Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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    946
Status
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Gut, dass Du endlich wieder deinen alten Nick hast. Konnte Loddar wirklich nicht mehr ab.... :D

Mal am Rande gefragt: Hat florida jetzt auch den alten Nick zurück und wer war er eigentlich im Verlauf des vergangenen Jahres?
 
Gut, dass Du endlich wieder deinen alten Nick hast. Konnte Loddar wirklich nicht mehr ab.... :D

Ätzender Typ, nicht?
Mal am Rande gefragt: Hat florida jetzt auch den alten Nick zurück und wer war er eigentlich im Verlauf des vergangenen Jahres?

Der hat seine Missionsbemühungen hier leider eingestellt und ist nicht mehr aktiv. Der hieß, so weit ich weiß, immer florida.

Sorry, OT.
 
Wir können nicht warten bis wir uns für die CL qualifiziert haben. Danach ist die Transferliste gerade mal noch 6 Tage offen. Wenn man dann erst sucht und verhandelt, ist nur noch Ramsch zu bekommen. Da bekommt man keine Qualität. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden. Mit dem Risiko, dass man sich eben noch für CL qualifizieren muss.
Aber wenn man vorsichtig bleibt und wieder so defensiv daherkommt, wird es nichtmal etwas mit einem gewöhnlichen Linksverteidiger für die neue Saison.
Das geht leider nicht, weil die Banken schon den Passat als Sicherheit haben. Und wenn wir den Passat verlieren, kommt Herr Hoffmann aus Stellingen und nimmt den Platz von KA ein. Willst Du das?
 
Da stellt sich dann noch die Frage:
Was hat er sich durch die geänderte Aufstellung im Pokalfinale "eingestanden" ?

Vielleicht wollte er auch nur den Defensivstrategen hier im Forum ein für allemal zeigen, dass sie sich auf dem Holzweg befinden. Da kommt dann beim SV Werder eben statt "eine schmutzige 1:0" schnell mal "eine peinliche 0:4" heraus. :D

Ich denke das nach über 10 Jahren Ära Schaaf seine Stärken und Schwächen eindeutig auf dem Tisch liegen. Das riesengroße Pfund von TS ist, daß Allofs ihm einen Özil dahinstellen kann und sagt:"Hier hast du 5 Mio´s, mach mal bitte 20 Mio´s draus". So und das kann der Tomy. WIE macht er das denn´? ..... fragen sich jetzt wohl einige. Aber auch das liegt auf der Hand. Schaaf setzt auf EIN gängiges System, indem sich auch junge Spieler zurecht finden und innerhalb dessen sie sich quasi selbstverwirklichen können. Es war jahrelang die Raute und dieses Jahr eben 4-5-1 mit größtenteils Marin als hängende Spitze.

Tja und was ist der Schwachpunk, DIE FLEXIBILITÄT. Deshalb haben wir auch immer Serien, positiv wie negativ. Schaaf hält an einer Taktik viel zu lange fest. Bei ihm ist nicht der Satz "Never change a winning Team" eingebrannt, sondern "Ändere NIEMALS das eingespielte erfolgreiche System". Das läßt uns Sieges-Serien hinlegen und fördert Talente durch Sicherheit, aber es läßt uns eben auch Meisterschaften - zumeist nach der Winterpause, wenn das System noch nicht einstudiert ist - innerhalb von 6-7 Niederlagen verspielen. Man muß halt vorher wissen, ab wann ein System nicht mehr erfolgreich ist oder eben nach den ersten Anzeichen schnell reagieren und umstellen. Und da ist TS zu ängstlich oder zu stur!

Die letzten drei Spiele diese Saison zeigen das schwere Umdenken bzw. die mangelnde Antizipationsfähigkeit, wann der richtige Zeitpunkt ist eine Taktik bzw. ein System zu ändern anschaulich. Als man gegen Schalke antrat war die Taktik glänzend gewählt und Marin zurecht durch Boro ersetzt worden. Allerdings muß man sagen, daß selbst die altersschwächste Domkrähe vorm Schalkespiel schon vom Dach geträllert hat, das man auf Schalke eher abwartend spielt. Von daher war es jetzt eher nicht so überraschend.

Nach diesem überzeugenden Erfolg kam nun der HSV. Es war zugegeben eine schwere Situation, da man schwerlich abschätzen konnte wie die beiden Spiele nun zeitgleich laufen (also auch das Leverkusen Spiel). Allerdings sind wir zuhause nunmal auch in der Pflicht das Spiel zu machen und es ist gegen spielstarke Mannschaften wie HSV nunmal gefährlich sich hinten rein zu stellen. Wie gesagt gegen spielSCHWACHE Mannschaften wie Schalke ist das richtig, da diese eigenständig wenig Druck aufbauen können. Am Ende hatte man es geschafft, auch wenn ich sage das wir auch schon gegen den HSV zu defensiv gespielt haben und viel zuviel gezittert haben. So hielt TS diese defensive Variante nun für Erfolgsfähig und daraus folgte "Ändere NIEMALS das eingespielte erfolgreiche System". (Ihr erinnert Euch:rolleyes:)

Er versuchte es auch gegen Bayern auf diese Art, weil er in den letzten beiden Spielen damit erfolgreich war. Er meint das wohl wörtlich, wenn er sagt:" Wir schauen nur auf uns". JEDER halbwegs versierte Amateurtrainer wäre klar gewesen, daß man gegen die spielstärkste Mannschaft (möglicherweise Europas) sich nicht so tief stellen hätte dürfen. Eine defensive Variante konnte nur dazu führen, daß man den Bayern das Mittelfeld überläßt und was dann passiert haben wir gesehen, daß möchte ich nicht im Einzelnen schildern. Dazu kamen personelle Fehler: Özil als hängende Spitze (verschenkt), Hunt mit defensivaufgaben (Katastrophe, da unser Aaron ein klassischer Schönwetterfußballer ist, der auf Schnörkel steht), Boenisch gegen Robben mit Doppelungsunterstützung durch Boro (Auch Katastrophe, da keine Aufbau nach vorne möglich). Marin und Almeida auf der Bank (verschenkt). Er hat die Spieler für das System geopfert. Ergebnis: Totale Verunsicherung, keiner fand sich zurecht. Wir haben den Pokal in der ersten HZ verloren. Alle Wiedergutmachungsversuche zweite HZ und der daraus folgende Abschuß, war nur die Konsequenz einer völlig verkorksten Taktik aus der ersten HZ.

Vor allem ärgert mich das mit Marin, Der Junge brennt lichterloh vor der WM und war in bestechender Form. Ihn taktisch gegen Schalke rauszulassen war richtig. Ihn danach aber noch zwei Spiele (HSV und Bayern) und das vor der WM, so kaltzustellen war VOLLKOMMEN falsch.

Tja und so halten sich bei TS die Stärken und die Schwächen die Waage. Aber so lange er aus 5 Mio´s glatte 20 Mio´s macht, solange bleibt er im Amt und das Management wäre, ob Werders finanzieller Situation, mit einem Klammerbeutel gepudert, wenn sie Ihren lukrativsten Angestellten kaltstellen würden.

Aber taktisch dazulernen - bei aller hanseatischen Sturheit - darf unser TS trotzdem. Denn Stillstand ist Rückschritt. :svw_applaus:
 
@ beckstown
Nur war das System gegen Bayern NICHT dasselbe wie gegen Schalke und Hamburg.
Womit gleich die ganze Argumentation in sich zusammenfällt - denn TS hat ja umgestellt. Da ist es dann müßig darüber zu diskutieren warum er stur an einem System festhält.
Es nicht erfolgreich, daher ist es wohl auch die falsche Entscheidung gewesen. Aber er hat umgestellt...

Ich sehe das auch ingesamt nicht so negativ. TS und seine Sturheit kennt ja inzwischen jeder Werderfan. Dennoch muss man doch wohl sagen das TS diese Saison der flexibelste TS seiner Amtszeit war.
So oft wurde noch nie umgestellt - und das spricht für mich schon dafür das auch TS sich in diesen Bereichen noch immer weiterentwickelt.

Was bleibt ist also ein großartiger Trainer der sich auch in puncto Flexibilität weiterentwickelt hat. So kanns gerne weitergehen...
 
@ beckstown: :tnx: :tnx: :tnx:
Gute Zusammenfassung, entspricht genau dem, was ich schon öfter hier sagen wollte. Aber so gut hätte ich es niemals hinbekommen! :beer: :svw_schal: :svw_applaus:


Nur war das System gegen Bayern NICHT dasselbe wie gegen Schalke und Hamburg.
Womit gleich die ganze Argumentation in sich zusammenfällt - denn TS hat ja umgestellt. Da ist es dann müßig darüber zu diskutieren warum er stur an einem System festhält.
Diskussion der letzten Seiten verpasst?

Dennoch muss man doch wohl sagen das TS diese Saison der flexibelste TS seiner Amtszeit war.
So oft wurde noch nie umgestellt - und das spricht für mich schon dafür das auch TS sich in diesen Bereichen noch immer weiterentwickelt.
:tnx: Stimmt auch. Nur kann es gerne davon mehr sein. Das haben wir hier ebenfalls schon mehrfach betont. Aber ein Anfang ist gemacht. :applaus:
 
Ist ja auch nicht nötig. Nur stand über alledem, dass "gleich die ganze Argumentation in sich zusammenfällt - denn TS hat ja umgestellt", womit Du deine Meinung quasi als Faktum darstellst. Und das störte an der Aussage ein klein wenig.
 
Ist ja auch nicht nötig. Nur stand über alledem, dass "gleich die ganze Argumentation in sich zusammenfällt - denn TS hat ja umgestellt", womit Du deine Meinung quasi als Faktum darstellst. Und das störte an der Aussage ein klein wenig.

Für mich stellt nunmal ein Wechsel Hunt gegen Almeida eine echte Umstellung dar. Es ist taktisch etwas völlig anderes ob ich vorne mit Almeida und Pizarro oder mit Pizarro und Özil hängend dahinter spiele.
Dabei steht auch außer Frage das das Ganze nicht vernünftig umgesetzt wurde und ein Schuß in den Ofen war - das ändert doch aber nichts daran das umgestellt wurde. Ich erwarte auch nicht das für ein Finalspiel die halbe Mannschaft umgestellt wird.
Daher finde ich - für dieses Spiel - das zu langes festhalten an einem Spielsystem hier ganz gewiss nicht das Problem war.

Vielleicht war es schlichtweg die falsche Entscheidung die TS hier getroffen hat.
Wer aber in diesem Spiel ein für TS typisches Muster erkennen möchte, ist meiner Meinung nach auf dem Holzweg.
Ich denke sogar, TS hat versucht sich für dieses Spiel etwas besonderes einfallen zu lassen, was aber leider so gar nicht funktioniert hat.
 
Ich denke das nach über 10 Jahren Ära Schaaf seine Stärken und Schwächen eindeutig auf dem Tisch liegen. Das riesengroße Pfund von TS ist, daß Allofs ihm einen Özil dahinstellen kann und sagt:"Hier hast du 5 Mio´s, mach mal bitte 20 Mio´s draus". So und das kann der Tomy. WIE macht er das denn´? ..... fragen sich jetzt wohl einige. Aber auch das liegt auf der Hand. Schaaf setzt auf EIN gängiges System, indem sich auch junge Spieler zurecht finden und innerhalb dessen sie sich quasi selbstverwirklichen können. Es war jahrelang die Raute und dieses Jahr eben 4-5-1 mit größtenteils Marin als hängende Spitze.

Tja und was ist der Schwachpunk, DIE FLEXIBILITÄT. Deshalb haben wir auch immer Serien, positiv wie negativ. Schaaf hält an einer Taktik viel zu lange fest. Bei ihm ist nicht der Satz "Never change a winning Team" eingebrannt, sondern "Ändere NIEMALS das eingespielte erfolgreiche System". Das läßt uns Sieges-Serien hinlegen und fördert Talente durch Sicherheit, aber es läßt uns eben auch Meisterschaften - zumeist nach der Winterpause, wenn das System noch nicht einstudiert ist - innerhalb von 6-7 Niederlagen verspielen. Man muß halt vorher wissen, ab wann ein System nicht mehr erfolgreich ist oder eben nach den ersten Anzeichen schnell reagieren und umstellen. Und da ist TS zu ängstlich oder zu stur!

Die letzten drei Spiele diese Saison zeigen das schwere Umdenken bzw. die mangelnde Antizipationsfähigkeit, wann der richtige Zeitpunkt ist eine Taktik bzw. ein System zu ändern anschaulich. Als man gegen Schalke antrat war die Taktik glänzend gewählt und Marin zurecht durch Boro ersetzt worden. Allerdings muß man sagen, daß selbst die altersschwächste Domkrähe vorm Schalkespiel schon vom Dach geträllert hat, das man auf Schalke eher abwartend spielt. Von daher war es jetzt eher nicht so überraschend.

Nach diesem überzeugenden Erfolg kam nun der HSV. Es war zugegeben eine schwere Situation, da man schwerlich abschätzen konnte wie die beiden Spiele nun zeitgleich laufen (also auch das Leverkusen Spiel). Allerdings sind wir zuhause nunmal auch in der Pflicht das Spiel zu machen und es ist gegen spielstarke Mannschaften wie HSV nunmal gefährlich sich hinten rein zu stellen. Wie gesagt gegen spielSCHWACHE Mannschaften wie Schalke ist das richtig, da diese eigenständig wenig Druck aufbauen können. Am Ende hatte man es geschafft, auch wenn ich sage das wir auch schon gegen den HSV zu defensiv gespielt haben und viel zuviel gezittert haben. So hielt TS diese defensive Variante nun für Erfolgsfähig und daraus folgte "Ändere NIEMALS das eingespielte erfolgreiche System". (Ihr erinnert Euch:rolleyes:)

Er versuchte es auch gegen Bayern auf diese Art, weil er in den letzten beiden Spielen damit erfolgreich war. Er meint das wohl wörtlich, wenn er sagt:" Wir schauen nur auf uns". JEDER halbwegs versierte Amateurtrainer wäre klar gewesen, daß man gegen die spielstärkste Mannschaft (möglicherweise Europas) sich nicht so tief stellen hätte dürfen. Eine defensive Variante konnte nur dazu führen, daß man den Bayern das Mittelfeld überläßt und was dann passiert haben wir gesehen, daß möchte ich nicht im Einzelnen schildern. Dazu kamen personelle Fehler: Özil als hängende Spitze (verschenkt), Hunt mit defensivaufgaben (Katastrophe, da unser Aaron ein klassischer Schönwetterfußballer ist, der auf Schnörkel steht), Boenisch gegen Robben mit Doppelungsunterstützung durch Boro (Auch Katastrophe, da keine Aufbau nach vorne möglich). Marin und Almeida auf der Bank (verschenkt). Er hat die Spieler für das System geopfert. Ergebnis: Totale Verunsicherung, keiner fand sich zurecht. Wir haben den Pokal in der ersten HZ verloren. Alle Wiedergutmachungsversuche zweite HZ und der daraus folgende Abschuß, war nur die Konsequenz einer völlig verkorksten Taktik aus der ersten HZ.

Vor allem ärgert mich das mit Marin, Der Junge brennt lichterloh vor der WM und war in bestechender Form. Ihn taktisch gegen Schalke rauszulassen war richtig. Ihn danach aber noch zwei Spiele (HSV und Bayern) und das vor der WM, so kaltzustellen war VOLLKOMMEN falsch.

Tja und so halten sich bei TS die Stärken und die Schwächen die Waage. Aber so lange er aus 5 Mio´s glatte 20 Mio´s macht, solange bleibt er im Amt und das Management wäre, ob Werders finanzieller Situation, mit einem Klammerbeutel gepudert, wenn sie Ihren lukrativsten Angestellten kaltstellen würden.

Aber taktisch dazulernen - bei aller hanseatischen Sturheit - darf unser TS trotzdem. Denn Stillstand ist Rückschritt. :svw_applaus:

Auf Konter setzen und mit Marin einen der schnellsten Spieler auf der Bank zu lassen...das muss man erstmal verstehen. Hunt ist kein Konterspieler...Werder ist auch keine erfahrene Kontermannschaft...was soll das? Warum hat man nicht mit Bayern um den Ballbesitz gerungen. Das kann Werder eigentlich. Eigene Stärken vernachlässigen und die des Gegners zum tragen zu bringen...versteh ich nicht. Frankfurt hats doch vorgemacht. Habe mich geschämt für Werder...wie gegen Donezk. TS...bleib bei deinem Offensivsytem mag ich ihm zurufen!!
 
Vor allem ärgert mich das mit Marin, Der Junge brennt lichterloh vor der WM und war in bestechender Form. Ihn taktisch gegen Schalke rauszulassen war richtig. Ihn danach aber noch zwei Spiele (HSV und Bayern) und das vor der WM, so kaltzustellen war VOLLKOMMEN falsch.
Das kann ich nur dick unterstreichen ! Das war richtig schlecht.
Aber taktisch dazulernen - bei aller hanseatischen Sturheit - darf unser TS trotzdem. Denn Stillstand ist Rückschritt.
Diese Aussage gilt Meiner Meinung nach für die Bilanz des SV Werder unter der sportlichen Leitung von Thomas Schaaf ganz bestimmt nicht. Hier bedeutet "Stillstand" kontinuierliche, erfolgreiche Arbeit. Bei dem, was unser Trainer in seiner Amtszeit auf den Rasen gezaubert hat, bin ich ein absoluter Befürworter dieses "Stillstands auf hohem Niveau". Ich hoffe auch mal ganz stark, dass er jetzt nicht anfängt, von Woche zu Woche mit vermeintlich schlauen Taktikraffinessen unter Beweis zu stellen, was er alles toll umstellen kann. Der Erfolg der vergangenen Jahre zeigt doch hier ganz eindeutig, dass Kontinuität und eine feste Spielphilosophie reichlich Früchte abwerfen. Hierum beneiden uns andere Teams bzw. deren Anhänger doch gerade. TS hat auch in den vergangenen Jahren durchaus in besonderen Momenten mal überraschende taktische Maßnahmen ergriffen bzw. das Spielsystem unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Spieler nachjustiert. Das Bild des "Sturkopfs" der immer nur den gleichen Stremel runterspielen lässt, wird hier zwar gern gezeichnet - es stimmt m.E. aber mit der Realität nicht überein.

Das Fazit dieser Saison fällt - wieder einmal - absolut positiv aus. Daran ändert auch sein "Blackout" in Sachen Herangehensweise an das Pokalfinale nichts. Da muss man schon mal sehen, was alles erreicht und den Anhängern geboten worden ist - dass man überhaupt schon wieder im Finale war, dass die CL-Quali erreicht wurde nach Platz 10 in der Vorsaison und Umbruch (Weggang Diego) zur neuen Saison. Klar ist es ein wenig schade, das "der letzte Löffel eines ansonsten wieder mal überaus schmackhaften Essens" irgendwie "versalzen" wurde - aber für mich entwertet das noch lange nicht die wieder geleistete vorzügliche Arbeit des Trainerteams. Ich bin da absolut für weiteren "Stillstand" !
 
Ganz so, dass Allofs ihm einen Spieler für 5 Mio. hinstellt, ist es ja nun auch nicht. Zum Einen wird zunächst Schaaf sich die Spieler ausschauen, wo er Potenzial sieht und Allofs wird es versuchen zu verwirklichen. Zum Anderen, ist die angesprochene mangelnde Flexibilität auch der mangelnden Breite im Kader geschuldet. D.h. Werder kann es sich nicht leisten, zwei Reihen für mehrere Systeme aufzustellen. Irgendwo sind die Mittel da auch begrenzt.

Die neuerliche Forderung Schaaf´s nach weiteren Verstärkungen mit dem Hinweis auf die drei Wettbewerbe, lassen allerdings hoffen, dass TS im nächsten Jahr in die Lage versetzt wird, noch flexibler aufzustellen, d.h. in den Augen Mancher hier, sich noch weiter zu entwickeln, als er es bis hier tat.
 
Warum Marin nicht einfach mal hinter den Spitzen einsetzen? Dann hätte man auch nicht das Problem, dass man Ihne wegen der Taktik auf die Bank setzen muss. Dann könnte er immer spielen.
Wir brauchen neben Frings und Bargfrede einfach noch einen aggressiven, defensivstarken Spieler. Borowski ist das sicher nicht. Den kann man eher mit Hunt weiter vorne sich abwechseln lassen.
Und dann brauchen wir noch einen Top linken AV, der nichts anbrennen läßt.
Und noch einen zweiten Top-Stürmer. Almeida und Wagner müssen dann versuchen, sich in die Aufstellung zu kämpfen.

Wir brauchen also Drei-Top Verstärkungen. Der Stürmer würde wahrscheinlich am teuersten sein.
 
Für mich stellt nunmal ein Wechsel Hunt gegen Almeida eine echte Umstellung dar. Es ist taktisch etwas völlig anderes ob ich vorne mit Almeida und Pizarro oder mit Pizarro und Özil hängend dahinter spiele.
Dabei steht auch außer Frage das das Ganze nicht vernünftig umgesetzt wurde und ein Schuß in den Ofen war - das ändert doch aber nichts daran das umgestellt wurde. Ich erwarte auch nicht das für ein Finalspiel die halbe Mannschaft umgestellt wird.
Daher finde ich - für dieses Spiel - das zu langes festhalten an einem Spielsystem hier ganz gewiss nicht das Problem war.

Vielleicht war es schlichtweg die falsche Entscheidung die TS hier getroffen hat.
Wer aber in diesem Spiel ein für TS typisches Muster erkennen möchte, ist meiner Meinung nach auf dem Holzweg.
Ich denke sogar, TS hat versucht sich für dieses Spiel etwas besonderes einfallen zu lassen, was aber leider so gar nicht funktioniert hat.

Personell hat er umgestellt (Hunt, Almeida), aber nicht vom System (defensiv) her. Vielmehr hat er Özil auf der Almeida Position spielen lassen und Hunt ins Mittelfeld mit defensiver Ausrichtung gesetzt, wo sonst etwas offensiver Özil spielt. Das hat er deshalb gemacht, weil links Boenisch und Boro den Robben gedoppelt haben (zumindestens die ersten 25 Min.) und rechts Fritz und Hunt den Ribery (zumindestens die ersten 10 Min.) dann hatte Hunt kein Bock mehr :D Im Kopf bei Schaaf war immer noch eine generell defensive Ausrichtung.

Das ist eine Frage der Sichtweise, ob er nun umgestellt hat oder nicht. Du sagst er hat flexibel umgestellt, ich sage er hat das System beibehalten und die Spieler dafür "geopfert" umgestellt. So das keiner mehr wußte wie er die neue Position umsetzen soll. Eigentlich Doppelschlimm, da ich schon häufig beobachtet habe, daß wenn bei Werder das System nicht greift, die Spieler nicht in der Lage sind flexibel umzudenken. Die Umstellungen und Impulse kommen immer von draußen. Das hängt mit der dogmatischen Systemvorgabe von TS zusammen. Vorteil, sagte ich bereits, Sicherheit und Entwicklungspotential und wenn die Mechnismen greifen, Sieg fast vorprogrammiert. Nachteil: Völlige Verunsicherung wenn der Gegner die ideale Gegentaktik hat oder das System nicht umgesetzt werden kann, wie gegen Bayern.

Wir beherrschen nunmehr zwei Systeme und deshalb stimmt es schon, daß TS sich weiterentwickelt hat. Wir beherrschen Raute im 4-4-2 und ein etwas defensiveres 4-5-1, aber immer noch sehr offensiv interpretiert. Gegen Schalke haben wir ein drittes System kennengelernt, ein defensives 4-4-2. Da spricht schon dafür das Schaaf taktisch etwas ausprobiert. Aber nochmal, die defensive Schalke Taktik hätte sogar meine Oma in Ihr Tischdeckchen gehäkelt. Es geht mir um die Dauer, die TS an einem System festhält. Gegen Hamburg war das schon Grenzwertig, das gleiche defensive 4-4-2 zu spielen. Und gegen Bayern vollkommen falsch. Man könnte jetzt meinen, er hätte gegen Bayern ein Neues System erfunden (Umstellung Hunt/Almeida), ein sehr defensives 4-5-1 und das würde ich auch unter anderen Umständen unterstreichen. Nur leider hat Özil einen klassischen Stürmer interpretiert und deshalb war es m. M. n. immer noch das defensive 4-4-2 aus dem Schalke und Hamburg Spiel. Ich bin nach ca. 15 im Stadion zu dem Schluß gekommen, daß er das System unbedingt beibehalten wollte und die Spieler dementsprechend von Ihren angestammten Positionen heruntergenommen hat. Und dann zeigt Werder in der Regel sein peinlichstes Gesicht. Das wird dann fast als charakterlos interpretiert. Ist aber einfach der Tatsache geschuldet, das der Werder Spieler von TS zu einem systempraktizierenden Spieler erzogen wird und nicht zu einem systemgestaltenden. Wie gesagt, das hat auch seine Vorteile, nur nimmt es auch Flexibilität und bei entsprechender Antitaktik ist die Niederlage fast vorprogrammiert. Aber das ist woanders auch nicht anders. Jeder Trainer will seine Maßgaben umgesetzt sehen. Es geht wie gesagt um die Dauer und gegen Bayern wäre unser geübtes 4-5-1 definitiv die bessere Variante gewesen! Sowas kann man auch mal antizipieren!

Ich sehe auch schon das TS lernt, insb. seit dieser Saison. Trotzdem muß dieser Lernprozeß weitergehen, denn wenn ich schreibe "Stillstand ist Rückschritt", dann meine ich immer das "JETZT". Und schon nächste Saison werden wieder viele Vereine versuchen und die CL Teilnahme abzunehmen. Außerdem beobachten sehr viele Menschen anderer Vereine unsere Spielweise und es gibt nunmal nicht die generelle Taktik oder System, daß sich gegen alles und jeden durchsetzt. Vielmehr ist die situative Antizipation gefragt und das ist sein Lernfeld! :tnx:
 
Ganz so, dass Allofs ihm einen Spieler für 5 Mio. hinstellt, ist es ja nun auch nicht. Zum Einen wird zunächst Schaaf sich die Spieler ausschauen, wo er Potenzial sieht und Allofs wird es versuchen zu verwirklichen. Zum Anderen, ist die angesprochene mangelnde Flexibilität auch der mangelnden Breite im Kader geschuldet. D.h. Werder kann es sich nicht leisten, zwei Reihen für mehrere Systeme aufzustellen. Irgendwo sind die Mittel da auch begrenzt.

Die neuerliche Forderung Schaaf´s nach weiteren Verstärkungen mit dem Hinweis auf die drei Wettbewerbe, lassen allerdings hoffen, dass TS im nächsten Jahr in die Lage versetzt wird, noch flexibler aufzustellen, d.h. in den Augen Mancher hier, sich noch weiter zu entwickeln, als er es bis hier tat.

Ja, die Kader Breite ist so wie Du sagst und der Ausfall von Pasanen war sicherlich mitentscheident in Berlin. Und sicher hat TS eine entscheidene Rolle bei Neuverpflichtungen. Aber das ist doch nun eine der Stärken von TS, daß er Talente - zumindestens bei Werder - zu Stars macht. Und das hilft dem Verein immens
 
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