.) eine Trainerentlassung immer der einfachste Weg ist und offen bleibt, ob es danach besser werden kann und wenn, ob dies nur kurz- oder langfristig Erfolg bringen würde. Darüber hinaus ist ein Trainer auch nur Angestellter des Vereins und diesem obliegt es, etwas für den Trainer zu tun, indem kritisch aber konstruktiv hinterfragt wird und nicht alles einfach so weiterlaufen kann. Dies war bei Werder regelmässig der Fall, da schlussendlich gute Plätze eingefahren und gemachte Fehler sowie eine mangelnde Weiterentwicklung dadurch scheinbar als unwesentlich abgehandelt wurden. Mit der Folge, dass diese Dinge in der nächsten Saison wiederkehrten. Da hat der ganze Verein einfach auch eine Verantwortung und nicht nur der Trainer.
2.) Schaaf immer noch den besten Fussball, wenn auch völlig ineffektiv, spielen lässt, den es bei Werder wohl jemals gab
3.) die grossen Alternativen nicht zu sehen sind. Wer soll es denn besser machen?
4.) somit der Schlüssel für mich nur darin liegt, dass Schaaf dazulernt. Diese Hoffnung habe ich nicht aufgegeben. Und wenn wir diese Saison tatsächlich auf einem zweistelligen Platz abschließen (müssen wir ja fast schon hoffen... seufz..), gibt es diese Alibis nicht mehr. Dann muss mehr als sonst analysiert und genauer hingeschaut werden, woran es denn gelegen haben könnte. Und warum diese nicht gerade billige Mannschaft den EC-Platz nicht geschafft hat. Da macht der notwendig zu erbringende Ertrag auch vor Werder und seinen tradierten, harmoniekonformen Handlungsweisen nicht halt.

Das ist die Logik, die sich hinter Aussagen verbirgt!

Dennoch werde ich diese Dinge, die sich da wiederholen, dann auch immer wieder bis zum Erbrechen anprangern!

die mannschaft war heute sehr gut eingestellt...sowohl thomas schaaf als auch spieler haben heute einen ganz großen job abgeliefert...dafür erstmal danke!

Ich denke nicht, dass die Mannschaft da grossartig anders als sonst eingestellt war. Wir brauchten ein Tor, das ist richtig. Aber deshalb schon in den ersten 15 Minuten unentwegt drauflos zu marschieren, wo noch genug Zeit war - ob das der richtige Weg gewesen ist, sei dahingestellt. Viel mehr stellt sich doch die Frage, ob das in San Siro gegen ein italienisches Team unter dem Gesichtspunkt, dass die alle Passivität mögen und sich bekanntermaßen darüber freuen, wenn der Gegner kommt, ziemlich blauäugig war. Die Quittung kam wieder prompt mit dem 0:2-Rückstand. Schließlich hat sich dieser Aufwand, den die Mannschaft immer betreibt und in sämtlichen Spielen dieses Jahr betrieben hat, diesmal und wie schon in Dortmund, endlich einmal gelohnt. Doch es sind eben nur zwei von 7 Spielen und da liegt die Crux.
 
Ich denke nicht, dass die Mannschaft da grossartig anders als sonst eingestellt war. Wir brauchten ein Tor, das ist richtig. Aber deshalb schon in den ersten 15 Minuten unentwegt drauflos zu marschieren, wo noch genug Zeit war - ob das der richtige Weg gewesen ist, sei dahingestellt. Viel mehr stellt sich doch die Frage, ob das in San Siro gegen ein italienisches Team unter dem Gesichtspunkt, dass die alle Passivität mögen und sich bekanntermaßen darüber freuen, wenn der Gegner kommt, ziemlich blauäugig war. Die Quittung kam wieder prompt mit dem 0:2-Rückstand. Schließlich hat sich dieser Aufwand, den die Mannschaft immer betreibt und in sämtlichen Spielen dieses Jahr betrieben hat, diesmal und wie schon in Dortmund, endlich einmal gelohnt. Doch es sind eben nur zwei von 7 Spielen und da liegt die Crux.

in meinen augen war das sogar der einzig richtige weg. mailand von der ersten minute an hinten reinzudrängen, nicht abzuwarten, sondern sie zu bestürmen, kaum selbst zu angriffen kommen lassen. das war absolut richtig! nur mit diesem risiko und dem mut dazu konnte das spiel überhaupt gewonnen werden (bzw unentschieden gespielt werden). und zu deiner information haben wir zudem hinten noch sehr gut gestanden, waren gut formiert! wir haben den gegner früh attackiert, ac gar nicht spielen lassen. die 2 gegentore sind durch einen fragwürdigen elfmeter und einen sonntagsschuss entstanden. keines der tore könnte man der taktischen ausrichtung ankreiden. ganz im gegenteil...außer den 2 chancen aus denen tore gefolgt sind, hatte milan nicht eine richtige chance gegen uns. gerade weil wir sie mit richtig gutem tempofußball und offensiver ausrichtung hinten rein gedrängt haben. nur so konnten wir uns letztlich auch selbst in einen rausch spielen. den abwartenden stiefel hat bremen auf internationalem boden leider schon einmal zu viel gespielt...was nämlich dabei rauskommt, sieht man an den auswärtsspielen gegen lazio, famagusta, glasgow usw usw! und wenn du nicht die unterschiede in taktiken erkennen kannst, dann kann ich dir leider nicht helfen. ansonsten hättest du schon längst bemerkt, dass bremen sehr wohl individuell auf den jeweiligen gegner eingestellt wird. es ist zwar richtig, dass wir zumeißt offensiv spielen...aber eine taktik besteht nicht nur daraus ob man offensiv oder defensiv aggiert. ich bin auf alle fälle fest davon überzeugt, dass eine abwartende haltung in dem spiel gegen mailand unseren tod bedeutet hätte! und wie bereits erwähnt, empfinde ich es als schwachsinnig die beiden gegentreffer als gegenargument für die gewählte taktik zu nehmen, wenn ganz offensichtlich ist, dass diese tore mit der spielweise in keinster form zusammenhängen!
ich habe einen außerordentlich gut durchdachten, intelligenten spielaufbau gesehen...tempowechsel in den richtigen augenblicken und spieler, die passende laufwege einstudiert hatten.
sowohl in der vorwärts- als auch der rückwärtsbewegung hat man zumeißt sehr gut agiert, pressing zur richtigen zeit ausgeübt...sich im großen und ganzen eben grandios verhalten. sicherlich eines der besten werder spiele dieser saison und auch darüber hinaus!
vielleicht solltest du dich auch fragen, weshalb ancelotti nach dem spiel aussagt, dass werder ihnen taktisch klar überlegen war...aber der wird davon wahrscheinlich keine ahnung haben...ist ja bloß professioneller fußballtrainer! :rolleyes:
 
aus dem TAGESSPIEGEL http://www.tagesspiegel.de/sport/Fussball-Bundesliga-Werder-Bremen-FC-Bayern;art133,2741318

Nach dem Weiterkommen in Mailand lobten viele Spieler seine Pausenansprache; Torwart Christan Vander verriet, Schaaf habe angewiesen, mit mehr hohen Bällen direkt in den Strafraum zu operieren, da sei die alte Milan-Riege anfällig. Und siehe da: Beide Pizarro-Tore nach der Pause waren Kopfballtore aus dem Zentrum. Selbst verraten würde das Schaaf aber nie. Stattdessen brummte er auf die Frage, warum er nicht wie die Spieler vor den Fans getanzt habe: „Soll ich wie ein Huhn über den Platz laufen?“
 
@JunoReactor: Das hoffe ich auch!

Der Artikel ist aber, glaube ich, auch nicht so gemeint, als ob TS jetzt die Taktik entdeckt - es geht eher darum, dass er sowas nicht öffentlich ausbreitet - auch im Erfolgsfall nicht.

Er hat im übrigen auch im Abschlusstraining vor dem Mailand-Spiel gezielt Standards üben lassen. Und die beiden Tore sind genau so gefallen. Aber er stellt sich hinterher nicht hin und sagt: Seht Ihr, das habe ich doch gut gemacht!
 
den abwartenden stiefel hat bremen auf internationalem boden leider schon einmal zu viel gespielt...was nämlich dabei rauskommt, sieht man an den auswärtsspielen gegen lazio, famagusta, glasgow usw usw! und wenn du nicht die unterschiede in taktiken erkennen kannst, dann kann

:tnx:

Viel bezeichnender finde ich das HR-Spiel gegen Inter Mailand, als Bremen in der 1.HZ zu passiv war und erst zu spät gemerkt hat, dass dort noch einiges mehr möglich war.
 
...das war absolut richtig! nur mit diesem risiko und dem mut dazu konnte das spiel überhaupt gewonnen werden (bzw unentschieden gespielt werden). und zu deiner information haben wir zudem hinten noch sehr gut gestanden, waren gut formiert! wir haben den gegner früh attackiert, ac gar nicht spielen lassen. die 2 gegentore sind durch einen fragwürdigen elfmeter und einen sonntagsschuss entstanden. keines der tore könnte man der taktischen ausrichtung ankreiden. ganz im gegenteil...außer den 2 chancen aus denen tore gefolgt sind, hatte milan nicht eine richtige chance gegen uns. gerade weil wir sie mit richtig gutem tempofußball und offensiver ausrichtung hinten rein gedrängt haben. nur so konnten wir uns letztlich auch selbst in einen rausch spielen.
...sowohl in der vorwärts- als auch der rückwärtsbewegung hat man zumeißt sehr gut agiert, pressing zur richtigen zeit ausgeübt...sich im großen und ganzen eben grandios verhalten. sicherlich eines der besten werder spiele dieser saison und auch darüber hinaus!

Also irgendwie reden wir entweder unbewusst aneinander vorbei oder Du siehst es zu eindimensional und möchtest deshalb mit Macht Deine Ansichten verteidigen.

Das frühe Stören, Pressing, Kombinationsspiel ist die grosse Stärke von Werder, seit TS den Kahn steuert. Das funktioniert gerade in solchen Spielen, aber insgesamt nur manchmal, früher öfter, inzwischen viel seltener. es funktioniert aber in der regel vor allem dann, wenn eine Mannschaft richtig drin ist in der Saison, die Automatismen greifen, es läuft und Chancen sitzen. Wir sind in grossem Ausmaß davon abhängig, dass sowohl vorn die Dinger sitzen als auch die Innenverteidiger und der DM sich in guter Verfassung befinden, weil antizipieren und Stellungsspiel bei unserer Spielweise fast lebensnotwendig wichtig sind. Das passte in Mailand. Wir können allerdings nicht reagieren, wenn wichtige Spieler der Mannschaft ausser Tritt geraten sind, was z.Bsp. nach Sommer- und Winterpause wegen fehlender Wettkampfpraxis nicht unnormal ist. Dann wissen wir scheinbar nicht, was wir in solchen Fällen ändern können, um die Sicherheit zu finden. Stattdessen geht es munter so weiter und es kommen die üblichen saisonphasenabhängigen Einbrüche. Mit dieser Spielweise wie in Mailand von Beginn an können wir auch auf internationalem Parkett begeistern und die europäische Konkurrenz mit auf dem Papier besseren fussballerischen Mitteln wie Barcelona, Real, Inter oder AC Mailand beeindrucken. Den Offensivdrang bezeichnest Du als Mut, ich aber sehe es eher als Zeichen dafür, dass wir anderes eigentlich gar nicht kennen. Denn:

..was nämlich dabei rauskommt, sieht man an den auswärtsspielen gegen lazio, famagusta, glasgow usw usw! und wenn du nicht die unterschiede in taktiken erkennen kannst, dann kann ich dir leider nicht helfen.

Dass diese Beispiele kommen, mutet schon drollig an, weil es gerade diese Spiele waren, wo wir zum Teil durch taktische Unzulänglichkeiten, aber nicht durch fussballerische Unterlegenheit gescheitert sind. Da ist uns jeweils nichts eingefallen, als Chancen nicht sassen, der Gegner grosse Leidenschaft investierte (die Milan z.Bsp. nicht investierte) und kämpfte. Ich kann mich noch erinnern, als vor 1 1/2 Jahren nach dem Spiel in Piräus, was das Ausscheiden in der CL bedeutete, selbst Frank Baumann erkannte: ,,Wir wollten alles spielerisch lösen. Das war sicherlich der falsche Weg." Gleiches wiederholte sich im November daheim gegen Athen. Oder die Spiele gegen Glasgow, als die Rangers in beiden Spielen nicht einen Deut unternahmen, am Spiel teilnehmen zu wollen. Wir veranstalteten ein Kreisspiel um den Sechzehner, statt Möglichkeiten zu finden, die manchmal eben auch psychologischer Natur sein müssen, den destruktiven Gegner rauszulocken. Und sind letztlich ausgeschieden.

Hier wird versucht, auf Teufel-komm-raus gravierende Unterschiede erkennen zu wollen, wo keine grossen sind. Werter @tsubasa, ich muss Dich das jetzt fragen: Hast Du selbst aktiv Fussball gespielt oder eine Mannschaft trainiert? Vielleicht sind da deine Erfahrungen andere als meine? Das kann ja sein. Andernfalls wäre Dir nur schwerlich zu helfen, aber davon gehe ich nicht aus.

vielleicht solltest du dich auch fragen, weshalb ancelotti nach dem spiel aussagt, dass werder ihnen taktisch klar überlegen war...aber der wird davon wahrscheinlich keine ahnung haben...ist ja bloß professioneller fußballtrainer! :rolleyes:

Das ist in der Tat ein gutes Argument. Es ist ja auch nicht so, dass ich stur auf meiner Meinung beharre. Im Gegenteil, es freut mich eher, wenn wir gemeinsam Möglichkeiten pro Schaaf finden. Nur konnte vieles bisher hier nicht substanziell widerlegt werden. Dies ist etwas und das erste Mal - endlich!:applaus:

Aber zum Thema: So wie Werder dort aufgetreten ist, da hat Ancelotti schon recht, kann es im Endeffekt als richtig betrachtet werden. Es war darüber hinaus auch das, was Werder so sympathisch gemacht hat. Wie wären aber die Meinungen auseinander gegangen, wenn Pizarro seine Treffsicherheit nicht wiedergefunden hätte, so wie es gegen Gladbach oder im Hinspiel war und Werder mit der optimalen Taktik 0:2 nach Hause geflogen wäre? Hätte es dieses Statement dann so gegeben oder wäre wieder die Kunst der Torverhinderer als erfolgreich gewertet worden?

Ich glaube, Werder findet so langsam wie die letzten Jahre auch während dieser Phase den Rhytmus und positive Ergebisse sind eine Frage der Zeit. Warten wir`s ab....

Genau beobachten sollten wir, ob diesmal hinterfragt wird, warum wir die letzten Wochen die Punkte liegen gelassen haben oder das Ganze wieder einfach als Ausrutscher deklariert wird.

@sopho

In Mailand hatte ich damals den Eindruck, dass wir da zunächst gar keine Mittel hatten, den eigenen Stil durchzuziehen, weil die sehr gut und effektiv im Raum arbeiteten. Aber Du hast recht, ansatzweise war dort eine abwartendere Haltung als sonst zu erkennen. Wie auch im Heimspiel gegen Leverkusen, da hatte Schaaf sogar im Spiel sein System umgestellt. Nur es passiert extrem selten und zu schnell verfallen wir wieder in alte Muster.


Und noch was: http://www.fussballdaten.de/uefa/2009/endrunde/runde1/acmailand-bremen/
 
Auch ein Kompliment an Sie Herr Schaaf. Die Manschaft war top Eingestellt. Ein 0-0 gegen die Bayern mit 10 Man und dazu noch so ein Super spiel hinzulegen schaft nicht jeder.
 
Naja, kontern sollten wir auf jeden Fall noch üben. Das war am Ende schon ein wenig schade, dass man aus den paar guten Einzelaktionen von Diego und Özil nicht mehr Gefahr rausgeholt hat.
 
[...]
Das frühe Stören, Pressing, Kombinationsspiel ist die grosse Stärke von Werder, seit TS den Kahn steuert. Das funktioniert gerade in solchen Spielen, aber insgesamt nur manchmal, früher öfter, inzwischen viel seltener

dass das die stärke von bremen ist, ist unbestritten! dennoch solltest du bemerken, dass wir nicht in jedem spiel mit diesem frühen pressing aggieren, da also doch individuell auf den gegner eingestellt sind. heute war dieses varriieren der taktik gut zu erkennen, als man nach der pause, zurückgezogen, mit wenig pressing gespielt hat.

es funktioniert aber in der regel vor allem dann, wenn eine Mannschaft richtig drin ist in der Saison, die Automatismen greifen, es läuft und Chancen sitzen. Wir sind in grossem Ausmaß davon abhängig, dass sowohl vorn die Dinger sitzen als auch die Innenverteidiger und der DM sich in guter Verfassung befinden, weil antizipieren und Stellungsspiel bei unserer Spielweise fast lebensnotwendig wichtig sind.

das bringt diese spielweise mit sich...das ist ganz bestimmt richtig...allerdings bekommt man auch in der regel dadurch eine vielzahl an eigenen torgelegenheiten. dass diese zur zeit nicht verwandelt werden, liegt mehr an dem unvermögen einiger spieler bei uns vor dem tor. dieses unvermögen entseht bei unseren stürmern besonders durch das formtief und die verkrampfung, die eine krise bei spielern oft auslöst! da hilft einfach nur, es weiter zu versuchen bis es irgendwann mal wieder klappt, nur so kann man zurück in einen lauf kommen!
dieses taktische mittel des offensiven pressings verlangt natürlich von dem defensiven mittelfeldspieler und den innenverteidigern höchste konzentration...da hast du recht! habe ich aber auch nie anders behauptet!

Das passte in Mailand. Wir können allerdings nicht reagieren, wenn wichtige Spieler der Mannschaft ausser Tritt geraten sind, was z.Bsp. nach Sommer- und Winterpause wegen fehlender Wettkampfpraxis nicht unnormal ist. Dann wissen wir scheinbar nicht, was wir in solchen Fällen ändern können, um die Sicherheit zu finden. Stattdessen geht es munter so weiter und es kommen die üblichen saisonphasenabhängigen Einbrüche. Mit dieser Spielweise wie in Mailand von Beginn an können wir auch auf internationalem Parkett begeistern und die europäische Konkurrenz mit auf dem Papier besseren fussballerischen Mitteln wie Barcelona, Real, Inter oder AC Mailand beeindrucken. Den Offensivdrang bezeichnest Du als Mut, ich aber sehe es eher als Zeichen dafür, dass wir anderes eigentlich gar nicht kennen. Denn:

auch da gebe ich dir eingeschränkt recht. gerade wenn die mannschaft noch nicht so eingespielt ist, sollte man die spiele auf eine andere weise angehen. dass wir das nicht können, stimmt allerdings nicht, wie man in manchen spielen schon gut sehen konnte. jüngstes beispiel bietet die zweite halbzeit heute!


Dass diese Beispiele kommen, mutet schon drollig an, weil es gerade diese Spiele waren, wo wir zum Teil durch taktische Unzulänglichkeiten, aber nicht durch fussballerische Unterlegenheit gescheitert sind. Da ist uns jeweils nichts eingefallen, als Chancen nicht sassen, der Gegner grosse Leidenschaft investierte (die Milan z.Bsp. nicht investierte) und kämpfte. Ich kann mich noch erinnern, als vor 1 1/2 Jahren nach dem Spiel in Piräus, was das Ausscheiden in der CL bedeutete, selbst Frank Baumann erkannte: ,,Wir wollten alles spielerisch lösen. Das war sicherlich der falsche Weg."Gleiches wiederholte sich im November daheim gegen Athen. Oder die Spiele gegen Glasgow, als die Rangers in beiden Spielen nicht einen Deut unternahmen, am Spiel teilnehmen zu wollen. Wir veranstalteten ein Kreisspiel um den Sechzehner, statt Möglichkeiten zu finden, die manchmal eben auch psychologischer Natur sein müssen, den destruktiven Gegner rauszulocken. Und sind letztlich ausgeschieden.


dass bremen seine probleme mit kämpferisch starken mannschaften hat ist ja kein geheimnis mehr. da sehe ich allerdings eher das problem im spielermaterial. die großen kämpfer, die bei soetwas dagegen halten, haben wir kaum. da fallen mir nur boenisch und frings ein. das ist zu wenig! gegen lazio zb hatte es aber sehr wohl mit der spielerischen leistung zu tun, die damals unter aller sau war! auch was die rangers betrifft muss ich dir widersprechen. taktisch war das hinspiel soweit ganz in ordnung, das feuer, welches durch schnelleres offensivspiel zustande kommt hat mir nur leider gefehlt. so hatten wir defensiv alles sehr gut im griff. die gegentreffer sind aus 2 großen torwartfehlern entstanden. ansonsten hätte es ein gutes 0:0 gegeben. erst nach den 2 gegentreffern ist uns taktisch zu wenig eingefallen. zuvor war man aber gut eingestellt! das rückspiel sehe ich in einem ganz anderen licht. da hat man einen sehr guten spielaufbau betrachten können, gute chancen erzeugt, nur leider eben nur eine davon genutzt. man sollte aber nicht vergessen, dass wir zwar ausgeschieden sind, das spiel dennoch 1:0 gewonnen haben! übrigens kenne ich kaum einen trainer, der es beherrscht einen tief stehenden gegner psychologisch herauszulocken. oder weshalb glaubst du, dass trainer von spitzenklubs immer das gleiche klagelied vom destruktiven gegner singen, der nicht bezwungen werden konnte!? so eine maßnahme der gegnerischen mannschaft bringt immer große probleme für den favoriten mit sich...da hilft meißtens nur aus irgendeiner möglichkeit doch ein tor zu machen und den gegner somit zum agieren zu zwingen!

Hier wird versucht, auf Teufel-komm-raus gravierende Unterschiede erkennen zu wollen, wo keine grossen sind. Werter @tsubasa, ich muss Dich das jetzt fragen: Hast Du selbst aktiv Fussball gespielt oder eine Mannschaft trainiert? Vielleicht sind da deine Erfahrungen andere als meine? Das kann ja sein. Andernfalls wäre Dir nur schwerlich zu helfen, aber davon gehe ich nicht aus.

von gravierenden unterschieden war nie die rede. schließlich hat jede mannschaft ihre art fußball zu spielen...dennoch lässt diese sich mit kleinigkeiten varriieren. und das wird bei bremen sehr wohl gemacht! ich habe aktiv fußball gespielt und spiele noch. habe zudem schon mehrere taktikschulungen mitgemacht. trainer bin ich nicht!

Aber zum Thema: So wie Werder dort aufgetreten ist, da hat Ancelotti schon recht, kann es im Endeffekt als richtig betrachtet werden. Es war darüber hinaus auch das, was Werder so sympathisch gemacht hat. Wie wären aber die Meinungen auseinander gegangen, wenn Pizarro seine Treffsicherheit nicht wiedergefunden hätte, so wie es gegen Gladbach oder im Hinspiel war und Werder mit der optimalen Taktik 0:2 nach Hause geflogen wäre? Hätte es dieses Statement dann so gegeben oder wäre wieder die Kunst der Torverhinderer als erfolgreich gewertet worden?

so treffischer war pizarro in dem spiel gar nicht. ganz im gegenteil...er hat so einige chancen ausgelassen. so wie auch die anderen spielerkollegen. dass werder letztlich NUR diese 2 chancen genutzt hat war unwahrscheinlicher, als das pizarro 2 davon macht. und ja: auch mit einer guten taktik kann man ein spiel 0:2 verlieren, was hier ja allerdings nicht der fall ist. denn allein die taktik bestimmt nicht über sieg oder niederlage!
 
Ich hoffe Herr Schaaf hat auch gesehen, dass Petri Pasanen ein super Spiel gemacht hat und ein Tziolis dagegen nichts in der Startelf verloren hat!!!
 
Auch ein Kompliment an Sie Herr Schaaf. Die Manschaft war top Eingestellt. Ein 0-0 gegen die Bayern mit 10 Man und dazu noch so ein Super spiel hinzulegen schaft nicht jeder.

Auch ein Kompliment für die äußerst sinnreichen Auswechslungen nach der Roten. Das hätte fast zum Sieg geführt. Auf jeden Fall bestätigt sich immer mehr, das Schaaf die Mannschaft erreicht, dass das Team charakterlich intakt ist und der Trainer die Mannschaft noch motivieren kann. Ich glaube, wir ziehen uns gerade aus den Sumpf.
 
:rolleyes: solche kommentare haben hier auch nichts zu suchen tziolis war heute überall auf dem feld
aber die meisten messen spieler nur an ihren offensiv aktionen
peinlich

Aber Hallo. Der hat sich total ausgepauert und war der Fels vor allem erste Hälfte. Er war sogar selber zufrieden und verabschiedete sich mit erhobenen Händen. Schon traurig, wenn sowas gar nicht mehr wahrgenommen wird. Aber die 3 Hackentricks von Diego, die sorgen alleine für ne gute Note richtig?
Tziolis war heute bärenstark.
 
Aber Hallo. Der hat sich total ausgepauert und war der Fels vor allem erste Hälfte. Er war sogar selber zufrieden und verabschiedete sich mit erhobenen Händen. Schon traurig, wenn sowas gar nicht mehr wahrgenommen wird. Aber die 3 Hackentricks von Diego, die sorgen alleine für ne gute Note richtig?

leider ja die defensive fällt den meisten nur auf wenn eine gute torchance vereitelt wurde und nicht das drumherum
 
Eigentlich nichts zu mäkeln an TS. Nur ein kleiner Kritikpunkt: Warum nimmt er kurz vor Schluss Pizza runter für Rosi, den kann er die paar Minuten auch noch drauf lassen. Dafür wirkte Özil mehr als platt. Hätte da Niemeyer nicht noch aushelfen können?

Ansonsten eine bärenstarke Leistung heute von Mannschaft und Trainer, wie ich finde.
 
Ja, Tziolis leidet wohl am allseits bekannten Frank-Baumann-Syndrom, den viele Zuschauer auch nur dann wahrnehmen, wenn er Fehler oder Eigentore produziert. Das Erkennen von gutem Stellungsspiel, Zweikampfstärke oder taktischem Verständnis ist offensichtlich dem versierteren Fan vorbehalten. Ich bin mit dem, was Alex bislang gezeigt hat, durchaus einverstanden. Ein Spielertyp wie Vranjes aber m.E. erheblich ballsicherer. Weiter so!!
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Back
Top