Wer liesst denn noch heutzutage?

Ich möchte in die Handlung eintauchen, mitfiebern, mit allen Emotionen dabei sein. Ich kann mir nicht unbedingt vorstellen, dass das mit der Schnelllesetechnik so gut funktioniert.

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:tnx:
Belletristik kann ich im Allgemeinen a tempo unterlesen, andere Sachen, beispielsweise Zeitgeschichte (mein Favorit) Biographien (nicht die von Dieter Bohlen ........) brauchen naturgemäß länger. Kommt vor, dass ich woanders nachschlage oder. Das macht die Sache manchmal noch interessanter. Wenn ich über einem interessanten Buch einschlafe (weil ich mich nicht lösen konnte) muss ich ab und an die letzten Seiten nochmals lesen, weil ich die einfach nicht mehr aufnehmen konnte.
 
jau das ists in diesem Fall. Ich kenn sowohl die Handlung des Buches, als auch das Lied schon länger, auf den Zusammenhang bin ich erst heute gekommen.

Das Lied kannte ich nicht; auf Effi Briest wäre ich im Leben nicht gekommen.

Was von Fontane betrifft: Hat sich mal jemand durch die "Wanderungen
durch die Mark Brandenburg" gearbeitet ....?

Oder seine Gedichte/Balladen gelesen (lesen müssen?) Archibald Douglas? John Maynard?
Ich beispielsweise lese gerne Fontane (oder auch Storm).
Allerdings kommt es dabei stark auf meine Stimmung an.
Ich finde es nochinteressant nachzulesen, wie unsere "Altvorderen" gelebt und gedacht haben; bei Fontane zumeinst das Bürgerturm, bei Storm eher die kleinen Leute.
 
Find die Balladen von Fontane super, habe ich mit meinem Opa früher gelesen. :)
Und natürlich auch in der Schule.

Effi Briest gefiel mir aber - wie den meisten Schülern - nicht so, dabei stand ich eigentlich schon immer auf "langweilige" Bücher. ;) Habe aber jetzt von meinem Großvater einige Fontane Bücher geerbt (u.a. auch die Wanderungen), mal gucken was daraus wird.
 
Habe aber jetzt von meinem Großvater einige Fontane Bücher geerbt (u.a. auch die Wanderungen), mal gucken was daraus wird.

Ich gestehe, die Wanderungen habe ich auch nur auszugsweise gelesen.
6 Bände !!!
Kennst Du den "Stechlin"?. - ".......zu jedem Rittersporn gehört ein Stiftsfräulein".
Immer wenn ich die Blume sehe, fällt mir der alte Stechlin ein;)

Meine Kiste zickt etwas rum, wenn es gleich doppelt kommt, liegt es daran ..............
 
Ich gestehe, die Wanderungen habe ich auch nur auszugsweise gelesen.
6 Bände !!!
Kennst Du den "Stechlin"?. - ".......zu jedem Rittersporn gehört ein Stiftsfräulein".
Immer wenn ich die Blume sehe, fällt mir der alte Stechlin ein;)

Nein Effi Briest ist der einzige Roman, den ich von Fontane kenne, und der hat mich ein bisschen abgeschreckt. ;) Ich mag die Balladen aber wiederum wirklich gerne, deshalb sollte ich es vielleicht nochmal probieren.
Ich glaube der Stechlin ist auch bei Opas Sammlung dabei, Fontane war sien Lieblingsautor. ;)
 
Also ich fand weder Effi (auch, wenn ich nur den Film kenne) noch Frau Jenny Treibel gut, hatte aber auch einen besch... Deutschlehrer. Ich hatte seit der 7. Klasse 6 Deutschlehrerinnen und einen Deutschlehrer. davon konnte man zwei gut gebrauchen und den Rest in die Tonne drücken. Sicher einer der Gründe, warum ich Biochemie und nicht Germanistik studier.
 
Also ich fand weder Effi (auch, wenn ich nur den Film kenne) noch Frau Jenny Treibel gut, hatte aber auch einen besch... Deutschlehrer. Ich hatte seit der 7. Klasse 6 Deutschlehrerinnen und einen Deutschlehrer. davon konnte man zwei gut gebrauchen und den Rest in die Tonne drücken. Sicher einer der Gründe, warum ich Biochemie und nicht Germanistik studier.

So ging es mir mit meinen Mathelehrern. Deshalb benötige ich auch heute noch einen Taschenrechner, wenn ich mehr als 4 Zahlen addieren muss ;)
 
Ist doch oft so: Wenn man nicht aus einem Elternhaus stammt, in dem man an das Lesen herangeführt wird, steht und fällt das Interesse an Literatur (auch und vor allem an "schwieriger" ) mit dem Lehrern.

Ich hatte zum Glück Beides!

Hm, ich glaube aber nicht, dass sich das Interesse lesebegeisterter Eltern einfach so bedingungslos überträgt und einfach so übernommen wird.
Hauptbedingung ist denke ich immernoch die Eigenmotivation und das persönliche Interesse, auch wenn Eltern, Lehrer etc. natürlich recht großen Einfluss nehmen und Anreize geben können - was sie ja auch sollten!


Effi haben wir ziemlich stark in der Schule auseinandergenommen. Klar ist das einerseits sehr langatmig zu lesen, aber wurden einem erstmal "die Augen geöffnet" und somit sichtbar, wie viel tatsächlich hinter dem ganzen eigentlich steckt, wird alles viel interessanter als es zunächst oberflächlich scheint. Zumindest ist es mir so ergangen :p
 
Hm, ich glaube aber nicht, dass sich das Interesse lesebegeisterter Eltern einfach so bedingungslos überträgt und einfach so übernommen wird.

Es ist immer wieder verblüffend, wie genau Kinder von Anfang an ihre Umgebung beobachten und Verhaltensweisen nachahmen. Wenn sie in einem Haushalt aufwachsen, in dem das Lesen ganz selbstverständlich zum Alltag gehört, haben sie daher von Beginn an einen anderen Zugang zu Büchern als in Haushalten, in denen der Fernseher oder Videospiele die Freizeitgestaltung bestimmen.
 
Es ist immer wieder verblüffend, wie genau Kinder von Anfang an ihre Umgebung beobachten und Verhaltensweisen nachahmen. Wenn sie in einem Haushalt aufwachsen, in dem das Lesen ganz selbstverständlich zum Alltag gehört, haben sie daher von Beginn an einen anderen Zugang zu Büchern als in Haushalten, in denen der Fernseher oder Videospiele die Freizeitgestaltung bestimmen.

Das glaube ich aber auch! :tnx:

Ich hatte eigentlich keine andere Wahl, wenn wir in den Urlaub gefahren sind, war meine Mutter in Evelyn Sanders' Familiengeschichten versunkunken, waehrend mein Vater die Nase im neuesten Krimi hatte. Ich bin Einzelkind, ich konnte also nur alleine spielen oder auch lesen. :lol:

Aber im Ernst, ich war eigentlich schon von Buechern angefixt bevor ich ueberhaupt lesen konnte und das war glaube ich die entscheidende Phase. Bei uns lagen halt immer Buecher im Haus, meine Eltern haben mir sehr viel vorgelesen und der woechentliche Buechereibesuch war Pflicht. Gerade das Vorlesen macht den Unterschied. Meine Eltern hatten da nicht nur Ausdauer, sondern haben die Geschichten auch sorgfaeltig ausgewaehlt.
 
Ich selbst lese viel. Meine Kinder haben das nicht übernommen, weil sie oft vor dem Computer hocken (sind alle längst erwachsen).
Ich lese aber viel mit meinen Enkeln und die mögen das. Vielleicht bleibt da ja was hängen.
Ich zwinge sie auch nicht, sie kommen von alleine !
 
Das glaube ich aber auch! :tnx:

Ich hatte eigentlich keine andere Wahl, wenn wir in den Urlaub gefahren sind, war meine Mutter in Evelyn Sanders' Familiengeschichten versunkunken, waehrend mein Vater die Nase im neuesten Krimi hatte. Ich bin Einzelkind, ich konnte also nur alleine spielen oder auch lesen. :lol:

Aber im Ernst, ich war eigentlich schon von Buechern angefixt bevor ich ueberhaupt lesen konnte und das war glaube ich die entscheidende Phase. Bei uns lagen halt immer Buecher im Haus, meine Eltern haben mir sehr viel vorgelesen und der woechentliche Buechereibesuch war Pflicht. Gerade das Vorlesen macht den Unterschied. Meine Eltern hatten da nicht nur Ausdauer, sondern haben die Geschichten auch sorgfaeltig ausgewaehlt.

:tnx:
Mit Sicherheit ist es heute für Eltern nicht so einfach, wie anno dunnemals, als die lieben Kleinen noch nicht so von anderen Medien überflutet wurden.....

Aber ich gebe Dir Recht: Mit Vorlesen fängt alles an.
Ich habe beispielsweise meiner kleinen Tochter u.a. die "Unendliche Geschichte" vorgelesen; bekanntlich ein ziemlicher Wälzer. Obwohl ich Abend für Abend fast Fransen am Mund hatte, war es für sie nie genug. Sie war immer reichlich "verbittert", dass es ihrer Meinung nach nicht schnell genug vorwärts ging. Folge: Sie hat a tempo lesen gelernt.
 
DAS habe ich ja auch nicht behauptet.
Aber - wie auch in anderen Lebensbereichen - hat es ein Kind sicherlich leichter, als wenn es aus einem - wie sagt man heute so hübsch? - bildungsfernen Elternhaus kommt.

Es ist immer wieder verblüffend, wie genau Kinder von Anfang an ihre Umgebung beobachten und Verhaltensweisen nachahmen. Wenn sie in einem Haushalt aufwachsen, in dem das Lesen ganz selbstverständlich zum Alltag gehört, haben sie daher von Beginn an einen anderen Zugang zu Büchern als in Haushalten, in denen der Fernseher oder Videospiele die Freizeitgestaltung bestimmen.

Ja, da habt ihr beide natürlich Recht :tnx:
Ich meinte jetzt eher etwas ältere Kinder, die langsam elternunabhängiger werden und eventuell eher das Gegenteilige machen von dem, was von elterlicher Seite verlangt oder gefördert wird.
Und unabhängig davon zieht bei "neue Medien" vs. Buch zweiteres ja häufig den Kürzeren.
 
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