Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Pingy
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Das nehme ich gleich mal zum Anlass, um mich auch mal wieder bemerkbar zu machen: Mit Jörg Löhr hat Werder reagiert und das Trainer- und Betreuergespann verändert. Insofern haben weder die Fraktion derer, die alles beim Alten lassen wollten, noch die Fraktion der Umkrempler, zu der ich mich bekenne, Recht behalten. Werder hat einen Mittelweg gefunden und ist auf eine Idee der Spieler eingegangen. Ich sehe darin einen Gewinn. Allerdings hätte man das rotierende Trainerkarussell auch als Chance begreifen können, jemanden wie Robin Dutt zu holen und nach dieser erfolglosen Saison einen Neuanfang zu starten. Denn bei aller Freude über den Aufwärtstrend: Werder profitiert im Moment auch von dem Durcheinander und der schlechten Arbeit, die in anderen Vereinen geleistet wird. Bei KA bleibe ich bei meiner Meinung: Die Einkäufe von Wesley und Arnautovic haben den Verein zu viel Geld gekostet und keinen entsprechenden Nutzen gebracht. Man hat mit der eigenen Philosophie gebrochen, Spieler, die schon einmal ihr Potential aufblitzen ließen, von der Bank zu verpflichten. Stattdessen sind Wesley und Arnautovic auch nicht mehr als zwei Wundertüten und nicht die notwendige Verstärkungen gewesen, die Werder gebraucht hätte. Das sollte Konsequenzen haben: Nachdem man einen Trainer dazu geholt hat, könnte man auch im sportlichen Management jemanden dazu holen.

Also mit vielem was du schreibst bin ich einverstanden und deiner Meinung, auch dass Arnautovic eine Wundertüte ist. Aber Wesley tust du unrecht. Er war einer der Besten Spieler bevor er diese schwere Verletzung hatte. Jetzt braucht er Spielpraxis um wieder die form zu finden die er einmal hatte.

Ich hoffe dass man den Abstieg vermeiden kann. Man hat sich gesteigert aber man ist noch nicht durch. Die Spiele gegen die Abstiegskandidaten sind am Schwierigsten das zeigten die letzten Ergebnisse. Deshalb man muss die spiele gegen die Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt gewinnen. diese haben neue Trainer, es gibt dort auch einen Aufwärtstrend.
 
Ich teile Deine Meinung und ich teile sie nicht.
Der Blick in die Vergangenheit beinhaltet eine richtige Analyse.
Aber nachdem TS es jetzt besser macht, sollte man nicht zu sehr zurück blicken.

Wichtig ist, das für die kommende Saison die richtigen Lehren aus all den Fehlern vorher gezogen werden. Danach sieht es im Moment weitgehend aus.

Wenn es nächste Saison dann genau so ein Desaster gibt, werde ich mich allerdings auch nicht mehr so von meiner Kritik bekehren lassen, wie diese Saison.

Die primär wichtige Lehre sollte sein, in der sportlichen Leitung etwas zu bewegen, um TS die Möglichkeit zu geben, ein funktionierendes Team nach seinen persönlichen Vorstellungen, aufbauen zu können. Wie auch immer seine Vorstellungen hier aussehen mögen: Ob nun mit dem klassischen Zehner, bei dem die Fäden zusammenlaufen, ob mit einer Lastenverteilung - oder wie auch immer. Ich denke, auch dort wird TS flexibel darauf reagieren - das sollte die Lehre sein, an die er zu messen ist.

Primär geht es aber darum, einen schlagkräftigen Kader ohne die Mittel aus dem internationalen Wettbewerb aufzustellen. Hierzu wird ein gutes Maß an Kreativität vonnöten sein. KA kann nicht weiterhin 2 Jobs erledigen und den wichtigsten dabei vernachlässigen. Hier muss ein Vakuum geschlossen werden, um dieser Aufgabe überhaupt Herr werden zu können.
 
Bei MG teile ich Deiner Meinung, aber erst nach deren Heimpleite gegen Lautern, denn mit einem Sieg hätten die Fohlen noch einmal Anschluß gahabt.

Stuttgart, Pauli, Lautern, Wolfsburg und Frankfurt werden wohl die entscheidenen Partien im Kampf um den Klassenerhalt sein, aber auch in den anderen Spielen muß man vor allein zu Hause seine "Duftmarken" setzen. Der Ruf der nahezu uneinnehmbaren Festung Weserstadion hat schon seit einigen Jahren längst keine Gültigkeit mehr, und wenn man vier Heimspiele in Folge nicht gewinnt (insgesamt auch nur 5 Siege in 13 Heimspielen), dann verbockt man zu Hause sich fahrlässig das, was man sich in den letzten Partien in der Fremde mühselig erarbeitet hat.
 
diese haben neue Trainer, es gibt dort auch einen Aufwärtstrend.

Echt? Woran machst Du das fest? Daran, dass Gladbach nur noch rechnerische Chancen hat oder daran, dass Magath ein Unentschieden bei einem Mitkonkurrenten geholt hat?

Es gibt erst einen Trend, wenn entsprechende Ergebnisse eingefahren werden. Das sehe ich bei der Konkurrenz derzeit noch nicht. Die Schlussfolgerung "Neuer Trainer = mehr Punkte", hält sich wirklich erstaunlich hartnäckig. Auch ohne belegbaren Hintergrund.
 
Ich teile Deine Meinung und ich teile sie nicht.
Der Blick in die Vergangenheit beinhaltet eine richtige Analyse.
Aber nachdem TS es jetzt besser macht, sollte man nicht zu sehr zurück blicken.
Wichtig ist, das für die kommende Saison die richtigen Lehren aus all den Fehlern vorher gezogen werden. Danach sieht es im Moment weitgehend aus.
Naja, es ist nur leider kein völlig neues Phänomen, daß TS erst auf diese Art Fußball zurückgreift, wenn er quasi durch den tabellenstand dazu "gezwungen" wird. Ähnlich in der letzten Saison auf Schalke...
Von daher bin ich äußerst skeptisch, ob der jetzige Fußball nicht bloß Mittel zum Zweck ist und trauen mich nicht wirklich, dies nun als generelle, fußballerische Kehrtwende zu verstehen.
Deshalb halte ich es für sehr gewagt, aus der aktuellen Situation Prognosen zur kommenden Spielzeit abzuleiten. Ich persönlich könnte mit einer etwas def., kompakteren Spielweise sehr gut leben...
 
Das nehme ich gleich mal zum Anlass, um mich auch mal wieder bemerkbar zu machen: Mit Jörg Löhr hat Werder reagiert und das Trainer- und Betreuergespann verändert. Insofern haben weder die Fraktion derer, die alles beim Alten lassen wollten, noch die Fraktion der Umkrempler, zu der ich mich bekenne, Recht behalten. Werder hat einen Mittelweg gefunden und ist auf eine Idee der Spieler eingegangen. Ich sehe darin einen Gewinn. Allerdings hätte man das rotierende Trainerkarussell auch als Chance begreifen können, jemanden wie Robin Dutt zu holen und nach dieser erfolglosen Saison einen Neuanfang zu starten. Denn bei aller Freude über den Aufwärtstrend: Werder profitiert im Moment auch von dem Durcheinander und der schlechten Arbeit, die in anderen Vereinen geleistet wird. Bei KA bleibe ich bei meiner Meinung: Die Einkäufe von Wesley und Arnautovic haben den Verein zu viel Geld gekostet und keinen entsprechenden Nutzen gebracht. Man hat mit der eigenen Philosophie gebrochen, Spieler, die schon einmal ihr Potential aufblitzen ließen, von der Bank zu verpflichten. Stattdessen sind Wesley und Arnautovic auch nicht mehr als zwei Wundertüten und nicht die notwendige Verstärkungen gewesen, die Werder gebraucht hätte. Das sollte Konsequenzen haben: Nachdem man einen Trainer dazu geholt hat, könnte man auch im sportlichen Management jemanden dazu holen.

Auch, wenn ich eher zu der Kontinuitäts-Fraktion gehöre, gebe ich Dir im Großen und Ganzen Recht: Die Transferpolitik hat sich geändert. Ich bekomme dabei mehr und mehr den Eindruck, als würde "auf Krampf" unbedingt jetzt ein neuer "Star" (á la Diego, Özil, aber auch Ailton, etc) gesucht werden müssen, den man dann teuer verkaufen kann.
Wo das Geld vom Özil Transfer geblieben ist, weiß ich immernoch nicht - da sind mir zu viele Ungereimtheiten in KA's Aussagen. Aber das gehört nicht in diesen Thread.
In diesen Thread gehört aber, dass diese neue Transferpolitik bei weitem nicht so erfolgreich ist. Carlos Alberto war wohl der erste "Risikotransfer", dem ein "schwieriger Charakter" nachgesagt wurde. Auch bei Arnautovics halten sich die Gerüchte. Viele hier im Forum dementieren das. Da ich nicht zum Training kann und ihn privat nicht kenne, kann ich nur nach dem urteilen, was ich auf dem Platz sehe. Und da bekomme ich auch hin und wieder den Eindruck, dass er schon gewisse Eitelkeiten pflegt. (Ich möchte hier aber auch betonen, dass sich diese in den Rückrunden definitiv gebessert haben!).
Bei Wesley hatte man wohl wirklich Verletzungspech, sowas kann passieren, bzw. kann man nicht vorher sehen. Er ist jung, er ist talentiert und er muß definitiv noch geschliffen werden. Das traue ich einem Thomas Schaaf aber durchaus zu.
Was ich nicht verstehe, ist, warum man absolut unfitte Spieler wie Silvestre und Avdic holt, die erst einmal ein halbes Jahr brauchen, um in Form zu kommen. Gerade bei einem Silvestre, der ja nun geholt wurde, um KURZFRISTIG zu helfen und den jungen Spielern ein "Lehrer" zu sein, ist mangelnde Fitness doch wirklich ein KO-Kriterium.

Aber nicht nur in der Transferpolitik sehe ich Veränderungen. Ich habe neulich bei YouTube wieder einmal die Zusammenfassung des Spiels Bayern-Werder 2003/2004 gesehen - und da sind Welten zwischen den Spielweisen. Damals spielte Bremen quasi One-Touch-Football. Schnell und direkt nach vorne. Bei Ballverlusten bekam man eben hinten einen rein und fing dann wieder vom Mittelkreis an. (Okay, etwas überspitzt... :p ).
Das hat Spaß gemacht, war Spektakel und nicht zuletzt auch erfolgreich.
Allerdings kann man so ein System nicht über mehrere Jahre spielen. Irgendwann stellen sich die Gegner darauf ein und es wurde umgestellt auf den "kreativen Zehner" - Diego / Özil.
Nachdem Abgang von Özil sollte die Last mehr verteilt werden. Insbesondere auf Marin / Hunt um nicht mehr so ausrechenbar zu sein. Was generell eine gute Idee ist, denn hatte der Gegner Diego / Özil unter Kontrolle brachen 75% der Offensivkraft Werders fast weg.
Leider wurden weder Hunt noch Marin ihren Rollen 100%ig gerecht und ließen nur hin und wieder ihre Klasse aufblitzen.
Und so spielen wir nun die klassische "kontrollierte Offensive" und ich denke, dass das auch für die nahe Zukunft (Ende dieser Saison, evtl. auch nächste) die Marschroute sein wird. Weniger Spektakel, dafür bei mangelnder Offensivkraft (und auch, wenn wir die Einzelspieler dafür hätten, fehlt doch etwas um offensiv erfolgreich zu sein) eben hinten weniger rein bekommen.

Und nicht zuletzt durch die vielen "Perspektivverpflichtungen" (Wesley, Arnautovic, Avdic, Samuel???,...) sehe ich diese Saison als eine Übergangssaison an. Weg von der Offensive über einen zentralen Kreativspieler zu einem System wo klassisch erst einmal in der Verteidigung der Ball erobert wird und dann kontrolliert der Ball nach vorne getragen wird; um bei einer Führung später sogar nur noch kontern zu brauchen.
Ich denke, Werder steckt gerade in einem Umbruch. Die Zu- und Abgänge letzte Sommerpause waren ein erster Teil davon, diese Saison einer weiterer und die kommende Sommerpause der vielleicht wichtigste, weil hier der Umbruch abgeschlossen werden muss - denn noch so eine Saison kann sich Werder nicht erlauben. Weder finanziell noch vom Ruf her.

MoS
 
Naja, es ist nur leider kein völlig neues Phänomen, daß TS erst auf diese Art Fußball zurückgreift, wenn er quasi durch den tabellenstand dazu "gezwungen" wird. Ähnlich in der letzten Saison auf Schalke...
Von daher bin ich äußerst skeptisch, ob der jetzige Fußball nicht bloß Mittel zum Zweck ist und trauen mich nicht wirklich, dies nun als generelle, fußballerische Kehrtwende zu verstehen.
Deshalb halte ich es für sehr gewagt, aus der aktuellen Situation Prognosen zur kommenden Spielzeit abzuleiten. Ich persönlich könnte mit einer etwas def., kompakteren Spielweise sehr gut leben...

Jepp, wenn es zum Ende einer Saison noch um etwas geht, besonders im Abstiegskampf, greifen andere spielerische Mechanismen als in der vorherigen Spielzeit, so daß es fatal wäre, hieraus Schlußfolgerungen für die Spielweise in der kommenden Saison zu ziehen. Nach meinem Ermessen ist die Spielweise von Werder in den letzten Partien nur Mittel zum Zweck, weil sie weder der Spielphilosophie von TS entspricht noch den individuellen Qualitäten der Spieler entgegenkommt.
 
Du weißt doch, Trainerwechsel = Aufwärtstrend. ;)

Du wirst ja nicht abstreiten können, dass Vereine in eine Situation geraten können, in der es nur noch besser werden kann. Ich denke da an Köln, speziell vom Fußballerischen her. Oder an Gladbach, von den Ergebnissen her. Was Werder angeht, muss man nun nicht von einem Trainerwechsel, aber von einer Veränderung im Trainerstab sprechen. Man hätte sie sicher nicht vorgenommen, wenn man nicht auch gehofft hätte: Mentaltrainer = Aufwärtstrend.
 
Du wirst ja nicht abstreiten können, dass Vereine in eine Situation geraten können, in der es nur noch besser werden kann.
Das hab ich ja selbst vor einigen Wochen gesagt. Es gibt Situationen, da muss ein neuer Trainer her. Bei Köln war es ja beispielsweise so. Das ist aber eigentlich nur so, wenn der aktuelle Trainer absolut unfähig ist und war oder die Mannschaft mit dem Trainer nicht klarkommt.
 
Du kannst auch im 4-4-2 mit Marin (oder Hunt) als hängende Spitze spielen, wo er auf die Aussen ausweichen kann und das Spiel breit zieht, Platz schafft. Und eine flache Hierarchie im Vierer-Mf dahinter, welches die Aufgaben klar teilt und jeder auch ein Stück defensiv denkt. Zum Beispiel hat es "Huub-die-Null-muss-stehen" seinerzeit mit van der Vaart vorgemacht, den HSV vom zu Beginn der Rückrunde abgeschlagenen, vorletzten Platz noch auf Platz 7 (ganz nebenbei Werder und Schalke auf eigenem Platz geschlagen und damit den Titel vermasselt) und in der nächsten Saison auf Platz 4 geführt. Sogar Werder hat Hinrunde 2009 - mit Marin! - mal so ähnlich gespielt. Es geht auch ohne 4-2-3-1. Mit Marin.

Dass Hunt auf diese Position gestellt wird, erhoffte ich mir schon die ganze Saison, aber so wie er zeitweise im Mittelfeld gespielt hat, wäre er wohl auch dort untergegangen.

Marin als hängende Spitze zu bringen, würde mMn keinen allzu großen Unterschied bewirken, als wenn er eben im 4-2-3-1 im MF spielt. Wenn er sich zentral fallen lässt, befände er sich im Grunde in der Rolle des ZOM, die er mE nicht hinreichend erfüllt. Wenn er hauptsächlich auf den Flügel ausweicht, würde sich das LM/LOM, respektive RM/ROM in die Mitte orientieren und wir hätten Marin wieder auf genau der Position, wie ich das illustrieren wollte.

Das wollte ich mal los werden, damit es nicht immer nur heißt, die Kritiker würden nur bei schlechten Ergebnissen aus ihren Löchern kriechen und bei Erfolgen klammheimlich verschwinden. :)

Ich war eigentlich auch kurz davor, der festen und unabänderlichen Meinung Herr zu werden, TS wäre einfach nicht mehr der richtige Mann. Jetzt ist in der Tat eine Trendwende zu erkennen und es sieht so aus, als ob auch ich mal wieder eines besseren belehrt werde. Das schreib ich jetzt, um mich zwar auch von solchen abgrenzen zu wollen, die du gerade ansprichst, aber nun gleich wieder ein Loblied auf TS zu halten ist definitiv noch viel zu früh. Ich hoffe trotzdem, den richtigen Zeitpunkt werden wir erleben.
 
Aber nachdem TS es jetzt besser macht, sollte man nicht zu sehr zurück blicken.
Wichtig ist, das für die kommende Saison die richtigen Lehren aus all den Fehlern vorher gezogen werden. Danach sieht es im Moment weitgehend aus.
Aber dazu ist es erforderlich, daß man diese Saison nicht einfach als "Betriebsunfall" abhakt, sondern die nötigen Veränderungen vornimmt.
Dass diese "richtigen Lehren aus all den Fehlern" jemals gezogen werden, jedenfalls auf langfristige Sicht, hatte ich spätestens nach der auf typische Weise zustande gekommenen schlechteren Serie im Spätherbst 2009 sowie dem anschließenden Rückrundenfehlstart letzte Saison endgültig abgehakt. Das waren immer "Betriebsunfälle", die Fehlstarts zu den Hin- und Rückserien, die in schöner Regelmäßigkeit zurückkehrende naive Spielweise, die wichtige Punkte kosteten. Denn entweder waren wir doch noch Dritter oder es gab ein Pokalfinale oder was auch immer. Also das zu hoffen, ist verschleuderte Emotion. Ich schätze mal, dass da auch diese Saison keinen Abbruch tut.

Übrigens ist nahezu normaler Standard der Schaaf-Ära, dass wir an den Spieltagen 18 bis 25 nur 9 von 24 Punkten holen. Es war diesmal sogar besser als in den letzten zwei, drei Spielzeiten. Genauso, wie es nicht unüblich ist, dass wir an den Spieltagen 26 bis 34 eine Serie starten. Mal sehen, was noch kommt.

Doch manch andere haben ähnliche Probleme. Hamburg und Leverkusen brechen oft in den letzten 5 Spielen ein, Schalke teilweise auch. Stuttgart spielt stets eine schlechte Hinrunde und dreht in der Rückrunde auf. Das alles unter verschiedenen Trainern. Und letztendlich hat genau ein solcher Rückrundenfehlstart 1999 dafür gesorgt, dass Schaaf überhaupt erst mal Cheftrainer wurde.
 
Dass Hunt auf diese Position gestellt wird, erhoffte ich mir schon die ganze Saison, aber so wie er zeitweise im Mittelfeld gespielt hat, wäre er wohl auch dort untergegangen.
Vermutlich, weil wir zu dieser Zeit insgesamt falsch gespielt haben, was zu Verunsicherung des gesamten Teams und zu Lasten der Mannschaftshierarchie ging. Aber nicht, weil es grundsätzlich an Hunt lag.
Marin als hängende Spitze zu bringen, würde mMn keinen allzu großen Unterschied bewirken, als wenn er eben im 4-2-3-1 im MF spielt.
Stimmt, aber Deine Aussage war ja, dass Marin quasi nur für das 4-2-3-1 Sinn macht. ;)
Wenn er sich zentral fallen lässt, befände er sich im Grunde in der Rolle des ZOM, die er mE nicht hinreichend erfüllt.
Würde ich so nicht sagen, weil es ja ein Unterschied ist, ob er den zentralen Zehner hinter zwei Spitzen gibt, oder als Verteilerschnittstelle Mf-Sturm und Zuarbeiter für eine Spitze fungiert. So meinte ich das.
Wenn er hauptsächlich auf den Flügel ausweicht, würde sich das LM/LOM, respektive RM/ROM in die Mitte orientieren und wir hätten Marin wieder auf genau der Position, wie ich das illustrieren wollte.
Eben.
...aber nun gleich wieder ein Loblied auf TS zu halten ist definitiv noch viel zu früh.
Ich glaub, das macht hier keiner.
 
Stimmt, aber Deine Aussage war ja, dass Marin quasi nur für das 4-2-3-1 Sinn macht. ;)
Was ich immer noch glaube.. :)

weil es ja ein Unterschied ist, ob er den zentralen Zehner hinter zwei Spitzen gibt, oder als Verteilerschnittstelle Mf-Sturm und Zuarbeiter für eine Spitze fungiert.
Ein Unterschied ist das wohl.. und ich könnte auch gar nicht sagen, ob TS schon beide Rollen für ihn ausgegeben hatte, wenn er primär in diesem Teil des Feldes spielen sollte (ZOM/hängende Spitze), aber dennoch glaub ich, dass er in beiden Fällen nicht im Ansatz so wertvoll wäre, wie er das eben auf dem Flügel ist.. und darum ging es mir ja in meiner Kernaussage.

Nein, wohl nicht. Habe das überspitzt so dargestellt, um mich selbst nicht in den Verdacht bringen zu wollen, soll heißen, ich bin lediglich vom alles-über-den-Haufen-werfen-wollen zur neutralen abwartenden Haltung übergegangen. ;)
 
Dass diese "richtigen Lehren aus all den Fehlern" jemals gezogen werden, jedenfalls auf langfristige Sicht, hatte ich spätestens nach der auf typische Weise zustande gekommenen schlechteren Serie im Spätherbst 2009 sowie dem anschließenden Rückrundenfehlstart letzte Saison endgültig abgehakt. Das waren immer "Betriebsunfälle", die Fehlstarts zu den Hin- und Rückserien, die in schöner Regelmäßigkeit zurückkehrende naive Spielweise, die wichtige Punkte kosteten. Denn entweder waren wir doch noch Dritter oder es gab ein Pokalfinale oder was auch immer. Also das zu hoffen, ist verschleuderte Emotion. Ich schätze mal, dass da auch diese Saison keinen Abbruch tut.


Grundsätzlich teile ich Deine Meinung zu 1899%, weil auf die im Laufe der Jahre immer häufiger auftretendenden Rückschläge nicht angemessen reagiert wurde, so das aktuelle Situation überhaupt erst entstehen konnte, und es ist sogar zu befürchten, daß wenn Werder wider Erwarten den Klassenerhalt frühzeitig schafft, daß man erneut in diese alte Litanei verfällt. Andererseits hat man wie bereits erwähnt von vereinzelten Rückfällen abgesehen schon Fortschritte gesehen, weil KATS es offensichtlich doch erkannt haben, daß es so wie in der Hinrunde und in einzelnen Spiele der Rückrunde nicht mehr weitergehen kann. Ob dies nur eine im der Tabellenkonstellation begründete Einsicht ist oder KATS es aufgrund auch als grundsätzlichen Fehler in ihrer Arbeit erkannt haben, darüber kann man derzeit nur spekulieren, so daß dies erst in der neuen Saison beantwortet werden kann.
 
...aber dennoch glaub ich, dass er in beiden Fällen nicht im Ansatz so wertvoll wäre, wie er das eben auf dem Flügel ist..
Ich glaube, dass er überall im offensiven Bereich sehr wertvoll sein kann. Marin hat eigentlich alles drauf, er hat auch die Übersicht, nur muss er a) mehr gezwungen werden, an seinen Schwächen wie dem Timing zum Abspiel sowie am Defensivverhalten zu arbeiten und b) besser in ein taktisches Gefüge integriert werden, welches genau diese Dinge vorgibt, ohne die Stärken zu untergraben. Dass TS Spieler lieber machen lässt, statt sie zu disziplinieren und in ihrer gestalterischen Entfaltungskraft zu bremsen, ist was das angeht natürlich nicht gerade förderlich.
Ob dies nur eine im der Tabellenkonstellation begründete Einsicht ist oder KATS es aufgrund auch als grundsätzlichen Fehler in ihrer Arbeit erkannt haben, darüber kann man derzeit nur spekulieren, so daß dies erst in der neuen Saison beantwortet werden kann.
Darüber spekulieren wir jedes Jahr. Solche Sätze kannst Du seit fünf, sechs Jahren hier um die gleiche Zeit einer Saison immer wieder lesen. Ob`s was bringt?
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Back
Top