Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Man hat die Spieler aber schon zig mal Ausgetauscht und die einzige Konstante war bisher TS.

Ja das ist das Problem. Es geht nicht voran sondern es wird immer schlechter. Aber ich glaube wir denken dasselbe. Ich werde ja schon ganz schön bei der Arbeit verhöhnt. Sogar mein Chef ist Werder Fan, und ist sehr schlecht gelaunt.
Ich hoffe nur, dass Herr Eichin die richtigen schlüsse zieht. Aber ich glaube nicht, dass er als Schaafrauswerfer sich einführen möchte.
 
Natürlich geht es noch schlechter. Köln und Hertha sind letzte Saison mit einem ähnlichen Etat wie Werder diese Saison abgestiegen, Hoffenheim wird möglicherweise diese Saison mit einem höheren Etat als Werder absteigen. Dort haben die Trainerwechsel die Lage eher noch verschlimmert. Warum? Weil die Mannschaft nach dem Trainerwechsel immer noch die Gleiche war, mit all ihren strukturellen Problemen.

Aber genau hier liegt der Hauptkritkpunkt, denn die Kaderzusammenstellung und die Spielphilosophie wurde von KA & TS gemeinsam festgelegt. Sie haben Spieler mit der berühmten "Phantasie" verpflichtet wie einen MA oder Elia, der seit fast drei Jahren nichts mehr auf die Kette bekommt. KATS wollten mit spielerischen Wundertüten ihren werderlike Eventfußball spielen, was sie ja auch getan haben. Man hat immer Spieler unter dem besonderen Aspekt der Offensivqualität verpflichtet. Das dabei die Defensive zu kurz kommt, ist sonnenklar, da man sich im unteren Preissegment bewegt hat.
TS vermisst Leidenschaft und Kampf und stellt fast nur Schönwetterspieler auf. Am Sonnabend hat er es mit Kämpfern versucht, die in der Spielgestaltung hoffnungslos überfordert waren und zudem auch noch verunsichert gewesen sind.
Man kann auch gegen einen Tabellenletzten 2:2 spielen. Nur sollte man dabei nicht als die unterlegene Heimmannschaft das Stadion verlassen. Mit einfachsten Mitteln bringt man Werders Spiel komplett zum Erliegen.
Und geht für einen Verein gar nichts mehr, kommt Werder wie ein Lichtlein daher.
 
So klar hat er das mMn nie gesagt. Aber da kann mich auch meine Erinnerung täuschen (oder ich habe es nicht mitbekommen).

Allofs hat sich sogar noch viel klarer ausgedrückt:
"Wenn wir glauben, Thomas Schaaf ist nicht mehr der Richtige, müssen wir uns trennen"
"Es gibt keinen Entlassungsschutz für Schaaf"
http://194.97.147.129/de/sport/fuss...-ausgeschlossen-keinen-entlassungsschutz.html

Es wäre auch schlimm, wenn es anders wäre.
 
Da kommt mit Eichin ein Außenstehender, von welchem man sich erhofft, dass er zu Veränderungen bereit ist und schon muss man diese Hoffnungen wieder begraben.
 
Ich hatte in einen früherer Post schon angedeutet, das ich befürchte das TE eine Marionette WL zu werden scheint.Bei Klaus Filbry ist es ja schon.Der würde nie gegen Ihn rebelieren.Nur keine Gegner für Willi...
 
Auch noch mal nen Link zu dem Thema KA und TS:

[...]
Aus der Ferne wirkt die Zusammenarbeit zwischen Allofs und Schaaf als ein symbiotisches Verhältnis, wo der eine nicht ohne den anderen mehr kann. Könnten Sie die Trainerfrage als Vorstandsvorsitzender überhaupt unabhängig entscheiden?

Sie wollen wissen, ob ich bei Thomas Schaaf verblendet bin?

Ungefähr so ist es gemeint.

Wir betreiben hier keine „Two-Man-Show“. Wir haben zwar viel, aber nicht die alleinige Macht. Hier sind immer die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat mit eingebunden. Aus den Medien gab es schon häufiger Stimmen, Thomas Schaaf müsste es doch mal woanders oder wir es mit einem anderen Trainer versuchen. Aber wir arbeiten nicht aus einer falschen Treue heraus mit ihm zusammen, sondern weil wir von seiner Arbeit überzeugt sind.

Also darf der Trainer ganz sicher seinen bis 2012 laufenden Vertrag erfüllen?

Von meiner Seite steht das nicht infrage. Aber wir können doch nicht sagen, was in einem halben Jahr oder in drei Monaten hier passiert. Es können sich Dinge im Fußball zu schnell verändern – auch bei Werder Bremen. Das darf jetzt aber nicht falsch interpretiert werden. Im Moment gibt es keinen Anhaltspunkt dafür, dass sich an der Vertragsdauer etwas ändern müsste.
[...]
 
Wer zwischen den Zeilen seiner Aussagen lesen kann,dem kann nicht entgangen sein,daß er in hohem Maße Diplomatie und Fingerspitzengefühl beherrscht.
Er stellt sich hinter den Trainer und stellt zugleich klar,daß die Vergangenheit keinen Einfluß auf seine Beurteilung habe.
Wenn er davon redet,daß Schaaf seine Analysen mache und alles gibt,redet er nicht von der Richtigkeit seiner Schlüsse,sondern davon,daß er sich gebührlich wie ein Profi reinhängt.Damit bleibt er wertfrei und eröffnet die Seitenlinie auf die Mannschaft,die in der Pflicht steht.
Er beherrscht das politische Moment,um die Ecke denken zu können,um letztlich das Optimum realistischer Gestaltung zu erreichen.Einen Schaaf kann er nicht entlassen,das weiß er allerbest.So etwas löst man eleganter,indem man intern Einfluß nimmt.Indem man verdeutlicht,daß man selbst berufen wurde,um die langfristigen Interessen des Vereins zu fördern und er dies nur umsetzen kann,wenn er auch unbequeme Entscheidungen durchzusetzen imstande ist.
Ein Lemke würde sich das eigene Grab schaufeln,wenn er seinem eigenen Personalvorschlag auf einmal die Kompetenz absprechen würde.
Das weiß Eichin!
Daher glaube ich fest daran,daß Schaaf am Ende der Saison seinen Rücktritt erklären wird.Wenn nicht schon längst diesbezüglich die Weichen gestellt werden.
Eichin ist clever genug,seinen Vorgesetzten klar zu machen,daß er als erprobter Krisenmanager weiß,in welch brenzliger Situation sich der Verein befindet.
Er hat(persönliche Wahrnehmung) innerhalb weniger Wochen schon den Fuß in der Tür,die knöchernen Strukturen aufbrechen zu können.

Ein Glücksfall für Werder!
Der hat längst gemerkt,wie sehr dieser Karren schon an die Wand gefahren ist.
Dies untermauerte er insbesondere mit seiner Aussage,daß es ja auch andere Wege gäbe,als durch Sparen notwendige Gelder zu generieren.

Ich komme zum Beginn meines Kommentars zurück:
Wer in der Lage ist,zwischen den Zeilen zu lesen,der hört heraus,daß er nicht hier ist,um sich legionärsartig einzureihen.Der will verändern!-Und der wird verändern!

Ich glaube mein Bester, dass Du da zu sehr Deiner Profession Rechnung trägst?! :beer::wink:
Ich bin bei Dir in der Analsyse, dass ein TE sehr wohl die Marktgepflogenheiten kennt und um deren Bedeutung weiß. Ich schätze ihn so ein, dass er seinem Gegenüber nett mitteilt, dass er zwar nicht weiß, wie es nächsten Monat ohne ihn sein wird. Aber der Verein sich dieser Herausforderung stellen wird.
Das Problem für ihn ist, dass er auch Unterstützung aus dem Verein brauchen wird, um sich der Situation zu stellen. Nur wer soll ihm diese geben? Der ASR um KDF und WL ist auf dem TS for ever Trip und Baumann und Bode sind unbekannte Größen in dieser Diskussion. Mit einem potentiellen Wegfall von TS ist absolutes Machtvakuum im Verein. Ganz schwierige Situation für alle Beteiligten.
 
Da kommt mit Eichin ein Außenstehender, von welchem man sich erhofft, dass er zu Veränderungen bereit ist und schon muss man diese Hoffnungen wieder begraben.

Wieso denn die Hoffnungen begraben? Eichin überzeugt mich bisher absolut. Er hat keine Angst davor unangenehme Dinge anszusprechen und er scheint schon nach kürzester Zeit absolut akklimatisiert zu sein.

Hat denn wirklich einer erwartet, dass ein neuer Sportdirektor kommt und dann nach wenigen Tagen oder Wochen die Institution TS rausschmeißt? Das wäre doch auch völlig daneben. Er muss doch erstmal schauen wie der Hase läuft, dann so langsam die Arbeit von TS bewerten, das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft analysieren und sich eine eigene Meinung bilden.
Im Sonderfall Bremen muss er sich dann genau überlegen, wie und wann er Kritik anrbringt und da ist er jetzt erstmals ganz leicht vorgestoßen.

Ich schätze Eichin so ein, dass er wirklich Taten folgen lassen würde, wenn er der Überzeugung ist, dass es mit TS nicht mehr passt bzw. ihm der Glaube an eine Wende fehlt.
Momentan sieht er einen Trainer, der alles tut und deshalb auch keinen Grund ihn zu entlassen. Wie das nach einer Analyse der Saison bzw. einem Abrutschen auf nen Abstiegsplatz aussehen würde, weiß man nicht.
 
[...]
Ich komme zum Beginn meines Kommentars zurück:
Wer in der Lage ist,zwischen den Zeilen zu lesen,der hört heraus,daß er nicht hier ist,um sich legionärsartig einzureihen.Der will verändern!-Und der wird verändern!

Das TE zweifelsohne seinen Stempel bei Werder draufsetzen will, da stimme ich noch zu. Aber dem Rest: null! Das Zwischen-den-Zeilen-lesen darf nicht dazu führen, das Offensichtliche zu ignorieren, und das war ein klares Bekenntnis zum Trainer.

Edit: Aber interessant finde ich schon, dass einige wie Schmielitz in TE jmd. sehen, der sich nicht einreiht, und gleich die nächsten um die Ecke komme, die ihm jetzt schon Duckmäusertum und Kniebeugerei unterstellen. :D So schnell geht das. Dabei hat der gute Mann bis auf die übliche Runde bei den ganzen Sportsendern und -zeitungen im Zuge der Vorstellung als "der Neue bei Werder" noch nix gemacht. :D
 
Aber auch nur dann, wenn man die Hoffnung hatte, dass Eichin sofort dem Wunsch eines Teils der Fans folgen und Schaaf umstandslos vor die Tür setzen würde.

Wieso umstandlos? Umstände für eine Entlassung Schaafs wären durchaus gegeben:

-Werder droht erneut das Saisonziel zu verpassen, gilt sogar als Abstiegskandidat
-Schaaf schafft es erneut nicht, das Potential aus dem Kader herauszuholen
-Werder ist erneut das Team mit den meisten Gegentoren der Liga
-Werder hat seit fünf Partien nicht gewonnen, darunter die heftige Klatsche gegen Bayern, eine Niederlage gegen Augsburg und ein mageres Unentschieden gegen den Tabellenletzten und die schwächste Offensive aus Fürth

Entscheidenes Wort in der o.g. Auflistung übrigens: erneut. Dementsprechend befindet man sich in keiner neuen Situation, sondern in einer sich konstant wiederholenden Situation.

Im Übrigen stört es mich noch nicht einmal unbedingt, dass bisher nicht reagiert wurde. Viel mehr stört mich Eichins Auftreten: Er haut mittlerweile genau die gleichen Phrasen raus, wie alle anderen in der Clubführung auch.

Außerdem stören mich Aussagen wie bspw.: "Ich bin hier nicht hergekommen, um gleich alles mit dem Bagger kaputtzumachen". (Oder so ähnlich). Es ist doch völlig egal, wie lange Eichin schon hier ist. Wenn der sportliche Erfolg ausbleibt, die Saisonziele wieder einmal verpasst werden, muss man zwingend reagieren, bevor es zu spät ist.
 
Aber genau hier liegt der Hauptkritkpunkt, denn die Kaderzusammenstellung und die Spielphilosophie wurde von KA & TS gemeinsam festgelegt.
Diesen Kritikpunkt teile ich uneingeschränkt. Schaaf hat zurzeit die Wahl zwischen Schönwetterspielern, die nicht bereit oder in der Lage sind, seine taktischen Vorgaben über 90 Minuten umzusetzen und zwischen Fußballern, die spielerisch nicht in der Lage sind, Teams wie Fürth oder Augsburg zu knacken. Das ist die logische Folge der Personalpolitik. Auch dass Sokratis als Sechser aushelfen muss, ist keiner genialen Idee des Trainers, sondern dem Umstand geschuldet, dass es Werder im defensiven Mittelfeld an Klasse fehlt: Fritz und Bargfrede sind aktuell verletzt bzw. gerade erst wieder im Teamtraining. Trybull war lange verletzt und hat noch nicht das nötige Durchsetzungsvermögen. Ignjovski ist aus meiner Sicht taktisch und fußballerisch zu schwach für die Sechserposition und Junuzovic ist zurzeit außer Form.

Nur würde eine Trainerentlassung an der aktuellen Kaderzusammenstellung nichts ändern und für zukünftige Transfers hat Werder mit Eichin und Baumann bereits neues Personal geholt.

Also ist die entscheidende Frage: Könnte ein anderer - für Werder verfügbarer - Übungsleiter Arnautovic, Elia, Ekici und Co. auf die Spur bringen? Also im Ergebnis mehr aus dem Kader rausholen als Schaaf? Wenn Eichin dieser Meinung wäre, würde Werder sich von Schaaf trennen. Eichin hat aber offenbar erhebliche Zweifel, dass es diesen Übungsleiter gibt. Und ich habe da auch meine Zweifel, gerade wenn ich mir den Werdegang der Abgänge der letzten Jahre unter anderen Trainern anschaue.
 
Wieso umstandlos? Umstände für eine Entlassung Schaafs wären durchaus gegeben:

-Werder droht erneut das Saisonziel zu verpassen, gilt sogar als Abstiegskandidat
-Schaaf schafft es erneut nicht, das Potential aus dem Kader herauszuholen
-Werder ist erneut das Team mit den meisten Gegentoren der Liga
-Werder hat seit fünf Partien nicht gewonnen, darunter die heftige Klatsche gegen Bayern, eine Niederlage gegen Augsburg und ein mageres Unentschieden gegen den Tabellenletzten und die schwächste Offensive aus Fürth

Entscheidenes Wort in der o.g. Auflistung übrigens: erneut. Dementsprechend befindet man sich in keiner neuen Situation, sondern in einer sich konstant wiederholenden Situation.

Im Übrigen stört es mich noch nicht einmal unbedingt, dass bisher nicht reagiert wurde. Viel mehr stört mich Eichins Auftreten: Er haut mittlerweile genau die gleichen Phrasen raus, wie alle anderen in der Clubführung auch.

Außerdem stören mich Aussagen wie bspw.: "Ich bin hier nicht hergekommen, um gleich alles mit dem Bagger kaputtzumachen". (Oder so ähnlich). Es ist doch völlig egal, wie lange Eichin schon hier ist. Wenn der sportliche Erfolg ausbleibt, die Saisonziele wieder einmal verpasst werden, muss man zwingend reagieren, bevor es zu spät ist.

:tnx:
 
Allofs hat sich sogar noch viel klarer ausgedrückt:
"Wenn wir glauben, Thomas Schaaf ist nicht mehr der Richtige, müssen wir uns trennen"
"Es gibt keinen Entlassungsschutz für Schaaf"
http://194.97.147.129/de/sport/fuss...-ausgeschlossen-keinen-entlassungsschutz.html

:tnx: Ok, das hatte ich so nicht mehr auf dem Schirm. Erschreckend übrigens, dass man einen Artikel von vor zwei Jahren liest und er so fast genau so heute in der Zeitung stehen könnte (mal vom Namen Allofs abgesehen).

Der ASR um KDF und WL ist auf dem TS for ever Trip und Baumann und Bode sind unbekannte Größen in dieser Diskussion.

KDF ist ist nicht im ASR und Baumann hat in Sachen TS keine Entscheidungsbefugnisse. Auf dem Blatt sind es TE, KF und KDF, die über die Zukunft von TS entscheiden, wobei sich der ASR um WL (und wohl auch MB) da sicher mit einmischen würde.

Das nur zur Klarstellung.
 
Diesen Kritikpunkt teile ich uneingeschränkt. Schaaf hat zurzeit die Wahl zwischen Schönwetterspielern, die nicht bereit oder in der Lage sind, seine taktischen Vorgaben über 90 Minuten umzusetzen und zwischen Fußballern, die spielerisch nicht in der Lage sind, Teams wie Fürth oder Augsburg zu knacken. Das ist die logische Folge der Personalpolitik. Auch dass Sokratis als Sechser aushelfen muss, ist keiner genialen Idee des Trainers, sondern dem Umstand geschuldet, dass es Werder im defensiven Mittelfeld an Klasse fehlt: Fritz und Bargfrede sind aktuell verletzt bzw. gerade erst wieder im Teamtraining. Trybull war lange verletzt und hat noch nicht das nötige Durchsetzungsvermögen. Ignjovski ist aus meiner Sicht taktisch und fußballerisch zu schwach für die Sechserposition und Junuzovic ist zurzeit außer Form.

Nur würde eine Trainerentlassung an der aktuellen Kaderzusammenstellung nichts ändern und für zukünftige Transfers hat Werder mit Eichin und Baumann bereits neues Personal geholt.

Also ist die entscheidende Frage: Könnte ein anderer - für Werder verfügbarer - Übungsleiter Arnautovic, Elia, Ekici und Co. auf die Spur bringen? Also im Ergebnis mehr aus dem Kader rausholen als Schaaf? Wenn Eichin dieser Meinung wäre, würde Werder sich von Schaaf trennen. Eichin hat aber offenbar erhebliche Zweifel, dass es diesen Übungsleiter gibt. Und ich habe da auch meine Zweifel, gerade wenn ich mir den Werdegang der Abgänge der letzten Jahre unter anderen Trainern anschaue.

:tnx: Sehr gut auf den Punkt gebracht @Mabo! Mehr gibts dazu mE auch nicht zu sagen!
 
Klar würde eine Trainerentlassung nichts an der derzeitigen Kaderzusammensetzung ändern, aber wenn TS mit einem Kader, den erst selbst zusammengestellt hat (natürlich mit KA) jetzt nicht mehr zurechtkommt, dann ist es eine Bankrotterklärung.

Oder aber man sagt, dass die Spieler, die vorher als tauglich und willig eingeschätzt wurden, alle gleichermaßen mehr oder weniger enttäuscht haben und nicht ansatzweise das tun, was man von ihnen erwartet. Dann muss man die Mannschaft im Sommer wieder austauschen.

Aber so weitermachen geht imho nicht.
 
Diesen Kritikpunkt teile ich uneingeschränkt. Schaaf hat zurzeit die Wahl zwischen Schönwetterspielern, die nicht bereit oder in der Lage sind, seine taktischen Vorgaben über 90 Minuten umzusetzen und zwischen Fußballern, die spielerisch nicht in der Lage sind, Teams wie Fürth oder Augsburg zu knacken. Das ist die logische Folge der Personalpolitik. Auch dass Sokratis als Sechser aushelfen muss, ist keiner genialen Idee des Trainers, sondern dem Umstand geschuldet, dass es Werder im defensiven Mittelfeld an Klasse fehlt: Fritz und Bargfrede sind aktuell verletzt bzw. gerade erst wieder im Teamtraining. Trybull war lange verletzt und hat noch nicht das nötige Durchsetzungsvermögen. Ignjovski ist aus meiner Sicht taktisch und fußballerisch zu schwach für die Sechserposition und Junuzovic ist zurzeit außer Form.

Nur würde eine Trainerentlassung an der aktuellen Kaderzusammenstellung nichts ändern und für zukünftige Transfers hat Werder mit Eichin und Baumann bereits neues Personal geholt.

Also ist die entscheidende Frage: Könnte ein anderer - für Werder verfügbarer - Übungsleiter Arnautovic, Elia, Ekici und Co. auf die Spur bringen? Also im Ergebnis mehr aus dem Kader rausholen als Schaaf? Wenn Eichin dieser Meinung wäre, würde Werder sich von Schaaf trennen. Eichin hat aber offenbar erhebliche Zweifel, dass es diesen Übungsleiter gibt. Und ich habe da auch meine Zweifel, gerade wenn ich mir den Werdegang der Abgänge der letzten Jahre unter anderen Trainern anschaue.

Es hat der Mannschaft mitnichten an der nötigen Klasse gefehlt, die Hinrunde war teils sehr schön anzusehen und die Mannschaft konnte überzeugen. Die Rückrunde ist ein einziges Desaster (wie schon die letzten Jahre) und der Trainer schafft es nicht mit dem gegebenen Personal (mit wenigen Verletzten) gegen Teams wie Fürth und Augsburg spielerisch zu überzeugen. Die letzte Startaufstellung war eine Katastrophe und durch nichts zu entschuldigen - Offenbarungseid.

Eichin hätte mit grosser Sicherheit die Möglichkeit einen besseren Trainer zu holen, andere Vereine schaffen das, nur in Bremen soll das nicht möglich sein. Der Personenkult vernebelt hier offensichtlich einigen (nicht mehr vielen), neue Möglichkeiten in Betracht zu ziehen - es gibt ein Leben nach TS.
 
Das TE zweifelsohne seinen Stempel bei Werder draufsetzen will, da stimme ich noch zu. Aber dem Rest: null! Das Zwischen-den-Zeilen-lesen darf nicht dazu führen, das Offensichtliche zu ignorieren, und das war ein klares Bekenntnis zum Trainer.

Es war ein klares Bekenntnis zum Trainer zum jetzigen Zeitpunkt. Aber es war (für mich) auch eindeutig und bewusst kein Bekenntnis dazu, dass TS auch noch nächste Saison Trainer bei Werder sein wird.
 
Hat denn wirklich einer erwartet, dass ein neuer Sportdirektor kommt und dann nach wenigen Tagen oder Wochen die Institution TS rausschmeißt?

Erwartet habe ich das nicht, aber genau das ist, mehr oder weniger, seine Aufgabe hier. Eichin ist einer derjenigen, der reagieren muss, wenn der Erfolg ausbleibt. Und bei dieser Reaktion ist es prinzipiell egal, wie lange der Trainer schon da ist. Viel mehr spricht es meiner Ansicht nach eher für eine Entlassung, wenn ein Coach schon so lange an der Seitenlinie steht, wie Schaaf es tut, da die Mechanismen nach der Zeit in der Regel eingefahren sind, neue Ideen ausbleiben, der letzte Anstoß feht. Schaaf sagt ja selbst, dass er nicht weiß, woran es liegt, dass das Team seine Forderungen nicht umsetzen kann. Und wenn man sich vor den Mikrophonen der Reporter so geben muss ist das für mich ein klares Anzeichen dafür, dass man mit der Situation überfordert ist.

Das wäre doch auch völlig daneben. Er muss doch erstmal schauen wie der Hase läuft, dann so langsam die Arbeit von TS bewerten, das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft analysieren und sich eine eigene Meinung bilden.
Im Sonderfall Bremen muss er sich dann genau überlegen, wie und wann er Kritik anrbringt und da ist er jetzt erstmals ganz leicht vorgestoßen.

Genau DA sehe ich das Problem. Wenn er schaut, wie der "Hase läuft", ist es schon zu spät. Dann ist alles schon wieder total eingefahren. Zumal das Verhältnis zwischen Spielern und Trainer anscheinend auch nicht (mehr) so toll ist. Da gibt es Spieler, welche unzufrieden sind und nörgeln (Ekici, Arnautovic) und Spieler, die mit einem Weggang im Sommer drohen, sofern sich nichts ändert (Sokratis). Selbst Spieler, die dem Verein lange Jahre dienen, zeigen ihre Unzufriedenheit (Hunt). Hunt bspw. sagte nach der Partie gegen Fürth, dass er nicht wisse, warum er nicht spiele, was für mangelnde Kommunikation spricht. Außerdem sagte Hunt, dass er in der Kabine nicht einmal mitbekommen habe, was Schaaf sagte, was widerum auf Emotionslosigkeit schließen lässt.
 
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