Was positiv ist, wurde bereits angesprochen: Fußballerisch sieht es besser aus als in den Jahren zuvor, soviel ist klar. Auch wenn der Truppe die Konsequenz abgeht, spielerische Situationen auch in Tore umzumünzen.
Was negativ ist, und das war gestern absolut augenfällig: Nürnberg hatte eine Mannschaft, Werder 11 Spieler. Wir haben es mit einer Anhäufung von Talent zu tun, die regelmäßig in die einzelteile zerbröselt, gestern besonders augenfällig an unserem Trio Elia - KdB - und arnautovic zu beobachten. Die machen dann ab einem gewissen Punkt ihr ganz eigenes Spiel, Arnautovic vorne weg. Mit unseren letzten "Königstransfers" ekici und elia haben wir uns selbst ins Knie geschossen.
Was Werder abgeht, ist eben ein mannschaftsspiel. Bei einer Ansammlung guter Individualisten, angereichert mit ein paar durchschnittsspielern, benötigt man dafür in zentraler Position einen Mannschaftsspieler, einen, der genau die Dinge tut, die die anderen gut aussehen lassen, der bereit ist, auch mal Foul zu spielen, den Körper reinzustellen, der das Spiel schnell macht und mit einem Kontakt sicher weiterspielt und sein Gutaussehen dem Teamerfolg unterordnet. Weiterhin benötigt man Mitspieler wie Petersen, Hunt, Junuzovic, um mal drei zu nennen, die sich mit der Aufgabe auch identifizieren. Leute, die wie vorneweg Elia und Arnautovic für sich spielen, brauchen wir eher untergeordnet.
Aufgrund dieser Defizite benötigen wir gegen ganz biedere, aber geschlossen auftretende Nürnberger Glück, um zuhause einen Punkt zu holen. 14 von 18 Bundesligisten hätten Nürnberg gestern zuhause geschlagen.