Wer zwischen den Zeilen seiner Aussagen lesen kann,dem kann nicht entgangen sein,daß er in hohem Maße Diplomatie und Fingerspitzengefühl beherrscht.
Er stellt sich hinter den Trainer und stellt zugleich klar,daß die Vergangenheit keinen Einfluß auf seine Beurteilung habe.
Wenn er davon redet,daß Schaaf seine Analysen mache und alles gibt,redet er nicht von der Richtigkeit seiner Schlüsse,sondern davon,daß er sich gebührlich wie ein Profi reinhängt.Damit bleibt er wertfrei und eröffnet die Seitenlinie auf die Mannschaft,die in der Pflicht steht.
Er beherrscht das politische Moment,um die Ecke denken zu können,um letztlich das Optimum realistischer Gestaltung zu erreichen.Einen Schaaf kann er nicht entlassen,das weiß er allerbest.So etwas löst man eleganter,indem man intern Einfluß nimmt.Indem man verdeutlicht,daß man selbst berufen wurde,um die langfristigen Interessen des Vereins zu fördern und er dies nur umsetzen kann,wenn er auch unbequeme Entscheidungen durchzusetzen imstande ist.
Ein Lemke würde sich das eigene Grab schaufeln,wenn er seinem eigenen Personalvorschlag auf einmal die Kompetenz absprechen würde.
Das weiß Eichin!
Daher glaube ich fest daran,daß Schaaf am Ende der Saison seinen Rücktritt erklären wird.Wenn nicht schon längst diesbezüglich die Weichen gestellt werden.
Eichin ist clever genug,seinen Vorgesetzten klar zu machen,daß er als erprobter Krisenmanager weiß,in welch brenzliger Situation sich der Verein befindet.
Er hat(persönliche Wahrnehmung) innerhalb weniger Wochen schon den Fuß in der Tür,die knöchernen Strukturen aufbrechen zu können.
Ein Glücksfall für Werder!
Der hat längst gemerkt,wie sehr dieser Karren schon an die Wand gefahren ist.
Dies untermauerte er insbesondere mit seiner Aussage,daß es ja auch andere Wege gäbe,als durch Sparen notwendige Gelder zu generieren.
Ich komme zum Beginn meines Kommentars zurück:
Wer in der Lage ist,zwischen den Zeilen zu lesen,der hört heraus,daß er nicht hier ist,um sich legionärsartig einzureihen.Der will verändern!-Und der wird verändern!