Ich habe mir gerade die Frage gestellt, ob man in gewisser Weise abhängig von individuellen Internetforen werden kann.
Oftmals sind Foren für einen user so anziehend, dass er überdurchschnittlich oft nachschaut was es Neues gibt, um auch weiterhin "up-to-date" zu sein. Auch trifft man vielleicht häufig auf die selben Nutzer, zu denen man unter Umständen auch eine Beziehung bzw. anonyme, soziale Netzwerke aufbaut.
Auch kann es dazu führen, schnell über anderweitige Kontaktmöglichkeiten mit einigen Foren - Usern zu kommunizieren, z.B. auch über E - Mail.
Was mich auch interessiert wieviel Zeit verbringt ihr hier so?
Außerdem halte ich es für möglich, dass sich Forenmitglieder persönlich durch eine permanente, aktive Teilnahme in einem Forum, bedingt durch eine Art indirekten Gruppenzwang, einem physisch nicht unerheblichen Druck aussetzen.
Ergo, meine Behauptung:
Natürlich kann diese Semi-virtuelle Welt in gewisser Weise süchtig machen.
Einen nicht ungewichtigen Faktor spielt dabei bestimmt auch die gewährleistete, "sichere" Anonymität, in die sich manch eine Mensch-der Realität entfliehend- versucht zu flüchten.
Man ist, sobald man erst einmal registriert ist, irgendwie in ein Geschehen, eine "Community" eingebunden, wenn man an einer speziellen Debatte aktiv teilnimmt oder sich an einem Thema intensiv beteiligt.
Doch ab wann kommt der Zeitpunkt, an dem man sich fragen sollte, ob das alles noch normal und gesund ist.
Dosis facit venenum!
Andererseits sind wir schließlich Menschen mit der Veranlagung zu korrespondieren.
Und evolutionär hat sich die Art der Kommunikation immer weiter entwickelt. Aber es bleibt immer essentiell.
Letztlich ist es nur schlimm, dass wir uns in einer Phase der kommerziellen Kommunikation befinden. Unsere essentielle Kommunikation, die wir heutzutage auch im Internet pflegen, wird nämlich zum Produkt. Und wir müssen dafür bezahlen. Jedes Wort, das wir hier schreiben ist mehr oder minder mit Geld verbunden (die Telekommunikationsfirmen und Stromversorger wird's jedenfalls freuen).
Anbei:
Man ist süchtig, wenn
... man nachts nicht schlafen kann, weil man sich die ganze Zeit überlegt was man am nächsten Tag posten könnte.
... man eine/n Freund/in zum ersten Mal mit einer neuen Frisur oder neuen Klamotten sieht und dazu sagt: Hey neues Ava! gefällt mir.
... man verzweifelt versucht ^^ zu sagen.
... man seine Freunde erst zitiert bevor man sich an einem Gespräch mit ihnen beteiligt.
Oftmals sind Foren für einen user so anziehend, dass er überdurchschnittlich oft nachschaut was es Neues gibt, um auch weiterhin "up-to-date" zu sein. Auch trifft man vielleicht häufig auf die selben Nutzer, zu denen man unter Umständen auch eine Beziehung bzw. anonyme, soziale Netzwerke aufbaut.
Auch kann es dazu führen, schnell über anderweitige Kontaktmöglichkeiten mit einigen Foren - Usern zu kommunizieren, z.B. auch über E - Mail.
Was mich auch interessiert wieviel Zeit verbringt ihr hier so?
Außerdem halte ich es für möglich, dass sich Forenmitglieder persönlich durch eine permanente, aktive Teilnahme in einem Forum, bedingt durch eine Art indirekten Gruppenzwang, einem physisch nicht unerheblichen Druck aussetzen.
Ergo, meine Behauptung:
Natürlich kann diese Semi-virtuelle Welt in gewisser Weise süchtig machen.
Einen nicht ungewichtigen Faktor spielt dabei bestimmt auch die gewährleistete, "sichere" Anonymität, in die sich manch eine Mensch-der Realität entfliehend- versucht zu flüchten.
Man ist, sobald man erst einmal registriert ist, irgendwie in ein Geschehen, eine "Community" eingebunden, wenn man an einer speziellen Debatte aktiv teilnimmt oder sich an einem Thema intensiv beteiligt.
Doch ab wann kommt der Zeitpunkt, an dem man sich fragen sollte, ob das alles noch normal und gesund ist.
Dosis facit venenum!
Andererseits sind wir schließlich Menschen mit der Veranlagung zu korrespondieren.
Und evolutionär hat sich die Art der Kommunikation immer weiter entwickelt. Aber es bleibt immer essentiell.
Letztlich ist es nur schlimm, dass wir uns in einer Phase der kommerziellen Kommunikation befinden. Unsere essentielle Kommunikation, die wir heutzutage auch im Internet pflegen, wird nämlich zum Produkt. Und wir müssen dafür bezahlen. Jedes Wort, das wir hier schreiben ist mehr oder minder mit Geld verbunden (die Telekommunikationsfirmen und Stromversorger wird's jedenfalls freuen).
Anbei:
Man ist süchtig, wenn
... man nachts nicht schlafen kann, weil man sich die ganze Zeit überlegt was man am nächsten Tag posten könnte.
... man eine/n Freund/in zum ersten Mal mit einer neuen Frisur oder neuen Klamotten sieht und dazu sagt: Hey neues Ava! gefällt mir.
... man verzweifelt versucht ^^ zu sagen.
... man seine Freunde erst zitiert bevor man sich an einem Gespräch mit ihnen beteiligt.
Definition Sucht
Zusammenfassend kann Sucht ob mit oder ohne Drogen definiert werden als unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Gefühls- Erlebnis- oder Bewusstseinszustand. Das Ziel von süchtigem Verhalten ist entweder, Lustgefühle herbeizuführen und/oder Unlustgefühle (Unruhe, Trauer, Wut etc.) zu vermeiden. Suchtursachen sind im Zusammenwirken der Faktoren Mensch, Gesellschaft und Suchtmittel zu beschreiben. Individueller Hintergrund ist eine Autonomiestörung, die als Selbstwertschwäche deutlich wird. Um von Suchtverhalten zu sprechen müssen die vier Merkmale Wiederholungszwang, Dosissteigerung, physische oder psychische Abhängigkeit und Entzugserscheinungen klar ausgeprägt sein.
Suchtverhalten entwickelt sich innerhalb einer Phase der Gewöhnung. Schwächere Ausprägungen des Suchtverhaltens können mit dem Begriff des kompensatorischen Verhaltens beschrieben werden: Kompensatorisch nennen wir ein Verhalten, wenn es nicht (vorrangig) den Zwecken dient, denen das gleiche Verhalten normalerweise gewidmet ist, sondern Defizite kompensieren soll, die aus dem Nicht-Lösen ganz anderer Probleme entstanden sind. Suchtverhalten liegt vor, wenn eine Person regelmäßig nach den Lustempfindungen strebt, die die Kompensation mit sich bringt (Scherhorn, Reisch und Raab, 1996, S. 4). Ob ein Verhalten als Suchtverhalten eingestuft wird, hat auch immer etwas mit gesellschaftlicher Normierung zu tun. Insofern ist Sucht das Verfehlen der gesellschaftlichen Norm der Selbstkontrolle in Verbindung mit psychotropen Substanzen oder Verhaltensweisen (vgl. Degkwitz, 2002, S. 28)




