Ich halte nicht viel von Jubelzwang nur weil mein Land da 23 Typen hinschickt von denen mir etwa 90% komplett am Hintern vorbei gehen und denen ich knapp 12 Monate im Jahr mit Passion möglichst viel Schlechtes (in sportlicher Hinsicht in Form von Niederlagen versteht sich) an den Hals wünsche. Ich bin Werder-Fan. Definiere meine Begeisterung über diesen Sport über Werder Bremen und hatte auch meine ersten wichtigen Berührungspunkte waren mit diesem Klub. Die Nationalmannschaft als solches ist nichts weiter als eine Zweckgemeinschaft, durch die alle 24 Monate mal unterschwelliger Nationalismus ausgelebt wird. Dann komme wieder alle raus aus ihren Löchern, heucheln eine Gemeinschaft vor, die es nicht gibt, feuern Leute an, die sie nicht kennen und bejubeln etwas, was sie nicht verstehen. Warum meinen Leute mir vorschreiben zu wollen für einen Zeitraum von knapp 4 Wochen nun ausgerechnet für Feindbilder wie Klose jubeln zu müssen, obwohl ich den Typen nicht ausstehen kann? Warum soll ich plötzlich Schalker, Hamburgern, Stuttgarter ganz supertoll finden, obwohl ich die im Grunde total s****** finde? Weil es auch Deutsche sind und es meine Pflicht ist, so zu denken? Nein, danke. Diese Zeiten sind vorbei. Ich bejubel die Teams, die ich symapthisch finde. Vor 4 Jahren war es die DFB-Elf, die tollen Fußball spielte und noch echte Persönlichkeiten aufbot, die man mögen konnte, so bspw. Schneider, Metzelder, etc. Diese Truppe jetzt und diesen Trainer finde ich nur unsympathisch und daher auch nicht bejubelbar.