Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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@Maddin: :tnx:

@Sofatester:

Ohne große Worte..... Meiner Meinung nach hat der FC Bayern seine Nachteile der letzten Saison in der Offensive durch das Einbinden einiger positiver Elemente aus der Schaafschen Philosophie beheben können. Das variable Spiel in der Offensive ist es, was die Bayern neben ihrer guten Raumaufteilung und der Ballkontrolle so stark macht.

Variabel ist Werder, aber der Rest?

@RudiVöller: Wir brauchen kreative kompetente Spieler. Vielleicht werden sie das, aber sie sind es noch nicht.
 
@Maddin: :tnx:

@Sofatester:

Ohne große Worte..... Meiner Meinung nach hat der FC Bayern seine Nachteile der letzten Saison in der Offensive durch das Einbinden einiger positiver Elemente aus der Schaafschen Philosophie beheben können. Das variable Spiel in der Offensive ist es, was die Bayern neben ihrer guten Raumaufteilung und der Ballkontrolle so stark macht.

Variabel ist Werder, aber der Rest?

@RudiVöller: Wir brauchen kreative kompetente Spieler. Vielleicht werden sie das, aber sie sind es noch nicht.

hmmm was die Kreativität und Kompetenz unserer Spieler angeht, so haben wir beide wohl komplett verschiedene Ansichten. Ich bin sehr wohl der Meinung das wir äusserst kreative und kompetente Spieler in unseren Reihen haben. Nur sie müssen auch lernen es MITEINANDER zu sein! ;) das meine ich u.a. mit dem vielzitierten, kryptischen Ausdruck "KOLLEGTIVE Automatismen"!!! :daumen:
 
Die spielen jeden Tag miteinander Fußball und Freiheitsgrade haben die auch dabei. *Schulterzuck*

naja, und trotzdem sind diese kollegtiven Automatismen die Spitze des Eisberges welche man als Profi erklimmen kann bzw. erlernen sollte. Danach kommen dann nur noch Sahnehäubchen wie "verzögern", "finten", "tricks (Übersteiger etc.)", sofern alle anderen Sachen automatisiert sind und noch Zeit/Aufmerksamkeit dafür da ist.
Wir sind auf dem besten Weg zu dieser Stufe, doch dazu müssen sich diese Automatismen festigen und wiederholen. Dazu gehören dann auch mal Erfolgserlebnisse, auch oder GERADE wenn sie dreckig in Form eines Kampfspieles und mit Glück erzielt wurden.
 
Auch wenn einiges "alt" ist ;-). Aber Du widersprichst Dir imo selbst, oder wie ist es gemeint?

Zum Defensivspiel gehören allerdings nicht nur die 4 Verteidiger, sondern auch die 5 Mann davor


und:

Gerade in einem 1-Mann-Sturm-System sollte der 1 Mann immer rein offensiv denken, um sich nicht zu verzetteln


Ich bin der Überzeugung, dass es auf gar keinen Fall in unserem 4-1-2-3 einen (zentralen) Spieler geben darf, der nur offensiv denkt. Genau, weil zu offensiv gedacht wird, haben wir ja die Probleme. Die Probleme entstehen auch nicht mangels eines systemischen defensiven Positionsspiels. Dies ist völlig okay, sondern weil man zu leicht die Bälle zentral her schenkt und da durch dem Gegner beste Konterchancen gibt. Das Spiel müsste imo noch breiter werden; die Außen noch mehr ins Spiel eingebunden werden. Wie auch immer...die Ballverluste in der Zentrale sind es neben den grauenhaften Unkonzentriertheiten und der naiven (offensiven) Spieltaktik, die die Masse der Tore verschuldet hat.

Es liegt nicht an einem mangelhaften Positionsspiel, dass Prödl einen Zuckerpass zum Mainzer spielt oder Luki seinen Gegenspieler nicht deckt. Oder Junu´s Ballverlust vorm ersten (gefährlichen) Konter.

Nö, keineswegs ein Widerspruch. Das die Defensive nicht nur aus der Vierekette besteht, ist ein alter Hut und bedarf wohl spätestens seit Ende der 70er Jahrte keiner Kommentierung mehr.

Bei uns vorne drin ist Petersen, der auch bisher den Gegner immer als erster (und zusammen mit Hunt auch am häufigsten) anläuft; ob man das nun 4-3-3 oder 4-1-4-1 oder 4-1-2-3 (alles wird ja in der Presse genannt !) nennt, ist da relativ bedeutungslos, weil diese Schlagwörter angesichts dessen, was Trainer auf diesem Niveau im Spiel alles umsetzen lassen, mittlerweile nur noch relativ wenig Aussagekraft haben.

8 oder 9 Feldspieler möglichst bald hinter den Ball zu bekommen und diese 8 oder 9 als "Defensive" zu betrachten, sie sich abgestimmt (systematisch) im Kollektiv im Raum bewegen zu lassen und andererseits dann den 10. Feldspieler als reine Offensivkraft zu sehen, der immer Gefahr ausstrahlen und auch zufälig gewonnene Bälle schnell verarbeiten können soll, ist kein Widerspruch.

Schaaf macht dies nunmal leider nicht. Weder das eine, noch das Andere. Leider.
Hier sehe ich die Wurzel von vielen Übeln. Nicht mehr, nicht weniger.

Nun zu den individuellen Fehlern. Natürlich sind individuelle Fehler zunächst einmal nur dem jeweiligen Spieler zuzurechnen, alles andere könnte schnell als Ausrede angesehen werden.

Wer aber längere Zeit Fussball im Verein gespielt hat und irgendwann mal in seinem Verein oder in der jeweiligen Liga in eine höhere Mannschaft oder Klasse "aufgestiegen" ist, der weiß, das man plötzlich viel mehr laufen muss und alles auf einmal viel, viel schneller passiert. Auch wenn man die Kondition dafür hat, ist man plötzlich so mit Eindrücken und Aufgaben "überflutet", das man schnell nicht mehr weiß, wo rechts und links ist. Und auf einmal macht man dann plötzlich "individuelle Anfängerfehler" , die man von sich selbst vorher nicht kannte.

Bis man sich eben eingewöhnt hat und das "normal" geworden ist.

Es gibt also individuelle Fehler rein aus Tagträumerei oder weil man doof ist oder weil man einfach mit dem falschen Bein aufgestanden ist, ODER
es gibt nur scheinbar individuelle Fehler, die in Wahrheit deshalb viel leichter passieren, weil man durch fehlende Gewöhnung oder eben ein besonders schwieriges oder anspruchsvolles Spielsystem oder sehr schwierige individuelle Aufgaben permanent die beste Leistung abliefern muss bzw. permanent überfordert wird.

Letzteres scheint mir -betrachtet man sich die jahrelangen Probleme- bei Werder seit Jahren der Fall zu sein.

Die Indizien dafür sind einfach zu häufig: Auch mit Weltklasseverteidigern war es in den letzten Jahren nicht viel anders als jetzt. Etliche "Systemänderungen" änderten an den Symptomen der viel zu leicht oder dämlich fallenden Gegentore und den riesigen offenen Räume für den Gegner kaum etwas. Immer wieder "individuelle Fehler" oder "fehlende Balance" oder "Probleme sich zu finden" oder "Probleme sich einzuspielen" usw. usf. .....

Mannschaften, die ihre Spieler nicht andauernd so an die Grenzen führen, haben diese Probleme komischer Weise nicht in dem Umfang. Siehe Paderborn. Dort musste in der letzten Sommerpause fast die kpl. sportliche Leitung ausgetauscht werden, gezwungener Maßen weil der sehr erfolgreiche Trainer weg gekauft wurde, dazu noch ca. 10 Spieler weg/neu das alles bei ziemlich klammer Kasse und trotzdem waren die Paderborner schon zum Saisonstart in der Lage, mit dem von mir angesprochenen systemischen Positionsspiel im Kollektiv eine geordnete Defensive vorzuführen. Auch gegen höherklassige Gegner wie Werder. Nur ein Beispiel von vielen.

Und deshalb habe ich so einen Brass darauf, dass bei Werder immer wieder die gleichen Ausreden kommen, dass am 10. Spieltag noch die Balance fehlt oder man sich noch einspielen müsse. Auch das die gleiche Leier, seit Jahren !
Die Zeit hast Du auf dem Niveau einfach nicht ! Und es ist in der heutigen Zeit auch extrem riskant, eine Mannschaft über Jahre sich erst einspielen zu lassen, weil man erfahrungsgemäß eine junge Mannschaft mit individuell guten Spielern nur mit viel Geld zusammen halten kann ! Und soviel Geld haben wir auch nicht !

Es ist die Aufgabe des Trainers, die Mannschaft so trainieren und spielen zu lassen, dass die das System nach einer langen Vorbereitung (diesmal fast ohne Verletzte !) schon in den ersten 1-3 Spieltagen verinnerlicht hat und ohne Überforderung umsetzen kann. Und wenn man schlichtweg kein Geld für bessere Spieler hat (man hat ja überraschender Weise schon viele Gute !) dann muss man eben so spielen lassen, wie die Mannschaft das umsetzen kann. Und nicht so wie es eine optimale Elite-Mannschaft vielleicht könnte, nicht aber unser Team, das gut ist aber keine Elite.

Und Umsetzen heisst: regelmäßig, nicht nur bei dem ein oder anderen Spiel, bei dem alles passt und der Gegner durch taktische Fehler oder schwache Form oder sonstwie noch mit hilft.

Konnte das Mainz-Spiel mittlerweile sehen und verstehe jetzt, warum Tuchel davon sprach, dass das Ergebnis ein Witz gewesen sei, weil man in allen Belangen überlegen gewesen sei. Natürlich ist das zu hoch gegriffen. Werder hat individuell die besseren Spieler und kann/konnte deshalb auch "schöner" spielen. Aber Mainz hatte die stimmigere Ordnung und hielt diese ein.

Oder anders gesagt:
Beim kleinen Mainz stimmt die Grundlage und man versucht, darauf aufzubauen.
Bei Werder fehlt diese Grundlage und man versucht, mit besseren Einzelspielern als in Mainz zu zaubern.
 
Nun zu den individuellen Fehlern. Natürlich sind individuelle Fehler zunächst einmal nur dem jeweiligen Spieler zuzurechnen, alles andere könnte schnell als Ausrede angesehen werden.
(...)
Bis man sich eben eingewöhnt hat und das "normal" geworden ist.

Es gibt also individuelle Fehler rein aus Tagträumerei oder weil man doof ist oder weil man einfach mit dem falschen Bein aufgestanden ist, ODER es gibt nur scheinbar individuelle Fehler, die in Wahrheit deshalb viel leichter passieren, weil man durch fehlende Gewöhnung oder eben ein besonders schwieriges oder anspruchsvolles Spielsystem oder sehr schwierige individuelle Aufgaben permanent die beste Leistung abliefern muss bzw. permanent überfordert wird.

Letzteres scheint mir -betrachtet man sich die jahrelangen Probleme- bei Werder seit Jahren der Fall zu sein.

Die Indizien dafür sind einfach zu häufig: Auch mit Weltklasseverteidigern war es in den letzten Jahren nicht viel anders als jetzt. Etliche "Systemänderungen" änderten an den Symptomen der viel zu leicht oder dämlich fallenden Gegentore und den riesigen offenen Räume für den Gegner kaum etwas. Immer wieder "individuelle Fehler" oder "fehlende Balance" oder "Probleme sich zu finden" oder "Probleme sich einzuspielen" usw. usf. .....

Mannschaften, die ihre Spieler nicht andauernd so an die Grenzen führen, haben diese Probleme komischer Weise nicht in dem Umfang.

(...) Und deshalb habe ich so einen Brass darauf, dass bei Werder immer wieder die gleichen Ausreden kommen, dass am 10. Spieltag noch die Balance fehlt oder man sich noch einspielen müsse. Auch das die gleiche Leier, seit Jahren!
Die Zeit hast Du auf dem Niveau einfach nicht! Und es ist in der heutigen Zeit auch extrem riskant, eine Mannschaft über Jahre sich erst einspielen zu lassen, weil man erfahrungsgemäß eine junge Mannschaft mit individuell guten Spielern nur mit viel Geld zusammen halten kann! (...).
:tnx:

Zum Beispiel bei der ersten Mainzer Großchance ist eben nicht Junuzovic der Hauptverursacher mit seinem "individuellen Fehler". Unsere Truppe wird nach Einwurf mit einem langen Ball fast vom gegnerischen Strafraum ausgekontert, wobei Werder dann zunächst noch zweimal Glück im Unglück hat, nämlich dass erst Sokratis, später Junuzovic noch Kopf/ Fuss dazwischen bekommen, wobei die Pille erwartetermaßen unter dem Druck mit jeder Menge Platz beliebig ausschwärmender, pressender Gegenspieler wieder verloren geht. Du kannst es natürlich trotzdem Juno anlasten, weil er als Letzter der (Fehler-) Kette den Ball verliert. Aber das ist doch nicht entscheidend, entscheidend ist die nicht vorhandene Staffelung und Grundordnung und das Tempo des Spiels, welches klug sowie besser organisierte Teams sich zu Nutzen machen.

Eine Szene, die eben sinnbildlich steht für das, was Du sagst. Egal wie die Innenverteidiger hiessen, ob Verlaat, Krstajic, Ismael, Pasanen, Mertesacker, Naldo, Sokratis, wir bekamen in jeder Saison mindestens 10, manchmal bis 25 Slapstick- Einlagen von allen geboten. Baumann machte viel mit seinem strategischen Spielverständnis wett, wurde trotzdem oft überlaufen und hier genau deswegen nicht selten gescholten.

Es gehört nun mal zum Aufgabenbereich eines Trainers, zu verhindern, dass eben nicht jeder "individuelle Fehler" zu Großchancen oder Gegentoren führt, dass nicht nach jedem Risikopass im Mf und folgendem Ballverlust drei Gegenspieler ungehindert die Viererkette anlaufen können und manchmal eben überlaufen oder nach einem hohen Ball über 40m permanent der Torhüter als Letzter in großer Not klären muss. Nach der Devise kann ich stets alles auf Patzer Einzelner zurückführen. Es wäre berechtigt, wenn es mal eine Halbserie lang passiert oder alle 1,5 Jahre mal über eine Phase von 8-10 Spielen. Fussball ist viel Kopfsache und einiges ist schlicht vom Trainer nicht beeinflussbar. Wenn es aber ständig und kontinuierlich auffällt, über Jahre, dann läuft irgendetwas grundverkehrt.

Ich glaube, Überforderung macht sich zuerst in der Konzentration bemerkbar, wenn die Kraft irgendwann fehlt, kommt die psychologische Seite noch vor der physischen. Und deshalb sehen wir gerade bei Werder so oft diese Böcke von ansonsten eigentlich guten BL-Spielern. Schön, dass Schaaf den Anspruch hat, anders als andere Teams spielen zu lassen, was ein taktisch gutes Verständnis der Mannschaft vorrausetzt sowie enormen (besonders läuferischen) Aufwand erfordert. Aber ein Trainer sollte in erster Linie abwägen, was seine Spieler auf Dauer leisten können. Erschwerend hinzu kommt, dass ein solcher Stil, der den Spielern viel Selbstverantwortung überlässt, längere Anlaufphasen benötigt (siehe bspw. unsere Ergebnisse zu Beginn der Hin- und Rückrunden während der Schaaf-Ära) und da stellt sich eben parallel dazu, wie Du schon richtig anmerkst, die Frage, ob man diese Zeit heute überhaupt noch hat. Das Geschäft ist nicht zuletzt extrem schnelllebig geworden.
 
:tnx:

Zum Beispiel bei der ersten Mainzer Großchance ist eben nicht Junuzovic der Hauptverursacher mit seinem "individuellen Fehler". Unsere Truppe wird nach Einwurf mit einem langen Ball fast vom gegnerischen Strafraum ausgekontert, wobei Werder dann zunächst noch zweimal Glück im Unglück hat, nämlich dass erst Sokratis, später Junuzovic noch Kopf/ Fuss dazwischen bekommen, wobei die Pille erwartetermaßen unter dem Druck mit jeder Menge Platz beliebig ausschwärmender, pressender Gegenspieler wieder verloren geht. Du kannst es natürlich trotzdem Juno anlasten, weil er als Letzter der (Fehler-) Kette den Ball verliert. Aber das ist doch nicht entscheidend, entscheidend ist die nicht vorhandene Staffelung und Grundordnung und das Tempo des Spiels, welches klug sowie besser organisierte Teams sich zu Nutzen machen.

Eine Szene, die eben sinnbildlich steht für das, was Du sagst. Egal wie die Innenverteidiger hiessen, ob Verlaat, Krstajic, Ismael, Pasanen, Mertesacker, Naldo, Sokratis, wir bekamen in jeder Saison mindestens 10, manchmal bis 25 Slapstick- Einlagen von allen geboten. Baumann machte viel mit seinem strategischen Spielverständnis wett, wurde trotzdem oft überlaufen und hier genau deswegen nicht selten gescholten.

Es gehört nun mal zum Aufgabenbereich eines Trainers, zu verhindern, dass eben nicht jeder "individuelle Fehler" zu Großchancen oder Gegentoren führt, dass nicht nach jedem Risikopass im Mf und folgendem Ballverlust drei Gegenspieler ungehindert die Viererkette anlaufen können und manchmal eben überlaufen oder nach einem hohen Ball über 40m permanent der Torhüter als Letzter in großer Not klären muss. Nach der Devise kann ich stets alles auf Patzer Einzelner zurückführen. Es wäre berechtigt, wenn es mal eine Halbserie lang passiert oder alle 1,5 Jahre mal über eine Phase von 8-10 Spielen. Fussball ist viel Kopfsache und einiges ist schlicht vom Trainer nicht beeinflussbar. Wenn es aber ständig und kontinuierlich auffällt, über Jahre, dann läuft irgendetwas grundverkehrt.

Ich glaube, Überforderung macht sich zuerst in der Konzentration bemerkbar, wenn die Kraft irgendwann fehlt, kommt die psychologische Seite noch vor der physischen. Und deshalb sehen wir gerade bei Werder so oft diese Böcke von ansonsten eigentlich guten BL-Spielern. Schön, dass Schaaf den Anspruch hat, anders als andere Teams spielen zu lassen, was ein taktisch gutes Verständnis der Mannschaft vorrausetzt sowie enormen (besonders läuferischen) Aufwand erfordert. Aber ein Trainer sollte in erster Linie abwägen, was seine Spieler auf Dauer leisten können. Erschwerend hinzu kommt, dass ein solcher Stil, der den Spielern viel Selbstverantwortung überlässt, längere Anlaufphasen benötigt (siehe bspw. unsere Ergebnisse zu Beginn der Hin- und Rückrunden während der Schaaf-Ära) und da stellt sich eben parallel dazu, wie Du schon richtig anmerkst, die Frage, ob man diese Zeit heute überhaupt noch hat. Das Geschäft ist nicht zuletzt extrem schnelllebig geworden.

ja, genau das ist der Knackpunkt in unserem Spiel! Wir stehen, wenn wir in Ballbesitz sind sehr aggressiv/ offensiv und bieten dem Gegner so nach Ballverlust sehr offene Wege an. "Die Rose kann wunderschön erblühen und traumhauft auffächern, doch kann sie sich in Zeitraffer, rückwärts gesehen auch wieder schnell genug zusammenziehen um sich vor den bösen bösen Stichen der fiesen Wespe zu schützen?" ;) Genau in diesen Phasen liegen bei uns die größten Knackpunkte. Zu diesen Momenten gesellen sich dann gelegentlich noch Stellungsfehler bei Standarts, was uns im allgemeinen in der Defensive recht anfällig macht.
 
@ Mick: Ich kann den :tnx: von Dir für meinen Beitrag gerne für Deinen Kommentar dreifach zurück geben. :tnx::tnx::tnx:

@alle anderen: Schaut Euch die von Mick angesprochene Szene noch mal an und ihr stellt fest: Er hat recht. Und diese Szene ist wirklich exemplarisch für sehr sehr viele ähnliche Situationen in den letzten Jahren.
 
Stellt sich nur die Frage, ob diese Nachvollziehbarkeit nicht am Können oder doch mehr am Wollen liegt. Denn das sich gleiche Fehler bei Werder sich unabhängig vom Spielermaterial wie ein roter Faden durch die letzten Jahre ziehen, ist mehr als nur offensichtlich.
 
Das alles muss aber nicht zwangsläufig an TS liegen ;)

na klar könnte man jetzt die Erdbeschleunigung, mangelnde Arbeit irgendwelcher Physiotherapeuten oder Verletzungspech als mögliche Gründe vorschieben. Unter dem Strich ist jedoch in erster Linie einer für die sportlichen Erfolge und Niederlagen verantwortlich und das ist nunmal der Trainer, dessen Job es ist das bestmögliche aus den Jungs raus zu holen.
 
na klar könnte man jetzt die Erdbeschleunigung, mangelnde Arbeit irgendwelcher Physiotherapeuten oder Verletzungspech als mögliche Gründe vorschieben. Unter dem Strich ist jedoch in erster Linie einer für die sportlichen Erfolge und Niederlagen verantwortlich und das ist nunmal der Trainer, dessen Job es ist das bestmögliche aus den Jungs raus zu holen.

Vielleicht tut er das ja,liegt ja immer an einem selbst.
Und ob es an einem liegt oder man für etwas verantwortlich ist,können zwei sehr große Unterschiede sein
 
Vielleicht tut er das ja,liegt ja immer an einem selbst.
Und ob es an einem liegt oder man für etwas verantwortlich ist,können zwei sehr große Unterschiede sein

der Unterschied besteht darin das TS zwar für viele Dinge die um die Mannschaft herum passierten und passieren nichts kann, doch es es ist trotzdem seine Aufgabe gewisse Defizite zu erkennen und auszuräumen, dazu ist er der Trainer! Dann gibt es natürlich noch die Dinge für die TS direkt verantwortlich ist und die allein er beeinflussen kann. Auch in letzterem Segment sind in letzter Zeit diverse kritische Fragen nicht nur von mir, sondern auch von anderen Usern aufgekommen, die nicht jeglicher Berechtigung entbehren ...
Trainer sein ist kein leichter Job! Teilweise ist man so eng bei der Mannschaft und so sehr in seinem Denken fest gefahren, dass man viele Dinge die aussen stehenden auffallen garnicht mehr wahrnimmt. Dagegen ist niemend gefeit, das ist völlig normal.
 
Und deshalb habe ich so einen Brass darauf, dass bei Werder immer wieder die gleichen Ausreden kommen, dass am 10. Spieltag noch die Balance fehlt oder man sich noch einspielen müsse. Auch das die gleiche Leier, seit Jahren !
Die Zeit hast Du auf dem Niveau einfach nicht ! Und es ist in der heutigen Zeit auch extrem riskant, eine Mannschaft über Jahre sich erst einspielen zu lassen, weil man erfahrungsgemäß eine junge Mannschaft mit individuell guten Spielern nur mit viel Geld zusammen halten kann ! Und soviel Geld haben wir auch nicht !

Es ist die Aufgabe des Trainers, die Mannschaft so trainieren und spielen zu lassen, dass die das System nach einer langen Vorbereitung (diesmal fast ohne Verletzte !) schon in den ersten 1-3 Spieltagen verinnerlicht hat und ohne Überforderung umsetzen kann. Und wenn man schlichtweg kein Geld für bessere Spieler hat (man hat ja überraschender Weise schon viele Gute !) dann muss man eben so spielen lassen, wie die Mannschaft das umsetzen kann.

Ich möchte das in deinem wirklich hervorragenden Beitrag noch einmal hervorheben, denn auch mich nervt unheimlich dieses "Um-den-heißen-Brei"- Gerede von wegen man müsse Verständnis haben, es gebe doch einen Umbruch, die Mannschaft müsse sich einspielen und dann werde man schon sehen etc.
Wie du sagst: DIESE ZEIT HAT MAN HEUTE NICHT MEHR. Bleiben die Erfolge aus, sprich: wird Platz 6 verfehlt; dann wird diese Mannschaft nicht zusammenbleiben, Leute wie De Bruyne, Arnautovic (der nur noch bis 2012 Vertrag hat und noch gewinnbringend verscherbelt werden muss) und Sokratis würden wohl gehen, einen Hunt zu halten würde auch immer schwieriger. Die Zeiten, wo Spieler jahrelang bei einem Verein bleiben sind mit den Abgängen von Wiese, Naldo, Borowski und Rosenberg auch bei Werder wohl endgültig vorbei, uberall sonst ohnehin.
Nach wie vor gilt, dass wir Platz 6 einfach erreichen müssen um wirklich konkurrenzfähig zu bleiben und das sollte mit der Qualität der aktuellen Mannschaft auch drin sein. An dieser Zielvorgabe muss sich TS in meinen Augen messen lassen. Zwar sieht es punktemäßig damit derzeit gar nicht so schlecht aus, aber jeder, der die letzten beiden Spiele gesehen hat und etwas Fußballverstand hat, der sollte sehen, dass man so gegen individuelle besser besetzte und taktisch ähnlich disziplinierte Teams als Mainz keine Chance hat. Alles andere als eine Niederlage auf Schalke würde mich sehr überraschen. Unser Hühnerhaufenfußball gegen eine solcherart starke und gut eingestellte Truppe lässt auf wenig hoffen. Sollten wir allerdings auf Schalke irgendwie gewinnen (meinetwegen durch einen unberechtigten Elfer in der 94. Minute), dann bin ich willens, meine Meinung über TS noch einmal zu überdenken. Das wird aber leider nicht passieren.
 
Die pessimistische ´rumheulerei einiger Besserwisser hier geht mächtig auf die Nüsse.
Letztlich ist es aber auch egal, da die Welt am 21.12.2012 ja ohnehin untergeht.
 
Ich möchte das in deinem wirklich hervorragenden Beitrag noch einmal hervorheben, denn auch mich nervt unheimlich dieses "Um-den-heißen-Brei"- Gerede von wegen man müsse Verständnis haben, es gebe doch einen Umbruch, die Mannschaft müsse sich einspielen und dann werde man schon sehen etc.
Wie du sagst: DIESE ZEIT HAT MAN HEUTE NICHT MEHR. Bleiben die Erfolge aus, sprich: wird Platz 6 verfehlt; dann wird diese Mannschaft nicht zusammenbleiben, Leute wie De Bruyne, Arnautovic (der nur noch bis 2012 Vertrag hat und noch gewinnbringend verscherbelt werden muss) und Sokratis würden wohl gehen, einen Hunt zu halten würde auch immer schwieriger. Die Zeiten, wo Spieler jahrelang bei einem Verein bleiben sind mit den Abgängen von Wiese, Naldo, Borowski und Rosenberg auch bei Werder wohl endgültig vorbei, uberall sonst ohnehin.
Nach wie vor gilt, dass wir Platz 6 einfach erreichen müssen um wirklich konkurrenzfähig zu bleiben und das sollte mit der Qualität der aktuellen Mannschaft auch drin sein. An dieser Zielvorgabe muss sich TS in meinen Augen messen lassen. Zwar sieht es punktemäßig damit derzeit gar nicht so schlecht aus, aber jeder, der die letzten beiden Spiele gesehen hat und etwas Fußballverstand hat, der sollte sehen, dass man so gegen individuelle besser besetzte und taktisch ähnlich disziplinierte Teams als Mainz keine Chance hat. Alles andere als eine Niederlage auf Schalke würde mich sehr überraschen. Unser Hühnerhaufenfußball gegen eine solcherart starke und gut eingestellte Truppe lässt auf wenig hoffen. Sollten wir allerdings auf Schalke irgendwie gewinnen (meinetwegen durch einen unberechtigten Elfer in der 94. Minute), dann bin ich willens, meine Meinung über TS noch einmal zu überdenken. Das wird aber leider nicht passieren.


Das Leben ist schon manchmal grausam :roll:

Tut mir leid und ist nicht böse gemeint aber was anderes fällt mir dazu echt nicht ein
 
Die pessimistische ´rumheulerei einiger Besserwisser hier geht mächtig auf die Nüsse.

Und mir das Abfeiern unseres Supertrainers trotz der seit Ewigkeiten bekannten und benannten Schwächen.

Das Leben ist schon manchmal grausam :roll:

Tut mir leid und ist nicht böse gemeint aber was anderes fällt mir dazu echt nicht ein

Du, ist jetzt auch von mir nicht böse gemeint, aber deine Meinung ist mir ziemlich hupe, da ich dich wohl gar nicht persönlich kenne (man weiß ja nie!).
 
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